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13. Februar 2016 6 13 /02 /Februar /2016 21:30

EU-Autrittspartei-Obmann Robert Marschall will 2016 Bundespräsident werdenMit Robert Marschall strebt ein weiterer Kandidat, der nicht den Parlamentsparteien angehört, das höchste Amt im Staat an.

Gestern hat er dazu im Cafe Hofburg eine Pressekonferenz gegeben und Details zu seinen Plänen präsentiert.

Wie schon vom Namen seiner Partei her klar ist, steht er der EU sehr kritisch gegenüber, rechnet mit deren Zerfall und möchte schon zuvor, dass Österreich aus dieser Austritt.

Auch jedweden EU-Erweiterungen steht er ablehnend gegenüber und sieht darin einen wesentlichen Unterschied zur Position der FPÖ.

Der aktuellen Lage mit heftigen Kontroversen um die Flüchtlingspolitik möchte er mit einem durch strenge Grenzkontrollen gesicherten Aufnahmestopp von Zuwanderern und Asylanten begegnen.

Als wichtigstes Gegenrezept zur derzeitigen Massenarbeitslosigkeit plant er, die Produktion von Waren vom Ausland wieder zurück nach Österreich zu holen, was wohl erst nach einem EU-Austritt möglich wird.

Weitere Eckpunkte seines Programms sind verbindliche, direkte Demokratie, ein faires Wahlrecht, das bedingungslose Eintreten für die Neutralität Österreichs und das strikte Ablehnen der höchst umstrittenen Freihandelsabkommen TTIP, TISA & CETA.

Mit knapp 50 Jahren wäre Marschall wohl nach Norbert Hofer der zweitjüngste unter den Präsidentschaftskandidaten 2016.

Unterstützt wird seine Kandidatur bisher neben der EU-Austrittspartei vom ähnlich ausgerichteten NFÖ (Neutrales Freies Österreich) und weiteren Kleingruppen.

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P.S.: Dieser Artikel ist usprünglich auf meinbezirk.at veröffentlicht worden. Die Redaktion der Wiener Bezirkszeitung hat ihn dort aber vom Portal genommen, weil er angeblich Werbung darstellt. Um Ihnen Gelegenheit zu geben, sich selbst ein Urteil darüber zu machen habe ich diesen Artikel nochmals hier in meinem Blog gepostet.
Lesen Sie hierzu bitte auch unbedingt meinen Eintrag Wiener Bezirkszeitung und Geld verlangen für Artikel.

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12. Februar 2016 5 12 /02 /Februar /2016 00:35

Update 28.12.2016:

Habe den Quelltext meiner Bilder-Show vom Hinzenbach-Skispringen der Damen 2016 ein bisschen überarbeitet. Dieser sollte jetzt von den Suchmaschinen besser erkannt werden.

Ich freue mich jetzt schon auf die Vierschanzentournee der Herren ebenso, wie auf die Fortsetzung der Weltcup-Saison der Damen Anfang Jänner 2017!

Originaltext

Letztes Wochenende war ich in Hinzenbach, Oberösterreich. Dort habe ich mir mein 1. Damen-Weltcup-Skispringen live angeschaut. Bei Herrenbewerben habe ich das schon in der Vergangenheit gemacht. Und auch dieses Mal hat mir das Springen richtig gut gefallen.

Vor allem ist Hinzenbach durch die kleineren Dimensionen wesentlich gemütlicher als z.B. die Vierschanzentournee oder das Skifliegen am Kulm.

Über das Springen selbst habe ich eine Reportage gemacht und auf FM5 veröffentlicht.

Jetzt liefere ich noch eine Bildershow mit den interessantesten Impressionen nach.
Da es auf Over-Blog standardmäßig keine Galerie-Funktion gibt, so habe ich mir selbst eine kleine Galerie gebastelt. Bildbeschreibung erscheint im Maus-Tip, wenn man länger am Bild drauf bleibt.

Viel Spaß beim Anschauen und bis zum nächsten Skispringen!

 

Flaggenparade vor Beginn des Springens

Die Hinzenbacher Skisprung-Schanze in Aktion

Daniela Haralambie nach der Landung

 

Sara Takanashi gibt ein Interview

Sara Takanashi zeigt der Konkurrenz in dieser Saison die kalte Schulter.

Maren Lundby blickt trotz guter Sprünge etwas skeptisch.

 

Daniela Iraschko-Stolz am Weg zu Interview

Jacqueline Seifriedsberger beim Interview

Jaci ist gut drauf

 

Chiara Hölzls strahlendes Lachen

Chiara Hölzl bei ihrem Fanclub

Elisabeth Raudschls gewinnendes Lachen

 

Der deutsche Star Carina Vogt wirkt etwas nachdenklich

Katahrina Althaus springt solide und scheint ebenso gestimmt zu sein

Nachwuchs-Springerin Pauline Hessler freut sich

 

Die Russin Irina Avvakumova in Gedanken versunken

Slowenin Ema Klinec springt gut - und scheint dann abzuschalten

Ema Klinec Fanclub

 

Die ÖSV-Spitze Schröcksnadel und Leister in Hinzenbach

Arabische Fans in Hinzenbach - oder doch nicht arabisch?

Dieser Zuschauer hat offensichtlich Spaß an der Schanze

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9. Januar 2016 6 09 /01 /Januar /2016 02:00

"Life on Mars" ist auch nach 10 Jahren immer noch eine großartige Fernseh-SerieReminiszenzen an gute Fernseh-Serien habe ich ja schon etliche gemacht, bisher aber noch nie für eine unter 15 Jahren. „Life on Mars“ allerdings ist für mich persönlich die beste Serie der 2000er Jahre in mehrfacher Hinsicht etwas besonderes:

  • Es ist keine Serie aus den USA, sondern aus Großbritannien.

  • Sie spielt in der nicht allzu weit zurück liegenden Vergangenheit, im Jahr 1973.

  • Es ist zwar überwiegend eine realistische Serie, beinhaltet aber gleichzeitig auch Science-Fiction- und Mystery-Elemente.

  • Die britischen Schauspieler sind wohl fast allen Nicht-Briten unbekannt, allerdings richtig gut.

„Life on Mars“ ist einfach auf eine besondere Art anders, als andere Serien – und das macht die Faszination aus.

Im deutschsprachigen Raum feiert die Serie in 1 Monat zwar erst ihr 9-jähriges Jubiläum, aber dennoch halte ich es für angemessen, die Erstausstrahlung der BBC zu feiern.

Rahmen und Handlung

Der professionelle Polizist Sam Tyler aus Manchester jagt im Jahr 2006 gemeinsam mit seiner Kollegin und Freundin Maya einen Serienmörder. Die Ermittlungen treten auf der Stelle, bis Maya einer Spur nachgeht und dabei – offensichtlich vom Täter – entführt wird. Sam ist verzweifelt. Doch als ob das nicht schon schlimm genug wäre, so wird er von einem Auto angefahren, offensichtlich schwer verletzt und verliert das Bewusstsein.

Als er aufwacht findet er sich plötzlich im Manchester des Jahres 1973 wieder.

Und dort ist praktisch alles anders als 2006:

  • Die Polizei arbeitet 1973 sowohl technisch als auch methodologisch noch viel unprofessioneller. Damit kommt Sam ganz schwer zu Recht und fühlt sich wie auf einem anderen Planeten – daher auch der Titel der Serie.

  • Sam ist nicht DCI (Detective Chief Inspector = Teamleiter), sondern DI (Detective Inspector = stellvertretender Teamleiter).

  • Sein dortiger Boss Gene Hunt ist die Anti-These zu Tyler:
    Impulsiv statt besonnen, aggressiv statt zurückhaltend, intuitiv statt analytisch.
    Und Vorschriften sind für ihn nicht mehr als unverbindliche Empfehlungen.

  • Auch seine anderen Kollegen schlagen in die selbe Kerbe wie Hunt.
    Große Ausnahme ist aber die Politesse Annie Cartwright, die knapp nach Sams Ankunft zur Kriminalpolizei versetzt wird und zu Sams bester Freundin und einziger Vertrauensperson wird.

Doch so problematisch die Zusammenarbeit vor allem mit seinem Chef Hunt ist, so gut funktioniert sie auf der anderen Seite: Die beiden ergänzen sich fachlich perfekt – und sorgen für jede Menge spannende und unterhaltsame Momente.

Es ist auch anfangs völlig unklar, was mit Sam los ist:

Liegt er im Koma bzw. träumt er? Hat er eine Zeitreise gemacht bzw. ist er in einer Art Parallel-Universum? Lebt er vielleicht in den 1970er Jahren und bildet sich sein Leben 2006 nur ein?

Nach 2-3 Episoden kristallisiert sich dann aber relativ klar heraus, dass er im Koma liegt – obwohl das alleine diese komplexe Schein-Welt 1973 nicht wirklich erklären kann.

Jedenfalls hat er 1973 etwas bestimmtes zu tun – wobei bis zum Schluss unklar ist, was.

Was diese Serie so besonders macht und warum ich sie so mag

„Life on Mars“ ist für mich die beste Serie der 2000er-Jahre und gemeinsam mit „24“ auch die innovativste. Während die Frage der Besonderheit von „24“ ganz einfach mit „Echtzeit-Serie“ zu beantworten ist, so ist es bei diesem englischen Meisterwerk vielschichtiger:

Zwar bietet sie keine völlig neuen Element, aber eine ebenso innovative wie qualitativ hochwertige Kombination von bestehenden Elementen, wie es sie in meinen Augen vorher und auch bis jetzt nicht gegeben hat.

  • Spannende, handwerklich gute gemachte und realistische Krimi-Serie.

  • Authentisches, ansprechendes Zeitbild der 1970er Jahre. Vor allem auch tolle, historische Autos – von Sam's Rover 3500 über die Vanden Plas 500 bis hin natürlich zu Gene Hunt's Ford Cortina 2000E.

  • Sozialkritik, die historische Ursachen von Problemen in der Jetzt-Zeit aufzeigt – von Hooliganismus über Integration von Ausländern, psychischen Problemen bis hin zu Arbeitslosigkeit.

  • Eine bis zum Schluss der Serie zum Scheitern scheinende Liebesgeschichte zwischen Sam und Annie.

  • Ein ebenso konfliktreicher wie unterhaltsamer Buddy-Movie zwischen Sam Tyler und Gene Hunt.

  • Dazu noch ein großes Mystery-Element, das die Realität der Serie bis zum Schluss hin offen lässt. Etwas vergleichbares kenne ich nur von „Twin Peaks“.

  • „Britishness“ - es ist großartig, einmal nicht Hollywood-Kost zu genießen, sondern eine ganz andere Art von Produktion „von der Insel“ zu genießen.
    Die Schauspieler waren bei uns zwar unbekannt, ihre Darbietungen haben mich aber allesamt voll überzeugt.

  • Abgerundet wird das stimmige Gesamtpaket durch einen tollen Soundtrack, allen voran natürlich durch das Titel gebende Lied von David Bowie.

Hinzu kommt auch noch die gelungene Inszenierung der Serie durch den Fernsehsender „Kabel 1“: So hat es 2007 unmittelbar vor Start der Serie einen tollen Beitrag über den Ford Cortina Mk-III gegeben.

Und auch in negativer Hinsicht hat „Kabel 1“ die Spannung gesteigert: Die Ausstrahlung der Serie ist nach der 1. Staffel abgesetzt worden. Erst nach einer langen Nachdenk-Pause, ob die sie überhaupt weiter gesendet wird, ist an einem schlechteren Sendeplatz dann 2009 auch die 2. und letzte Staffel ausgestrahlt worden.

Gott sei Dank! Leider vertragen sich Masse und Klasse fast nie, aber Klasse hat „Life on Mars“ jeder Menge.

Persönliche Schlussworte

„Life on Mars“ ist für mich eine ganz tolle Serie. Nach der Erstausstrahlung 2007 & 2009 habe ich sie mir 2014 auf ServusTV zum 2. Mal „hinein gezogen“ und genossen.

Leider ist sie aber – zumindest im deutschsprachigen Raum – völlig zu Unrecht eine große Außenseiter-Serie geblieben!

Sie bietet ebenso intelligente, wie spannende Unterhaltung und nimmt es diesbezüglich sogar mit den besten Hollywood-Serien auf.

Leider ist sie seit über 1 Jahr weltweit (!) nicht mehr ausgestrahlt worden – was ich angesichts des vielen, wiederholt gesendeten Schrotts als eine Schande empfinde.

Und leider ist die Nachfolge-Serie „Ashes to Ashes“ auf Deutsch bisher leider nur im Bezahl-Sender FOX, nicht aber im freien Fernsehen gelaufen. Auch das finde ich sehr schade und hoffe, dass sich das 2016 ändert.

Jedenfalls nochmals großen Respekt an dieses tolle Fernseh-Produkt und allen daran Beteiligten alles Gute zum Jubiläum!

 

Update 06.06.2016

Ich möchte noch nachtragen, dass die Nachfolgeserie "Ashes to Ashes" nun endlich auch ihre deutschsprachige Free-TV-Premiere erlebt: Seit 24. Mai 2016 läuft sie jeweils dienstags ab 22.15h und samstags ab 00.05h auf dem neuen Fernsehsender eoTV.
Finde ich toll und ich sehe sie mir mit großer Freude an!

 

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2. Januar 2016 6 02 /01 /Januar /2016 01:15

Rund 2 ½ Jahre ist es her, dass Edward Snowden Mitte 2013 die unfassbaren Überwachungspraktiken westlicher Geheimdienste, allen voran die US-amerikanische NSA und der britische GCHQ, aufgedeckt hat.

 

Im „Untergrund“ hat sich seitdem einiges getan. So erleben z.B. Privatsphäre-Suchmaschinen wie Ixquick und Startpage einen stetigen Aufschwung. In einer breiteren Öffentlichkeit ist es bisher aber mit Bewusstseinsbildung bezüglich Privatsphäre bei der digitalen Kommunikation noch nicht weit her.

 

Dass sich das 2016 aber ändert, dafür gibt es mehrere, stark Indizien. Vor allem hat es bisher noch nie zuvor so viele verschiedene, ambitionierte Initiativen zu Bewusstseinsbildung und zur Verbreitung von Verschlüsselungswerkzeugen gegeben.

Und diese sind gleich rund um den Jahreswechsel besonders konzentriert:

  1. Der anerkannte Journalist Erich Möchel schreibt, dass von 2013 bis 2015 sich die Zahl der Verschlüsselungs-Programm von rund 25 auf 400 vervielfacht hat.
    Der Experte Bruce Schneier schafft es daher nicht mehr alleine, den Überblick über die Werkzeuge zu behalten und dafür öffentlich Unterstützung angefordert.
    Für 2016 rechnet er mit einem Anhalten des Booms bei Verschlüsselungs- und anderen Sicherheits-Werkzeugen.


     

  2. Schon am 25.12.2015 ist der Film „Alles unter Kontrolle“ in den österreichischen Kinos gestartet. In diesem beschäftigt sich Filmemacher Werner Boote damit, wer unsere Daten sammelt und wie mit diesen umgegangen bzw. diese von Dritten verwendet werden.

     

  3. Am 04.01.2016 bringt das ZDF um 19.25 Uhr im Rahmen der WISO-Reihe die Dokumentation „Weltmacht Google“. Dabei wird die schier umfassende und große Macht von Google über unser tägliches Leben beleuchtet. Macht sowohl darüber, was wir User finden, aber auch das, was Unternehmer anbieten möchten.
    Und der Google's Machtanspruch geht ja in der Zwischenzeit schon weit über das Internet hinaus.


     

  4. Ebenfalls per 04.01.2016 startet der Verein lauschfrei.org. Dieser hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, den Menschen Privatsphären-Schutz bei ihrer digitalen Kommunikation näher zu bringen. Dazu stellt er zahlreiche vor Überwachung sichere Programme und Dienste vor. Zudem bietet er auch Vorträge und Workshops an.

 

Bei lauschfrei.org bin ich federführend tätig. Und unsere Initiative spielt auch bei der ZDF-Doku über Google mit.

 

Ich möchte hier auch noch auf meine 2 Blog-Einträge über Google hinweisen. Teil 3 der Serie ist in Vorbereitung.

 

Die Zeichen, dass es 2016 Privatsphäre-Schutzwerkzeuge in die Mitte der Gesellschaft schaffen stehen also gut. Und ich werde einen wichtigen Beitrag zur Erreichung dieses Ziels leisten.

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20. Dezember 2015 7 20 /12 /Dezember /2015 21:30

Wer kennt Krieg der Sterne bzw. Star-Wars nicht? Es werden ganz wenige Menschen sein, alleine durch die derzeit laufende schier unfassbare Öffentlichkeits-Kampagne macht es ja nahezu unmöglich, nichts von dieser Filmreihe mit zu bekommen.

 

Ich bin ja mehr ein Star-Trek und Babylon-5 Fan, allerdings völlig undogmatisch. Ich schaue eigentlich alles gerne, was gut ist.
Und ich muss sagen, dass die Krieg-der-Sterne-Filmreihe auch wirklich gut gemacht ist und sich Lob zu Recht verdient hat. Die Hysterie rund um diese finde ich allerdings vermessen.

 

Ich bin ja politisch aktiv, anti-ideologistisch und sehr systemkritisch. Und in der politisch kritischen "Szene" gibt es auch etliche Fundamentalisten, die Sport und jede Unterhaltung ablehnen. Das diene nur zur Ablenkung der Massen und hielte sie davon ab, sich mit den ernsten und wichtigen Themen zu beschäftigen.

 

Auf der anderen Seite gibt es dann die hedonistischen und konsumgeilen Hardcore-Fans – in diesem Fall natürlich des Star-Wars Universums. Sie schauen alles, was gedreht wird, kaufen alles, was angeboten wird, ja sie flüchten teilweise sogar vom echten Leben in die Scheinwelt dieses fiktiven Universums.
 

Ich lehne beide Extreme strikt ab – wie ich das mit Extremen fast immer tue. Bevor ich aber sage, wie ich persönliche mit Krieg der Sterne umgehe, möchte ich aber etwas ausholen.

Was Star-Wars auszeichnet

Wie in fast allen Epen so steht der Kampf "Gut gegen Böse" im Zentrum des Geschehens. Und auch Star-Wars-Schöpfer George Lucas sagt ebenso ganz offen, dass er sich auch Elemente großer, historischer Literatur bedient, wie das fast alle großen Vertreter der Phantastik tun: Ob John R. R. Tolkien bei "Herr der Ringe", Frank Herbert bei "Dune" oder ob in jüngerer Vergangenheit J. Michael Straczynski bei "Babylon-5" und J. K. Rowling bei "Harry Potter".

 

In der, in den 1970er und 1980er Jahren gedrehten, mittleren Trilogie (Episode IV, V und VI) geht es noch ziemlich platt zu: Gut gegen böse ist hier weitgehend Schwarz-Weiß-Malerei. Es gibt aber auch löbliche Ausnahmen im Graubereich: Während beim Charakter Lando Calrissian die Loyalität von dunkelgrau (eher böse) zu hell (gut) wechselt, so ist vor allem das Persönlichkeitsbild von Darth Vader bzw. Annakin Skywalker hervorragend: Der helle Ritter, der der dunklen Seite der Macht verfällt, ihr zum Aufstieg verhilft, letztendlich jedoch das Böse, in Gestalt des Imperators, vernichtet.

 

Wesentlich besser, da deutlich vielschichtiger, gefällt mir die von 1999 bis 2005 veröffentlichte Prequel-Trilogie (Episode I, II und III). Der 1. Teil der Saga noch weniger, dieser ist aus meiner Sicht eine klassische Einführung ins Thema. Doch in der Episode II und noch mehr in Nummer III wird ein ebenso faszinierendes wie realistisch-schockierendes Bild gezeichnet: Denn die dort beschriebene Transformation einer demokratischen Republik in ein diktatorisches Imperium weist große Parallelen zur realen Welt von heute auf.

 

Schon im 2. Teil kommt es zu einer Staatskrise, da das demokratische Parlament zu zerstritten ist, um eine – künstlich inszenierte – Krise zu meistern. Dem Kanzler werden aus diesem Grund diktatorische Vollmachten übertragen. Und so wie es viele Menschen in Krisenzeit tun, so sympathisiert auch Annakin Skywalker mit dem "starken Mann".
Im 3. Teil geht dann sowohl "im Großen", als auch "im Kleinen" die Entwicklung zur dunklen Seite weiter: Die intelligent-bösartigen Intrigenspiele des Kanzlers gehen auf, er schafft es die Demokratie zu vernichten und sich selbst zum Herrscher eines diktatorischen Reiches zu machen. Durch persönliche Schwächen und unglückliche, äußere Umstände wird aus dem Jedi-Ritter Annakin Skywalker Darth Vader, die rechte Hand des diktatorischen Imperators.

 

Die historische Inspiration von George Lucas für Star Wars war Deutschlands Übergang von der Weimarer Republik zur Nazi-Herrschaft. Doch das greift in meinen Augen viel zu kurz:
Für mich braucht es nur wenig Phantasie, um hier in der Gegenwart Parallelen gegenüber dem vom Westen zumindest begünstigten IS (Islamischer Staat), dessen Terror-Anschlägen und dem damit verbundenen, immer anti-demokratischeren Kurs der Regierungen unserer Staaten zu ziehen. Nicht nur für mich, sondern für immer mehr Menschen sind die Aussetzung der Menschenrechte in Frankreich nach dem Pariser Terror-Anschlägen der 1. Schritt Richtung einem dunklen Imperium, wie in Krieg der Sterne.

Wie ich mit Krieg der Sterne umgehe

Ich bin allgemein ein Pragmatiker und ich bin ein Filmfreund. Die Star-Wars-Epen gefallen mir. Auch wenn sich Masse und Klasse oft widersprechen, so sind die ganz großen, massentauglichen Werke meistens gut. Das gilt auch für die Krieg-der-Sterne-Reihe.
Gut gegen Böse wird wohl für die Menschheit immer interessant bleiben. Noch dazu, wenn es optisch so großartig inszeniert ist, wie in den Werken von George Lucas.

 

Wie also mit Star-Wars umgehen?
Menschen haben sich in einer Demokratie zu beteiligen und haben für ihr Mitgestaltungsrecht zu kämpfen. Sie brauchen aber auch Pausen von diesem Kampf – und diese mit intelligenter Unterhaltung zu nutzen finde ich grundsätzlich positiv. Ausarten in einen Fan-Fanatismus und in eine Realitätsflucht darf das aber nicht.
Die große Schizophrenie der Hardcore-Star-Wars-Fans ist es, dass sie einem Kaufwahn verfallen bzw. sich in eine Scheinwelt flüchten, die von einer Republik zu einem Diktatur gemacht worden ist.

 

Das einzige, was mit an Star Wars selbst massiv stört ist die gigantische Kommerzialisierung. Wenn man weiß, dass die bisherigen 6 Filme 4,38 Mrd. $ eingespielt haben und mit dem gesamten Franchise 30,7 Mrd. $ umgesetzt worden sind, dann ist der – höflich formuliert – Geschäftswunsch der Rechteinhaber kommerziell verständlich. Ich möchte mich daran aber auf gar keinen Fall beteiligen.

 

Seit dem Kulminationspunkt 2002, als im selben Jahr je 1 Episode von "Star Wars", "Herr der Ringe" und "Harry Potter" Premiere gefeiert haben, habe ich eine "Film-Hype-Trauma" erlitten. Und das hat bei mir zu einer unbedingten, kurzfristigen Konsumverweigerung geführt.
Daher werde ich mir die jetzige Krieg-der-Sterne-Trilogie nicht im Kino anschauen und statt dessen warten, bis diese ins Fernsehen kommt. Derweil gibt es ja neben den älteren 6 Filmen der Reihe auch noch zahlreiche, weitere interessante Kinofilme und Fernseh-Serien.
Wenn die Star-Wars-Episoden VII, VIII und IX im Fernsehen laufen, dann freue ich mich aber schon, mir diese anzuschauen!

 

Und ich werde mich auch weiterhin hartnäckig, für eine positive, demokratische Welt und vor allem ein Miteinander von politisch Andersdenkenden einsetzen.

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26. November 2015 4 26 /11 /November /2015 18:00

Terror-in-Paris-wiegt-mehr-als-in-Afrika-und-AsienWas ich grundsätzlich über die Attentate in Paris denke

Vor genau 1 Woche, am 13.11.2015, haben in Paris mehrere, schreckliche Attentate durch den IS/ISIS (islamischen Staat) gleichzeitig statt gefunden. Die Folge davon waren 129 Tote und hunderte Verletzte. Ich möchte ganz klar mein Bedauern ausdrücken und den Hinterbliebenen der Opfer herzlich kondolieren.

 

Ich habe mich Anfang 2015 ja bereits mit dem ganz ähnlich gelagerten Attentat auf die Charlie-Hebdo-Redaktion beschäftigt. Damals habe ich das auf eine sachliche und ziemlich "handzahme" Art getan. Dieses Mal ziehe ich allerdings die Samthandschuhe aus und spreche Klartext!

 

Ich verstehe bis zu einem bestimmten Grad, dass einen solch schrecklichen Gewalttaten in einer EU-Metropole schockieren. Dennoch finde ich die Art, wie die Paris-Attentate medial hochstilisiert werden und wie viele Bürger bei dieser Hochstilisierung mitmachen völlig verfehlt.

 

Konkret kritisiere ich vor allem 2 Punkte:

  1. Das fast totale Konzentrieren auf die Paris-Attentate bei gleichzeitigem, fast totalem Ignorieren von anderen, ähnlichen Gewalttaten an anderen Plätzen auf unserer Welt.

  2. Den Abbau von Bürgerrechten und den noch stärkeren Ausbau des Überwachungsstaates seitens der Regierungen in der EU.

 

Mein Blog-Eintrag ist dieses Mal wirklich lang geworden. Wer nicht alles lesen möchte, der sollte daher gleich zu den Lösungsansätzen oder sogar zum Fazit gehen.

 

Paris-Attentate zählen fast alles und andere Attentate fast nichts

Ja, diese Überschrift hört sich zynisch ist – und sie ist es auch. Das ist allerdings die traurige Realität. Denn so schlimm es auch ist, dass in Paris 129 Menschen zu Opfern des Terrorismus geworden sind, so ist das etwas, was anderswo auf der Welt regelmäßig passiert.

 

Nur einige Beispiel zu Terror-Attacken aus der jüngsten Vergangenheit:

 

Einzig über das Attentat auf ein Hotel in Mali am 20.11.2015 ist von "unseren" großen Medien nennenswert berichtet worden. Meiner Meinung nach aber nur deshalb, weil Mali mit Frankreich eng verbunden ist.

Wie sehr die Wahrnehmung aber sogar zwischen den Anschlägen in Paris und in Mali verzerrt ist, zeigt das Beispiel, des französischen Polizeihundes, über den es 70000 Tweets gibt – während über den Mali-Terror zumindest nur sehr wenige twittern.

 

Und in der Zwischenzeit hat es ja in der belgischen Hauptstadt Brüssel zwar kein Attentat, aber einen ähnlichen Ausnahmezustand und eine ähnliche Angstmache vor Terror gegeben wie in Paris.

 

Die erdrückende Welle der Anteilnahme und die mediale Hysterie rund um den aktuellen Paris-Terror können also nicht mit der Anzahl der toten zusammen hängen. Und wenn man sich vergegenwärtig, dass es 2005 alleine in Frankreich 5318 Verkehrstote gegeben hat, kann es auch nicht an einer hohe Todes-Wahrscheinlichkeit durch Terror liegen.


Ein triftiger Grund ist mit Sicherheit, dass der Terror einmal nicht in Afrika oder Asien wütet, sondern nach Europa gekommen ist. Und Gewaltverbrechen sind auch eine ebenso hässliche wie unnötige Art zu sterben.

 

Doch ob das als einziger Grund reicht, dass seitens der Medien eine derartige Kampagne der Betroffenheit und Angst geführt wird – da habe ich meine Zweifel. Fakt ist allerdings, dass sich kein Mensch, der Medien konsumiert (und das tun wir nahezu alle), der medialen Paris-Terror-Kampagne entziehen kann. Alleine Anfang letzter Woche ist man im österreichischen Fernsehen mit diesem Thema aus verschiedenen Blickwinkeln regelrecht Gehirn-gewaschen worden:

Von Wien-Heute, über die ATV-Nachrichten und die Zeit im Bild bin hin zum ORF-Kurz-Sport und "Sport und Talk im Hangar 7" auf Servus-TV – überall waren die Attentate von Paris ein Thema.

Am nächsten Tag ist es im Morgen-Radio damit weiter gegangen, da hat aber Roland Düringer sehr klug agiert, den medialen Hype rund um dieses Thema angesprochen, vor einer gesellschaftlichen Spaltung gewarnt und zur Besonnenheit geraten.

 

Korrekterweise gehört auch erwähnt, dass es selbst in den Massen-Medien wenige, positive Berichte gibt, die auch andere Terror-Anschläge erwähnen und somit auch Paris richtig einzuordnen helfen.

 

Mein nüchternes Fazit über die Paris-Berichterstattung der großen Medien: Propaganda wirkt.

Und leider lassen sich die meisten Menschen von faktischen Medien-Kampagnen sehr bereitwillig irgendwo hineinpropagandieren.

Alternativ-Medien nutzen dagegen leider noch wenige Bürger. Diese legen zwar auch einen großen Schwerpunkt auf den Paris-Terror, berichten aber wirklich viel ausgewogener und geben auch anderen Themen mehr Raum.

 

Ruf nach Überwachungsstaat trotz Geheimdienst-Versagens

Und noch bevor das Blut der Terror-Toten von Paris trocken war, ist vom Polit-Establishment neben Kriegs-Rhetorik vor allem eine Forderung getrommelt worden: Der Ausbau des Überwachungsstaates.

 

Gerade das Beispiel Frankreich zeigt, wie widersinnig, ja sogar pervers diese Forderung ist: In Frankreich gilt seit 2006 eine durchgängige Vorratsdatenspeicherung, bei der Behörden ohne richterlichen Beschluss (!) Menschen überwachen dürfen.
Und die Anschläge haben auf bittere Weise das bestätigt, was Überwachungs-Kritiker schon seit Jahren sagen: Massen-Überwachung trifft nicht Terroristen, weil diese meist zu clever sind, um davon erfasst zu werden. Sie trifft vor allem unbedarfte Bürger, die meinen, nichts zur verbergen haben.

 

Vielmehr haben wir uns alle die Frage zu stellen: Warum schaffen es die Geheimdienste nicht, solche schrecklichen Terror-Angriffe zu verhindern?

Noch dazu, wo bei so ziemlich allen großen Attentaten in Europa und den USA der letzten 15 Jahre die Täter bereits "auf dem Radar" der Dienste waren:

 

Und diese beschämende Entwicklung setzt sich bei den jüngsten Paris-Attentaten nahtlos fort. Denn auch dieses Mal waren manche Terroristen bereits "auf dem Radar" der französischen Behörden. Ein Killer ist – nach erfolgter U-Haft und Freilassung – nach Syrien geflohen und hat – trotz internationalen Haftbefehles (!) – problemlos wieder nach Belgien und in weiterer Folge nach Frankreich einreisen können.

 

Und welche Schlüsse zieht das Establishment, allen voran die Regierungen in der EU?

So wie in Österreich wollen sie den Überwachungsstaat ausbauen, Bürgerrechte einschränken, auf Verschlüsselungs-Software zugreifen, innovative Krypto-Währungen beschränken und die Sicherheitskräfte mit aufwändiger, neuer Ausrüstung für physische Auseinandersetzungen hoch rüsten.

 

Sie geben alles und jedem, der sich für Freiheit und Bürgerrechte einsetzt, Schuld für den Paris-Terror: Von Edward Snowden bis hin zur PS4 (Play Station). Nur bei ihnen selbst, den Behörden und Geheimdiensten, finden sie nichts schuldhaftes.

 

Bei dieser Kombination aus fachlichem Versagen und "Sich-vor-der-Verantwortung-drücken" drängt sich die Frage auf:

Sind die Geheimdienste unfassbar inkompetent, so dass sie Anschläge, trotzdem ihnen Verdächtige bekannt sind, nicht zu verhindern vermögen?

Oder liegen als Verschwörungstheorien geltende Überlegungen nicht näher an der Realität, als dieses Wort es glauben machen möchte?

 

In jedem Fall wäre es völlig verfehlt, diese Organisationen auch noch mit mehr Kompetenzen und mehr Ressourcen für ihr Versagen zu belohnen!

 

Lösungsansätze zur erfolgreichen Terror-Bekämpfung

Für echte Lösungen haben wir Antworten zu finden, welche zumindest folgende 4 Punkte berücksichtigen:

  1. Freiheit für Sicherheit zu opfern funktioniert nicht nur inhaltlich nicht, es würde auch unser freiheitlich-demokratisches Gesellschafts-System zu einem totalitären Überwachungs-Staat ändern.

  2. Ein absolutes Hauptproblem des Versagens von Ermittlungs-Behörden ist das "Ertrinken in Daten". Durch die Massenüberwachung aller Menschen ist der Fokus auf wirkliche Kriminelle verloren gegangen.

  3. Ideologismus verhindert das Erkennen der Realität und das Finden von echten Lösungen.
    So müssen wir, auch es wenn bisher ideologisch höchst polarisierend und spaltend ist, beispielsweise auch Grenzkontrollen anders, als das bisher geschehen ist, nämlich sachlich, thematisieren.

  4. Die wahren Ursachen von Terrorismus liegen besonders in einem ausbeuterischen Weltwirtschafts-System begründet. Ungeachtet aller kurzfristig notwendiger Symptom-Bekämpfung, so werden wir dieses Problem nur dann nachhaltig lösen, wenn wir diese Ur-Ursache abstellen können.

 

Dass Massen-Überwachung keine Terror-Anschläge verhindert habe ich ja, denke ich, schon klar dar gelegt. Schon Benjamin Franklin hat gewusst: "Wer wesentliche Freiheit aufgeben kann um eine geringfügige bloß jeweilige Sicherheit zu bewirken, verdient weder Freiheit, noch Sicherheit."

Und wenn ein Staat seine Bürger möglichst flächendeckend überwacht und dadurch faktisch eine Schuldvermutung ihnen gegenüber erhebt, dann ist das ein Verhalten, wie wir es von totalitären Diktaturen kennen.

 

Massen-Überwachung ist für die Verbrechensbekämpfung sachlich kontraproduktiv und darüber hinaus auf unvereinbar mit einem demokratischen Rechtsstaat. Ich bin mir aber sicher, dass es in unserer Gesellschaft einen nahezu hundertprozentigen Konsens gibt, dass Verdächtige, ganz besonders potentielle Terroristen, nach richterlichem Beschluss sehr wohl intensiv von Behörden überwacht werden.

Die Behörden haben einfach im Rahmen von demokratischen Möglichkeiten einen sauberen Job zu machen. Und wenn sie sich auf die wirklich Verdächtigen konzentrieren, dann würde sie nicht mehr in Daten ertrinken, sondern könnten sich auf das Wesentliche konzentrieren.

Es ist daher auch aus diesem Gesichtspunkt sehr sinnvoll, die pauschale Massen-Überwachung nicht auszubauen, sondern zu beenden!

 

Das "heißeste" Thema dieses Jahres ist die Flüchtlings-Frage. Und damit ist 2015 das Thema ganz oben auf die Agenda gekommen, dass schon seit Jahrzehnten idelogisch polarisiert, wie kein zweites.

Und die Ideologisten auf beiden Seiten dominieren die Berichterstattung – und liefern beide Positionen, die in der Realität nur scheitern können und Richtung Abgrund führen. In der Ideologie der Linken sind alle Flüchtlinge, arme hilfbedürftige Opfer, in der der Rechten potentielle Terroristen.

Die Ideologie bestimmt die Realität. Und widerspricht dieser der Realität, dann gehört sie "der Ideologie passend gemacht"

 

Ohne mich an dieser Stelle in diesen Aspekt weiter zu vertiefen, so spielt er einfach auch bei der Frage entscheidend mit, inwieweit Flüchtlinge mit Terror-Angriffen zu tun haben und inwieweit Grenzkontrollen uns vor Terror schützen.

Ich habe dazu eine klare Meinung:

  1. Ich bin davon überzeugt, dass es auch Terroristen in den Flüchtlings-Strömen aus der islamischen Welt gibt. Ich bin aber ebenso davon überzeugt, dass diese eine kleine Minderheit sind.

  2. Grenzkontrollen halte ich nicht nur für sinnvoll, sondern sogar für notwendig. Den häufig propagierten, starken Zusammenhang zwischen Grenzkontrollen, Flüchtlingen und Terror sehe ich so aber nicht.

    1. Grenzkontrollen stellen einen wichtigen Filter und eine Kontrollmöglichkeit dar. Durch sie wird klar, wer ins Land kommt bzw. welche Dinge jemand ins Land bringt.

    2. Ich glaube, dass wir bei Kontrollen feststellen werden, dass fast alle Migranten in Ordnung sind. Glauben ist aber nicht wissen. Und eventuelle Terroristen von der vermutlich großen, korrekten Masse kann man nur trennen, wenn man nachschaut.

    3. Sowohl bei den Terror-Verdächtigen, als auch bei den Waffenschmuggler handelt es sich ja überwiegend um hier lebende Personen. Und egal ob bereits in Europa leben oder noch nicht: Fälle, wie jener aus Montenegro stammende Mann, der versucht hat, mit einem Kofferraum voller Waffen nach Deutschland einzureisen, können durch Grenzkontrollen verhindert werden.

 

Die Quintessenz ist die: Dadurch dass derzeit keine Grenzkontrollen statt finden, werden potentielle Flüchtlinge von vielen Bürgern unter Generalverdacht gestellt. Mit Grenzkontrollen würde das solcherart "vergiftete", gesellschaftliche Klima entspannt werden.

Die DWN haben es auf den Punkt gebracht: "Offene Grenzen sind das Problem, nicht die Flüchtlinge."

 

Doch alle diese Maßnahmen packen keine wirklichen Ursachen an und lösen daher im Grunde genommen gar nichts! Solange es mächtige, überwiegend westliche Staaten gibt, die das heutige Weltwirtschafts-System, bei dem die meisten Staaten und Menschen gnadenlos ausgebeutet werden, fortsetzen wollen, so lange gibt es auch einen Nährboden für den Terrorismus. Ebenso schlimm wie entscheidend für den derzeitigen Terror sind die Rohstoff-Kriege im nahen und mittleren Osten:

Ob Afghanistan, Irak, Libyen oder Syrien – überall dort geht es um die Förderung oder den Transport (Pipelines) von Erdöl und Erdgas. Und überall dort gibt es "prächtige" Brutstätten für den Terrorismus.

 

Es gibt auch weitere Faktoren, durch die dem Terror der Nährboden entzogen werden kann. Das Contra-Magazin hat 7 Punkte aufgelistet. Neben einem gerechten Wirtschaftssystem besonders wichtig wäre es auch, den Drohnenkrieg zu beenden.

 

Fazit

Die Anschläge in Paris sind schrecklich, leider aber in unserer Welt etwas gängiges. Nicht nur, dass ähnliche Terror-Anschläge in Afrika und Asien regelmäßig passieren, so ist Terrorismus in Europa auch gemessen an der Zahl der Toten eine kleines Problem – und viel kleineres als früher.

Das alleinige Herausheben von Paris und Hochstilisieren ist daher bei aller Schrecklichkeit vermessen.

 

Das Versagen von Geheimdiensten und anderen Sicherheitsbehörden in Bezug auf die Verhinderung von Terror-Angriffen ist gewaltig! Das Belohnen dieses Versagens mit noch mehr Kompetenzen und Ressourcen für diese Organisationen wäre völlig daneben. Statt dessen haben diese im Rahmen von demokratischen Möglichkeiten saubere Ermittlungsarbeit zu leisten.
Das Beenden der Massenüberwachung kann diese Behörden dahin gehend unterstützen, dass sie sich dann auf die wirklichen Verbrecher und damit auf das Wesentliche konzentrieren können.

 

Lösen können wir das Terror-Problem nur dann, wenn wir ruhig bleiben und uns auf unseren demokratischen Rechtsstaat besinnen. Unter anderem gehört dazu neben klassischer, sauberer Ermittlungsarbeit auch, dass wir ganz sachlich Grenzkontrollen auf die Agenda setzen, um unsere Grenzen und die Flüchtlinge vor Vorurteilen zu schützen. Grenzkontrollen zählen allerdings zur Symptom-Bekämpfung.

Für eine echte Lösung gehören die Ursachen gelöst. Von diesen gibt es mehrere, die mit Abstand wichtigste ist allerdings, dass wir für eine gerechtes Weltwirtschaftssystem eintreten müssen.

Rohstoff-Kriege und Drohnen-Angriffe sind die entscheidenden Verbindungsglieder zwischen der Wirtschafts- und der Terror-Problematik.

 

Generell und ganz speziell hier ist es auch von absolut entscheidender Bedeutung, dass wir umfassende und ausgewogene Informationen erhalten. Einzig das Bild, das die großen, etablierten Medien zeichnen, ist dafür ungeeignet. Erst mit Alternativ-Medien ist es möglich, das "Puzzle zusammen zu setzen" und ein umfassendes Bild der Dinge zu bekommen.

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20. November 2015 5 20 /11 /November /2015 18:00

Dieses Wochenende startet im deutschen Klingenthal die neue Weltcup-Saison im Skispringen.

Einen Saisonrückblick auf die letzte oder eine Vorschau auf die neue Saison schreibe ich heuer nicht. Ist mir ehrlich gesagt zu viel Arbeit und es gibt viele andere Dinge zu tun.
Als große Skisprung-Fan freue ich mich aber schon sehr auf die neue Saison.


Wird spannend zu sehen, wer vorne ist und wer den Anschluss verloren hat. Ich glaube und hoffe, dass unsere österreichischen Springer wieder ganz vorne mit dabei sein. Gregor Schlierenzauer, Stefan Kraft, Michael Hayböck, Andreas Kofler und vielleicht auch noch weiteren sind immer Top-Leistungen zuzutrauen.


Und die anderen Länder arbeiten natürlich auch mit Volldampf.


Es freut mich auch, dass wir nicht nur bei den Herren, sondern auch bei den Damen gut aufgestellt sind. Neben "Leitwölfin" Daniela Iraschko haben auch schon Jacqueline Seifriedsberger, Eva Pinkelnig und Chiara Hölzl in der Vergangenheit für Österreich Top-Platzierungen erzielt und werden das hoffentlich auch die kommende Saison wieder tun.


Also, ich sehe es entspannt, aber mit viel Freude. Auf eine tolle, neue Saison und viele spannende Springen!

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26. Juni 2015 5 26 /06 /Juni /2015 15:30

Nachdem AMD letzte Woche die überarbeiteten Grafikkarten der R3x0-Serie und diese Woche die völlig neue, mit revolutionären Komponenten ausgestattete FuryX-Grafikkarte vorgestellt hat, so ist das 2015er-Lineup fast komplett. Und nachdem die aktuellen AMD-Grafikkarten in der Hardware-Szene für viel Wirbel gesorgt haben, zu welchem ich schon vor der Veröffentlichung kurz Stellung genommen habe, so mache ich an dieser Stelle eine Kurzeinschätzung zu diesen.

Kommen wir gleich zum Inhalt:

Kurzzusammenfassung zum AMD Radeon R3x0-Lineup

  • Im Vorfeld der Veröffentlichung hat es heftige Diskussionen gegeben, ob es sich bei den R300-Radeons um einen „Rebrand“ (= eine reine Umbenennung, im konkreten Fall der R200-Chip) oder einen „Refresh“ (kleine Änderungen an den Chips) handelt.
    Ich gehe darauf genauer unten ein, meiner Einschätzung nach ist es so etwas wie der kleinst mögliche Refresh.

  • Das Chip-Design ist grundsätzlich identisch zu den Vorgängern, die neuen Karten sind aber eine Spur schneller und tendenziell Energie-effizienter.

  • Weiters haben einige Drittanbieter die Gelegenheit genutzt, um die Platinen und vor allem die Kühllösungen zu verbessern.

  • Die technischen Unterschiede zu den Vorgängern sind aber generell gering.
    Die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Nvidia ist leicht verbessert, aber grundsätzlich die selbe:

    • Nvidia punktet mit der tendenziell etwas höheren Rechenleistung und ganz besonders mit Energieeffizienz.

    • AMD besonders mit niedrigeren Preisen und der größeren Anzahl von Karten in unterschiedlichen Leistungssegmenten.

Insgesamt macht AMD ein leicht besseres Angebot als vorher. Die Verbesserungen sind allerdings nur gering, sodass ein Aufrüsten von den R200-Vorgängermodellen nur in Ausnahmefällen Sinn macht.

Die neue AMD Radeon-Fury-Familie

Ein besonders von AMD-Fans sehnlichst erwartetes Highlight sind die neuen Grafikkarten-Top-Modelle „Fury“. Diese sind als Gegenstück zu den Nvidia-Topmodellen „Titan“ und Geforce-980(Ti) gedacht.

 

Nach Auswertung der bisherigen Test- und Erfahrungsberichte würde ich der Fury-X die Note 2 geben (in Österreich 1=Sehr-gut, 5=Nicht-genügend).

Sie schneidet in den Tests gut, aber nicht überragend ab, setzt sich in den meisten Spiele-Benchmarks zwischen Nvidias „normale“ 980er und das Ti-Modell, meist aber näher beim Ti-Modell.

 

Besonders bemerkenswert sind die Furys aber als zukunftsweisender Technologieträger:
Sie sind die 1. Grafikkarten, die den revolutionären, extrem schnellen HBM-Speicher einsetzen. Das Topmodell Fury-X verfügt zudem über eine Wasserkühlung. Luftgekühlte Varianten werden mit der „normalen“ Fury und der besonders kompakten Fury-Nano folgen.

AMDs Änderungen an der Radeon-R300-Serie im Detail

Ein ganz heißes Thema der letzten Wochen war die Frage, was an den R3x0 GPUs anders als an ihren Vorgängern ist. Diese Frage ist selbst nach dem Launch noch umstritten und es hat mich einige Recherchearbeit gekostet, um das zu klären. Die beste Aufstellung der Änderungen liefert golem.de:

  • Ein verbesserter Herstellungsprozess

  • Micro-Code-Updates

  • Ein überarbeitetes Power-Management

  • Die Unterstützung neuerer, besserer Speicherchips.

So werden jetzt tatsächlich neue, sehr effiziente GDDR5-Chips von Hynix unterstützt, welche selbst bei niedrigen 1,35V Versorgungsspannung Übertragungsraten von 6-GBs ermöglichen.

 

Darüber hinaus haben manche Dritthersteller auch noch ihre Platinen und Kühllösungen verbessert.

 

Gerade angesicht der heißen Debatten ist es allerdings unverständlich, warum hier AMD selbst nicht umfassende und klare Informationen über die Verbesserungen der 300-Serie kommuniziert.

3DCenter.org schätzt, dass AMDs Verbesserungen abseits von höherem Chip- und Speicher-Takt 1-3% Mehrleistung bewirken. Also wirklich ein sehr kleines Plus – aber nichts desto trotz ein Plus.

Mein Fazit zu AMDs R3x0-Radeon

Normalerweise beschäftige ich mich nur dann so detailliert mit Produkten, wenn ich mir selbst welche kaufe – was ich hier allerdings nicht tue. Nachdem ich mich aber mit AMD im Rahmen meiner Marketing-Studie, von welcher ich vor Kurzem auch eine englische Kurzfassung veröffentlicht habe, ohnehin schon sehr intensiv beschäftigt habe, so fällt diese „Launch-Einschätzung“ der neuen Radeons quasi als Nebenprodukt an.

Und gerade aus der Gesamtbetrachtung heraus kann ich AMDs Strategie von einem nur kleinem Update der Baureihe – die Fury gehören ja nominell nicht zur 300er-Serie – verstehen.

 

Sicher werden viele User enttäuscht über die geringen Fortschritte sein. Allerdings hätten komplett neue Chips auf Basis der aktuellen GCN-1.2/1.3 Architektur auch nicht viel besser abgeschnitten. Somit macht die kleine und billige Lösung derzeit durchaus Sinn.

 

Im Endeffekt bekommt bekommt der User ein kleines Update der Produkte, welche bei gleichen Preisen definitiv interessanter als ihre Vorgänger sind. Doch auch Nvidia macht wirklich gute Grafikkarten und so bin ich mir jetzt schon sicher, dass sich Karten beider Hersteller in meiner nächsten Grafikkarten-Kaufberatung wieder finden.

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12. Juni 2015 5 12 /06 /Juni /2015 23:55

Die Vorstellung der neuen AMD-Grafikkarten der R300-Serie steht kurz bevor. Genau soll diese am 16. Juni 2015 erfolgen.

 

Nachdem es klar zu sein scheint, dass es mit Ausnahme der neuen und mit revolutionärem HBM-Speicher ausgestatteten Fury-Topmodelle keine komplett neuen Chips geben wird, so ist im Netz ein kleiner Shitstorm über die R300-Generation herein gebrochen: Viele User sind enttäuscht, weil die neuen Grafikkarten scheinbar nur „alte“ Chips verwenden, die einfach umbenannt worden sind.

 

Also Leute, ich bin auch ein Hardware-Fan und mich interessiert natürlich auch, was sich da Neues tut. Aber ganz abgesehen davon, dass es im Leben viel wichtigere Dinge gibt, z.B. das 2-Jahres-Jubiläum der unfassbaren Enthüllungen von Edward Snowden, gilt es zur R300-Serie von meiner Seite folgendes zu sagen:

Ich halte es für höchst voreilig, wenn Benutzer und teilweise leider auch die Fachpresse die neuen Karten beurteilen, obwohl diese noch gar nicht vorgestellt worden sind.

Wie sinnvoll ist es, seine Meinung auf Basis von Gerüchten oder bestenfalls von Informationsfragmenten zu bilden? Solle man nicht warten, bis es umfassende Informationen gibt und dann erst urteilen?

 

Ich finde aber auch, dass hier besonders manche Medien eine Mitschuld haben: Etliche von ihnen gehen wirklich äußerst schlampig mit den Begriffen „Rebrand(ing)“ und „Refresh“ um, verwenden beide gleichbedeutend.

Fakt ist aber, dass nur eine „Rebrand“ die selben Chips unverändert unter neuem Namen einsetzt.

Ein „Refresh“ dagegen verwendet die selbe technische Basis, welche allerdings Verbesserungen aufweist.

 

Und es gibt Hinweise, dass die bereits existierenden Chips für den Einsatz in der R300-Serie etwas überarbeitet worden sind.

Schrauben, an denen AMD etwas drehen kann sind auch meiner Sicht z.B.:

  • Ein neues Chip-Stepping, bei dem die Chips etwas sparsamer bzw. höher getaktet sind.
  • Der Einsatz von neuem, energieeffizienterem GDDR5-Speicher.
  • Weitere Änderungen nicht am Grafik-Chip, sondern am Unterbau der Karte.

Allerdings bin ich auch schon sehr gespannt, was AMD tatsächlich abliefert. Einen reinen Rebrand würde ich natürlich auch sehr negativ sehen. Wenn es aber mit der bestehenden Grund-Technik eine etwas höhere Rechenleistung und/oder einen etwas niedrigeren Stromverbrauch gibt, dann würde ich die neuer Generation als durchaus positiv sehen.

 

Ach ja, noch ein Hinweis von mir als Marketing-Menschen:
AMD sollte hier unbedingt die unangenehme Debatte um das von Usern befürchtete reine Rebranding der R300-Karten dadurch entschärfen, dass das Unternehmen nicht erst bei der offiziellen Vorstellung, sondern schnellst möglich klar stellt, ob es sich nun um ein „Rebranding“ oder um einen „Refresh“ handelt.
Und auf die detaillierten Chip-Spezifikationen können die User ruhig noch ein paar Tage warten!

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6. Juni 2015 6 06 /06 /Juni /2015 00:00

Grafik von Ulrich Lintl, basierend auf Vorlage von Wikimedia / The Wikileaks ChannelAm 6. Juni 2013 sind die Enthüllungen von Edward Snowden über die elektronische Massenüberwachung veröffentlicht worden – und haben die Welt verändert. Sowohl die Person Snowden, als auch seine Enthüllungen waren schon 2013 höchst umstritten – und sind es heute immer noch.

Warum Edward Snowden für mich ein Held ist

Für mich persönlich ist Snowden, ebenso wie andere, wichtige "Whistleblower" (Informanten), wie Bradley (bzw. Chelsea) Manning oder Julian Assange (Wikileaks) ein Held. Er hat mit seinem unbedingten Willen, für Bürgerrechte und für die Freiheit der Menschen einzutreten, die Welt zum Guten verändert. Selbst muss er aber einen hohen Preis zahlen, kann derzeit nicht in die USA zurück, da ihm dort hohe Strafen drohen und muss im russischen Asyl leben. Dort scheint es ihm aber immerhin recht gut zu gehen.

Dass die US-amerikanische NSA mit "PRISM" und ihr britisches Gegenstück GCHQ mit "Tempora" den weltweiten (!) Datenverkehr überwachen – im Zusammenspiel primär mit US IT-Konzernen und vielen westlichen Staaten – hat vor den Snowden-Enthüllungen als "Verschwörungstheorie" gegolten. Und zwar meist als "krude, rechte" Verschwörungstheorie.

Wichtige Konsequenz der Snowden-Enthüllungen

Seitdem hat sich vieles verändert und das meiste davon zum Positiven:

  • Nachdem anonyme Suchmaschinen wie Ixquick oder Duckduckgo schon 2012, nach der Verschärfung der Datennutzungsrichtlinien bei Google, einen kleinen Boom erlebt haben, so sind ab Mitte 2013 ihre Nutzerzahlen noch stärker nach oben "geschnalzt".
  • Staaten außerhalb des westlichen Blocks sind bezüglich der Überwachungsgefahren durch USA & Co. aufgewacht und unternehmen große Anstrengungen, um sich von westliche Hard- und Software möglichst unabhängig zu machen.
    Vor allem Russland verfolgt ambitionierte Eigenprojekte in fast allen Teilbereichen der IT: Eigene Linux-Distribution, eigene Prozessoren, eigene Smartphone-Betriebssystem-Distribution inkl. passender Apps.
  • Behörden und Politiker sind massiv unter Druck geraten, weil sie zumindest im Verdacht stehen, die Massenüberwachung betrieben oder zumindest geduldet zu haben. Durch Überwachungsenthüllungen am meisten in die Enge getrieben worden ist dabei die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr politischer Anhang. Ihr wird nicht nur vorgeworfen, gegen besseres Wissen ein "No-Spy-Abkommen" mit den USA versprochen zu haben, sondern sie wird auch der Mitwisserschaft von Datenweitergabe des deutschen BND an die USA verdächtigt.
  • Die jüngste, sehr positive Entwicklung ist das Ersetzen des sehr restriktiven Überwachungsgesetzes "Patriot Act", durch den – zumindest für US-Bürger – deutlich entschärften "Freedom Act".
    Trotz hartnäckiger Bemühungen von Hardlinern, die Massenüberwachung weiter zu führen, so haben die verantwortungsbewussten Kräfte – nicht zuletzt durch das Wirken von Edward Snowden – einen Erfolg errungen und zumindest einen 1. Schritt in die richtige Richtung gesetzt.
  • Große Anerkennung hat auch der Film "Citizenfour" gefunden, der primär die entscheidenden Interviews von Edward Snowden mit Glenn Greenwald, Laura Poitras und anderen über die Überwachungsmachenschaften der USA und ihrer Verbündeter in einem Hongkonger Hotelzimmer zeigt.
    Citizenfour ist 2015 als bester Dokumentarfilm mit einem Oscar ausgezeichnet worden.

Weitere Chancen & Risken für die Freiheit

Trotz aller positiver Entwicklungen, so gibt es auch noch große Gefahren und starke Kräfte des Establishments, die die Freiheit weiterhin massiv einschränken wollen – in der Informationstechnologie und darüber hinaus.

Das Scheitern der Patriot-Act-Verlängerung war doch knapp. Und Propagandisten des Establishments in den großen Medien sehen ohne Massenüberwachung das "Ende der Zivilisation" herauf ziehen.

Manche Menschen werden sie damit auch erreichen, aber immer mehr Menschen sehen ihre persönliche Freiheit ebenso eingeschränkt, wie die Glaubwürdigkeit der großen Medien. Viel Kredit haben diese ja auch schon mit ihrer in hohem Maße einseitigen, Russland-feindlichen Ukraine-Berichterstattung verspielt.

Das aber ist eine Chance für alternative Medien, welche sich immer stärker steigender Beliebtheit erfreuen.

Und dass unter anderem mit Bernie Sanders und Rand Paul 2 ausgesprochene Überwachungsgegner für das US-Präsidentenamt kandidieren wollen, ist auf jeden Fall auch erfreulich.

Leider kommen auch von mancher Seite, vor allem von Seite Linker, immer wieder auch Spaltungs-Aktion der politisch kritischen Kräfte, die eine Einheitsfront ALLER Kritiker gegen Massenüberwachung und für Bürgerrechte bislang untergraben.

Schlussworte

Danke Edward Snowden!

Wir können seinem Opfer aber nur dann gerecht werden, wenn wir uns sowohl auf der politischen Ebene einbringen, als auch unsere persönlichen Gewohnheiten ändern.

So sollten wir ausschließlich solche Parteien wählen, die für Bürgerrechte eintreten.

Und statt kommerziellen IT-Diensten sollten wir anonyme Suchmaschinen und Open-Source-Systeme verwenden.

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  • Ulrich Lintl, Jahrgang 1978, kritisch-konstruktiver Zeitgenosse, sehr an Nachhaltigkeit, Politik, Natur und Internet interessiert. Auch an Sport, Kabarett und gutem Essen. Ausserdem liegt mit regionale Kultur und Mundarten am Herzen.

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