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28. April 2017 5 28 /04 /April /2017 19:13

Genau 3 Jahre ist es her, am 29. April 2014 ist die für mich denkwürdigste und aufschlussreichste Ausgabe der politischen Kabarett-Sendung „Die Anstalt“ im ZDF ausgestrahlt worden.

Wie Max Uthoff und Claus von Wagner damals die transatlantischen, NATO-nahen Netzwerke „aufgeblättert“ haben war schockierend, witzig und einfach großartig! Und die Bedeutung dieser Erkenntnisse hat seitdem sogar noch zugenommen und ist heute aktueller denn je.

 

Ein paar Kostenproben von Inhalten und Sprüchen der Sendung:

  • EU-Kritik, v.a. bzgl. des Kaputtsparens von Griechenland

  • Putin-Versteher vs. NATO-Versteher

  • Kriegsgründe für westliche Kriege, die sich alle als Lügen erwiesen haben.

"Die Anstalt" vom 29.04.2014 hat für mich Fernseh-Geschichte geschrieben

Zum Ansehen der Sendung einfach auf das Bild klicken!

Die Un-Berichterstattung der „Leit-Medien“ über den Ukraine-Konflikt

Gemeinsam mit der Berichterstattung über Syrien ist die Berichterstattung über den Ukraine-Konflikt das unrühmlichste Kapitel, dass die Mainstream-Medien in den letzten 5 Jahren abgeliefert haben.

Russland bzw. dessen Präsident Wladimir Putin wird von diesen regelmäßig als ein Hort des Bösen hingestellt, der bekämpft werden müsse.

 

Dass aber der kriegerische Ukraine-Konflikt seit 2014 entscheidend in einem Punkt des EU-Assoziierungsabkommens fußt, das verschweigen sie sehr konsequent:

Denn dieses Abkommen beinhaltet auch eine militärische Zusammenarbeit zwischen Ukraine und Westen. Und das ist für manche Kräfte innerhalb und außerhalb er Ukraine natürlich untragbar.

 

Und in der Anstalt wird – wiederum perfekt passend – die ehemalige ARD-Korrespondentin Gabriele Krone-Schmalz zitiert:

„Also wir, die Medien, hätten zu einem frühen Zeitpunkt wissen müssen und verkünden müssen, dass dieses Assoziierungsabkommen die Ukraine zerreißt“.

Der Filz aus Politik, Think-Tanks und Medien

Herausragend und in ihrer Wirkung beeindruckend macht diese Ausgabe der Anstalt aber das Aufzeigen des vor allem ins transatlantisches Netzwerken statt findenden „Eliten-Filzes“ in Politik, Think-Tanks und Medien.

 

Weder vorher, noch nachher habe ich eine klarere und eindrücklichere Präsentation gesehen, welche Journalisten deutscher Leit-Medien in welchen transatlantischen Think-Tanks aktiv sind und dort Tätigkeiten nachgehen, welche nur zu Interessenkonflikten führen können.

 

Was ich auch erst aus der Sendung erfahren habe:

Dass es zu den Unternehmengrundsätzen der Bild-Zeitung, das transatlantische Bündnis unterstützen zu müssen.

 

Und wiederum super pointiert zusammengefasst:

„Aber dann sind ja alle diese Zeitungen nur so etwas wie Lokal-Ausgaben der NATO-Pressestelle.“

 

Und sogar einen beinharten Seitenhieb auf das, ebenfalls beim ZDF beheimateten heute-Journal gibt es.

Kein Schwarz-Weiss, aber Chance durch Alternativ-Medien

Ich habe das Medien-Establishment schon oft und hart kritisiert – und das auch völlig zu Recht. Ich stehe nicht nur dazu, sondern halte diese Kritik für absolut notwendig.

Gleichzeitig ist es mir auch ein großes persönliches Bedürfnis festzuhalten, dass es im Mainstream auch sehr gute Beiträge gibt.

 

Der ZDF ist ja selbst ein perfektes Beispiel:

Unsägliche, NATO-treue Meinungsmache im heute-Journal und tolle kritisch-witzige Polit-Satire in „Die Anstalt“.

 

Daher meine klare Empfehlung:

Nicht ausschließlich Alternativ-Medien nutzen, sondern sowohl Mainstream und Alternativen.

 

Und dem Team von die Anstalt darf ich abschließend mein aufrichtigen Dank für diese tollen Fernseh-Meilenstein und Respekt für die mutigen Aussagen zukommen lassen!

 

 

Weitere, kritisch-konstruktive Artikel zum Thema „Massen-Medien“:

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14. April 2017 5 14 /04 /April /2017 16:35

Ich hoffe, Donal Trump besinnt sich in Syrien, Nord-Korea und auch sonst auf den Frieden!Ein offener Brief an den Präsidenten der USA, Donald Trump:

 

Sehr geehrter Herr Präsident Trump!

 

Frühmorgens am 7. April haben Sie als US-Präsident den Befehl gegeben, einen Luftwaffenstützpunkt der syrischen Armee mit Marschflugkörpern vom Typ Tomahawk anzugreifen.

Vieles ist dabei unsicher. Sicher ist, dass Sie damit ein Zeichen setzen wollten. Und sicher ist, dass sie dabei mit dem Weltfrieden spielen und einen 3. Weltkrieg riskieren.

 

Offizieller Grund für den von Ihnen befohlenen Angriff war ein schwerer Giftgas-Zwischenfall in der syrischen Stadt Chan Scheichun, bei dem Dutzende Menschen getötet und hunderte verletzt worden sind. Wem allerdings das Giftgas gehört bzw. wer es eingesetzt hat, das war vor 1 Woche und ist heute völlig unklar!
Und genau darum gehört dieser schreckliche Vorfall so objektiv wie möglich aufgeklärt, die OVCW (Organisation für das Verbot chemischer Waffen) ist dafür aus meiner Sicht hervorragend geeignet.

 

Ich kann verstehen, dass Sie die Bilder der getöteten und verletzten Menschen bewegt haben.
Ich kann auch verstehen, dass Sie unter massivem Druck der Neokonservativen und dem militärisch-industriellen Komplex stehen, welche grundsätzlich immer wollen, dass die USA Krieg führen. Und der innenpolitische Druck auf Sie durch Protagonisten wie John McCain oder Lindsey Graham ist sehr groß.

 

Dennoch ist Ihr Spielen mit dem Weltfrieden indiskutabel – egal ob in Syrien, Nord-Korea oder sonst wo! Und das nicht nur aus sachpolitischen Gründen – dass ein 3. Weltkrieg, den sie damit riskieren katastrophal ist, sollte jedem Menschen, der noch zu vernünftigem Denken imstande ist, klar sein. Nein, Sie haben es unzählige Male vor Ihrer Präsidentschaftskandidatur, während Ihrer Präsidentschaftskandidatur und auch zu Beginn Ihrer Präsidentschaft betont, dass sie gegen militärische Lösungen und für Deals, speziell für einen Deal mit Russland eintreten.

Dass es bei Ihrer Präsidentschaft auch Schattenseiten geben wird, das war mir klar. Eine der für mich größten ist Ihre Verachtung und Kriminalisierung von „Whistleblowern“ wie Edward Snowden, den ich persönlich als Freiheitskämpfer und Held ansehe.
Ich habe Ihren Sieg gegen Hillary Clinton bei den letzten Wahlen aber aus 1 entscheidenden Grund für positiv befunden: Weil Sie für friedliche Lösungen und Dialog mit Russland eintreten wollen.

 

Der zumindest im deutschsprachigen Raum herausragende Nahost-Experte Michael Lüders bringt die Lage in Syrien hervorragend auf den Punkt, ganz besonders den Umstand dass:

  1. Derzeit noch völlig unklar ist wer für den Giftgas-Einsatz am 04. April 2017 in Syrien verantwortlich ist – und das nur unklar sein kann, da noch keine Untersuchung statt gefunden hat.

  2. Es auch schon 2013 so war, dass Assad für einen Giftgas-Angriff verantwortlich gemacht worden ist, für den aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit andere Kräfte verantwortlich sind, weswegen Barack Obama damals einen Angriff auf Syrien abgeblasen hat.

 

 

Und nicht genug mit den Aktionen in Syrien:
Der Abwurf der größten nicht-nuklearen Bombe in Afghanistan und der Truppenaufmarsch vor Nord-Korea lassen bei vielen Menschen die Alarmglocken läuten, weil sie einen Weltkrieg befürchten, auch bei mir.

 

Darum appelliere ich an Sie:

Besinnen Sie sich wieder Ihrer Pläne und Versprechungen aus dem Wahlkampf, kehren Sie auf den Weg des Friedens zurück. Verbünden Sie sich dabei mit Politikern (in den USA v.a. Rand Paul und Tulsi Gabbard), Medien und natürlich mit den Bürgern unserer Erde, die ebenfalls Frieden wollen.

Gerade jetzt, knapp vor Ostern, dem höchsten Fest der Christen, sollten Sie als Christ wirklich alles dafür tun, dass wir nicht nur den Osterfrieden wahren, sondern dass wir auch darüber hinaus diese Welt zu einem friedlichen und besseren Ort machen – wir haben nur diese eine!

 

Mit den besten Grüßen,
Ulrich Lintl


 

Weiter führende Links:

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23. Januar 2017 1 23 /01 /Januar /2017 16:52

Das Volksbegehren gegen TTIP, CETA Und TISA finde ich sehr unterstützenswert / Quelle: www.volksbegehren.jetztHeute am 20. Jänner 2017 ist in Österreich das Volksbegehren „Gegen TTIP, CETA und TISA“ gestartet. Die 3 transatlantischen „Freihandelsabkommen“, stehen schon seit 2-3 Jahren massiv in der Kritik eine Unzahl von kritischen Gruppierungen – und das für mich auch völlig gerechtfertigt.

 

Initiiert worden ist es von eine Gruppe von SPÖ-Politikern aus Niederösterreich. Doch schon vor dem Volksbegehren hat sich eine massive Oppositions-Front aus politischen Parteien, Gewerkschaften, Medien und anderen Organisationen zu diesen Abkommen gebildet.
Sogar der Chef von REWE-Österreich, Frank Hensel, hat sich klar gegen TTIP positioniert.

 

Befürworter von CETA und Konsorten sind neben der Wirtschaftskammer und der ÖVP auch die NEOS, sowie eine Vorstandsmehrheit der Bundes-SPÖ und dezidiert auch Bundekanzler Kern.

 

Viele Indikatoren sprechen dafür, dass multinationale Konzerne und andere Großunternehmen ihre ohnehin schon viel zu große Macht durch diese Abkommen noch weiter ausbauen – zu Lasten von KMUs, der Demokratie und damit für fast alle Menschen.

 

Größter Kritikpunkt an TTIP, TISA & Co sind die so genannten „Schiedsgerichte“. Bei diesen „schnapsen“ sich Konzernanwälte die Entscheidungen über Handelsbarrieren in Hinterzimmern untereinander aus und hebeln so sowohl die Gesetze, als auch die Gerichte und somit die Demokratie an sich aus.
Besonders gefährlich sind diese, da Konzerne damit Gewinnentgänge wegen höherer und damit teurer gesetzlicher Standards einzelner Teilnehmerstaaten, v.a. im Sozial- und Umweltbereich, einklagen können. Damit könnte ein für Umwelt und Menschen ruinöser Dumpingwettbewerb zu den niedrigst möglichen Standards ausgelöst werden.

 

Um das zu verhindern, die Demokratie zu retten und um die Option einer fairen Welthandelspolitik zu wahren, unterschreibe ich dieses Volksbegehren. Und ich empfehle allen meinen Freunden und anderen Mitmenschen dasselbe zu tun und in der Eintragungswoche in den Öffnungszeiten auf das Gemeindeamt bzw. Magistrat zu gehen.

 

Natürlich sind Volksbegehren nicht gesetzlich bindend. Aber eine große Beteiligung ist ein starkes öffentliches Signal, dass wir Bürger eine andere Politik, als die herrschenden wollen. Und wenn das genügend Menschen machen, dann müssen die Herrschenden dem auch Rechnung tragen.

 

Dieses Signal ist gerade JETZT äußerst wichtig und dringend:
Denn schon im Feber 2017 möchte das EU-Parlament die weitere Vorgangsweise bei CETA beschließen.

 

Und wer immer noch nicht genug über TTIP erfahren hat, der findet z.B. auf der Themenseite der Arbeiterkammer jeder Menge weiter führenden Informationen.

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8. Januar 2017 7 08 /01 /Januar /2017 00:10

Viele Hardcorce-SF-Fans ermöglichen durch ihr ignorantes Konsum-Lemmintum den Abbau der DemokratieVor knapp über 2 Jahren habe ich – inspiriert von einem zwischenzeit gelöschten (aber jetzt wieder verfügbarem) Artikel bei „Tichyseinblick“ – einen Blog-Eintrag über die moralische Autorität von Jean-Luc Picard geschrieben. Das war der 1. Teil meiner Reihe „Science-Fiction & Wirklichkeit“. Der 2. Teil hat lange auf sich warten lassen, jetzt ist er aber da, gestern frisch auf „Fisch+Fleisch“ veröffentlicht.

Es geht darin um etwas, das ich als ganz negativ sehe und überhaupt nicht verstehe:
Die schizophrene Einstellung zahlreicher Hardcore-Science-Fiction Fans, die sich in eine konsumgetriebene, futuristische Scheinwelt flüchten, welche durch ihre eigene Untätigkeit oder sogar Unterstützung von immer totalitärer werdender Tendenzen in der Politik der westlichen Ländern unmöglich wird.

Natürlich flüchten sehr Hardcore-Fans von irgendwelchen Unterhaltungs-Produkten aus dem Non-Science-Fiction-Bereich ebenfalls in eine Scheinwelt.

ABER:

  • Gerade Star-Trek (Raumschiff Enterprise & Co), mit seiner so positiven, idealistischen Zukunftsvision und mit Captain Picard von der Enterprise-D/E, der es als fiktiver Charakter zu einer moralischen Instanz in der realen Welt geschafft hat
  • gerade bei Star-Wars (Krieg der Sterne), wo eine – wenn auch suboptimale – Demokratie durch eine totalitäre Diktatur ersetzt wird, aus der sich die Menschen erst wieder blutig heraus kämpfen müssen
  • und auch Babylon-5, wo die Entwicklung auf der Erde von einer halbwegs funktionierenden Demokratie über eine totalitäre Diktatur zu einer ziemlich guten Demokratie geht.

Gerade die Fans dieser Sci-Fi-Produktionen sollten in der realen Welt eine viel politischere, aktivere und konstruktivere Rolle spielen, als die meisten das tun.

Wie, was, wann genau, das habe ich eben in meinem Beitrag „Die Schizophrenie gemeiner Sci-Fi-Fans – Science-Fiction & Wirklichkeit, Teil  2“ auf FuF beschrieben.

Update 20.04.2017:

Der Artikel bei Tichyseinblick über Jean-Luc Picard ist jetzt wieder verfügbar.

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1. Dezember 2016 4 01 /12 /Dezember /2016 17:19

Die US-Präsidenten-Wahlen 2016 haben mit Donald Trump einen interessanten Sieger gebrachtDie US-Präsidenten-Wahlen 2016 liegen zwar nun schon einige Wochen zurück, gerade durch die damit verbundene Entemotionalisierung ist aber jetzt schon ein nüchterner Blick auf deren Ergebnis möglich.

 

Meines und das Kurz-Resümee von Dirk Müller gleich vorweg:

Ich weiß nicht ob die Politik von Donald Trump gut sein wird, aber er ist mir als Präsident auf jeden Fall sehr viel lieber als Hillary Clinton, alleine schon wegen deren brutaler Weltpolitik.

 

Denn Donald Trump hat mehrfach angekündigt, dass für ihn der Kampf gegen die IS an oberster Stelle steht und für ihn ein Machtwechsel in Syrien keine Priorität hat. Zusätzlich möchte er auf Wladimir Putin zugehen und mit Russland friedlich und gut zusammenarbeiten.

Dadurch besteht Hoffnung auf eine friedlichere Welt.

 

Hillary Clinton war – völlig im Gegensatz zum schönfärberischen Bild, das die Mainstream-Medien gezeichnet haben – DIE Establishment-Kandidaten bei diesen Wahlen. Sie ist eine Hauptarchitektin der blutigen Kriege in Libyen und Syrien, die in Syrien durch ihren Plan, russische Flugzeuge abzuschießen, einen Krieg mit Russland riskiert hätte – welcher zu einem 3. Weltkrieg hätte eskalieren können.

 

Kurz-Zusammenfassung Wahlkampf Republikaner & Demokraten

  • Im Gegensatz zu voran gegangenen Wahlen, wo mit Dennis Kucinich und Ron Paul 2 Establishment-ferne Kandidaten bei den Vorwahlen von Demokraten und Republikanern schon ziemlich früh ausgeschieden sind, war 2016 Bernie Sanders bei den Demokraten fast bis zum Ende Vorwahlen im Rennen und Donald Trump hat bei den Republikanern sogar die Kandidaten-Nominierung geschafft.
     

  • Der Vorwahlkampf war bei den Republikanern ausgesprochen schmutzig.
    Letztendlich hat sich dort Donald Trump nach einer Vielzahl von persönlichen Untergriffen zwischen den zahlreichen, Partei-internen Konkurrenten aber klar durchgesetzt.

     

  • Die Situation bei den Demokraten war zwar anders gelagert aber sicherlich nicht weniger schmutzig:
    Die Nominierung für die Präsidentschaftskandidatur war sehr schnell ein Duell zwischen der Favoritin Hillary Clinton und dem Außenseiter Bernie Sanders. Doch nach einem klaren Vorsprung Clintons zu Beginn ist ihr der selbst ernannte Sozialist Sanders immer näher gekommen – und erst nach sehr unsauberen Manövern aus dem Umfeld Hillary Clintons bzw. dem Partei-Establishment der Demokraten – aus dem Rennen ausgeschieden.

     

  • Die Ausbootung von Bernie Sanders war dann auch ein Hauptgrund für den Sieg Donald Trumps und die Niederlage Hillary Clintons.
    Denn die Sanders-Anhänger haben eben nur teilweise Clinton gewählt. Andere dagegen haben ihre Stimme Donald Trump gegeben, haben die Grüne Jill Stein gewählt oder sogar aktiv unterstützt, wie besonders Susan Sarandon.
    Wieder andere sind der Wahl fern geblieben.

     

  • Dass Bernie Sanders nicht von der demokratischen Partei nominiert worden war, war gleich doppelt kontraproduktiv.
    Denn nicht nicht nur, dass die Partei damit viele Sanders-Anhänger verprellt hat, so hätte der Senator auf Vermont generell beim Stimmvolk gute Chancen auf einen Sieg gegen Donald Trump gehabt.

     

Third-Parties, Unabhängige und alternative Medien

  • Im Gegensatz zum in den Establishment-Medien gezeichneten Bild haben sich nicht nur 2, sondern 31 (!) Kandidaten um das US-Präsidentenamt beworben – 29 davon eben Kandidaten von so genannten „Third Parties“ bzw. Unabhängige.
    „Third Parties“ sind Parteien abseits Republikanern & Demokraten, welche durch das hochgradig unfaire Mehrheitswahlrecht und die von großen Konzernen dominierte Medienlandschaft in den USA bisher leider nur eine geringe Rolle spielen.

     

  • Aus der Masse dieser alternativen Kandidaten ragen sicherlich der libertäre Gary Johnson und die grüne Jill Stein heraus.
    Kandidaten wie wie der Republikaner Evan McMullin und Darrell Castle von der „Constitution Party“ haben ebenfalls noch bundesweit eine gewisse Rolle gespielt. Weitere Kandidaten waren allerdings – völlig unabhängig von ihrer Kompetenz und inhaltlichen Qualitäten – nur in einzelnen Bundesstaaten präsent.

     

  • Allen diesen Kandidaten ist gemein, dass sie fast keinen Zugang zu den großen Medien gehabt haben und es dementsprechend für sie extremst schwierig war, die für Erfolge notwendige Aufmerksamkeit zu bekommen.
    Das hätte mit einer fairen Berichterstattung über ALLE Kandidaten 2016 völlig anders aussehen können. Noch dazu, wo mit Hillary Clinton und Donald Trump die bisher vielleicht unpopulärsten Präsidentschaftskandidaten von Demokraten und Republikanern überhaupt kandidiert haben.

     

  • Natürlich war Donald Trump der Haupt-Profiteur der Berichterstattung in alternativen Medien, diese war 1 Grund für seinen Wahlsieg.
    In 2. Linie habe aber auch die Kandidaten der „Third Parties“ und Unabhängigen von dieser profitiert. Das hat sich dieses Mal natürlich noch nicht im Wahlergebnis niedergeschlagen, es ist aber sogar sehr wahrscheinlich, dass die Amerikaner sich auf regionaler und lokaler Ebene neuen politischen Kräften zuwenden.

     

  • Eine Lanze brechen muss ich auch für die Berichterstattung von „Russia Today“ (RT) am Wahlabend (in englischer Sprache). Der russische Nachrichtensender hat den ersten Teil seiner großen Wahlsendung den „Third Parties“ gewidmet, unter anderem sind dabei auch Gary Johnson, Jill Stein, Ron Paul (Ex-Präsidentschaftskandidat der Libertären) und Ralph Nader (Ex-Präsidentschaftskandidat der Grünen) zu Wort gekommen.
    Co-Moderator der Sendung war der Ex-Wrestler und Ex-Gouverneur von Minnesota Jesse Ventura.

Schlussworte

Im Gegensatz zu meinen Überlegungen von 2012 war es bei dieser Präsidentenwahl nicht egal, wer gewinnt. Das wiederum hängt entscheidend damit zusammen, dass in den Vorwahlen fast bis zum Schluss 2 Establishment-kritische (hoffen wir es zumindest) Kandidaten im Rennen um die Nominierung waren und es 1 nicht zur bis zur Nominierung, sondern sogar bis zum Wahlsieg geschafft hat.

 

Es wird sich zeigen, wie Ernst es Donald Trump mit seiner Establishment-Kritik meint und wie sehr er seinen Ansagen, sich auf die Seite der Bevölkerung zu schlagen Ernst nimmt. Besser als Hillary Clinton ist er allemal.

Dennoch wäre mir ein Kandidat einer der Third-Parties definitiv lieber gewesen, als Trump.

 

Die alternativen Medien jedenfalls haben ihr positives Potential unter Beweise gestellt. Und genau deshalb stehen sie ganz weit oben auf der Abschussliste des Establishments. Unter dem Narrativ „Fake News“ sollen sie jetzt eingedämmt werden.
Das darf auf gar keinen Fall passieren und ich werde meinen Beitrag leisten, um die alternativen Medien bekannter zu machen und zu stärken.

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13. Februar 2016 6 13 /02 /Februar /2016 21:35

Die Wiener Bezirkszeitung will für politische Artikel Geld von mirVorletzte Woche hat Bundespräsidentschaftskandidat Robert Marschall, gleichzeitig auch Obmann der EU-Austrittspartei, eine Antrittspressekonferenz im Cafe Hofburg in Wien gegeben. Ich war bei dieser dabei, habe mir die Aussagen von ihm genau notiert und diese dann vor 2 Wochen einen Artikel auf meinbezirk.at, dem Online-Portal der Bezirksblätter, trocken und unkommentiert niedergeschrieben. Auf meinbezirk.at bin ich schon seit fast 4 ½ Jahren als Bürgerjournalist tätig und schreibe Artikel zu verschiedenen Themen.

 

Am Montag dem 01.02.2016 hat mich dann eine zuerst wirklich sehr seltsam erscheinende E-Mail der Wiener-Bezirkszeitungs-Redaktion erreicht.
Deren Inhalt: Ich machte mit meinem letzten Artikel politische Werbung, deshalb sei dieser von der Redaktion vom Portal genommen worden. Ich könne diese aber gerne wieder veröffentlichen, wenn ich denn politischer Regionaut werden würde.
2 Absätze später war mir klar, woher der Wind weht, dort war dann die Preisliste für „politische Regionauten“ ersichtlich.

 

Ich habe am Abend dieses Tages noch eine umfassende Stellungnahme an die Bezirkszeitung geschickt. Trotz Bitte um eine klärende Antwort hat diese bis heute nicht reagiert.

Ich habe grundsätzlich wirklich volles Verständnis, dass Medien, besonders im Internet tätige, schauen müssen, dass sie auch Geld verdienen. Schließlich gibt es im Netz eine große Gratis-Mentalität. Und klassische Medien, die bisher Geld über Medien-Verkäufe verdient haben, leiden darunter besonders.

Wie die Bezirkszeitung dieses Thema anlegt ist für mich allerdings unnachvollziehbar. Ich habe selbst eine akademische Marketing-Ausbildung an der WU-Wien gemacht und weiß daher auch genau, wie Werbung definiert ist.
Ein werblicher Text hat das Ziel – verkürzt auf den Punkt gebracht – die Sichtweisen von potentiellen Kunden zu beeinflussen und Kaufbereitschaft zu wecken. Und ein Werbetext setzt subjektiv gefärbte bzw. wertende Elemente ein.

 

Es gibt natürlich Artikel auf meinbezirk.at (in anderen Bundesländern als Wien), welche die von mir angestrebte – und nach bestem Wissen und Gewissen auch erreichte – Zielstellung punkto Objektivität und Nüchternheit bemühte Zielstellung verfehlen, wie dieser hier: http://www.meinbezirk.at/neusiedl-am-see/politik/bp-wahl-fpoe-hofer-kandidiert-d1621009.html. Der besagte Artikel besteht überwiegend aus subjektiven Ansichten und Wertungen des Autors.

Andere, offizielle Artikel der Bezirksblätter-Redaktionen (z.B. http://www.meinbezirk.at/lungau/politik/asyl-ein-hauptthema-des-oevp-ortschefgipfels-d1612953.html) verfolgen den selben Ansatz wie ich, indem sie unkommentiert Fakten über die Aussagen einzelner Politiker wieder geben, wie hier von Wilfried Haslauer und Andreas Khol.

Geld verlangen für Content, den ein Benutzer unentgeltlich erstellt hat und dann auf einem – im Falle von meinbezirk.at ja auch durchaus attraktivem Portal – veröffentlicht halte ich für pervers. Und so etwas ist mir in bisher knapp 14 Jahren Content-Arbeit noch nie passiert.

 

Und auch, wenn bei dieser Vorgangsweise kommerzielle Interessen des Medien-Unternehmens im Vordergrund stehen mögen, so wirkt sich das absolut negativ auf die Meinungsvielfalt insgesamt und auf die Präsenz von kleinen und entsprechend finanzschwachen, politischen Gruppierungen im speziellen aus.

Denn als ein Mitbegründer der IG Faires-Wahlrecht kenne ich nur zu gut die unfassbaren Prügel, die seitens etablierter Parteien neuen Mitbewerbern vor die Füße geworfen werden. Vor allem geht es hierbei ums liebe Geld. Denn während Parteien, die im Nationalrat oder den Landtagen vertreten sind, sich selbst insgesamt über 300 Millionen Euro Steuergelder in Form von Parteiförderungen gewähren, so bekommen neue und kleine Gruppen von der öffentlichen Hand keinen müden Cent.

 

Ob der Werbungs-Vorwurf der Wiener Bezirkszeitung gerechtfertigt ist sollten Sie am besten selbst beurteilen. Ich habe den Original-Artikel einfach noch einmal auf meinem Blog zum Nachlesen gepostet.

 

P.S.: Würde ich nicht manche Artikel, wozu auch der besagte zählt, unentgeltlich schreiben, sondern dafür angemessen bezahlt werden, dann würde ich das bei jedem Kandidaten, über den ich schreibe, genauso machen wie in diesem Fall beim Robert Marschall.

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13. Februar 2016 6 13 /02 /Februar /2016 21:30

EU-Autrittspartei-Obmann Robert Marschall will 2016 Bundespräsident werdenMit Robert Marschall strebt ein weiterer Kandidat, der nicht den Parlamentsparteien angehört, das höchste Amt im Staat an.

Gestern hat er dazu im Cafe Hofburg eine Pressekonferenz gegeben und Details zu seinen Plänen präsentiert.

Wie schon vom Namen seiner Partei her klar ist, steht er der EU sehr kritisch gegenüber, rechnet mit deren Zerfall und möchte schon zuvor, dass Österreich aus dieser Austritt.

Auch jedweden EU-Erweiterungen steht er ablehnend gegenüber und sieht darin einen wesentlichen Unterschied zur Position der FPÖ.

Der aktuellen Lage mit heftigen Kontroversen um die Flüchtlingspolitik möchte er mit einem durch strenge Grenzkontrollen gesicherten Aufnahmestopp von Zuwanderern und Asylanten begegnen.

Als wichtigstes Gegenrezept zur derzeitigen Massenarbeitslosigkeit plant er, die Produktion von Waren vom Ausland wieder zurück nach Österreich zu holen, was wohl erst nach einem EU-Austritt möglich wird.

Weitere Eckpunkte seines Programms sind verbindliche, direkte Demokratie, ein faires Wahlrecht, das bedingungslose Eintreten für die Neutralität Österreichs und das strikte Ablehnen der höchst umstrittenen Freihandelsabkommen TTIP, TISA & CETA.

Mit knapp 50 Jahren wäre Marschall wohl nach Norbert Hofer der zweitjüngste unter den Präsidentschaftskandidaten 2016.

Unterstützt wird seine Kandidatur bisher neben der EU-Austrittspartei vom ähnlich ausgerichteten NFÖ (Neutrales Freies Österreich) und weiteren Kleingruppen.

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P.S.: Dieser Artikel ist usprünglich auf meinbezirk.at veröffentlicht worden. Die Redaktion der Wiener Bezirkszeitung hat ihn dort aber vom Portal genommen, weil er angeblich Werbung darstellt. Um Ihnen Gelegenheit zu geben, sich selbst ein Urteil darüber zu machen habe ich diesen Artikel nochmals hier in meinem Blog gepostet.
Lesen Sie hierzu bitte auch unbedingt meinen Eintrag Wiener Bezirkszeitung und Geld verlangen für Artikel.

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2. Januar 2016 6 02 /01 /Januar /2016 01:15

Rund 2 ½ Jahre ist es her, dass Edward Snowden Mitte 2013 die unfassbaren Überwachungspraktiken westlicher Geheimdienste, allen voran die US-amerikanische NSA und der britische GCHQ, aufgedeckt hat.

 

Im „Untergrund“ hat sich seitdem einiges getan. So erleben z.B. Privatsphäre-Suchmaschinen wie Ixquick und Startpage einen stetigen Aufschwung. In einer breiteren Öffentlichkeit ist es bisher aber mit Bewusstseinsbildung bezüglich Privatsphäre bei der digitalen Kommunikation noch nicht weit her.

 

Dass sich das 2016 aber ändert, dafür gibt es mehrere, stark Indizien. Vor allem hat es bisher noch nie zuvor so viele verschiedene, ambitionierte Initiativen zu Bewusstseinsbildung und zur Verbreitung von Verschlüsselungswerkzeugen gegeben.

Und diese sind gleich rund um den Jahreswechsel besonders konzentriert:

  1. Der anerkannte Journalist Erich Möchel schreibt, dass von 2013 bis 2015 sich die Zahl der Verschlüsselungs-Programm von rund 25 auf 400 vervielfacht hat.
    Der Experte Bruce Schneier schafft es daher nicht mehr alleine, den Überblick über die Werkzeuge zu behalten und dafür öffentlich Unterstützung angefordert.
    Für 2016 rechnet er mit einem Anhalten des Booms bei Verschlüsselungs- und anderen Sicherheits-Werkzeugen.


     

  2. Schon am 25.12.2015 ist der Film „Alles unter Kontrolle“ in den österreichischen Kinos gestartet. In diesem beschäftigt sich Filmemacher Werner Boote damit, wer unsere Daten sammelt und wie mit diesen umgegangen bzw. diese von Dritten verwendet werden.

     

  3. Am 04.01.2016 bringt das ZDF um 19.25 Uhr im Rahmen der WISO-Reihe die Dokumentation „Weltmacht Google“. Dabei wird die schier umfassende und große Macht von Google über unser tägliches Leben beleuchtet. Macht sowohl darüber, was wir User finden, aber auch das, was Unternehmer anbieten möchten.
    Und der Google's Machtanspruch geht ja in der Zwischenzeit schon weit über das Internet hinaus.


     

  4. Ebenfalls per 04.01.2016 startet der Verein lauschfrei.org. Dieser hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, den Menschen Privatsphären-Schutz bei ihrer digitalen Kommunikation näher zu bringen. Dazu stellt er zahlreiche vor Überwachung sichere Programme und Dienste vor. Zudem bietet er auch Vorträge und Workshops an.

 

Bei lauschfrei.org bin ich federführend tätig. Und unsere Initiative spielt auch bei der ZDF-Doku über Google mit.

 

Ich möchte hier auch noch auf meine 2 Blog-Einträge über Google hinweisen. Teil 3 der Serie ist in Vorbereitung.

 

Die Zeichen, dass es 2016 Privatsphäre-Schutzwerkzeuge in die Mitte der Gesellschaft schaffen stehen also gut. Und ich werde einen wichtigen Beitrag zur Erreichung dieses Ziels leisten.

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20. Dezember 2015 7 20 /12 /Dezember /2015 21:30

Wer kennt Krieg der Sterne bzw. Star-Wars nicht? Es werden ganz wenige Menschen sein, alleine durch die derzeit laufende schier unfassbare Öffentlichkeits-Kampagne macht es ja nahezu unmöglich, nichts von dieser Filmreihe mit zu bekommen.

 

Ich bin ja mehr ein Star-Trek und Babylon-5 Fan, allerdings völlig undogmatisch. Ich schaue eigentlich alles gerne, was gut ist.
Und ich muss sagen, dass die Krieg-der-Sterne-Filmreihe auch wirklich gut gemacht ist und sich Lob zu Recht verdient hat. Die Hysterie rund um diese finde ich allerdings vermessen.

 

Ich bin ja politisch aktiv, anti-ideologistisch und sehr systemkritisch. Und in der politisch kritischen "Szene" gibt es auch etliche Fundamentalisten, die Sport und jede Unterhaltung ablehnen. Das diene nur zur Ablenkung der Massen und hielte sie davon ab, sich mit den ernsten und wichtigen Themen zu beschäftigen.

 

Auf der anderen Seite gibt es dann die hedonistischen und konsumgeilen Hardcore-Fans – in diesem Fall natürlich des Star-Wars Universums. Sie schauen alles, was gedreht wird, kaufen alles, was angeboten wird, ja sie flüchten teilweise sogar vom echten Leben in die Scheinwelt dieses fiktiven Universums.
 

Ich lehne beide Extreme strikt ab – wie ich das mit Extremen fast immer tue. Bevor ich aber sage, wie ich persönliche mit Krieg der Sterne umgehe, möchte ich aber etwas ausholen.

Was Star-Wars auszeichnet

Wie in fast allen Epen so steht der Kampf "Gut gegen Böse" im Zentrum des Geschehens. Und auch Star-Wars-Schöpfer George Lucas sagt ebenso ganz offen, dass er sich auch Elemente großer, historischer Literatur bedient, wie das fast alle großen Vertreter der Phantastik tun: Ob John R. R. Tolkien bei "Herr der Ringe", Frank Herbert bei "Dune" oder ob in jüngerer Vergangenheit J. Michael Straczynski bei "Babylon-5" und J. K. Rowling bei "Harry Potter".

 

In der, in den 1970er und 1980er Jahren gedrehten, mittleren Trilogie (Episode IV, V und VI) geht es noch ziemlich platt zu: Gut gegen böse ist hier weitgehend Schwarz-Weiß-Malerei. Es gibt aber auch löbliche Ausnahmen im Graubereich: Während beim Charakter Lando Calrissian die Loyalität von dunkelgrau (eher böse) zu hell (gut) wechselt, so ist vor allem das Persönlichkeitsbild von Darth Vader bzw. Annakin Skywalker hervorragend: Der helle Ritter, der der dunklen Seite der Macht verfällt, ihr zum Aufstieg verhilft, letztendlich jedoch das Böse, in Gestalt des Imperators, vernichtet.

 

Wesentlich besser, da deutlich vielschichtiger, gefällt mir die von 1999 bis 2005 veröffentlichte Prequel-Trilogie (Episode I, II und III). Der 1. Teil der Saga noch weniger, dieser ist aus meiner Sicht eine klassische Einführung ins Thema. Doch in der Episode II und noch mehr in Nummer III wird ein ebenso faszinierendes wie realistisch-schockierendes Bild gezeichnet: Denn die dort beschriebene Transformation einer demokratischen Republik in ein diktatorisches Imperium weist große Parallelen zur realen Welt von heute auf.

 

Schon im 2. Teil kommt es zu einer Staatskrise, da das demokratische Parlament zu zerstritten ist, um eine – künstlich inszenierte – Krise zu meistern. Dem Kanzler werden aus diesem Grund diktatorische Vollmachten übertragen. Und so wie es viele Menschen in Krisenzeit tun, so sympathisiert auch Annakin Skywalker mit dem "starken Mann".
Im 3. Teil geht dann sowohl "im Großen", als auch "im Kleinen" die Entwicklung zur dunklen Seite weiter: Die intelligent-bösartigen Intrigenspiele des Kanzlers gehen auf, er schafft es die Demokratie zu vernichten und sich selbst zum Herrscher eines diktatorischen Reiches zu machen. Durch persönliche Schwächen und unglückliche, äußere Umstände wird aus dem Jedi-Ritter Annakin Skywalker Darth Vader, die rechte Hand des diktatorischen Imperators.

 

Die historische Inspiration von George Lucas für Star Wars war Deutschlands Übergang von der Weimarer Republik zur Nazi-Herrschaft. Doch das greift in meinen Augen viel zu kurz:
Für mich braucht es nur wenig Phantasie, um hier in der Gegenwart Parallelen gegenüber dem vom Westen zumindest begünstigten IS (Islamischer Staat), dessen Terror-Anschlägen und dem damit verbundenen, immer anti-demokratischeren Kurs der Regierungen unserer Staaten zu ziehen. Nicht nur für mich, sondern für immer mehr Menschen sind die Aussetzung der Menschenrechte in Frankreich nach dem Pariser Terror-Anschlägen der 1. Schritt Richtung einem dunklen Imperium, wie in Krieg der Sterne.

Wie ich mit Krieg der Sterne umgehe

Ich bin allgemein ein Pragmatiker und ich bin ein Filmfreund. Die Star-Wars-Epen gefallen mir. Auch wenn sich Masse und Klasse oft widersprechen, so sind die ganz großen, massentauglichen Werke meistens gut. Das gilt auch für die Krieg-der-Sterne-Reihe.
Gut gegen Böse wird wohl für die Menschheit immer interessant bleiben. Noch dazu, wenn es optisch so großartig inszeniert ist, wie in den Werken von George Lucas.

 

Wie also mit Star-Wars umgehen?
Menschen haben sich in einer Demokratie zu beteiligen und haben für ihr Mitgestaltungsrecht zu kämpfen. Sie brauchen aber auch Pausen von diesem Kampf – und diese mit intelligenter Unterhaltung zu nutzen finde ich grundsätzlich positiv. Ausarten in einen Fan-Fanatismus und in eine Realitätsflucht darf das aber nicht.
Die große Schizophrenie der Hardcore-Star-Wars-Fans ist es, dass sie einem Kaufwahn verfallen bzw. sich in eine Scheinwelt flüchten, die von einer Republik zu einem Diktatur gemacht worden ist.

 

Das einzige, was mit an Star Wars selbst massiv stört ist die gigantische Kommerzialisierung. Wenn man weiß, dass die bisherigen 6 Filme 4,38 Mrd. $ eingespielt haben und mit dem gesamten Franchise 30,7 Mrd. $ umgesetzt worden sind, dann ist der – höflich formuliert – Geschäftswunsch der Rechteinhaber kommerziell verständlich. Ich möchte mich daran aber auf gar keinen Fall beteiligen.

 

Seit dem Kulminationspunkt 2002, als im selben Jahr je 1 Episode von "Star Wars", "Herr der Ringe" und "Harry Potter" Premiere gefeiert haben, habe ich eine "Film-Hype-Trauma" erlitten. Und das hat bei mir zu einer unbedingten, kurzfristigen Konsumverweigerung geführt.
Daher werde ich mir die jetzige Krieg-der-Sterne-Trilogie nicht im Kino anschauen und statt dessen warten, bis diese ins Fernsehen kommt. Derweil gibt es ja neben den älteren 6 Filmen der Reihe auch noch zahlreiche, weitere interessante Kinofilme und Fernseh-Serien.
Wenn die Star-Wars-Episoden VII, VIII und IX im Fernsehen laufen, dann freue ich mich aber schon, mir diese anzuschauen!

 

Und ich werde mich auch weiterhin hartnäckig, für eine positive, demokratische Welt und vor allem ein Miteinander von politisch Andersdenkenden einsetzen.

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26. November 2015 4 26 /11 /November /2015 18:00

Terror-in-Paris-wiegt-mehr-als-in-Afrika-und-AsienWas ich grundsätzlich über die Attentate in Paris denke

Vor genau 1 Woche, am 13.11.2015, haben in Paris mehrere, schreckliche Attentate durch den IS/ISIS (islamischen Staat) gleichzeitig statt gefunden. Die Folge davon waren 129 Tote und hunderte Verletzte. Ich möchte ganz klar mein Bedauern ausdrücken und den Hinterbliebenen der Opfer herzlich kondolieren.

 

Ich habe mich Anfang 2015 ja bereits mit dem ganz ähnlich gelagerten Attentat auf die Charlie-Hebdo-Redaktion beschäftigt. Damals habe ich das auf eine sachliche und ziemlich "handzahme" Art getan. Dieses Mal ziehe ich allerdings die Samthandschuhe aus und spreche Klartext!

 

Ich verstehe bis zu einem bestimmten Grad, dass einen solch schrecklichen Gewalttaten in einer EU-Metropole schockieren. Dennoch finde ich die Art, wie die Paris-Attentate medial hochstilisiert werden und wie viele Bürger bei dieser Hochstilisierung mitmachen völlig verfehlt.

 

Konkret kritisiere ich vor allem 2 Punkte:

  1. Das fast totale Konzentrieren auf die Paris-Attentate bei gleichzeitigem, fast totalem Ignorieren von anderen, ähnlichen Gewalttaten an anderen Plätzen auf unserer Welt.

  2. Den Abbau von Bürgerrechten und den noch stärkeren Ausbau des Überwachungsstaates seitens der Regierungen in der EU.

 

Mein Blog-Eintrag ist dieses Mal wirklich lang geworden. Wer nicht alles lesen möchte, der sollte daher gleich zu den Lösungsansätzen oder sogar zum Fazit gehen.

 

Paris-Attentate zählen fast alles und andere Attentate fast nichts

Ja, diese Überschrift hört sich zynisch ist – und sie ist es auch. Das ist allerdings die traurige Realität. Denn so schlimm es auch ist, dass in Paris 129 Menschen zu Opfern des Terrorismus geworden sind, so ist das etwas, was anderswo auf der Welt regelmäßig passiert.

 

Nur einige Beispiel zu Terror-Attacken aus der jüngsten Vergangenheit:

 

Einzig über das Attentat auf ein Hotel in Mali am 20.11.2015 ist von "unseren" großen Medien nennenswert berichtet worden. Meiner Meinung nach aber nur deshalb, weil Mali mit Frankreich eng verbunden ist.

Wie sehr die Wahrnehmung aber sogar zwischen den Anschlägen in Paris und in Mali verzerrt ist, zeigt das Beispiel, des französischen Polizeihundes, über den es 70000 Tweets gibt – während über den Mali-Terror zumindest nur sehr wenige twittern.

 

Und in der Zwischenzeit hat es ja in der belgischen Hauptstadt Brüssel zwar kein Attentat, aber einen ähnlichen Ausnahmezustand und eine ähnliche Angstmache vor Terror gegeben wie in Paris.

 

Die erdrückende Welle der Anteilnahme und die mediale Hysterie rund um den aktuellen Paris-Terror können also nicht mit der Anzahl der toten zusammen hängen. Und wenn man sich vergegenwärtig, dass es 2005 alleine in Frankreich 5318 Verkehrstote gegeben hat, kann es auch nicht an einer hohe Todes-Wahrscheinlichkeit durch Terror liegen.


Ein triftiger Grund ist mit Sicherheit, dass der Terror einmal nicht in Afrika oder Asien wütet, sondern nach Europa gekommen ist. Und Gewaltverbrechen sind auch eine ebenso hässliche wie unnötige Art zu sterben.

 

Doch ob das als einziger Grund reicht, dass seitens der Medien eine derartige Kampagne der Betroffenheit und Angst geführt wird – da habe ich meine Zweifel. Fakt ist allerdings, dass sich kein Mensch, der Medien konsumiert (und das tun wir nahezu alle), der medialen Paris-Terror-Kampagne entziehen kann. Alleine Anfang letzter Woche ist man im österreichischen Fernsehen mit diesem Thema aus verschiedenen Blickwinkeln regelrecht Gehirn-gewaschen worden:

Von Wien-Heute, über die ATV-Nachrichten und die Zeit im Bild bin hin zum ORF-Kurz-Sport und "Sport und Talk im Hangar 7" auf Servus-TV – überall waren die Attentate von Paris ein Thema.

Am nächsten Tag ist es im Morgen-Radio damit weiter gegangen, da hat aber Roland Düringer sehr klug agiert, den medialen Hype rund um dieses Thema angesprochen, vor einer gesellschaftlichen Spaltung gewarnt und zur Besonnenheit geraten.

 

Korrekterweise gehört auch erwähnt, dass es selbst in den Massen-Medien wenige, positive Berichte gibt, die auch andere Terror-Anschläge erwähnen und somit auch Paris richtig einzuordnen helfen.

 

Mein nüchternes Fazit über die Paris-Berichterstattung der großen Medien: Propaganda wirkt.

Und leider lassen sich die meisten Menschen von faktischen Medien-Kampagnen sehr bereitwillig irgendwo hineinpropagandieren.

Alternativ-Medien nutzen dagegen leider noch wenige Bürger. Diese legen zwar auch einen großen Schwerpunkt auf den Paris-Terror, berichten aber wirklich viel ausgewogener und geben auch anderen Themen mehr Raum.

 

Ruf nach Überwachungsstaat trotz Geheimdienst-Versagens

Und noch bevor das Blut der Terror-Toten von Paris trocken war, ist vom Polit-Establishment neben Kriegs-Rhetorik vor allem eine Forderung getrommelt worden: Der Ausbau des Überwachungsstaates.

 

Gerade das Beispiel Frankreich zeigt, wie widersinnig, ja sogar pervers diese Forderung ist: In Frankreich gilt seit 2006 eine durchgängige Vorratsdatenspeicherung, bei der Behörden ohne richterlichen Beschluss (!) Menschen überwachen dürfen.
Und die Anschläge haben auf bittere Weise das bestätigt, was Überwachungs-Kritiker schon seit Jahren sagen: Massen-Überwachung trifft nicht Terroristen, weil diese meist zu clever sind, um davon erfasst zu werden. Sie trifft vor allem unbedarfte Bürger, die meinen, nichts zur verbergen haben.

 

Vielmehr haben wir uns alle die Frage zu stellen: Warum schaffen es die Geheimdienste nicht, solche schrecklichen Terror-Angriffe zu verhindern?

Noch dazu, wo bei so ziemlich allen großen Attentaten in Europa und den USA der letzten 15 Jahre die Täter bereits "auf dem Radar" der Dienste waren:

 

Und diese beschämende Entwicklung setzt sich bei den jüngsten Paris-Attentaten nahtlos fort. Denn auch dieses Mal waren manche Terroristen bereits "auf dem Radar" der französischen Behörden. Ein Killer ist – nach erfolgter U-Haft und Freilassung – nach Syrien geflohen und hat – trotz internationalen Haftbefehles (!) – problemlos wieder nach Belgien und in weiterer Folge nach Frankreich einreisen können.

 

Und welche Schlüsse zieht das Establishment, allen voran die Regierungen in der EU?

So wie in Österreich wollen sie den Überwachungsstaat ausbauen, Bürgerrechte einschränken, auf Verschlüsselungs-Software zugreifen, innovative Krypto-Währungen beschränken und die Sicherheitskräfte mit aufwändiger, neuer Ausrüstung für physische Auseinandersetzungen hoch rüsten.

 

Sie geben alles und jedem, der sich für Freiheit und Bürgerrechte einsetzt, Schuld für den Paris-Terror: Von Edward Snowden bis hin zur PS4 (Play Station). Nur bei ihnen selbst, den Behörden und Geheimdiensten, finden sie nichts schuldhaftes.

 

Bei dieser Kombination aus fachlichem Versagen und "Sich-vor-der-Verantwortung-drücken" drängt sich die Frage auf:

Sind die Geheimdienste unfassbar inkompetent, so dass sie Anschläge, trotzdem ihnen Verdächtige bekannt sind, nicht zu verhindern vermögen?

Oder liegen als Verschwörungstheorien geltende Überlegungen nicht näher an der Realität, als dieses Wort es glauben machen möchte?

 

In jedem Fall wäre es völlig verfehlt, diese Organisationen auch noch mit mehr Kompetenzen und mehr Ressourcen für ihr Versagen zu belohnen!

 

Lösungsansätze zur erfolgreichen Terror-Bekämpfung

Für echte Lösungen haben wir Antworten zu finden, welche zumindest folgende 4 Punkte berücksichtigen:

  1. Freiheit für Sicherheit zu opfern funktioniert nicht nur inhaltlich nicht, es würde auch unser freiheitlich-demokratisches Gesellschafts-System zu einem totalitären Überwachungs-Staat ändern.

  2. Ein absolutes Hauptproblem des Versagens von Ermittlungs-Behörden ist das "Ertrinken in Daten". Durch die Massenüberwachung aller Menschen ist der Fokus auf wirkliche Kriminelle verloren gegangen.

  3. Ideologismus verhindert das Erkennen der Realität und das Finden von echten Lösungen.
    So müssen wir, auch es wenn bisher ideologisch höchst polarisierend und spaltend ist, beispielsweise auch Grenzkontrollen anders, als das bisher geschehen ist, nämlich sachlich, thematisieren.

  4. Die wahren Ursachen von Terrorismus liegen besonders in einem ausbeuterischen Weltwirtschafts-System begründet. Ungeachtet aller kurzfristig notwendiger Symptom-Bekämpfung, so werden wir dieses Problem nur dann nachhaltig lösen, wenn wir diese Ur-Ursache abstellen können.

 

Dass Massen-Überwachung keine Terror-Anschläge verhindert habe ich ja, denke ich, schon klar dar gelegt. Schon Benjamin Franklin hat gewusst: "Wer wesentliche Freiheit aufgeben kann um eine geringfügige bloß jeweilige Sicherheit zu bewirken, verdient weder Freiheit, noch Sicherheit."

Und wenn ein Staat seine Bürger möglichst flächendeckend überwacht und dadurch faktisch eine Schuldvermutung ihnen gegenüber erhebt, dann ist das ein Verhalten, wie wir es von totalitären Diktaturen kennen.

 

Massen-Überwachung ist für die Verbrechensbekämpfung sachlich kontraproduktiv und darüber hinaus auf unvereinbar mit einem demokratischen Rechtsstaat. Ich bin mir aber sicher, dass es in unserer Gesellschaft einen nahezu hundertprozentigen Konsens gibt, dass Verdächtige, ganz besonders potentielle Terroristen, nach richterlichem Beschluss sehr wohl intensiv von Behörden überwacht werden.

Die Behörden haben einfach im Rahmen von demokratischen Möglichkeiten einen sauberen Job zu machen. Und wenn sie sich auf die wirklich Verdächtigen konzentrieren, dann würde sie nicht mehr in Daten ertrinken, sondern könnten sich auf das Wesentliche konzentrieren.

Es ist daher auch aus diesem Gesichtspunkt sehr sinnvoll, die pauschale Massen-Überwachung nicht auszubauen, sondern zu beenden!

 

Das "heißeste" Thema dieses Jahres ist die Flüchtlings-Frage. Und damit ist 2015 das Thema ganz oben auf die Agenda gekommen, dass schon seit Jahrzehnten idelogisch polarisiert, wie kein zweites.

Und die Ideologisten auf beiden Seiten dominieren die Berichterstattung – und liefern beide Positionen, die in der Realität nur scheitern können und Richtung Abgrund führen. In der Ideologie der Linken sind alle Flüchtlinge, arme hilfbedürftige Opfer, in der der Rechten potentielle Terroristen.

Die Ideologie bestimmt die Realität. Und widerspricht dieser der Realität, dann gehört sie "der Ideologie passend gemacht"

 

Ohne mich an dieser Stelle in diesen Aspekt weiter zu vertiefen, so spielt er einfach auch bei der Frage entscheidend mit, inwieweit Flüchtlinge mit Terror-Angriffen zu tun haben und inwieweit Grenzkontrollen uns vor Terror schützen.

Ich habe dazu eine klare Meinung:

  1. Ich bin davon überzeugt, dass es auch Terroristen in den Flüchtlings-Strömen aus der islamischen Welt gibt. Ich bin aber ebenso davon überzeugt, dass diese eine kleine Minderheit sind.

  2. Grenzkontrollen halte ich nicht nur für sinnvoll, sondern sogar für notwendig. Den häufig propagierten, starken Zusammenhang zwischen Grenzkontrollen, Flüchtlingen und Terror sehe ich so aber nicht.

    1. Grenzkontrollen stellen einen wichtigen Filter und eine Kontrollmöglichkeit dar. Durch sie wird klar, wer ins Land kommt bzw. welche Dinge jemand ins Land bringt.

    2. Ich glaube, dass wir bei Kontrollen feststellen werden, dass fast alle Migranten in Ordnung sind. Glauben ist aber nicht wissen. Und eventuelle Terroristen von der vermutlich großen, korrekten Masse kann man nur trennen, wenn man nachschaut.

    3. Sowohl bei den Terror-Verdächtigen, als auch bei den Waffenschmuggler handelt es sich ja überwiegend um hier lebende Personen. Und egal ob bereits in Europa leben oder noch nicht: Fälle, wie jener aus Montenegro stammende Mann, der versucht hat, mit einem Kofferraum voller Waffen nach Deutschland einzureisen, können durch Grenzkontrollen verhindert werden.

 

Die Quintessenz ist die: Dadurch dass derzeit keine Grenzkontrollen statt finden, werden potentielle Flüchtlinge von vielen Bürgern unter Generalverdacht gestellt. Mit Grenzkontrollen würde das solcherart "vergiftete", gesellschaftliche Klima entspannt werden.

Die DWN haben es auf den Punkt gebracht: "Offene Grenzen sind das Problem, nicht die Flüchtlinge."

 

Doch alle diese Maßnahmen packen keine wirklichen Ursachen an und lösen daher im Grunde genommen gar nichts! Solange es mächtige, überwiegend westliche Staaten gibt, die das heutige Weltwirtschafts-System, bei dem die meisten Staaten und Menschen gnadenlos ausgebeutet werden, fortsetzen wollen, so lange gibt es auch einen Nährboden für den Terrorismus. Ebenso schlimm wie entscheidend für den derzeitigen Terror sind die Rohstoff-Kriege im nahen und mittleren Osten:

Ob Afghanistan, Irak, Libyen oder Syrien – überall dort geht es um die Förderung oder den Transport (Pipelines) von Erdöl und Erdgas. Und überall dort gibt es "prächtige" Brutstätten für den Terrorismus.

 

Es gibt auch weitere Faktoren, durch die dem Terror der Nährboden entzogen werden kann. Das Contra-Magazin hat 7 Punkte aufgelistet. Neben einem gerechten Wirtschaftssystem besonders wichtig wäre es auch, den Drohnenkrieg zu beenden.

 

Fazit

Die Anschläge in Paris sind schrecklich, leider aber in unserer Welt etwas gängiges. Nicht nur, dass ähnliche Terror-Anschläge in Afrika und Asien regelmäßig passieren, so ist Terrorismus in Europa auch gemessen an der Zahl der Toten eine kleines Problem – und viel kleineres als früher.

Das alleinige Herausheben von Paris und Hochstilisieren ist daher bei aller Schrecklichkeit vermessen.

 

Das Versagen von Geheimdiensten und anderen Sicherheitsbehörden in Bezug auf die Verhinderung von Terror-Angriffen ist gewaltig! Das Belohnen dieses Versagens mit noch mehr Kompetenzen und Ressourcen für diese Organisationen wäre völlig daneben. Statt dessen haben diese im Rahmen von demokratischen Möglichkeiten saubere Ermittlungsarbeit zu leisten.
Das Beenden der Massenüberwachung kann diese Behörden dahin gehend unterstützen, dass sie sich dann auf die wirklichen Verbrecher und damit auf das Wesentliche konzentrieren können.

 

Lösen können wir das Terror-Problem nur dann, wenn wir ruhig bleiben und uns auf unseren demokratischen Rechtsstaat besinnen. Unter anderem gehört dazu neben klassischer, sauberer Ermittlungsarbeit auch, dass wir ganz sachlich Grenzkontrollen auf die Agenda setzen, um unsere Grenzen und die Flüchtlinge vor Vorurteilen zu schützen. Grenzkontrollen zählen allerdings zur Symptom-Bekämpfung.

Für eine echte Lösung gehören die Ursachen gelöst. Von diesen gibt es mehrere, die mit Abstand wichtigste ist allerdings, dass wir für eine gerechtes Weltwirtschaftssystem eintreten müssen.

Rohstoff-Kriege und Drohnen-Angriffe sind die entscheidenden Verbindungsglieder zwischen der Wirtschafts- und der Terror-Problematik.

 

Generell und ganz speziell hier ist es auch von absolut entscheidender Bedeutung, dass wir umfassende und ausgewogene Informationen erhalten. Einzig das Bild, das die großen, etablierten Medien zeichnen, ist dafür ungeeignet. Erst mit Alternativ-Medien ist es möglich, das "Puzzle zusammen zu setzen" und ein umfassendes Bild der Dinge zu bekommen.

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