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8. Januar 2017 7 08 /01 /Januar /2017 00:10

Viele Hardcorce-SF-Fans ermöglichen durch ihr ignorantes Konsum-Lemmintum den Abbau der DemokratieVor knapp über 2 Jahren habe ich – inspiriert von einem zwischenzeit gelöschten (aber jetzt wieder verfügbarem) Artikel bei „Tichyseinblick“ – einen Blog-Eintrag über die moralische Autorität von Jean-Luc Picard geschrieben. Das war der 1. Teil meiner Reihe „Science-Fiction & Wirklichkeit“. Der 2. Teil hat lange auf sich warten lassen, jetzt ist er aber da, gestern frisch auf „Fisch+Fleisch“ veröffentlicht.

Es geht darin um etwas, das ich als ganz negativ sehe und überhaupt nicht verstehe:
Die schizophrene Einstellung zahlreicher Hardcore-Science-Fiction Fans, die sich in eine konsumgetriebene, futuristische Scheinwelt flüchten, welche durch ihre eigene Untätigkeit oder sogar Unterstützung von immer totalitärer werdender Tendenzen in der Politik der westlichen Ländern unmöglich wird.

Natürlich flüchten sehr Hardcore-Fans von irgendwelchen Unterhaltungs-Produkten aus dem Non-Science-Fiction-Bereich ebenfalls in eine Scheinwelt.

ABER:

  • Gerade Star-Trek (Raumschiff Enterprise & Co), mit seiner so positiven, idealistischen Zukunftsvision und mit Captain Picard von der Enterprise-D/E, der es als fiktiver Charakter zu einer moralischen Instanz in der realen Welt geschafft hat
  • gerade bei Star-Wars (Krieg der Sterne), wo eine – wenn auch suboptimale – Demokratie durch eine totalitäre Diktatur ersetzt wird, aus der sich die Menschen erst wieder blutig heraus kämpfen müssen
  • und auch Babylon-5, wo die Entwicklung auf der Erde von einer halbwegs funktionierenden Demokratie über eine totalitäre Diktatur zu einer ziemlich guten Demokratie geht.

Gerade die Fans dieser Sci-Fi-Produktionen sollten in der realen Welt eine viel politischere, aktivere und konstruktivere Rolle spielen, als die meisten das tun.

Wie, was, wann genau, das habe ich eben in meinem Beitrag „Die Schizophrenie gemeiner Sci-Fi-Fans – Science-Fiction & Wirklichkeit, Teil  2“ auf FuF beschrieben.

Update 20.04.2017:

Der Artikel bei Tichyseinblick über Jean-Luc Picard ist jetzt wieder verfügbar.

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8. September 2016 4 08 /09 /September /2016 00:00

Star Trek ist am 8. September 2016 50 Jahre alt geworden

 

Heute ist es so weit: Star-Trek – oder wie es auf Deutsch heißt – das Raumschiff Enterprise feiert seinen 50. Geburtstag. Am 08. September 1966 ist die Serie in den USA gestartet. Nach einem durchwachsenen Start der Serie und ihrer Einstellung 1969 hat sie in den 1970er Jahren einen gigantischen Popularitäts-Schub bekommen – und ist eine der historisch wichtigsten Fernseh-Serien überhaupt.

 

Bis heute sind von Star-Trek neben insgesamt 7 (bald 8) Fernseh-Serien und derzeit 13 Kino-Filmen noch zahlreiche Computer- & Video-Spiele, Bücher, Internet-Medien sowie unzählige Franchise-Produkte entstanden. Die Anzahl der Fans ist auch nach aktuell 11 jähriger TV-Absenz immer noch sehr groß. Star-Trek-Conventions sind meistens sehr gut besucht.
 

Und die Wirkung des einzigartigen Phänomens Star-Trek reicht weit über die Kernfunktion als Unterhaltungs-Produkt hinaus und in fast alle Lebensbereiche hinein.

Star Trek TOS (The original series) – das „alte“ Raumschiff Enterprise

Eigentlich hätte die Serie ja schon 1964 starten sollen, damals ist auch schon ein Pilotfilme (Der Käfig – The Cage) mit überwiegend anderer Crew gedreht worden. Kapitän war damals noch der von Jeffrey Hunter dargestellte Christopher Pike. Und Spock hat noch eine eher untergeordnete Rolle gespielt.

 

Da dieses Konzept dem Sender NBC aber zu intellektuell und zu wenig actionreich war, hat Serie-Erfinder Gene Roddenberry Drehbuch und Crew überarbeitet. William Shatner hat die Rolle des Captain Kirk bekommen und gemeinsam mit Vulkanier Spock (Leonard Nimoy) und Schiffsarzt Dr. Leonard McCoy (DeForest Kelley) das Kernteam der Serie gebildet.

 

Die Serie selbst sehe ich durchaus zwiespältig.
Einerseits steht sie für Werte wie Toleranz, Offenheit für das Neue und für aufgeklärten Forschergeist.
Andererseits aber auch für 1960er- und Western-Mentalität: Hauen & Schießen VOR dem Denken und ein Captain, dem keine Frau wiederstehen kann. Dazu sind auch die Drehbücher teilweise seicht, lückenhaft und unglaubwürdig.

 

Dennoch hat die Serie großen Charme und Anziehungskraft:
Die Mischung auf der Sehnsucht nach dem Weltraum und einer positiven Zukunft, gepaart mit moralischen Werten und Action aber auch trashigen Elementen ist einfach faszinierend – wie Mr. Spock sagen würde.

Star Trek TNG (The Next Generation) – das „neue“ Raumschiff Enterprise

Obwohl zwischen der Original-Enterprise NCC-1701 und der NCC-1701-D 3 weitere Schiffe mit dem Namen Enterprise und runde 80 Jahre liegen, so ist die Next-Generation die 2. Real-Serie im Star-Trek-Universum.

 

Die Next-Generation von 1987 ist in vielen Belangen anders als die Original-Serie. Und – in meinen Augen – in fast allen Belangen besser.


Das fängt schon beim Captain an: Während Vorgänger Kirk ein Haudrauf und Frauenheld ist, so ist Nachfolger Picard ein reifer Intellektueller – und darüber hinaus für nicht wenige Menschen eine moralische Instanz.


Generell ist das neue Raumschiff Enterprise handwerklich sehr gut gemacht, spannend, actionreich und moralisch anspruchsvoll.

 

Diese großartige Mischung hat neue Maßstäbe gesetzt, einen Phantastik-Boom Anfang bis Mitte der 1990er-Jahre ausgelöst und zählt für mich bis heute zu den 3 besten Science-Fiction-Serien aller Zeiten.

Star Trek DS9 (Deep Space Nine) – dunkel, stationär und spannend

Noch bevor die Next-Generation 1994 vom Fernsehen ins Kino gewechselt war, ist ab 1993 mit DS9 der Nachfolger gestartet. Dieser hat das extrem hohe Niveau von Picard und Co gehalten, aber dennoch vieles anders gemacht:


Erstmals hat Star-Trek nicht auf einem Raumschiff, sondern auf einer Raumstation gespielt, der Kommandant Sisko war ein allein erziehender Vater, es hat zum 1. Mal einen großen Krieg gegeben, generell war die Serie atmosphärisch dunkel.


Besonders herausragend an Trek-Serie Nummer-3 waren die vielen und toll ausgearbeiteten Neben-Charaktere und vor allem die langen, großen, zusammen hängenden Handlungsbögen.

Darum gehört sie für mich gemeinsam mit TNG und Babylon-5 auch zu den 3 besten Science-Fiction-Serien aller Zeiten.

Star Trek VOY (Voyager) – weit weg von zuhause

Durch die Erfolge besonders der Next-Generation, aber auch von Deep-Space-Nine, hat sich das Studio Paramount entschlossen, 1995 eine 2. Star-Trek-Serie im Fernsehen zu starten. Um sich mit den beiden anderen, zeitgleich laufenden Serien-Universen nicht „über Kreuz zu kommen“, hat man die Voyager ans andere Ende unserer Galaxie, in den 75 Jahre entfernten Delta-Quadranten verfrachtet.

 

Voyager ist definitiv eine gute Science-Fiction-Serie, die atmosphärisch viel heller als Deep-Space-Nine und in etlicher Hinsicht der Next-Generation ähnlich ist. Abgesehen von gewissen Abnutzungserscheinungen – es werden Geschichten wieder erzählt, die wir aus Star-Trek bereits kennen – so ist sie auch deutlich liebloser gemacht als TNG & DS9.

 

Voyager hat sowohl den Höhepunkt des Star-Trek-Booms 1996 mit eingeleitet, aber auch den Abschwung um das Jahr 2000 herum. Dennoch möchte ich und möchten viele weitere Fans die 4. Trek-Serie nicht missen.

Star Trek ENT (Enterprise) – die Vorhut als Nachhut

Nachdem der Erfolg von Star-Trek in der Voyager-Ära deutlich nachgelassen hat, haben sich die Serien-Macher 2001 zu einem kompletten Neustart entschlossen. Die 5. Real-Serie „Enterprise“ spielt dann auch nicht mehr wie TNG, DS9 & VOY im 24. Jahrhundert, sondern im 22. Jahrhundert, rund 100 Jahre vor der Original-Enterprise.

 

Die Serie selbst erreicht ähnlich wie Voyager ein gutes Niveau und ist insgesamt handwerklich gut und spannend. Dennoch kommt auch sie nicht an die besten heran und die Qualität ist stark schwankend. Highlight der Serie ist aus meiner Sicht die Staffel Nr. 3, die sich 1 ganzes Jahr lang mit dem gut ausgearbeiteten Xindi-Handlungsbogen beschäftigt.


Kritik hat sich Enterprise unter anderem nach einer – durch 9/11 geprägten – gewalttätigeren und teilweise unethischen Vorgangsweise der Protagonisten verdient.

 

Dennoch ist es spannend so sehen, was VOR der Gründung der „Vereinten Förderation der Planeten“ in Star-Trek passiert ist.

Fazit zu Star-Trek im Fernsehen

Nicht verschweigen möchte ich auch, dass es zusätzlich zu den hier genannten 5 Real-Serien in den 1970er-Jahren auch eine kurzlebige Zeichentrick-Serie gegeben hat, Star-Trek TAS (The animated series).

 

Nach dem echten Start 1966 hat Star-Trek etwas geschafft, das – abgesehen von Sherlock Holmes und James Bond – wohl kein anderes Unterhaltungs-Produkt geschafft hat: Über 50 Jahre hindurch populär zu bleiben und seine Geschichte sowohl im Kino, als auch (wieder ab 2017) im Fernsehen erfolgreich fortzusetzen.
Und das 100% verdient!

 

Star-Trek ist spannend, faszinierend und gleichzeitig moralisch und intellektuell anspruchsvoll. Daher schon einmal – bevor ich mich in Teil 2 meiner Jubiläums-Serie den Filmen widme – alles Gute für die Zukunft, vielleicht sogar für weitere 50 Jahre!

 

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16. Juli 2016 6 16 /07 /Juli /2016 23:45

Die große Wirkung von Star TrekVor gut 1 Monat angekündigt und jetzt zum 1. Mal in die Tat umgesetzt: Im 2. Halbjahr 2016 gibt es von mir anlässlich der 50-Jahr-Jubiläums von Star-Trek zahlreiche Artikel dazu in meinem Blog.
Und der heutige Start der Original-Serie (Raumschiff Enterprise) auf Tele5 ist die perfekte Gelegenheit, um damit zu beginnen.

 

Den Auftakt dieser Serie macht ein Blog-Eintrag zur unfassbar großen Wirkungs-Sphäre von Star-Trek.
Denn kaum ein anderes Unterhaltungsprodukt hat so lange, so viele und so umfassende Auswirkungen auf die Welt, wie eben dieses von Gene Roddenberry geschaffene Science-Fiction-Universum:
Von Religion über Grundlagenwissenschaft, Weltraumfahrt, Alltagselektronik bis hin natürlich zur Populär-Kultur und darüber hinaus.

Die Kernfunktion(en)

Das „einzigarteige Phänomen Star-Trek“, wie es Captain-Picard-Darsteller Patrick Stewart einmal formuliert hat, fängt schon bei seiner Kernfunktion als Produkt an:

  • Bisher 7, ab 2017 8 Real-Serien

  • 1 Zeichentrick-Serie

  • Bisher 13 Kino-Filme

  • Ein ebenfalls großes Sub-Universum von Fan-Fiction

  • Unzählige Romane, Computerspiele, Dritt-Literatur & Dokumentationen ÜBER Star-Trek.

Und das alles über in einem Zeitraum von 50 Jahren geschaffen – wo fast alle Unterhaltungs-Produkte schon längst wieder in Vergessenheit geraten sind.
Und Star-Trek „zieht“ auch heute noch: Seit 2011 spielt der deutsche Fernsehender Tele5 Wiederholungen von Star-Trek-Serien in der Dauer-Schleife – und ist damit offensichtlich erfolgreich. Dazu gibt es gerade im Sommer 2016 mit „Beyond“ auch einen Kinofilm und 2017 eine neue Fernseh-Serie.

 

Hinzu kommen noch zahlreiche Parodien, Hommagen und Zitate von und an Star-Trek – sogar nach Jahrzehnten noch an die Original-Serie. In Deutschland besonders natürlich (T)Raumschiff-Surprise, sowohl als Kinofilm und zuvor schon in der TV-Comedy-Reihe Bullyparade.

 

Als „Unterhaltungs-Produkt“, das schon seit den 1960er Jahren die Massen fasziniert hat Gene Roddenberry etwas geschaffen, das wohl nur mehr mit der James-Bond-Reihe vergleichbar ist und nur von Sherlock-Holmes-Adaptionen übertroffen wird.
Alleine das macht Star-Trek schon einzigartig. Doch das ist nur 1 Teil von vielen, der das Gesamt-Phänomen ausmacht.

Wissenschaft & Alltagsprodukte

Schon 2 Generationen von Wissenschaftern sind durch Star-Trek und die damit verbundene Erforschung des Weltalls und der verwendeten, fortschrittlichen Technologien inspiriert worden.

 

Und über naturwissenschaftliche wie andere Aspekte dieses fiktiven Universums sind auch schon unzählige Diplom-Arbeiten und weitere, fundierte Abhandlungen verfasst worden.

 

Während es der Warp-Antrieb noch nicht weiter als zum Theorie-Stadium gebracht hat, so scheint die Menschheit bei impulsartigen Antrieben schon ziemlich weit zu sein.

 

Und Beamen wird zwar wohl nie so möglich werden, wie in Star-Trek, jedoch gibt es interessante Quantenphänomene, durch die eine Informationsübertragung mittels Quantenteilchen auch über extreme Entfernungen grundsätzlich möglich ist, wie vor allem der österreichische Physiker Anton Zeilinger gezeigt hat.

 

Und drahtlose Kommunikatoren ist in Form von Mobil-Telefonen ebenso schon Realität, wie Tablet-Computer oder MP3-Player. Und Computer ermöglichen Multimedia-Bearbeitung, Sprachinterfaces, ja sogar künstliche Intelligenz und noch mehr.

 

Während ein Holodeck auf unabsehbare Zeit hinaus noch Fiktion bleiben wird, so gewinnen holgraphische Anwendungen immer mehr Bedeutung in unserem Leben: Bei Echtheitszertikaten (v.a. auf Geldscheinen), bei Mess- und Abbildungs-Technik, sowie in Form holographischer Speicher.

 

Und die virtuelle Realität mittels Datenbrillen und Sensoren-Körperanzung beginnt nach einem „Strohfeuer“ in den 1990er Jahren seit Kurzem große Bedeutung zu gewinnen (u.a. durch Produkte von Facebook, Google, Microsoft & Samsung).

Religion & Moral

Während Religion in der Original-Serie „Raumschiff Enterprise“ nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt hat, so nimmt sie in den Nachfolge-Serien einen beachtlich großen Stellenwert ein. Besonders bei „Next Generation“ mit Q und „Deep Space Nine“ mit den Propheten (der Bajoraner) spielt sie eine wichtige Rolle.
Und es gibt auch zumindest 1 Diplom-Arbeit, die sich dem Thema Religion und Star-Trek widmet.

 

Star-Trek schafft sogar etwas, was nahezu unmöglich ist: Dass mit Next-Generation-Captain Jean-Luc Picard ein fiktiver Charakter für nicht wenige Menschen eine moralische Instanz darstellt.

Auch die Werte der Serien, vor allem Respekt und Toleranz gegenüber allen Lebenwesen, haben unzählige Menschen inspiriert und stellen für sie eine moralische Leitlinie dar. Und nicht zu vergessen natürlich die oberste Direktive, die eine Einmischung in weniger entwickelte Gesellschaften durch die Föderation striktest verbietet.

 

Allerdings stellt für etliche Hardcore-Fans Star-Trek so etwas wie eine Ersatz-Religion bzw. eine Parallel-Welt dar, in die sie sich vor der Realität flüchten können.

Schattenseiten & Kritik

Und damit sind bei den Kritik-Punkten am Phänomen Star-Trek.

 

So tolle Unterhaltung und so hoch stehende intellektuelle und moralische Inputs dieses fiktionale Universum auch liefert – es ist eben nur Fiktion. Doch für manche war es das eben nicht, sie haben eine Art Ersatz-Religion daraus gemacht.
Vor allem in den 1990er Jahren zahlreiche Menschen gegeben, die lieber ein Schein-Leben im Star-Trek-Universum gelebt haben, oft auf Conventions gegangen sind, ja sogar in Uniformen und mit Parallel-Identitäten versehen Geschichten in Gruppen nachgespielt haben.

 

Dann gibt es – besonders stark ausgeprägt in der Urserie und der Next-Generation – die ebenso idealistische wie naive Weltsicht, dass die Menschen der Zukunft völlig reif sind, ihre menschlichen Schwächen überwunden haben, ja es auch keine Armut, kein Geld und keine Habgier mehr gibt.
WIE dieses formal großartige Ziel dann aber in die Praxis umgesetzt ist und z.B. die Wirtschaft der Zukunft funktioniert, das bleibt völlig im Dunkeln.
Fairerweise muss ich aber auch dazu sagen, dass vor allem in Deep Space Nine und Enterprise dieser Idealismus dann faktisch zu Gunsten von mehr Realismus wieder etwas korrigiert wird.

 

Und dann spiegelt sich in Star-Trek – in allen Serien & Filmen, besonders aber in der Urserie – auch eine extreme Technik-Gläubigkeit nieder.
Während Dinge wie kosmische Strahlung und das Fehlen des Erd-Magnetfelds im Weltall, sogar auch Mobifunk-Strahlung von Kommunikatoren, aus meiner Sicht zwar Probleme, aber lösbar sind, so sieht das bei der von den Raumschiffen und Raumstationen verwendeten Nuklear-Energie (Anti-Materie & Kern-Fusion) sehr anders aus.
Die bisherigen Erfahrungen der Menschheit lassen zumindest große Zweifel aufkommen, ob diese Energieform jemals sicher und nachhaltig wird.
In Star-Trek spiegelt sich hier dagegen voll der nuklerale Enthusiasmus der 1950er & 1960er Jahre wider.

Fazit

Das mit der Star-Trek-Urserie „Raumschiff-Enterprise“ gestartete Phänomen ist auch 50 Jahre später nicht nur einzigartig, sondern nach wie vor großartig.

 

Natürlich gibt es – wie fast immer und überall – ein paar Schattenseiten.
Dennoch vereint Star-Trek so viele und positive Dinge:
Vom tollen Unterhaltungs-Produkt über eine positive Philosophie, hohe Ethik-Standards bis hin zur Faszination des Weltraums und futuristisches Technik.

 

Daher ist es nur logisch, dass sein Wirkungsphäre so gewaltig ist.

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8. Juni 2016 3 08 /06 /Juni /2016 16:30

Star Trek feiert 2016 50-Jahr-Jubiläum2016 ist das Jahr, in dem Raumschiff-Enterprise und damit das gesamte Star-Trek-Universum das ultimative Jubiläum feiert: Die wahrscheinlich prägendste Science-Fiction-Serie aller Zeiten wird 50 Jahre alt. Bis zum Geburtstag dauert es noch genau 3 Monate.

 

Und nicht genug mit dem 50-Jahr-Jubiläum:

Mit dem 3 Film der aktuellen, von J.J. Abrams eingeführten Zeitlinie und nächsten Jahr einer neuen Fernseh-Serie auf CBS tut sich im Trek-Universum heuer richtig viel.

Dennoch habe ich 2016 noch keinen einzigen Blog-Eintrag dazu verfasst.

 

Es ist aber relativ einfach:

Das 1. Halbjahr 2016 habe ich mich bei Unterhaltungs-Themen auf das „Life-on-Mars“ bzw. „Ashes-to-Ashes“ Serien-Universum konzentriert.

Im 2. Halbjahr wird es jedoch von mir 3-4 Einträge über Star-Trek geben:

  1. Am 8. September gibt es anlässlich von 50 Jahren Star-Trek natürlich eine umfassende Würdigung sowohl der Original-Serie rund um Kirk & Spock, als auch von Star-Trek insgesamt.

  2. Knapp 2 Wochen darauf, am 20. September feiert dann die Trek-Serie Nr. 5, Enterprise, ihr 15 jähriges Bestehen.

  3. Dann gilt es noch die höchst unterschiedlichen politischen Aspekte von Star-Trek zu beleuchten.

  4. Und vielleicht mache ich noch einen weiteren Artikel, z.B. über die 2017 kommende Serie.

Also, Science-Fiction-Freunde und ganz besonders alle Trekkies/Trekker können sich schon auf einiges Neue in meinem Blog freuen!

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16. Januar 2015 5 16 /01 /Januar /2015 00:05

Voyager-20-Jahre-png.pngWürdigungen für wichtige Science-Fiction-Serien haben bei mir schon Tradition.

Nach den beiden Star Trek Serien "Next Generation" (TNG) und "Deep Space Nine" (DS9), sowie "Babylon 5" und dessen Ableger "Crusade" so feiert nun Voyager (VOY) ein großes Jubiläum, das ich natürlich ebenfalls begehe:

Vor genau 20 Jahren am 16. Jänner 1995 ist sie in den USA zum 1. Mal auf den Fernsehschirmen geflogen.

 

Anders als bei "Deep Space Nine" oder "Babylon 5" war ich damals richtig scharf darauf, mehr Star Trek zu sehen und den viel erwarteten Nachfolger des neuen Raumschiffs Enterprise, das ab 1994 nur mehr im Kino geflogen ist, kennen zu lernen.

Voyager gehört sicher nicht zu den allerbesten aber sie gehört sicher zu den wirklich guten Science-Fiction-Serien. Sie hat den Höhepunkt von Star Trek 1996 mit eingeleitet hat, allerdings auch den starken Abschwung ab der Jahrtausendwende.

 

Voyager spielt im selben Universum und zur selben Zeit wie TNG & DS9. Allerdings nicht am selben Ort, das Schiff wird ebenso wie ein Raumjäger des Maquis von einem sehr mächtigen Wesen, dem Fürsorger, in den Delta-Quadranten gebracht. Dort ist die Voyager auf sich alleine gestellt und selbst bei Höchstgeschwindigkeit rund 75 Jahre von der Heimat entfernt.

 

Dieses Szenario, wo die Serie abseits der Heimat und weitgehend ohne den Rest der Föderation spielt, unterscheidet Voyager von allen anderen Star Trek Serien.

Und der Umgang mit dieser neuen, schwierigen Situation, wo Selbstverständlichkeiten nicht mehr gegeben sind und man in der Fremde ums Überleben kämpfen muss, machen besonders die 1. Staffel für mich sehr interessant.

 

Trotz des eigenständigen Szenarios ist sie eine richtige Star Trek Serie, die nicht nur Spannung, Spaß und Action bietet, sondern die auch hohen Wert auf Toleranz und moralische Integrität legt.

 

Die Voyager ist auch wieder viel heller als Deep Space Nine, erinnert optisch an die Enterprise-D.

Die Charakter-Zusammensetzung ist – unabhängig von der Frage, ob man diese politisch höchst korrekt gestalten hätte müssen – sehr gelungen.

Janeway, der erste weibliche Star Trek Captain, der indianische Ex-Maquis-Aufständische und 1. Offizier Chakotay, der vulkanische Sicherheitschef Tuvok, die halb-klingonische Ex-Maquis-Chef-Ingenieurin Torres, der holografische Doktor, später auch die Ex-Borg "Seven of Nine" und all die anderen ergeben eine Mischung, die für viele Spannung, Humor und Abwechslung sorgt.

 

Damit kommen wir aber auch zu mehreren Kritikpunkten:

  • Der Charakter von Captain Janeway hat sehr große Diskrepanzen, ganz besonders bezüglich ihrer eigener Werte. Bei vielen Gelegenheiten stilisiert sie die Werte und Ideale der Föderation in den Himmel hoch und fordert von der Crew vehement deren Einhaltung. Gleichzeitig ist es sie selbst, die Entscheidungen trifft, welche moralisch fragwürdig sind (z.B. die Wieder-Aufspaltung von Tuvix, dem Hybrid-Wesen aus Tuvok und Neelix) oder sogar dem Föderationsrecht widersprechen (wie ihre persönliche Jagd auf die USS Equinox).
  • Im Gegensatz zu ihren 2 Vorgängern steigt die Qualität nicht ab der 3. Staffel, sondern sie fällt in der 2. Staffel stark ab und ist danach zwar wieder erheblich besser, aber schwankend.
  • Der Charakter des stellvertretenden Chefingenieurs Joe Carey, der in der 1. Staffel immer in spannenden Episoden mitwirkt, wird später nahezu irrelevant. Das missfällt mir, da dadurch Spannungspotential verschenkt worden ist und sich sogar einige absurde Situationen ergeben (z.B. vertritt "Seven of Nine" Torres als Chefingenieurin, obwohl Carey auf dem Schiff wäre).
  • Im Gegensatz zu TNG & DS9 gibt es eine starke Diskrepanz zwischen dem Anfang und dem Ende der Serie, welche sie inhomogen macht. Während der Fürsorger & seine Gefährtin den Anfang von Voyager prägen, so spielen am Ende der Serie die Borg die entscheidende Rolle. Die Borg sind in der 3. Staffel aus Quotengründen in die Serie eingeführt worden.
    Auch das macht Voyager etwas "unrund".
    seven-of-nine-vector-Kopie-1.jpg

Der durch den Borg-Handlungsbogen eingeführte Charakter "Seven of Nine" hat allerdings wesentlich mehr zu bieten, als eine große und gut sichtbar zur Schau gestellte Oberweite. Sie ist einer der am besten ausgearbeiteten Charaktere des gesamten Star Trek Universums. Die "Mensch-Werdung" dieser Borg kann sich sogar mit dem "Nach-Menschlichkeit-Streben" Datas leicht messen.

 

Fazit:

Voyager ist eine wirklich gute Science-Fiction-Serie, die mir sowohl bei ihrem Erscheinen, als auch jetzt noch gut gefällt. Trotz nennenswerter Schwächen möchte ich sie nicht missen und sehe sie auch heute noch als bereichernd. Wenn sie sich nicht an ihren 2 herausragenden Vorgängern "Next Generation" und "Deep Space Nine" messen lassen müsste, dann wäre sie sogar ein bemerkenswertes Stück Fernsehen.

In diesem Sinne noch einmal herzliche Gratulation zum Jubiläum!

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2. Januar 2015 5 02 /01 /Januar /2015 00:30

jl-picard-vector.jpgVor rund 20 Jahren habe ich mit einem Schulkollegen über das neue Raumschiff Enterprise (Star Trek: The next generation) gesprochen. Wir haben diese Science-Fiction-Serie schon zu dieser Zeit sehr gemocht.

Er hat damals etwas auf den Punkt gebracht, das auch ich unbewusst so gesehen, aber nicht formalisiert habe: Dass für ihn Captain Picard eine moralische Autorität ist.

 

Wenn jetzt jemand sagt, dass es sich absurd anhört, einen fiktiven Charakter aus einer Fernsehserie als eine solche zu bezeichnen, dann kann ich das grundsätzlich voll verstehen.

Doch wer sich mit Picard genauer beschäftigt, der wird diese Ansicht wahrscheinlich revidieren.

 

Jean-Luc Picard ist ein hoch intelligenter, vor allem aber moralisch in höchstem Maße integerer und reflektierter Humanist. Gleichzeitig ist er aber auch ein nötigenfalls entschlossener und harter Offizier.

Und: Er hat trotz allem auch einige Schwächen, die ihn nicht zum Übermenschen entwachsen lassen, sondern zum großartigen Menschen machen.

 

Und dieser Umstand ist nicht nur mir und meinem damaligem Schulkollegen aufgefallen, erst vor wenigen Tagen, Ende 2014 habe ich eine Hommage an die moralische Autorität Picard entdeckt, wo sein positiv leitender Einfluss auf Menschen, besonders auf heranwachsende, gewürdigt wird.

Dort wird der Schwerpunkt auf die wahrscheinlich beste Episode gelegt, wo seine Moral als Leitstern über allem thront: "Das Standgericht".

Dabei tritt Picard ebenso entschlossen wie überzeugend gegen eine "Hexenverfolgung" und für Bürgerrechte und Meinungsfreiheit ein.

 

Die Gefahr, auf die der Blog-Eintrag anspielt, hängt im konkreten Falle wohl mit Pegida zusammen. Mit Pegida werde ich mich in Kürze ebenfalls genauer auseinandersetzten – selbstverständlich nicht platt, sondern differenziert – es gibt wie überall auch bei Pegida Licht und Schatten.

 

Klar ist aber, dass der Versuch, die Welt in ein primitives Gut-und-Böse-Schema zu unterteilen, generell Schwarz-Weiß-Bilder zu zeichnen, völlig an der Realität vorbei geht – jedoch die Menschen tief spaltet.

Und, dass gegenüber allen Kräften, die Schwarz-Weiß-Bilder zeichnen und vorgeben, die Seite des Guten zu repräsentierten, aller höchste Vorsicht geboten ist.

 

Paradebeispiel dafür ist das an die Wand Malen eines diktatorischen Feinbildes und die Selbstdarstellung als große Demokraten und Befreier, wie das der westliche Block gegenüber dem Irak, Libyen, Syrien gemacht hat und jetzt gegenüber Russland macht.

 

Und zahlreiche Science-Fiction-Fans sollten endlich einmal aus ihrer passiven Konsum-Rolle heraus gehen und sich auch in der realen Welt konstruktiv-kritisch engagieren – zumindest aber die Informationen aus den Medien kritisch hinterfragen.

 

Zitat Picard:

"Schurken, die ihre Schnurrbärte zwirbeln sind leicht zu erkennen, aber diejenigen, die sich in gute Taten kleiden, sind hervorragend getarnt. Wachsamkeit Mr. Worf, das ist der Preis den wir kontinuierlich für unsere Freiheit zahlen müssen."

 

Ja, die Weisheit, die moralische Integrität und die intelligente Toleranz, über die ein Jean-Luc Picard verfügt, ist in unserer, im Umbruch befindlichen Welt wirklich höchst nötig.

 

P.S.:

Wer Picards Moral in Aktion erleben möchte, dem empfehle ich die besonders folgenden Episoden von "Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert":

Update 28.03.2017

Die Serie läuft im deutschsprachigen Fernsehen nach wie vor auf Tele5.
Ob und, wenn ja, wo sie aktuell immer läuft, das seht ihr auf fernsehserien.de.

 

Und der Link zum Blog-Artikel von Sofia Taxidis bei Roland Tichy war zwischenzeitlich gelöscht, ist aber seit 23.01.2017 wieder online gestellt. Den Link habe ich bei mir nach gezogen (siehe oben).

 

Und beim Themenabend #InsideStarTrek von Tele5 am 26. März 2017 zu moralisch kontrovseren Epsioden von Star-Trek-Serien hat dieser Artikel natürlich ebenfalls perfekt dazu gepasst.
Zusätzlich gibt es für Interessierte noch viele Tweets von mir mit spannenden Gedanken zu diesem Themenabend zu entdecken.

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28. Oktober 2013 1 28 /10 /Oktober /2013 23:55

http://www.wireless-earth.de/private/Models/images/StarTrek_NCC1701D_Enterprise.jpgGenau 1 Jahr und 1 Monat ist es her, dass Star Trek – The next generation“ (kurz TNG) in den USA zum 1. Mal aus Sendung gegangen ist. Deswegen habe ich letztes Jahr in meiner Hommage anlässlich 25 Jahre "Star Trek - The next Generation" die Idee von Fernsehfilmen ins Spiel gebracht, welche ich jetzt konkretisieren möchte.

8 Jahre nach Auslaufen der letzten Star Trek Fernsehserie wäre es höchste Zeit für ein Comeback auf dem Fernsehschirm.

 

Im Laufe der letzten Jahre hat es etliche Ideen und Initiativen für eine neue Star Trek Serie gegeben, auch und gerade von ehemaligen Darstellern wie Jonathan Frakes (Commander Riker) oder Tim Russ (Lieutenant Commander Tuvok).

Alle diese Konzepte sehen neue und durchaus interessante Serien knapp nach der TNG-DS9-VOY Star-Trek-Haupt-Zeitlinie vor.

 

http://www.wireless-earth.de/private/Models/images/StarTrek_Deep_Space_9.jpgIch halte jedoch wenig davon, in absehbarer Zeit überhaupt noch eine reguläre Fernsehserie mit rund 2 Dutzend Folgen pro Jahr zu machen.

Es war schon bei allen bisherigen Star Trek Serien so, dass es zahlreiche schwache Episoden gegeben hat, weil einfach zu wenige gute Ideen vorhanden waren, um jedes Jahr 25 hochwertige Episoden zu machen.

 

Um den "Mythos Star Trek" zu wahren und um etwas Besonderes zu machen, bietet es sich an, jedes Jahr 2-3 zweiteilige Fernsehfilme zu machen. Die Filme spielen allesamt Ende des 24. Jahrhundert. Nachdem die Voyager 2378 zurück gekehrt ist und seitdem 12 Jahre vergangen sind, so hätten wir heute das Jahr 2390.

Ein passender Titel wäre "Star Trek: The New Explorations".

 

http://www.wireless-earth.de/private/Models/images/StarTrek_NCC74656_Voyager.jpgDie Möglichkeiten dieses Konzepts sind gigantisch:

Vom Makro-Umfeld her war der erst vor rund 15 Jahren beendete Krieg gegen das Dominion die größte Bedrohung und Belastung für den gesamten Alpha-Quadranten. Besonders die Förderation ist trotz des Sieges schwer in Mitleidenschaft gezogen. Man könnte sich vorstellen, dass die Verluste an Menschenleben und an materiellen Ressourcen, vor allem aber die existentielle Bedrohung des interplanetaren Staatenbundes zu einem Umdenken geführt hat, dass die Föderation militärischer agiert, um so etwas zukünftig zu verhindern.

Denn das Dominion könnte ebenso wie die Borg auch zukünftig eine massive Bedrohung darstellen.

 

Auch wie sich die Klingonen unter Martok und Worf, die Romulaner nach der Allianz mit Klingonen UND Föderation sowie die Ferengis nach der Abkehr vom alten Kapitalismus entwickelt haben, wäre sehr spannend zu sehen. Von den nach der totalen Niederlage im Dominion Krieg am Boden liegenden Cardassianer (mit einem möglichen Anführer Garak) noch gar nicht zu sprechen.

 

http://www.wireless-earth.de/private/Models/images/StarTrek_NX01_Enterprise.jpgGenerell stehen dem "New Explorations" Konzept prinzipiell alle Charaktere aus TNG, DS9 und Voyager zur Verfügung. Ich würde hier allerdings nicht nur in Nostalgie schwelgen, sondern in jedem Fernsehfilm mindestens 2 ehemalige Hauptcharaktere dieser Serien mit alten Nebencharakteren und mit komplett neuen Figuren kombinieren.

Sogar die Rückkehr der Enterprise-Charaktere rund um Captain Archer wäre im Rahmen einer Flashback-Episode möglich.

 

Das neue Film-Franchise hat sich heuer mit "Star Trek Into Darkness" endgültig etabliert. In den späten 1980er und frühen 1990er Jahren hat es ja auch schon sehr gut funktioniert, dass in Kino und TV 2 unterschiedliche Star Trek Generationen nebeneinander koexistieren.

Intelligente Unterhaltung in fiktiven Weltraum-Szenarien geht nicht nur vielen Star Trek Fans sondern auch vielen Fernsehzuschauern sehr ab.

Was also außer der nicht nachvollziehbaren Starrköpfigkeit der Paramount-Verantwortlichen spricht gegen eine neues Star Trek Projekt im Fernsehen?

 

P.S.: Besten Dank an Jörg Roth für die hier verwendeten Bilder seiner Modelle.

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3. Januar 2013 4 03 /01 /Januar /2013 23:20

Gut 3 Monate nach 25-Jahren Next Generation gibt es jetzt gleich das nächste Star-Trek-Jubiläum zu feiern: Deep Space Nine ist am 03.01.1993, also genau vor 20 Jahren, zum 1. Mal auf Sendung gegangen.

DS9, wie die Sendung kurz genannt wird, ist die 3., richtige Serie im Star-Trek Universum - und die mit Sicherheit dunkelste. Und: Sie war für mich die letzte „richtige“ Star-Trek Serie.

 

Ich kann mich noch recht gut an meine ersten Gedanken erinnern, wie ich sie zum 1. Mal gesehen habe: Das neue Raumschiff Enterprise ist ja damals noch gelaufen und genau beim Cliffhanger „Angriff der Borg 1“ hat das Warten auf Staffel 7 begonnen. Deep Space Nine war für mich damals nicht mehr als ein Lückenfüller und Zeitvertreib.

 

DS9 hat mehrere, grundlegende Änderungen gebracht:

Raumstation statt Raumschiff, Schwarzer Kommandant, düstere, pessimistischere Atmosphäre und eine große Anzahl, perfekt ausgearbeiteter Nebencharaktere.

Ähnlich wie bei der Next Generation hat auch Deep Space Nine bis zur 3. Staffel gebraucht, bis sich die Serie „gefunden hat“.

Ab dann ist es aber richtig los gegangen: Der Konflikt und später sogar Krieg mit dem „Dominion“, den Formwandlern aus dem Gamma-Quadranten, war der rote Faden der Staffeln 3-7.

 

Sowohl Haupt- als auch Nebencharaktere waren eigentlich alle top: Ob der Kommandant Sisko, Ex-Terroristin Kira, Formwandler Odo, Ferengi-Barmann Quark oder die Parade-Cardassianer Gul Dukat und Garak. Es gibt nur wenige Fernsehserien, wo Schauspieler die Chance bekommen, so vielschichtige Charaktere auch wirklich sehr hohem schauspielerischem Niveau spielen zu können.

DS9 hat zahlreiche, wichtige Neuerungen gegenüber den Vorgänger-Serien gebracht: Die dunklere, realistischere Atmosphäre, das pessimistischere und damit menschlichere Menschenbild und nicht zu vergessen die faktische Rückkehr des Geldes ins Star Trek Universum waren neue Aspekte, die es auf einer Enterprise so nie gegeben hat. Und genau diese neue, dunklere Atmosphäre hat wir richtig gut gefallen.

 

Einiges davon, vor allem der große Krieg, hängen meiner Überzeugung auch mit der Konkurrenzserie „Babylon 5“ zusammen. Diese war ebenso eine hochwertige SF-Serie auf einer Raumstation wie Deep Space Nine - und noch einmal dunkler.

 

Man muss aber auch sagen, dass in DS9 bereits erhebliche Abnützungserscheinungen im Star Trek Universum zu Tage getreten sind: Ob häufige und häufig wechselnde Liebschaften der Hauptdarsteller, ob absurde Handlungsstränge über bestimmte Charaktere (allen voran über Worfs Bruder Kurn) oder einfach nur das wiederholte Erzählen von Geschichten, die schon vorher in Star Trek erzählt worden sind.

So hat es damals schon klare Anzeichen gegeben, dass sich der Star-Trek-Boom der 1990er Jahre in absehbarer Zeit seinem Ende zuneigt. Mit „Voyager“ und „Enterprise“ bin ich dann auch nicht mehr richtig „warm geworden“. Das Star-Trek-Thema war da schon zu stark „ausgelutscht“.

 

DS9 ist auch ein bisschen das „Stiefkind“ bei der Fernseh-Ausstrahlung: Nach rund 10 Jahren Pause ist sie erst 2012 wieder im deutschsprachigen, freien Fernsehen ausgestrahlt worden. Da habe ich mir die Serie aber wieder mit großer Freude angesehen!

 

Alles in allem ist Deep Space Nine eine großartige Serie - und nicht nur im Science-Fiction-Bereich. Der Anspruch, der Realitätssinn, der Humor und besonders die Liebe zum Detail schaffen es auch heute, 20 Jahre nach ihrer Premiere noch zu fesseln.

 

Und gerade Deep Space Nine trifft die Realität der Gegenwart sehr gut:
Die Gefahren, die es heute gibt, sind vielfältig und groß. Die Bedrohungen im ökologischen und sozialen Bereich, vor allem aber der schleichende aber leider sehr konsequente Abbau der Demokratie können sich zu einer ähnlichen Katastrophe auswachsen, wie der Dominion Krieg - der größte Krieg im Star-Trek-Universum.

Jeder muss sich politisch und gesellschaftlich engagieren. Jeder braucht den selben Kampfgeist und Durchaltewillen wie die DS9-Charaktere, damit auch wir uns eine lebenswerte Welt, mit funktionierender Demokratie und intakter Umwelt schaffen können.

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28. September 2012 5 28 /09 /September /2012 00:00

Am 28. September 1987 ist die 1. Folge von „Star Trek – The next generation“ (TNG), im deutschsprachigen Raum „Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert“ genannt, zum 1. Mal in den USA auf Sendung gegangen. Rund 21 Jahre nach dem ursprünglichen Raumschiff Enterprise haben deren Nachfolger das Kommando im Star-Trek-Universum übernommen.
Und dieses Ereignis ist jetzt bereits fast unglaubliche 25 Jahre her.
 

Ich muss gestehen, dass ich ein Science-Fiction Fan bin. Besonders das Star-Trek Universum finde ich sehr spannend. Die ersten Folgen vom neuen Raumschiff Enterprise habe ich ungefähr 1990 im Sommerurlaub bei meiner Tante gesehen. Damals haben meine Eltern noch kein Satelliten-Fernsehen gehabt. Richtig losgegangen ist es mit der Serie für mich dann 1994.

 

Die „Next Generation“ ist für mich die beste aller Star-Trek Serien. Und sie war es auch, die das popkulturelle Phänomen „Star-Trek“ in den 1990er Jahren zum Höhepunkt des Erfolges geführt und ihm den Weg ins 21. Jahrhundert geebnet hat.

 

Auf der faszinierenden Bühne des Weltraums zeigt Star-Trek Charaktere, die spannende Abenteuer mit einer Prise Humor erleben und dabei für Frieden und Fortschritt eintreten.

Die Next Generation steht darüber hinaus aber auch für hohen Anspruch:

Den Anspruch, dass gesellschaftliche, wissenschaftliche und politische Fragen immer nach besten Kräften unter höchsten moralischen Überlegungen behandelt werden.

 

Ganz besonders Captain Picard steht für diesen Weg. Ein Schulkollege hat mir in den 1990er Jahren gesagt, dass Picard für ihn wie eine moralische Autorität ist.

Neben dem Captain sticht Data aus dem Ensemble heraus. Der Androide, der gerne menschlich sein möchte, ist großer Sympathieträger und genialer Wunderwuzzi.

Auch Commander Riker hat mit seiner recht lockeren Art viele gute Momente.

Mit Deanna Troi, Dr. Crusher, Geordi LaForge und Worf ergibt das ein tolles Schauspieler-Ensemble.

 

Ein weiterer Erfolgsbaustein ist der große Pool an gut ausgearbeiteten, wiederkehrenden Nebencharakteren. Und diese sind nicht nur von guten sondern oft auch von bekannten Schauspielern verkörpert worden. Ein Filmstar wie Whoopi Goldberg stellt sich sicher nicht jeder Serie für eine Nebenrolle zur Verfügung.

 

Ein sehr hohes Niveau bei Masken, Spezial-Effekten und Drehbüchern vervollständigt das Erfolgs-Grundrezept.

 

Man muss aber auch dazu sagen, dass sich die Serie erst entwickeln hat müssen:

Die 1. Staffel hat in fast allen Bereichen nur ein mäßiges Niveau erreicht. Die Serie war zu sehr ein „Aufguss“ der alten Serie und hat zu wenig eigenen Charakter gehabt.

Mit der 2. Staffel hat sich das schon verbessert und ab der 3. Staffel ist die neue Enterprise zu Hochform aufgelaufen.

 

Die Beliebtheit von TNG im Fernsehen hat Star Trek in den 1990er Jahren auf den Höhepunkt des Erfolgs geführt: Neben der TV-Fortsetzung mit gleich 2 weiteren Serien („Deep Space Nine“ und „Voyager“) ist die neue Enterprise von 1994 bis 2002 auch auf der Kinoleinwand weiter geflogen.

 

In den 2000er Jahren war es dann aber mit den großen Erfolgen sowohl von der „Next Generation“ als auch von Star-Trek an sich vorbei.
Der 2009er Star-Trek Film mit neuem Kirk und neuem Spock hat allerdings wieder viele Menschen angesprochen. Er spielt in einem komplett eigenen Universum und zusätzlich noch rund 100 Jahre vor der Next Generation.

 

10 Jahre nach dem letzten Ausflug des neuen Raumschiffs Enterprise und 13 bzw. 11 Jahre nach dem Ende von „Deep Space Nine“ bzw. „Voyager“ wäre es aus meiner Sicht wieder höchste Zeit, dass die Abenteuer dieser Zeitlinie im Fernsehen ihre Fortsetzung finden.

 

Um die Star-Trek Idee nicht zu „verheizen“ schwebt mir hier allerdings keine neue Serie, sondern 2-teilige, jeweils 90-minütige Fernseh-Specials vor, die alljährlich ausgestrahlt werden.

Dabei können dann alt bekannte Charaktere sowohl von TNG, DS9 und VOY mitspielen, natürlich aber auch neue Figuren.

Als Titel dafür wäre „Star Trek – 25th Century“ perfekt.

 

So sehr ich Star-Trek mag, es mich unterhält und zum Nachdenken anregt, so muss ich eine Sache aber auch ganz deutlich hervorheben:

Star-Trek und Science-Fiction allgemein ist nicht die Realität, es ist eine Scheinwelt.

Und niemand soll sich durch die Flucht in eine Scheinwelt der Realität entziehen.

 

Wir leben in turbulenten Zeiten, wo viele Gefahren drohen: Finanzkrise, Umweltprobleme, immer stärkere anti-demokratische Tendenzen.

Und wenn es jemals eine positive Zukunft, ähnlich wie jene auf dem neuen Raumschiff Enterprise geben soll, dann müssen wir uns alle privat aber auch politisch-gesellschaftlich engagieren.

In diesem Sinne: „Energie“ – für die nächsten 25 Jahre.

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