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15. August 2018 3 15 /08 /August /2018 09:16
Die Wiener Feuer in den Alpen 2018 brennt für Aufmerksamkeit für das Thema des 2017er Mahnfeuers: Meinungsfreiheit
Die Wiener Feuer in den Alpen 2018

Seit rund 1 ¾ Jahren ist etwas mehr und mehr in Gefahr, dass bei uns seit Ende des 2. Weltkriegs stets selbstverständlich war: Die Meinungsfreiheit.
Und leider wird sowohl von den meisten Bürgern und auch von den meisten systemkritischen Organisationen weder die Bedeutung der Meinungsfreiheit, noch deren aktuelle Bedrohtheit wahr genommen.

 

Unser Wiener 2017er Mahnfeuer hat sich zum Ziel gesetzt, diesen Umstand zu ändern. Leider  haben wir dieses Ziel völlig verfehlt, die Resonanz auf unsere letztjährige Aktion war gleich Null.
Daher haben wir unser diesjähriges Feuer in den Alpen am 11.08.2018 in Wien der Aufmerksamkeit für das Anliegen des Feuers 2017, der Meinungsfreiheit, gewidmet.

 

Meinungsfreiheit ist ein zentrales Eckpfeiler von Demokratie und Freiheit insgesamt, wahrscheinlich sogar der wichtigste. Und es kann nicht angehen, dass dieses Thema weiterhin von den Organisationen und Aktivisten der systemkritischen Szene weiter links liegen gelassen wird.

 

Denn gerade von 2017 auf 2018 hat sich so einiges erheblich verschlechtert, ganz besonders im Internet und innerhalb des Internets ganz besonders in den sozialen Netzwerken.
Immer mehr kritische Nutzer spüren am eigenen Leib, was es bedeutet, wenn die Meinungsfreiheit durch die Hintertür scheibchenweise abgeschafft wird: Verdeckt, z.B. durch Shadow-Banning, oder offen, durch Sperren der Benutzer-Konten.
Und auch in den Ergebnislisten von Suchmaschinen werden zunehmend große Staats- und Konzern-Medien zu Lasten aller anderen Seiten nach vorne protegiert.

 

Während die meisten alternativen Medien bei der Thematisierung der Wichtigkeit von Meinungsfreiheit und ihrer Bedrohungen schon bisher einen ziemlich guten Job machen, so sieht die Sachlage bei den Hauptbetroffenen, den systemkritischen Organisationen und Aktivisten, gänzlich anders aus:
Ob aktiv puncto EU-Kritik, Sozialpolitik, gesunde Nahrung, Energiepolitik, Steuersystem, Demokratie oder sonst was – fast alle von ihnen agieren so, als ob alles in bester Ordnung wäre und die Meinungsfreiheit 100% intakt und unbedroht wäre.

 

Ulrich Lintl, der Sprecher der Plattform Direke Demokratie (DEM):
„Für mich ist die beinahe grenzenlose Ignoranz gegenüber der schon sehr akuten Bedrohtheit der Meinungsfreiheit fast der gesamten systemkritischen Szene völlig unverständlich und daneben. Denn wer dieselbe Meinung, wie die Herrschenden vertritt, der bekommt keine Probleme. Gerade aber kritische Stimmen sind die ersten, die bei Beschneidungen der Meinungsfreiheit künstlich klein gehalten oder sogar mundtot gemacht werden. Und ohne die Möglichkeit des öffentlichen Agierens werden gerade systemkritische Organisationen dadurch letztendlich obsolet.“

 

Im Gegensatz zu früheren Jahren, wo so manche Medien berichtet über das Wiener Feuer in den Alpen haben, hat es 2017 leider keine mediale Erwähnung gegeben. Lintl dazu:
„Es ist natürlich das gute Recht jedes Mediums, zu entscheiden, worüber es berichtet. Es hat mich ehrlich gesagt schon enttäuscht, dass es 2017 keinen einzigen Medienbericht über unsere Veranstaltung gegeben hat, gerade weil das Thema Meinungsfreiheit ein sehr wichtiges ist, wahrscheinlich das wichtigste, dem wir eines unserer Mahnfeuer gewidmet haben.
Was aber letztendlich zählt, ist das Verhalten der Betroffenen. Die Idee zu einem Mahnfeuer für die Meinungsfreiheit ist ja überhaupt erst dadurch entstanden, weil eben fast alle Systemkritiker das so entscheidende Thema links liegen gelassen haben. Es wäre mir 10 Mal lieber, wenn auch 2018 kein einziges Medium berichtet, aber dafür die Aktivisten wach gerüttelt werden und endlich das Thema Meinungsfreiheit und deren aktuelle, große Bedrohtheit auf ihre Agenda setzen.“

 

Die 1988 in der Schweiz gestartete, moderne Variante vom „Feuer in den Alpen“ ist eine sehr gute Möglichkeit, mit Mahnfeuern Aufmerksamkeit auf bestimmte, wichtige Themen zu lenken. Es wäre ebenso erfreulich wie wichtig, wenn das 2018 bei der Meinungsfreiheit gelingt.
Unabhängig davon werden wir das Thema aber auf jeden Fall weiterhin einen Spitzenplatz auf unserer Agenda haben und wir es auch zukünftig behandeln.

 

Weiter führende Links (Update vom 02.09.2018):

 

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  • Ulrich Lintl, Jahrgang 1978, kritisch-konstruktiver Zeitgenosse, sehr an Nachhaltigkeit, Politik, Natur und Internet interessiert. Auch an Sport, Kabarett und gutem Essen. Ausserdem liegt mit regionale Kultur und Mundarten am Herzen.

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