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6. Juni 2015 6 06 /06 /Juni /2015 00:00

Grafik von Ulrich Lintl, basierend auf Vorlage von Wikimedia / The Wikileaks ChannelAm 6. Juni 2013 sind die Enthüllungen von Edward Snowden über die elektronische Massenüberwachung veröffentlicht worden – und haben die Welt verändert. Sowohl die Person Snowden, als auch seine Enthüllungen waren schon 2013 höchst umstritten – und sind es heute immer noch.

Warum Edward Snowden für mich ein Held ist

Für mich persönlich ist Snowden, ebenso wie andere, wichtige "Whistleblower" (Informanten), wie Bradley (bzw. Chelsea) Manning oder Julian Assange (Wikileaks) ein Held. Er hat mit seinem unbedingten Willen, für Bürgerrechte und für die Freiheit der Menschen einzutreten, die Welt zum Guten verändert. Selbst muss er aber einen hohen Preis zahlen, kann derzeit nicht in die USA zurück, da ihm dort hohe Strafen drohen und muss im russischen Asyl leben. Dort scheint es ihm aber immerhin recht gut zu gehen.

Dass die US-amerikanische NSA mit "PRISM" und ihr britisches Gegenstück GCHQ mit "Tempora" den weltweiten (!) Datenverkehr überwachen – im Zusammenspiel primär mit US IT-Konzernen und vielen westlichen Staaten – hat vor den Snowden-Enthüllungen als "Verschwörungstheorie" gegolten. Und zwar meist als "krude, rechte" Verschwörungstheorie.

Wichtige Konsequenz der Snowden-Enthüllungen

Seitdem hat sich vieles verändert und das meiste davon zum Positiven:

  • Nachdem anonyme Suchmaschinen wie Ixquick oder Duckduckgo schon 2012, nach der Verschärfung der Datennutzungsrichtlinien bei Google, einen kleinen Boom erlebt haben, so sind ab Mitte 2013 ihre Nutzerzahlen noch stärker nach oben "geschnalzt".
  • Staaten außerhalb des westlichen Blocks sind bezüglich der Überwachungsgefahren durch USA & Co. aufgewacht und unternehmen große Anstrengungen, um sich von westliche Hard- und Software möglichst unabhängig zu machen.
    Vor allem Russland verfolgt ambitionierte Eigenprojekte in fast allen Teilbereichen der IT: Eigene Linux-Distribution, eigene Prozessoren, eigene Smartphone-Betriebssystem-Distribution inkl. passender Apps.
  • Behörden und Politiker sind massiv unter Druck geraten, weil sie zumindest im Verdacht stehen, die Massenüberwachung betrieben oder zumindest geduldet zu haben. Durch Überwachungsenthüllungen am meisten in die Enge getrieben worden ist dabei die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr politischer Anhang. Ihr wird nicht nur vorgeworfen, gegen besseres Wissen ein "No-Spy-Abkommen" mit den USA versprochen zu haben, sondern sie wird auch der Mitwisserschaft von Datenweitergabe des deutschen BND an die USA verdächtigt.
  • Die jüngste, sehr positive Entwicklung ist das Ersetzen des sehr restriktiven Überwachungsgesetzes "Patriot Act", durch den – zumindest für US-Bürger – deutlich entschärften "Freedom Act".
    Trotz hartnäckiger Bemühungen von Hardlinern, die Massenüberwachung weiter zu führen, so haben die verantwortungsbewussten Kräfte – nicht zuletzt durch das Wirken von Edward Snowden – einen Erfolg errungen und zumindest einen 1. Schritt in die richtige Richtung gesetzt.
  • Große Anerkennung hat auch der Film "Citizenfour" gefunden, der primär die entscheidenden Interviews von Edward Snowden mit Glenn Greenwald, Laura Poitras und anderen über die Überwachungsmachenschaften der USA und ihrer Verbündeter in einem Hongkonger Hotelzimmer zeigt.
    Citizenfour ist 2015 als bester Dokumentarfilm mit einem Oscar ausgezeichnet worden.

Weitere Chancen & Risken für die Freiheit

Trotz aller positiver Entwicklungen, so gibt es auch noch große Gefahren und starke Kräfte des Establishments, die die Freiheit weiterhin massiv einschränken wollen – in der Informationstechnologie und darüber hinaus.

Das Scheitern der Patriot-Act-Verlängerung war doch knapp. Und Propagandisten des Establishments in den großen Medien sehen ohne Massenüberwachung das "Ende der Zivilisation" herauf ziehen.

Manche Menschen werden sie damit auch erreichen, aber immer mehr Menschen sehen ihre persönliche Freiheit ebenso eingeschränkt, wie die Glaubwürdigkeit der großen Medien. Viel Kredit haben diese ja auch schon mit ihrer in hohem Maße einseitigen, Russland-feindlichen Ukraine-Berichterstattung verspielt.

Das aber ist eine Chance für alternative Medien, welche sich immer stärker steigender Beliebtheit erfreuen.

Und dass unter anderem mit Bernie Sanders und Rand Paul 2 ausgesprochene Überwachungsgegner für das US-Präsidentenamt kandidieren wollen, ist auf jeden Fall auch erfreulich.

Leider kommen auch von mancher Seite, vor allem von Seite Linker, immer wieder auch Spaltungs-Aktion der politisch kritischen Kräfte, die eine Einheitsfront ALLER Kritiker gegen Massenüberwachung und für Bürgerrechte bislang untergraben.

Schlussworte

Danke Edward Snowden!

Wir können seinem Opfer aber nur dann gerecht werden, wenn wir uns sowohl auf der politischen Ebene einbringen, als auch unsere persönlichen Gewohnheiten ändern.

So sollten wir ausschließlich solche Parteien wählen, die für Bürgerrechte eintreten.

Und statt kommerziellen IT-Diensten sollten wir anonyme Suchmaschinen und Open-Source-Systeme verwenden.

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2. Februar 2015 1 02 /02 /Februar /2015 18:30

Pegida-Collage-png Im Charlie-Hebdo-Artikel vorangekündigt, jetzt umgesetzt: Meine Meinung zu Pegida.

Pegida steht für patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes. Die Bewegung ist vor allem in Deutschland seit vielen Wochen in aller Munde. Heute Abend gibt es auch die 1. Pegida-Demonstration bei uns in Österreich, in der Bundeshauptstadt Wien.

 

Inhaltlich sehe ich bei Pegida Licht und Schatten:

Kritik an islamistischen, sehr konservativen und natürlich fundamentalistischen Strömungen des Islams halte nicht nur für sinnvoll sondern sogar für notwendig.

Pauschalkritik am Islam, welche auch gemäßigt Gläubige oder weltlich orientierte Menschen Moslems, mit einschließt, ist nicht nur objektiv falsch, es ist auch höchst unfair gegenüber diesen.

 

 

Diese Feinheiten in der Argumentation sind für die Beurteilung von Pegida absolut entscheidend. Sie sind es nämlich, die einen breiten gesellschaftlichen Konsens gegen den radikalen Islam verhindern und einen Spaltkeil in die Gesellschaft treiben.

Denn auch wenn das Positionspapier sauber formuliert ist – unabhängig, ob man dessen Inhalte nun befürwortet oder ablehnt – so agieren manche der Aktivisten punkto Differenzierung zweifelhaft.

 

Es gibt darüber hinaus noch weitere Auffälligkeiten, die einen unguten Nachgeschmack hinterlassen, wie zum Beispiel:

  • Über Pegida ist sehr früh sehr intensiv in den Massenmedien berichtet worden. Und zwar in der Form, dass diese Bewegung als großes Feindbild einer liberalen Gesellschaft aufgebaut worden ist.
    Die Montagsdemos der neuen Friedensbewegung sind im Mainstream dagegen nahezu tot geschwiegen worden.
  • Die in einem Naheverhältnis zum US-Establishment stehenden Online-Kampanisierer Avaaz & Change.org haben die Polarisierung durch Anti-Pegida-Kampagnen weiter angeheizt.
    Es gibt prononcierte Stimmen (z.B. Gerhard Wisnewski), die der Überzeugung sind, dass die USA ein Interesse haben, anderen, für sie nachteiligeren Bewegungen durch die Fokussierung auf das Thema "Pegida" das Wasser abzugraben.
  • Pegida hat es sogar geschafft, einen Keil in die, sonst durch ihre Establishment-Kritik geeinten Querdenker zu treiben.
    Die Mehrheit von diesen spricht sich gegen Pegida aus, allen voran Jürgen Todenhöfer, Dirk Müller oder Ken Jebsen. Jürgen Elsässer dagegen ist ein Befürworter dieser Bewegung.

Auch wenn Pegida in manchen Punkten absolut berechtigte Kritik äußert, so ist bei dieser Bewegung vor allem auf Grund der angeführten Auffälligkeiten große Vorsicht angebracht.

Insgesamt sehe ich die Pegida-Bewegung daher kontraproduktiv. Engagierte Menschen, die sich gerne engagieren wollen, sollten das aus meiner Sicht besser in Organisationen tun, die konsensorientierter sind und nicht den Geruch der "Forcierung-von-Außen" an sich tragen.

 

Ebenso kritisch stehe ich aber auch Anti-Pegida-Fanatikern gegenüber. Sie sollten sich einmal ernsthaft inhaltlich mit der von Pegida geäußerten Kritik auseinandersetzen und dieser auch den einen oder anderen berechtigten Aspekt abgewinnen!

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9. Januar 2015 5 09 /01 /Januar /2015 22:25

charlie-hebdo-end.jpgHeute packe ich ein sehr heißes Eisen an: Den Anschlag auf "Charlie Hebdo" in Paris und Ereignisse danach.

Ausgangslage

Vorgestern, am 07.01.2015 haben 2 Männer die Redaktion der französischen Satire-Zeitschrift "Charlie Hebdo" überfallen und mit automatischen Waffen 12 Menschen erschossen. Bei den Attentätern handelt es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um mit der Al-Quaida in Verbindung stehende, islamische Fundamentalisten.

 

Den Anschlag und die Ermordung der Menschen verurteile ich auf das Schärfste!

Allen Angehörigen der Opfer spreche ich mein herzliches Beileid aus.

Obwohl ich wahrscheinlich keine so polarisierenden Karikaturen gezeichnet hätte, so ist völlig klar, dass in europäischen Staaten Meinungs- und Presse-Freiheit zu den höchsten Gütern zählen und diese jetzt erst recht weiter geführt gehören.

Und diese Position vertreten alle wichtigen, mir bekannten gesellschaftlichen Kräfte Europas.

Aktueller Status & unmittelbare Reaktionen

Analysen von anderen

Es ist zu fürchten, dass das Pariser Attentat negative Folgen für die Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt der Gesellschaften in Europa bringen wird. Das geht – implizit oder explizit – aus den meisten Reaktionen hervor. Aber es gibt auch Chancen.

 

Ob westliche Geheimdienste beim Pariser Attentat ihre Finger mit im Spiel gehabt haben – so wie es der polarisierende aber geistreiche Jürgen Elsässer auch selbst gesagt hat – ist Spekulation.

Fakt ist, dass – wie Dirk Müller wieder großartig analysiert hat – es der Westen, primär die USA, war, der seit ca. 1980 radikale, gewaltbereite Islamisten geradezu herangezüchtet hat. Angefangen vom Kampf gegen die Sowjets in Afghanistan bis zu den ISIS-Extremisten in Syrien (gegen Assad) und im Irak. Sie alle sind erst durch Initiativen westlicher Mächte oder deren Verbündeter groß geworden.

 

Erfreulich ist, dass es auch etliche sehr konstruktive Stimmen gibt:

Meine Einschätzung

Das Resultat der jüngsten Entwicklungen rund um das Pariser Attentat birgt viele potentielle Gefahren in sich. Allen voran eine gesellschaftliche Polarisierung, die Kreisen in die Hände spielt, die ganz verwerfliche Interessen vertreten. Denn gerade die westlichen Eliten waren treibende Kräfte am Aufbau der Terror-Islamisten.

Die jüngsten Ereignisse und drohende Eskalationsstufen dienen diesen als perfekter Vorwand zum Ausbau des Überwachungsstaates und zur noch weiteren Beschneidung von Demokratie und Bürgerrechten.

Es stecken aber auch Chancen in den jüngsten Entwicklungen.
Ganz besonders die Chance, durch eine differenzierte Haltung gegenüber dem Islam, der großen Mehrheit an redlichen Muslimen die Hand zu reichen, jedoch auch endlich eine kompromisslose Position gegenüber fundamentalistischen und gewaltbereiten Strömungen einzunehmen.
Dadurch könnten wir nicht nur den aktuellen Konflikt lösen sondern hoffentlich auch Bewusstsein dafür schaffen, zukünftig keinen – aus welcher ideologischen Richtung auch immer kommenden – "Rattenfängern" auf den Leim zu gehen, die uns in Konflikte hinein treiben wollen, die zu unser aller Schaden sind.

 

 


 

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2. Januar 2015 5 02 /01 /Januar /2015 00:30

jl-picard-vector.jpgVor rund 20 Jahren habe ich mit einem Schulkollegen über das neue Raumschiff Enterprise (Star Trek: The next generation) gesprochen. Wir haben diese Science-Fiction-Serie schon zu dieser Zeit sehr gemocht.

Er hat damals etwas auf den Punkt gebracht, das auch ich unbewusst so gesehen, aber nicht formalisiert habe: Dass für ihn Captain Picard eine moralische Autorität ist.

 

Wenn jetzt jemand sagt, dass es sich absurd anhört, einen fiktiven Charakter aus einer Fernsehserie als eine solche zu bezeichnen, dann kann ich das grundsätzlich voll verstehen.

Doch wer sich mit Picard genauer beschäftigt, der wird diese Ansicht wahrscheinlich revidieren.

 

Jean-Luc Picard ist ein hoch intelligenter, vor allem aber moralisch in höchstem Maße integerer und reflektierter Humanist. Gleichzeitig ist er aber auch ein nötigenfalls entschlossener und harter Offizier.

Und: Er hat trotz allem auch einige Schwächen, die ihn nicht zum Übermenschen entwachsen lassen, sondern zum großartigen Menschen machen.

 

Und dieser Umstand ist nicht nur mir und meinem damaligem Schulkollegen aufgefallen, erst vor wenigen Tagen, Ende 2014 habe ich eine Hommage an die moralische Autorität Picard entdeckt, wo sein positiv leitender Einfluss auf Menschen, besonders auf heranwachsende, gewürdigt wird.

Dort wird der Schwerpunkt auf die wahrscheinlich beste Episode gelegt, wo seine Moral als Leitstern über allem thront: "Das Standgericht".

Dabei tritt Picard ebenso entschlossen wie überzeugend gegen eine "Hexenverfolgung" und für Bürgerrechte und Meinungsfreiheit ein.

 

Die Gefahr, auf die der Blog-Eintrag anspielt, hängt im konkreten Falle wohl mit Pegida zusammen. Mit Pegida werde ich mich in Kürze ebenfalls genauer auseinandersetzten – selbstverständlich nicht platt, sondern differenziert – es gibt wie überall auch bei Pegida Licht und Schatten.

 

Klar ist aber, dass der Versuch, die Welt in ein primitives Gut-und-Böse-Schema zu unterteilen, generell Schwarz-Weiß-Bilder zu zeichnen, völlig an der Realität vorbei geht – jedoch die Menschen tief spaltet.

Und, dass gegenüber allen Kräften, die Schwarz-Weiß-Bilder zeichnen und vorgeben, die Seite des Guten zu repräsentierten, aller höchste Vorsicht geboten ist.

 

Paradebeispiel dafür ist das an die Wand Malen eines diktatorischen Feinbildes und die Selbstdarstellung als große Demokraten und Befreier, wie das der westliche Block gegenüber dem Irak, Libyen, Syrien gemacht hat und jetzt gegenüber Russland macht.

 

Und zahlreiche Science-Fiction-Fans sollten endlich einmal aus ihrer passiven Konsum-Rolle heraus gehen und sich auch in der realen Welt konstruktiv-kritisch engagieren – zumindest aber die Informationen aus den Medien kritisch hinterfragen.

 

Zitat Picard:

"Schurken, die ihre Schnurrbärte zwirbeln sind leicht zu erkennen, aber diejenigen, die sich in gute Taten kleiden, sind hervorragend getarnt. Wachsamkeit Mr. Worf, das ist der Preis den wir kontinuierlich für unsere Freiheit zahlen müssen."

 

Ja, die Weisheit, die moralische Integrität und die intelligente Toleranz, über die ein Jean-Luc Picard verfügt, ist in unserer, im Umbruch befindlichen Welt wirklich höchst nötig.

 

P.S.:

Wer Picards Moral in Aktion erleben möchte, dem empfehle ich die besonders folgenden Episoden von "Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert":

Update 28.03.2017

Die Serie läuft im deutschsprachigen Fernsehen nach wie vor auf Tele5.
Ob und, wenn ja, wo sie aktuell immer läuft, das seht ihr auf fernsehserien.de.

 

Und der Link zum Blog-Artikel von Sofia Taxidis bei Roland Tichy war zwischenzeitlich gelöscht, ist aber seit 23.01.2017 wieder online gestellt. Den Link habe ich bei mir nach gezogen (siehe oben).

 

Und beim Themenabend #InsideStarTrek von Tele5 am 26. März 2017 zu moralisch kontrovseren Epsioden von Star-Trek-Serien hat dieser Artikel natürlich ebenfalls perfekt dazu gepasst.
Zusätzlich gibt es für Interessierte noch viele Tweets von mir mit spannenden Gedanken zu diesem Themenabend zu entdecken.

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2. Dezember 2014 2 02 /12 /Dezember /2014 23:50

Sonntag-offen-Gross-Wirtschaft-png.pngSeit 2014 hat die Wirtschaftkammer Wien unter dem neuen Präsident Walter Ruck einen radikalen Schwenk bezüglich der Sonntagsöffnung gemacht:

Von einer, vor allem von Ex-Handels-Sparten-Obmann Fritz Aichinger betriebenen, klaren Ablehnung des Sonntagsverkaufs ist nichts mehr zu sehen. Statt dessen soll den Unternehmern eingeredet werden, dass offene Geschäfte gut sind.

Als "Einstiegsdroge" natürlich einmal nur in Tourismuszonen - vorerst jedenfalls.

 

Dass offene Geschäfte an Sonntagen überwiegend großen Strukturen nützen, also großen Handels-Unternehmen sowie großen Einkaufszentren und Einkaufsstraßen, habe ich ja schon in meinem Blog-Eintrag vom Frühjahr 2013 heraus gearbeitet.

Und während Lugner, Kath & Co ihr Stück vom Kuchen am Sonntag vergrößern würden, so würde das Stück der vielen kleinen und mittleren Handels-Unternehmen schrumpfen.

 

Daher ist für mich die Entscheidung als Bürger wie als Unternehmer klar:

Ein ganz klares NEIN zu Tourismuszonen und generell jeglichen versteckten oder offenen Vorstößen für den Sonntagsverkauf.

Was wir brauchen wären im Gegenteil viel strengere Kartellverfahren bei Großstrukturen im Handel (und nicht nur dort) sowie ein restriktiver Umgang mit vor allem großen Einkaufszentren, die den kleinen, gewachsenen Strukturen mehr und mehr die Luft zum Atmen nehmen!

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11. August 2014 1 11 /08 /August /2014 18:55

fida-2014-feuer-1-mid.jpgDie "Aktion Feuer in den Alpen" hat im Alpenraum schon viel Tradition: 2014 sind zum 26. Mal am 2. August-Samstag im gesamten Alpenraum Mahnfeuer für den Erhalt des Natur- und Kulturraumes der Alpen entzunden worden.

 

Auch in Wien hat diese tolle Aktion jetzt schon eine gewisse Tradition: Zum heuer 4. Mal haben in der österreichischen Bundeshauptstadt Aktivisten der "Plattform Direkte Demokratie" (DEM) ein Mahnfeuer gemacht.

 

Im Schatten des blutigen Konflikts in der Ukraine ist ihr Feuer ist dabei ganz im Zeichen des Friedens gestanden. Und das Feuer ist eine sehr deutliche Aufforderung an die Politiker in der EU, ganz besonders im neutralen Österreich, dass sie endlich den Feindbildaufbau von Russland stoppen und mit ganzer Kraft für eine friedliche Lösung des Konflikts eintreten.

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2. Juni 2014 1 02 /06 /Juni /2014 02:05

Die EU-Wahlen 2014 sind seit gut 1 Woche geschlagen.

EU-weit haben dabei die Establishment-Parteien allesamt Stimmen und Mandate verloren. EU-Kritiker sind deutlich gestärkt worden.

 

Besonders die Wahlergebnisse in Großbritannien und Frankreich, aber auch in Griechenland werden weit reichende Folgen haben:

  • In Großbritannien hat die UKIP (United Kingdom Independence Party) die Wahl gewonnen. Hauptziel der UKIP ist der EU-Austritt.
  • In Frankreich hat die stark rechts gerichtete "Front Nationale" die Pole-Position errungen, welche ebenfalls den EU-Austritt anstrebt.
  • In Griechenland ist die links gerichtete "Syriza" stärkste Kraft geworden, welche die Sparpolitik beenden und damit die Vorgaben für die EU-Gelder missachten möchte.

Unter anderem auch in Dänemark (Folkepartie/Volkspartei), Schweden (Schwedendemokraten) und Deutschland (AfD) habe rechts der Mitte angesiedelte EU-Kritiker stark abgeschnitten.

 

In den PIIGS-Staaten (Portugal, Italien, Irland, Griechenland & Spanien) wieder haben besonders linke, EU-kritische Parteien Erfolge erzielt:

In Spanien hat neben der Linkspartei auch die neue, aus der "Puerta del Sol" Protestbewegung hervorgegangene "Podemos"-Bewegung Mandate gewonnen.

In Italien hat sich Beppe Grillos 5-Sterne/5-Stelle konsolidiert.

In Irland haben vor allem unabhängige Kandidaten zugelegt, aber auch linke.

Und in Portugal haben neben den Sozialisten & Linken auch die bürgerlichen Grünen gewonnen.

 

In Österreich dagegen hat nur die FPÖ dazu gewonnen, neue EU-kritische Listen (wie z.B. "EU-Stop" oder "Europa Anders") haben bestenfalls Achtungserfolge erzielt.

Was aber sind die Gründe dafür, dass wir in unserer Alpenrepublik so stark gegen den EU-Trend gewählt haben?

Vor allem: Warum haben wir in Österreich als eines von ganz wenigen EU-Ländern KEINE neuen Listen ins Parlament gewählt?

 

Es gibt natürlich strukturellen Gründe, die besonders mit dem Wahlrecht bzw. gesetzlichen Rahmenbedingungen für kandidierende Listen zu tun haben, welche dieses Ziel erschweren.
Die "IG Faires Wahlrecht", ein Zusammenschluss mehrerer politischer Organisationen, hat die Kritik daran und Merkmale eines fairen Wahlrechts klar formuliert.

Meine, durchaus subjektiven Gründe sind:

  • Totschweigen vieler Medien
    Obwohl sich die Situation gegenüber früheren Wahlen sicher leicht verbessert hat – NICHT-Parlamentsparteien werden nicht mehr so oft totgeschwiegen, wie früher – so kommen sie besonders in den großen Medien nur selten vor und wenn, dann auch nur kurz. Gleiches gilt für EU-kritische Position, für welche es in den meisten großen Medien ebenfalls nur wenig Platz gibt.
    Dadurch bleiben neue Listen und ihre Inhalte natürlich wenig bekannt.
  • Trägheit der meisten Österreicher
    "Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht", heißt ein altes Sprichwort.
    Und was der Österreicher nicht kennt, das wählt er nicht.
    Viele Mitbürger wählen leider das, was Papa & Mama wählen oder bleiben einfach bei dem, was sie beim ersten Mal gewählt haben.
    Oder die Gruppierungen, die möglichst oft in den großen Medien vorkommen und die man daher ohne aktives Zutun schon gut kennt.
    Weiters muss man sagen, dass es uns noch verhältnismäßig gut geht und von da her der Drang zur politischen Veränderung auch noch nicht so groß ist.
  • Veraltete, passive Konsummentalität
    Diese hängt natürlich ganz eng mit dem letzten Punkt, "Trägheit", zusammen.
    Sicher werden neue, kritische Listen in den Medien wenig und schlecht präsentiert. Und dem entsprechend lernt man diese auch nicht "von selber" kennen.
    Aber die meisten Österreicher kommen leider auch gar nicht auf die Idee, sich z.B. im Internet selbst über politische Alternativen zu informieren.
    Wer nur 3-4 Stunden Recherche investiert, der kann sich schon einen guten 1. Eindruck über neue Parteien verschaffen.
  • "Verlorene Stimme" & andere (Schein-)Vorbehalte
    Wer hat nicht schon den Spruch "Kleine Listen haben ja sowieso keine Mandatschance, darum ist eine Stimme für diese eine verlorene" gehört.
    Doch ist eine tatsächlich verlorene Stimme nicht viel eher diejenige für eine Liste, welche zwar sicher Mandate erringt, aber Inhalt vertritt, die bei einem massive Abneigung auslösen?
    Weiters ist die Wahl jeder Gruppierung natürlich immer ein Kompromiss, der nie zu 100% den eigenen (inhaltlichen) Vorstellungen entsprechen kann.
    Aber positive Inhalte, die unterstützenswert sind, sollte wohl jeder finden!

Unbedingt anmerken möchte ich aber, dass es zwar noch wenige, aber doch stetig mehr Menschen bei uns gibt, die genau so – nämlich positiv gegenüber neuen Kräften – denken.

 

Unabhängig vom Verhalten der Österreicher kommt aber jedenfalls aus Großbritannien und Frankreich massiver Druck zur Veränderung.

Vielleicht wird ja dadurch der in unserer Alpenrepublik bereits eingesetzte aber noch überschaubare Bewussteinswandel ordentlich beschleunigt.

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19. Mai 2014 1 19 /05 /Mai /2014 15:30

EU-Fragezeichen-2014.jpgNur mehr 6 Tage, dann finden die EU-Wahlen 2014 statt.

Wie schon bei den letzten Nationalratswahlen, so biete ich auch dieses Mal wieder ein kleine Link- & Infosammlung zu Parteienvergleichen und ähnlichen Diensten an.

 

So haben einerseits alle unentschlossenen Wähler die Möglichkeit, dass sie eine passende Liste für die Wahl finden.

Andererseits können alle, die eine Vor- oder (vermeintlich) endgültige Entscheidung getroffen haben, überprüfen, ob sich die Entscheidung mit den Positionen der Parteien in wichtigen Sachfragen deckt.

 

Die internationale Parteivergleichs-Seite http://parteivergleich.eu schreibt, dass sie in den nächsten 2-3 Tagen einen ausführlichen Frage-Dialog zu den Listen bei der EU-Wahl 2014 veröffentlichen will – ich hoffe, das stimmt.

 

Öneu hat zwar keinen klassischen Parteienvergleich gemacht, jedoch in der aktuellen Ausgabe ihrer Zeitung sich unter anderem mit den EU-Wahlen beschäftigt und auch eine bedingte Wahlempfehlung gegeben.

 

Obwohl es bei den heurigen wesentlich weniger Parteienvergleich & Co. gibt, als bei den Nationalratswahlen 2013, so bleiben immer noch genügend Quellen, um sich eingehend mit den Positionen der kandidierenden Listen zu einer Unzahl von Sachfragen zu beschäftigen.

 

Und wer sich wirklich zumindest den einen oder anderen Link dieses Blog-Eintrags oder auch mit Infos von anderen Quellen beschäftigt, der wird meiner Überzeugung zum Schluss kommen, dass doch nicht alle Parteien gleich sind sondern oftmals sogar sehr unterschiedliche Positionen vertreten.

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14. März 2014 5 14 /03 /März /2014 01:15

fernseher-anluegen-2-JPG

Im letzten Blog-Eintrag über die Ukraine und auch schon im Eintrag über die völlig unzureichende Berichterstattung großer Medien über Kleinparteien bei Landtagswahlen habe ich Massenmedien hart kritisiert.

 

Da es mir aber immer sehr wichtig ist, konstruktive Lösungsmöglichkeiten anzubieten, so möchte ich einerseits kurz eine genauere Differenzierung meiner Kritik machen und vor allem auch eine Auflistung von konstruktiv-kritischen Medien machen, die über Themen berichten, die von den meisten großen Medien tot geschwiegen werden.

 

Im Summe erreichen große, mittelgroße und kleine Medien mit kritischen Artikel in etwas die selbe Anzahl von Menschen. Das WIE ist aber völlig unterschiedlich:

  • Große Medien berichten in der Regel selten über kritische Themen, dafür haben sie aber eine hohe Reichweite
  • Kleine Medien berichten in der Regel oft über kritische Themen, dafür haben sie eine geringe Reichweite

Weiters gibt es eine "Hackordnung" der Glaubwürdigkeit, über welche Themen und wie über diese Themen berichtet wird:

Online-Medien --> kleine Printmedien --> Radiosender --> große Printmedien --> Fernsehsender

Die Reihung erfolgt dabei absteigend, Online-Medien sind also die tendenziell glaubwürdigsten.


Die "Hackordnung" beruht dabei zwar auf meiner persönlichen, subjektiven Sicht, ist jedoch durch sehr viele Erfahrungen untermauert.

 

Kommen wir jetzt zu einigen empfehlenswerten Medien:

  • Deutsche Wirtschaftsnachrichten (DWN)
    Tolles Medium, das allgemein sehr gute, kritische Artikel mit Bodenhaftung macht; die DWN schaffen es große Zusammenhänge mit dem Alltagsleben der Menschen zu verbinden; auch bei der Ukraine-Berichterstattung haben sich die DWN sehr positiv hervor getan
  • Wien-Konkret
    Online-Stadtmagazin, das z.B. über Bürgerinitiativen, Männerrechte und politische Kleingruppen berichtet; auch Leseranliegen (z.B. über Missstände in Wiener Gemeindebauten) wird viel Platz eingeräumt
    Zentrale Säule des Medium sind jedoch sehr bodenständige und hochwertige Verzeichnisse, wie zum Beispiel ein sehr gut gepflegte Veranstaltungsverzeichnis
  • Medien unabhängiger politischer Organisationen
    Als 4 Beispiele dafür möchte ich "Österreich NEU in Wort und Bild" von Öneu, "Neues aus Österreich" vom NFÖ, das Werkstattblatt "Guernica" der Solidarwerkstatt und die regelmäßigen Kommentare der Steuerinitiative nennen;
    in diesen 4 und noch zahlreichen weiteren Medien findet man gut aufbereitete Informationen über wichtige Themen, die im Mainstream nicht vorkommen

Es gibt auch noch viele weitere Medien, die wohl nur wenige Menschen kennen, wo man gut aufbereitete, kritische Informationen findet.

z.B. die Onlinemagazine Wien-Heute, Regionews oder DBN.

Besonders im Vorfeld von Wahlen sind auch die Berichte des Online-Wahl-Spezialisten Neuwal.com höchst empfehlenswert.

 

Im Printbereich fällt mir noch z.B. das Compact-Magazin des polarisierenden aber scharfgeistigen Deutschen Journalisten Jürgen Elsässer ein.

 

Auch in den Bezirksblättern (in Wien z.B. ist das die "Wiener Bezirkszeitung") findet man immer wieder kritisch-konstruktive Berichte. Auf dem Onlineportal der Bezirksblätter unter meinbezirk.at können Benutzer sogar eigene Berichte verfassen.

 

Das Selbstverfassen und natürlich auch das Lesen bzw. Anschauen von Berichten funktioniert natürlich auch auf Blogs. Blogger sind oft sehr intelligente Menschen, die sich nicht für berufliche Positionen in Medienunternehmen verbiegen – was das Medium Blog oft besonders spannend macht.

Und: Blogs sind oft hoch spezialisiert, sodass man bei speziellen Themen nur bei diesen Infos finden kann.

Spannende politische Blogs sind z.B. dasjenige von Helmut Müller (politisches Blog über Österreich, die EU und die ganze Welt) und – zumindest bis es ein SPÖ Parteimedium wird "Grenzlanddemokratie" (Schwerpunkt Demokratie aus Waldviertel & nördlichem Niederösterreich) von Mario Lackner.

 

Also:
Fernseher abdrehen, große Zeitungen & Zeitschriften weglegen, kleine Medien nutzen.

Hoffentlich auch mein Blog kritisch-konstruktiv ;-)

alternativmedien-collage-2-png

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13. März 2014 4 13 /03 /März /2014 01:15

ukraine-karte-end.jpgIch halte mich auf meinem Blog mit politischen Stellungnahmen ziemlich zurück, besonders mit solchen, welche "harte Probleme" thematisieren. Außerdem ist es durch einen sehr dichten Zeitplan aktuell nicht einfach, mein Blog zu pflegen.

 

1 Eintrag ist aber derart wichtig, dass ich ihn unabhängig von sonstigen Verpflichtungen unbedingt schreibe: Der Putsch und die dahinter liegenden Zusammenhänge in der Ukraine.

Putsch? Wenn ein gewählter Präsident – egal wie man zu diesem steht – von Aufständischen, unter maßgeblicher Beteiligung von Faschisten gewaltsam aus seinem Amt vertrieben wird: Was ist ein Putsch, wenn nicht das?

 

In praktisch allen westlichen Massenmedien dagegen wird die Situation in der Ukraine als erfolgreicher Aufstand, aufrechter Demokraten dargestellt, die dem bösen, mordlustigen, russlandhörigen Diktator das gerechte Schicksal beschert haben.

 

Und damit sind wir jetzt mitten in der Materie:

Es ist in kritisch-konstruktiven Medien abseits des Mainstream schon sehr viel und sehr gut über die Geschehnisse in der Ukraine berichtet worden. Und jeder Mensch, der sich ein eigenes Urteil bilden möchte, sollte diese Geschehnisse kennen:

  • Dass 1 Tag, nachdem ein Friedensplan zwischen der EU, Russland, der ukrainischen Opposition und Präsident Janukowitsch ausgehandelt worden war, Aufständische gewaltsam den Maidan-Platz stürmten. Aufständische unter Federführung von Faschisten, die u.a. mit der rechtsextremen, deutschen NPD alliiert sind – hakenkreuzähnliche Symbole und Hitlergruß inklusive.
    Ein ukrainischer Rabbi hat aus Furcht vor antisemitischen Übergriffen Juden bereits zum Verlassen von Kiew aufgefordert
  • Dass es klare Indizien gibt, dass die tödlichen Schüsse aus dem Hinterhalt auf Demonstranten und Sicherheitskräfte auf dem Maidan-Platz nicht von Janukowitsch-Soldaten sondern von anderen Kräften abgegeben wurden
  • Dass sich wirklich demokratische Kräfte, die weder einen Anschluss an Russland noch an die EU, sondern eine unabhängige Ukraine der Menschen möchten, bereits von den Putschisten distanziert haben.
    Herausragend dabei ist natürlich "Anonymous Ukraine". Anonymous ist diejenige Gruppe, die ja auch im Westen bei der Verhinderung des ACTA-Überwachungsabkommens und generell von unerlaubter Bürgerüberwachung durch den Staat in EU und USA sehr gute Arbeit geleistet hat

2 Aspekte kommen aber auch in der umfangreichen Berichterstattung der kritischen Medien noch zu kurz oder fehlen zu Gänze:

  1.  Der historische Aspekt
    Zumindest seit rund 100 Jahren gibt es einen tiefen Graben zwischen den ostslawischen Kernvölkern der Russen und Ukrainer.
    In den 1920er Jahren hat der – georgisch stämmige – sowjetische Diktator Josef Stalin eine große Hungersnot in der Ukraine betrieben, bei der Millionen von Menschen gestorben sind.
    Im 2. Weltkrieg haben dann ukrainische Nationalisten gegen die russisch dominierte Sowjetunion mit den Nazis paktiert.
    Nach dem Krieg haben dann in der Sowjet-Zeit natürlich wieder die Russen dominiert.
    Jetzt haben die ukrainischen Nationalisten wieder Morgenluft gewittert und sitzen unter großem Wohlwollen der EU und der USA in der Regierung.
    Dafür haben die Russen auf der Krim und in der Ostukraine große Ängste, dass sich die Geschehnisse des 2. Weltkriegs wiederholen
  2. Die einseitige, dafür aber auch einheitliche Front der westlichen Medien
    Für fast alle nationalen Fernsehsender und fast alle großen Printmedien im Westen ist es klar, dass die neue Regierung "die Guten", die alte Regierung und die Russen "die Bösen" sind. Punkt!
    Informationen, die in eine andere Richtung gehen
    , werden vom westlichen Mainstream so weit als möglich tot geschwiegen und – wenn das nicht mehr geht – verharmlost und klein geredet

Um es gleich von vornherein klar zu stellen: Ich finde nicht, dass irgendeine Seite gut und die andere böse ist. Beide Konfliktparteien haben meiner Meinung nach "Dreck am Stecken". Und ich betone nochmals, dass das meine persönliche Meinung ist.

 

Wie aber können Bürger zu einer Meinung kommen?

Dafür ist es notwendig, dass sie ALLE wichtigen Informationen kennen.

Und Informationen beziehen wir Bürger eben überwiegend aus Medien.

 

Menschen, die nur die Mainstreammedien konsumieren, denen fehlen absolut entscheidende Informationen, um eine Situation richtig beurteilen zu können.

Medien haben Verantwortung. Die Verantwortung, möglichst alle Informationen unverfälscht den Mediennutzern zur Verfügung zu stellen.

 

Als Blog-Leser frage ich Sie jetzt:

Falls es bei 1 Thema – in diesem Fall dem Umsturz in der Ukraine – so ist, dass den Bürgern in den westlichen Massenmedien wichtige Informationen vorenthalten werden: Wie ist das dann in anderen Themenbereichen?

 

Schlussbemerkung:

 

Ich habe mir eine Meinung gebildet. Ich glaube, dass wir nichts und niemandem vorbehaltlos trauen können. Aber ich glaube auch, dass es kleine, relativ unbekannte Medien gibt, die wichtige Informationen liefern, mit denen es möglich ist, dass wir eine Situation gut einschätzen können.

 

Und was denken Sie?

 

P.S.: Alternative Medien, in denen man sich über die Geschehnisse in der Ukraine und allgemein gut informieren kann, habe ich in diesem Blog-Eintrag aufgelistet.

 

 


 

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  • Ulrich Lintl, Jahrgang 1978, kritisch-konstruktiver Zeitgenosse, sehr an Nachhaltigkeit, Politik, Natur und Internet interessiert. Auch an Sport, Kabarett und gutem Essen. Ausserdem liegt mit regionale Kultur und Mundarten am Herzen.

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