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5. Mai 2017 5 05 /05 /Mai /2017 23:42

Ich habe mich dazu entschlossen, Facebook den Rücken zu kehrenFacebook und ich – das war sehr oft eine schwierige Beziehung. Jetzt ist sie vorbei – und wird das aus heutiger Sicht auch bleiben.
Meine Gründe dafür gehen aber weit über dieses soziale Netzwerk hinaus.

Später Einstieg und Erfolge

Es liegt in meiner Natur, grundsätzlich nüchtern und überlegt zu handeln. Ich laufe nicht jedem Trend nach, sondern schaue mir die Dinge lieber in Ruhe an und treffe dann nachhaltige Entscheidungen. So auch bei Facebook.

 

Trotzdem ich ein sehr Internet-affiner Mensch bin, bin ich erst spät, im Herbst 2011 bei Facebook eingestiegen. Vorher hat mich der große Hype stutzig gemacht und auch absurde Gruppen a la „Dieser Stein kann mehr Schmink-Fans bekommen als der Mond“ haben bei mir ein gewisses Misstrauen ausgelöst.
Schließlich haben mich dann aber positive Erfahrungen von Freunden überzeugt, es doch zu versuchen.

 

Ich habe mich mit vielen, persönlich bekannten Leuten vernetzt, habe ich im Netzwerk gut eingelebt und mit anderen Facebookern interagiert. Und das hat mir damals auch Spaß gemacht.
Denn es haben sich durchaus gewisse Erfolge eingestellt. Und Erfolge heißt für mich primär Interaktionen mit eigenen und fremden Postings.
Zudem war Facebook für mich damals eine meiner Haupt-Nachrichtenquellen, die Postings von abonnierten Seiten und von Freunden waren diesbezüglich sehr hilfreich.

Stress, Entfremdung und Distanzierung

Facebook hat für mich aber auch zahlreiche, teilweise richtig große Schattenseiten:

  • Zeitfresser
    Viele Postings, lange Postings, sich x-fach wiederholende Postings.
    Das alleine nur zu lesen kostet schon sehr viel Zeit, vom Interagieren ganz zu schweigen.

     
  • Faktischer Interaktionszwang
    Freundschaft beinhaltet geben und nehmen – grundsätzlich ganz normal und richtig so. Reagieren auf und Interagieren mit Postings von FB-Freunden ist daher für ein erfolgreiches Nutzen von Facebook de-facto Pflicht.
    Das heißt aber pflegen von 2 Freundschaften mit jeder Person: Offline und Online (bzw. in sozialen Netzwerken) – was sehr viel Zeit und Energie kostet.

     
  • Sozialer und Erfolgs-Druck
    Klar will jeder User viele Interaktionen (Gefällt-Mir, Teilen, Antworten) zu seinen Postings – das gilt auch für mich. Aber das erzeugt auch sehr viel (Erfolgs-)Druck.  Vor allem, weil mit gegenseitigen Interaktionen ja auch quasi das Gelingen einer Facebook-Freundschaft verbunden ist.

     
  • Willkür seitens Facebook
    Chronologische Reihung von Postings auf der Pinnwand? Bei Facebook seit Jahren Vergangenheit! Und die Reihungs-Kriterien empfinde ich als sehr willkürlich.
    Dazu kommen noch diverse bedenkliche Begrenzungen (z.B. dass man Links pro Tag nur wenige Male teilen darf).
    Darüber hinaus werden Postings auf Fan-Seiten oft nur mehr gegen Bezahlung den Fans angezeigt.

     
  • Überwachung
    Facebook trackt jede Tastatur-Eingabe mit und wertet ALLE eingetragenen Informationen der Nutzer aus. So kann es sogar die Stimmung seiner Nutzer einschätzen.
    Zudem muss es Daten auch mit Behörden teilen.

     
  • Die „große“ Geschichte
    Google, Amazon, Facebook und Apple bilden gemeinsam GAFA. Das sind die 4 US-Konzerne, die den Großteil des Internets beherrschen. In Österreich nutzen über 80% der Nutzer sozialer Netzwerke Facebook.
    Als ethischer Konsument möchte ich keine Beinahe-Monopolisten unterstützen. Vor allem, weil Facebook Inhalte und Nutzer immer öfter behindert oder sperrt – nicht zuletzt auf Druck von Regierungen (unter dem Deckmantel von „Fake-News“ oder Hass-Postings).

     
  • Die „kleine“ Geschichte
    Das Internet ist grundsätzlich ein öffentlicher Ort.
    Für mich ist das Internet besonders auch ein Kommunikationskanal, mit dem ich Inhalte verbreiten kann und Kontakte mit Gleichgesinnten pflegen und herstellen kann.
    Es ist jedoch kein „verlängertes Wohnzimmer“. Daher haben private Informationen dort nichts verloren – jedenfalls meine nicht!

Mein Leben nach dem Facebook-Abschied

Facebook passt für mich persönlich in der Zwischenzeit einfach schlecht. Jedoch geht die Sache für mich wesentlich tiefer:
So sehr ich das Internet schätze, so sehr missfällt mir das starke Zurückgehen der klassischen, der echten Kommunikation – offline, im echten Leben.

 

Auch wenn es schade ist mit meinen persönlichen Kontakten weniger Kontakt zu haben und  einen Verbreitungskanal für meine eigenen Informationen aufzugeben, so ist die Entscheidung für den Facebook-Abschied für mich 100% eindeutig.

 

Ich werde meinen Fokus im Internet von Quantität stärker auf Qualität verschieben.
Bei den sozialen Netzwerken setze ich auf Twitter und Xing.
Und E-Mail ist online natürlich besonders wichtig.

 

Vor allem aber hoffe ich, dass ich mit meinen Freunden wieder öfter persönlich (oder zumindest telefonisch) Kontakt habe. Keine Internet-Interaktion kann den persönlichen Kontakt ersetzen!

 

 

Andere, interessante Artikel zum Thema Facebook & Rückzug:

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1. Mai 2017 1 01 /05 /Mai /2017 21:47

Die Dominanz von Google gefährdet viel mehr als nur den Suchmaschinen-MarktIn Teil 1 meiner Blog-Reihe zu Google habe ich die unzähligen Tätigkeitsbereiche und den damit verbundenen, riesigen Einfluss auf unser aller Leben näher beleuchtet.

Im 2. Teil habe ich mir Gedanken zur völlig unterschiedlichen Wahrnehmung von Google, Apple & Microsoft gemacht, welche ebenfalls vor allem dem hellblauen Internet-Giganten zu Gute kommt.

 

Fast auf den Tag genau 3 Jahre sind vergangen seit meinen ersten 2 Blog-Einträgen über Google. Seitdem hat sich einiges getan, wie z.B.:

  • Edward Snowden und andere Whistleblower haben schier unfassbare Überwachungspraktiken von Behörden und Unternehmen öffentlich gemacht.

  • Als Obmann des Vereins lauschfrei.org habe ich Anfang 2016 in der sehr kritischen ZDF-Doku „Weltmacht Google“ mitgespielt.

  • Google ist jetzt Teil der Alphabet-Holding und dringt weiterhin erfolgreich in immer neue Lebensbereiche vor.

  • Und ziemlich neu aber auch immens wichtig:
    Google wird im Zuge der Kampagnen rund um „Fake-News“ und „Hate-Speech“ auch im Westen immer stärker dazu gedrängt, bestimmte Nachrichten schlechter zu reihen oder zu zensurieren.

Und: Ich bin noch Teil 3 meiner Blog-Reihe zu Google schuldig.
In diesem befasse ich mich mit der gewaltigen gesamtwirtschaftlichen Macht von Google, die immer mehr Unternehmen in ihrer Tätigkeit gefährdet – was direkt auf immer mehr Unternehmen großen Einfluss hat und indirekt natürlich auch auf uns als Konsumenten.

Google – einer der wichtigsten Entscheider in unserem Leben

In welches Restaurant gehen wir?

Welches Nachrichten-Portal nutzen wir?

Auf welcher Plattform kaufen wir uns Gebrauchtwagen?

Welche Urlaubsangebote buchen wir?

 

Dies sind einige Fragen, welche alle 1 gemeinsam Antwort haben:

Das, was Google uns ausgibt.

 

Denn immer mehr Menschen sind online. Und die meisten von ihnen suchen im Internet mit Google.

Die Suchergebnisse von Google bestimmen also maßgeblich unser Leben.

 

Heißt das aber, dass die Google-Ergebnisse auch gute Ergebnisse für uns sind?

Kann sein, muss es aber nicht.
 

Und geht Google dabei immer so redlich vor, wie es für die Nutzer gut ist?

Definitiv: Nein!

Wie Google anderen Unternehmen das Leben schwer macht

Für viele Unternehmen ist Google die (oder zumindest eine) Hauptquelle, wie sie zu ihren Kunden kommen. Und dementsprechend negative Konsequenzen hat es für diese, wenn der „Traffic“ (= der Zustrom an Benutzern) von Google einbricht.

 

Ob Karten-Dienste, Preis-Suchmaschinen oder Hotel-Buchungs-Plattformen – sie leiden darunter, dass Google seine eigenen Dienste forciert und damit indirekt Dienste von Drittanbietern schlechter stellt.

 

Das wirkt sich auch am Markt bereits massiv aus:

So ist das Portal muenchen.de von einem anderen Karten-Dienst auf Google-Maps umgestiegen, weil es damals gratis war. Später hat aber Google seinen Kartendienst ebenfalls ab einer bestimmten Anzahl von Zugriffen kostenpflichtig gemacht, weswegen das Portal sich nach alternativen Karten-Anbietern umgesehen hat. Viele hat es aber nicht gefunden, weil in der Zwischenzeit fast alle schon vom Markt verschwunden sind.

 

Zusätzlich werden bezahlte Einträge in den Suchergebnissen von Google wesentlich prominenter platziert, was zu Lasten der „organischen“ (= unbezahlten, echten) Suchergebnisse geht.

Finanzkraft zählt dann mehr, als gute Inhalte.

Google im Visier der Kartellwächter

Die marktbeherrschende Stellung Googles bei den Suchmaschinen, bei Suchmaschinen-Werbung und bei Smartphone-Betriebssystemen (Android) hat dem hellblauen IT-Riesen dann auch mehrere Kartell-Verfahren eingebracht – und das auch völlig zu Recht.

 

Erst vor wenigen Wochen ist Google in Russland wegen der Marktmacht von Android und der bevorzugten Vorinstallation von Google-Diensten auf Android-Smartphones verurteilt worden.

 

In der EU laufen seit 2010 Kartell-Verfahren – eine definitive Entscheidung gibt es bis heute noch nicht. Allerdings scheint die seit 2014 amtierende Wettbewerbs-Kommissarin Margarete Vestager entschlossen zu sein, Google (zumindest etwas) einzuschränken.

Im Rahmen des EU-Kartell-Verfahrens hat es auch bereits Überlegungen gegeben, Google den Status eines Infrastruktur-Unternehens zu geben und eine Markt-Regulierung zu machen. Es ist bisher allerdings bei Überlegungen geblieben.

 

Ich habe auch meine Zweifel, ob die Herrschenden das Kartellverfahren nicht als Druckmittel verwenden, damit sie Google mittels eines Deals um das Verfahren als Partner im Kampf für ihre eigene und gegen alternative Meinungen ins Boot holen.

Fazit und mögliche Lösungen

Eines muss ich auch an dieser Stelle Google wieder zu gestehen: Seine Dienste sind allesamt zumindest gut. Es ist aber immer hochgradig gefährlich, wenn es in bestimmten Bereichen einen De-facto-Monopolisten gibt – und teilweise sind heute schon diese Art von negativen Konsequenzen eingetreten.

 

Google ist auch keinesfalls das einzige Unternehmen, das eine bestimmten Markt beherrscht, das trifft gerade im Internet auf mehrere „Spieler“ zu:

GAFA ist die Abkürzung für Google, Amazon, Facebook & Apple. Und diese 4 großen US-Konzerne beherrschen einen großen Teil des Internets.

 

Und warum sind Google & Co so mächtig?

Weil wir Nutzer sie so mächtig machen, indem wir ihre Dienste nutzen.

 

Wir sollten daher weder aus Ignoranz, noch aus Bequemlichkeit Google-Diensten die „Nibelungen-Treue“ halten, sondern wir sollten auch Internet-Dienste von anderen, kleineren und möglichst bürgernahen Anbietern nutzen.

 

Open-Source Programmen liefern diesbezüglich sehr gute Dienste.

Und gerade bei den Suchmaschinen gibt es z.B. mit Startpage und MetaGer 2 hochwertige Alternativen, die noch dazu die Privatsphäre von uns Benutzern gut schützen.

 

Durch die Marktdominanz von Google & Co ist es heute für uns ein Herausforderung, wie wir im Internet möglichst sicher und möglichst effizient zu unseren Informationen kommen oder unsere Informationen verbreiten – aber eine Herausforderung, die mit dem richtigen Wissen machbar ist.

Wie Sie das können zeige ich Ihnen auf informationsspezialist.at.
 

 

Weiter führende Informationen zum Thema „Google und Markt-Beherrschung“:

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28. Januar 2017 6 28 /01 /Januar /2017 00:33

GetSimple ist eines der besten datenbanklosen CMS überhauptContent-Management-Systeme (CMS) gibt es viele. Zu den bekanntesten gehören Wordpress, Joomla und Typo3. Diese verlangen aber allesamt nach einer MySQL-Datenbank am Server. Und vor allem ist die Einrichtung und die Anpassung der Systeme an die eigenen Bedürfnisse relativ komplex.

 

Da gerade kleine und technisch einfach Webseiten die umfangreichen Fähigkeiten der großen CMS nicht brauchen, haben sich auch einige kleine, einfache Programme ohne Datenbank entwickelt.

Das aus meiner Sicht beste und am einfachsten zu bedienende ist GetSimple (GS).

 

Warum? Weil GetSimple:

  1. Einfach einzurichten
  2. einfach zu bedienen
  3. einfach zu erweitern
  4. und einfach zu personalisieren ist.

 

Ich habe mir einige „Light-Weight-CMS“ angesehen. Richtig verstanden habe ich die Funktionsweise von Content-Management-Systemen aber erst mit GetSimple.

 

Toll ist auch, dass es viele Erweiterungen gibt, es generell eine beachtlich große und aktive Community gibt und dass das System auch viele Fehlerkorrektur- und Sicherheits-Updates bekommt.

 

Das 1. Mal bin ich glaube ich 2013 beim Recherchieren nach einfachen CMS über das Tool „gestolpert“. Bis ich mich dann aber „richtig“ mit GetSimple beschäftigt habe, war es 2015. Und die damalige Webseite für eine Verlängerung der Schnellbahn S45 habe ich aus nicht-technischen Gründen eingestampft.

 

2017 geht es mit meiner Webseiten-Entwicklung auf GetSimple-Basis aber so richtig los:

Das 1. Projekt ist mein Webauftritt als Erwachsenentrainer unter http://www.informationsspezialist.at – der „Rohbau“ der Seite steht auch schon (Stand: 28.01.2017). Eine komplette Neugestaltung meines persönlichen Webauftritts, dem Lintl-Net, steht heuer ebenfalls fix auf meiner Agenda – natürlich auch auf Basis vom GetSimple.

 

Konzipiert und entwickelt worden ist GetSimple 2009 vom US-Amerikaner Chris Cagle. Chris hat sich in der Zwischenzeit aus der Entwicklung und Wartung des Systems zurück gezogen. Chef-Entwicklung ist in der Zwischeneit Shawn Alverson.

 

Sorgen macht mir, dass es seit nunmehr 3 Jahren kein Minor-Release und schon seit 6 Jahren kein Major-Release mehr gegeben hat.

Zwar ist das System nach wie vor gut, sogar so gut, dass es in den letzten 2 Jahren viele neue, überzeugte Verwender gewonnen hat.

Eine Version 3.4 ist allerdings schon seit 2014  geplant. Und 2017 soll laut Chef-Entwickler Shawn die Veröffentlichung auch erfolgen – ENDLICH.

 

Zudem soll GS 3.4 statt auf Basis von PHP 5.2 auf Basis der Version 5.3 arbeiten. Das ist insofern sehr wichtig, da schon 2017 die ersten namhaften Internet-Provider die Unterstützung der Version 5.2 einstellen. Mit PHP 5.3 wäre das Hosting dagegen noch einige Jahre sehr gut möglich.

 

GetSimple ist für mich schlicht DAS einfache CMS der 2010er Jahre.

Damit das aber auch langfristig so bleibt, und Get-Simple fit für die 2020er Jahre wird, muss es in naher Zukunft auch wieder signifikante Verbesserungen und Erweiterungen dieses tollen CMS geben.

 

Entscheidende Verbesserung für GetSimple 4.0 oder 5.0 könnten neben Verbesserung des bisherigen Systems aus meiner Sicht umfassen:

  • Die Anpassung der Software an neue PHP-Versionen (mittelfristig an PHP 7.X, als kurzfristigen Zwischenschritt vielleicht auch noch an PHP 5.6)
  • Verbesserung und Ausbau der Modularität
  • Interoperabilität der Software, vor allem in Hinblick auf die zukünftig massiv verstärkte digitale Vernetzung (allgemein APIs, Wirschaft-4.0, Headless-CMS, ...)
  • Besonders beim nächsten Major-Release große Beachtung des Themas „Kompatibilität“ von Erweiterungen (angesichts der vielen und guten Plug-Ins für GS 3.3).

 

Ich denke, dass ein Hauptgrund für die fehlenden, größeren Verbesserungsschritten in den letzten 3 Jahren der ist, dass zumindest der Großteil der Entwicklungsarbeit allein an Shawn hängen bleibt und es kaum Unterstützung aus der Community an der Weiterentwicklung des Kernsystems gibt.

 

Es ist daher aus meiner Sicht die Gründung eines Fördervereins bzw. einer Stiftung anzudenken, die Geld einsammelt und zumindest eine Teil der Weiterentwicklung kostenpflichtig beauftragt.

 

Eine gutes Vorbild für diesen Ansatz bei Content-Management-Systemen ist Contao. Dort gibt es einen eigenen Förderverein, der aktuell 45 Fördermitglieder umfasst.

 

ReactOS ist 1 gutes Beispiel, dass eine nur auf Sparflamme statt findende Weiterentwicklung durch die Gründung einer Organisation mit finanzieller Ausstattung (bei ReactOS aus Deutschland und durch Russland) wieder massiv beschleunigt werden kann.

 

So oder so werde ich 2017 intensiv mit GetSimple arbeiten und das System auch aktiv weiterempfehlen. Darüber hinaus hoffe ich aber, dass die Entwicklung so stark in Gang kommt, dass dieses tolle, kleine Content-Management-System fit für die 2020er Jahre gemacht wird und ich auch in 10 Jahren noch sagen kann, dass es mein Lieblings-CMS ist.

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8. April 2016 5 08 /04 /April /2016 15:20

Online-Aprilscherze können unlustig endenAprilscherze haben eine Jahrhunderte alte Tradition, den Begriff als solchen gibt es immerhin schon seit dem 19. Jahrhundert. Natürlich kenne auch ich diese schon seit meiner Kindheit – und in jüngeren Jahren bin ich auch regelmäßig auf diese hinein gefallen. Die letzten rund 20 Jahre aber nicht mehr.

 

Aprilscherze sind früher ebenso nicht nur im persönlichen Kontakt, sondern auch in Zeitungen und Zeitschriften gemacht worden. Das war aber eine völlig andere Qualität, als wenn Aprilscherze im Online-Bereich passieren.

 

Warum?
Weil Aprilscherze im Print-Bereich und noch mehr natürlich persönlich zeitnah gemacht werden und dann in den Weiten der persönlichen Erinnerung oder des Medien-Archivs verschwinden.
Im Online-Bereich dagegen bleiben Aprilscherz-Artikel meistens zeitlich unbegrenzt verfügbar. Und am schlimmsten, sogar über Suchmaschinen auffindbar.

 

Das wäre aber eigentlich auch noch nicht wirklich schlimm – wenn die Scherze-Macher etwas tun würden, das sie bisher leider so gut wie nie tun: Einen April-Scherz nachträglich als solchen auf der Webseite deutlich als solchen kennzeichnen.

 

Diese Kennzeichnung würde helfen, den Scherz auch dann als solchen erkennen zu können, wenn man als Leser einmal nicht wie ein „Haftlmacher“ auf das Datum der Veröffentlichung schaut. So könnten die Medien ihre Aprilscherze weiter machen und Benutzer würden weit nach dem 1. April nicht mehr höchst unlustig mit Falschinformationen in die Irre geführt.

 

Liebe Online-Medien:
Reisst euch am Riemen und macht das so! Spaß muss sein, seriöse Information aber auch!

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2. Januar 2016 6 02 /01 /Januar /2016 01:15

Rund 2 ½ Jahre ist es her, dass Edward Snowden Mitte 2013 die unfassbaren Überwachungspraktiken westlicher Geheimdienste, allen voran die US-amerikanische NSA und der britische GCHQ, aufgedeckt hat.

 

Im „Untergrund“ hat sich seitdem einiges getan. So erleben z.B. Privatsphäre-Suchmaschinen wie Ixquick und Startpage einen stetigen Aufschwung. In einer breiteren Öffentlichkeit ist es bisher aber mit Bewusstseinsbildung bezüglich Privatsphäre bei der digitalen Kommunikation noch nicht weit her.

 

Dass sich das 2016 aber ändert, dafür gibt es mehrere, stark Indizien. Vor allem hat es bisher noch nie zuvor so viele verschiedene, ambitionierte Initiativen zu Bewusstseinsbildung und zur Verbreitung von Verschlüsselungswerkzeugen gegeben.

Und diese sind gleich rund um den Jahreswechsel besonders konzentriert:

  1. Der anerkannte Journalist Erich Möchel schreibt, dass von 2013 bis 2015 sich die Zahl der Verschlüsselungs-Programm von rund 25 auf 400 vervielfacht hat.
    Der Experte Bruce Schneier schafft es daher nicht mehr alleine, den Überblick über die Werkzeuge zu behalten und dafür öffentlich Unterstützung angefordert.
    Für 2016 rechnet er mit einem Anhalten des Booms bei Verschlüsselungs- und anderen Sicherheits-Werkzeugen.


     

  2. Schon am 25.12.2015 ist der Film „Alles unter Kontrolle“ in den österreichischen Kinos gestartet. In diesem beschäftigt sich Filmemacher Werner Boote damit, wer unsere Daten sammelt und wie mit diesen umgegangen bzw. diese von Dritten verwendet werden.

     

  3. Am 04.01.2016 bringt das ZDF um 19.25 Uhr im Rahmen der WISO-Reihe die Dokumentation „Weltmacht Google“. Dabei wird die schier umfassende und große Macht von Google über unser tägliches Leben beleuchtet. Macht sowohl darüber, was wir User finden, aber auch das, was Unternehmer anbieten möchten.
    Und der Google's Machtanspruch geht ja in der Zwischenzeit schon weit über das Internet hinaus.


     

  4. Ebenfalls per 04.01.2016 startet der Verein lauschfrei.org. Dieser hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, den Menschen Privatsphären-Schutz bei ihrer digitalen Kommunikation näher zu bringen. Dazu stellt er zahlreiche vor Überwachung sichere Programme und Dienste vor. Zudem bietet er auch Vorträge und Workshops an.

 

Bei lauschfrei.org bin ich federführend tätig. Und unsere Initiative spielt auch bei der ZDF-Doku über Google mit.

 

Ich möchte hier auch noch auf meine 2 Blog-Einträge über Google hinweisen. Teil 3 der Serie ist in Vorbereitung.

 

Die Zeichen, dass es 2016 Privatsphäre-Schutzwerkzeuge in die Mitte der Gesellschaft schaffen stehen also gut. Und ich werde einen wichtigen Beitrag zur Erreichung dieses Ziels leisten.

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6. Juni 2015 6 06 /06 /Juni /2015 00:00

Grafik von Ulrich Lintl, basierend auf Vorlage von Wikimedia / The Wikileaks ChannelAm 6. Juni 2013 sind die Enthüllungen von Edward Snowden über die elektronische Massenüberwachung veröffentlicht worden – und haben die Welt verändert. Sowohl die Person Snowden, als auch seine Enthüllungen waren schon 2013 höchst umstritten – und sind es heute immer noch.

Warum Edward Snowden für mich ein Held ist

Für mich persönlich ist Snowden, ebenso wie andere, wichtige "Whistleblower" (Informanten), wie Bradley (bzw. Chelsea) Manning oder Julian Assange (Wikileaks) ein Held. Er hat mit seinem unbedingten Willen, für Bürgerrechte und für die Freiheit der Menschen einzutreten, die Welt zum Guten verändert. Selbst muss er aber einen hohen Preis zahlen, kann derzeit nicht in die USA zurück, da ihm dort hohe Strafen drohen und muss im russischen Asyl leben. Dort scheint es ihm aber immerhin recht gut zu gehen.

Dass die US-amerikanische NSA mit "PRISM" und ihr britisches Gegenstück GCHQ mit "Tempora" den weltweiten (!) Datenverkehr überwachen – im Zusammenspiel primär mit US IT-Konzernen und vielen westlichen Staaten – hat vor den Snowden-Enthüllungen als "Verschwörungstheorie" gegolten. Und zwar meist als "krude, rechte" Verschwörungstheorie.

Wichtige Konsequenz der Snowden-Enthüllungen

Seitdem hat sich vieles verändert und das meiste davon zum Positiven:

  • Nachdem anonyme Suchmaschinen wie Ixquick oder Duckduckgo schon 2012, nach der Verschärfung der Datennutzungsrichtlinien bei Google, einen kleinen Boom erlebt haben, so sind ab Mitte 2013 ihre Nutzerzahlen noch stärker nach oben "geschnalzt".
  • Staaten außerhalb des westlichen Blocks sind bezüglich der Überwachungsgefahren durch USA & Co. aufgewacht und unternehmen große Anstrengungen, um sich von westliche Hard- und Software möglichst unabhängig zu machen.
    Vor allem Russland verfolgt ambitionierte Eigenprojekte in fast allen Teilbereichen der IT: Eigene Linux-Distribution, eigene Prozessoren, eigene Smartphone-Betriebssystem-Distribution inkl. passender Apps.
  • Behörden und Politiker sind massiv unter Druck geraten, weil sie zumindest im Verdacht stehen, die Massenüberwachung betrieben oder zumindest geduldet zu haben. Durch Überwachungsenthüllungen am meisten in die Enge getrieben worden ist dabei die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr politischer Anhang. Ihr wird nicht nur vorgeworfen, gegen besseres Wissen ein "No-Spy-Abkommen" mit den USA versprochen zu haben, sondern sie wird auch der Mitwisserschaft von Datenweitergabe des deutschen BND an die USA verdächtigt.
  • Die jüngste, sehr positive Entwicklung ist das Ersetzen des sehr restriktiven Überwachungsgesetzes "Patriot Act", durch den – zumindest für US-Bürger – deutlich entschärften "Freedom Act".
    Trotz hartnäckiger Bemühungen von Hardlinern, die Massenüberwachung weiter zu führen, so haben die verantwortungsbewussten Kräfte – nicht zuletzt durch das Wirken von Edward Snowden – einen Erfolg errungen und zumindest einen 1. Schritt in die richtige Richtung gesetzt.
  • Große Anerkennung hat auch der Film "Citizenfour" gefunden, der primär die entscheidenden Interviews von Edward Snowden mit Glenn Greenwald, Laura Poitras und anderen über die Überwachungsmachenschaften der USA und ihrer Verbündeter in einem Hongkonger Hotelzimmer zeigt.
    Citizenfour ist 2015 als bester Dokumentarfilm mit einem Oscar ausgezeichnet worden.

Weitere Chancen & Risken für die Freiheit

Trotz aller positiver Entwicklungen, so gibt es auch noch große Gefahren und starke Kräfte des Establishments, die die Freiheit weiterhin massiv einschränken wollen – in der Informationstechnologie und darüber hinaus.

Das Scheitern der Patriot-Act-Verlängerung war doch knapp. Und Propagandisten des Establishments in den großen Medien sehen ohne Massenüberwachung das "Ende der Zivilisation" herauf ziehen.

Manche Menschen werden sie damit auch erreichen, aber immer mehr Menschen sehen ihre persönliche Freiheit ebenso eingeschränkt, wie die Glaubwürdigkeit der großen Medien. Viel Kredit haben diese ja auch schon mit ihrer in hohem Maße einseitigen, Russland-feindlichen Ukraine-Berichterstattung verspielt.

Das aber ist eine Chance für alternative Medien, welche sich immer stärker steigender Beliebtheit erfreuen.

Und dass unter anderem mit Bernie Sanders und Rand Paul 2 ausgesprochene Überwachungsgegner für das US-Präsidentenamt kandidieren wollen, ist auf jeden Fall auch erfreulich.

Leider kommen auch von mancher Seite, vor allem von Seite Linker, immer wieder auch Spaltungs-Aktion der politisch kritischen Kräfte, die eine Einheitsfront ALLER Kritiker gegen Massenüberwachung und für Bürgerrechte bislang untergraben.

Schlussworte

Danke Edward Snowden!

Wir können seinem Opfer aber nur dann gerecht werden, wenn wir uns sowohl auf der politischen Ebene einbringen, als auch unsere persönlichen Gewohnheiten ändern.

So sollten wir ausschließlich solche Parteien wählen, die für Bürgerrechte eintreten.

Und statt kommerziellen IT-Diensten sollten wir anonyme Suchmaschinen und Open-Source-Systeme verwenden.

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2. Mai 2014 5 02 /05 /Mai /2014 02:00

it-logo-collage-jpg.jpgBesonders Google, früher und teilweise auch heute noch Apple haben bei vielen Menschen ein positives Image.

Microsoft dagegen gilt häufig als "böse".

 

Abgesehen vom Ärger über Microsoft-Produkte, wenn diese schlecht funktionieren, hängt dieser Umstand mit Entwicklungen vor 12-15 Jahren (also ca. 1999-2002) zusammen:

Durch die – besonders im Software-Bereich – zwischenzeitlich erdrückende Dominanz vom Microsoft und die drohende Expansion Microsofts in IT-fremde Bereiche hat es nennenswerte Befürchtungen gegeben, dass Microsoft ein lebensbestimmendes Unternehmen wird, ja sogar die Weltherrschaft anstrebt.

 

Apple wiederum hat nach einem turbulenten Jahrzehnt Ende der 1990er Jahre unter Steve Jobs eine Umbruchsphase erfolgreich geschafft und dann ab den 2000er Jahren zu einem Siegeszug in vielen Bereichen des digitalen Lebens angesetzt:

Mit seinen i-Geräten (Mac, Book, Pod, Phone, Pad) haben die Kalifornier sowohl in bestehenden als auch in neuen Geschäftsfeldern reüssiert – und das zu sehr stolzen Preisen der Produkte.

 

Microsoft wird zwar immer noch von vielen Usern als unsympathisch empfunden. Doch einerseits nach kartellrechtlichen Schwierigkeiten und noch mehr durch den Siegeszug von Internet-basierten Konkurrenten (Google, Facebook, Firefox, ...) inklusive dazupassender Hardware (Smartphones, Tablets), wo Microsoft bisher nur wenig vertreten ist, haben sich die Weltherrschaftsbefürchtungen zerschlagen.

 

Apple wiederum hat seit jeher eine Fangemeinde, deren Begeisterung und fast bedingungslose Loyalität zum Unternehmen beinahe schon religiöse Dimensionen einnimmt. Doch schon an den geschlossenen Systemen von Apple, bei denen man nur Apple-spezifische Dateien (z.B. AAC beim iPod) bzw. Apps (bei iPhone & iPad) verwenden, hat Apple viel Kritik einstecken müssen.

Mitte der 2000er Jahren ist die harte Kritik dann bezüglich mangelnder ökologischer Verträglichkeit bei der Apple-Hardware weiter gegangen und hat seit 2010 in Skandalen um schlechte Arbeitsbedingungen bei Apple-Auftragsfertigern gegipfelt.

 

An Google dagegen gibt es zwar auch schon seit vielen Jahren substantielle und nicht wenig umfangreiche Kritik. Völlig im Gegensatz vor allem zu Microsoft hat diese bisher jedoch kaum einen Effekt auf die öffentliche Wahrnehmung des IT-Riesen gehabt. Google ist bisher für Dinge wie "kompetent", "freundlich" und "alles gratis" gestanden.

 

Seit 2013 jedoch ist dieser Umstand dabei sich zu ändern.

  • Begonnen mit dem Aufdecken der NSA-Totalüberwachung der Bürger – welche vorher als "Verschwörungstheorie" gegolten hat – durch Edward Snowden, sind alle großen Internet-Konzerne massiv in die Defensive geraten, allen voran natürlich die Nr. 1 Google;
    das alleine hat jedoch noch nicht zu einer substanziellen Veränderung geführt
  • Doch eine beachtlich umfangreiche mediale Thematisierung des Vordringens von Google in Lebensbereiche über die reine IT hinaus (siehe meinen letzten Blog-Eintrag), welches in letzter Konsequenz unsere Totalüberwachung ermöglichen würde, hat 2014 schon einigen Staub aufgewirbelt
  •  Zusätzlich stark angefacht ist der Diskurs über Google 2014 von einem Brief des Axel-Springer-Verlag Vorsitzenden Matthias Döpfner worden, wo der Chef von Bild-Zeitung, "Die Welt" & vielen anderen Medien sagt, dass er Angst vor Google hat
  • Im für Google sehr wichtigen Segment der Mobil-Betriebssysteme (Android) gibt es in letzter Zeit u.a. mit Firefox-OS, Sailfish-OS, Windows-Mobile & Tizen immer mehr Konkurrenz, welche auch durchaus ernst zu nehmen ist
  • Zum "Drüberstreuen" gibt es nun auch erste, ernst zu nehmende Initiativen gegen Googles Beinahe-Monopol in vielen Bereichen des Suchmaschinenmarkts: Seitens der indischen Wettbewerbshüter droht Google im zweitgrößten Land der Welt eine Milliardenstrafe

Fazit:

Auch ich mag Google grundsätzlich. Google ist kompetent und auch ich komme ohne seine Dienste nicht aus.

Eine viele Lebensbereiche umfassende Dominanz eines privaten Unternehmens, noch dazu eines amerikanischen, ist für mich wie für immer mehr Menschen allerdings inakzeptabel.

Erfreulicherweise gibt es in letzter Zeit schon eine gewisse Bewegung, die das genau so sieht und Googles immer umfassender werdende Dominanz ebenfalls nicht akzeptieren möchte.

 

Das Thema gehört jedoch noch viel mehr Menschen noch stärker bewusst gemacht als bisher.

Und es gehören auch Alternativen zu den Produkten und Diensten von Google und anderen amerikanischen IT-Riesen aufgezeigt. Denn Alternativen gibt es grundsätzlich sogar ziemlich viele.

Und genau diese Alternativen werden Thema in zukünftigen Blog-Einträgen von mir sein.

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26. April 2014 6 26 /04 /April /2014 02:00

Google - Datenkrake & Welherrschaft?Menschen, die Google nicht kennen, sind in etwa so häufig, wie Regen in der Sahara.

In der Tat ist Google nicht nur die größte sondern die wohl auch beste Suchmaschine der Welt.

 

Im Bewusstsein dieser Menschen ist der Internet-Riese eben auch nach wie vor in 1. Linie als Suchmaschine, in 2. Linie mit dem E-Mail Dienst Gmail und dem Smartphone-Betriebssystem Android präsent.

Dass aber Youtube zu Google gehört – das werden eher wenige von uns wissen.

 

Und dass Google schon seit Jahren einen massiven Expansionskurs in eine Vielzahl von anderen Bereichen der IT fährt, das wird wahrscheinlich noch weniger Leuten bewusst sein.

Eine unvollständige Aufzählung wichtiger Google-Produkte:

  • Die wahrscheinlich größte Blog-Plattform der Welt (vormals Blogspot)
  • Straßenkarten & Routenplaner (Maps)
  • Hotel- und Shopping-Verzeichnisse (Hotelfinder & Shopping)
  • Einen riesigen Onlinespeicherdienst, auf dem eine ganze Online-Office-Suite verfügbar ist (Drive)
  • Einen der größten Online-Fotoalbum-Dienste der Welt (Picasa)
  • Die wahrscheinlich weltweit am weitesten verbreitete Webstatistik-Software (Analytics)
  • Eines der größten sozialen Netzwerke der Welt (Google Plus / +)

Die komplette Liste der Google-Dienste ist in der Wikipedia aufgelistet.

 

Doch die Omnipräsenz und Weichenstellung Richtung Allmacht im klassischen Internet genügt dem blauen Internetriesen nicht. Mehr und mehr dringen die Amerikaner auch in Bereiche abseits von Computer & Smartphone vor:

Alle diese Produkte zielen auf das "Internet der Dinge" bzw. dessen Beherrschung ab.

Beim "Internet der Dinge" werden eine Vielzahl von Alltagsgeräten mit Internet-Fähigkeit ausgestattet und kommunizieren dann miteinander. Und die Geräte kommunizieren sehr oft ohne Zutun des Benutzers.

Als Paradeanwendungen werden immer wieder der selbsttätig bestellende Kühlschrank oder die individuell an die Bewohner angepasste Heizungssteuerung genannt.

 

Doch das "Internet der Dinge" dringt so weit in unseren Alltag ein, dass eine Kontrolle über dieses auch ein hohes Maß an Kontrolle über uns und unser gesamtes Leben bedeutet. Massivste Überwachungsmöglichkeiten selbstverständlich ebenfalls inbegriffen.

 

Ich persönlich finde sowohl das "Internet der Dinge" als auch die drohende Beherrschung von diesem durch Google in höchstem Maße beängstigend.

 

Fairerweise muss man auch ganz klar dazu sagen, dass Google zwar eine riesige Datenkrake ist, gleichzeitig aber auch deutlich seriöser und transparenter mit User-Daten umgeht als andere große IT-Player:

Bei Microsoft, Yahoo oder Amazon zum Beispiel kann man nicht so ohne Weiteres ansehen, welche Daten (zu letztendlich kommerziellen Zwecken) gespeichert werden und hat hier auch wenig bis keine Eingriffsmöglichkeiten. Google jedoch bietet hier einige Möglichkeiten an.

Zwischenfazit:

Google ist ein kompetentes Unternehmen, das es sehr erfolgreich schafft, Trends perfekt zu seinem Vorteil zu nutzen.

Das immer weitere Vordringen von digitaler Technik in unser Leben und die immer größer werdende Dominanz von Google bei der digitalen Technik finde ich aber erschreckend.

 

Die Staaten müssten sich dieser Dominanz bewusst werden und entsprechende Marktregulierungsmaßnahmen setzen.

Warum dieses Vorhaben bisher noch nicht gelungen ist, aber ein Umdenken bereits eingesetzt hat – damit befasse ich mich in Teil 2 meiner Blog-Serie über Google.

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26. August 2013 1 26 /08 /August /2013 21:40

 


 

Lang, lang ist's her: Yahoo war um die Jahrtausendwende das größte Internet-Suchportal der Welt. Trotzdem Yahoo in den letzten Wochen mit der Meldung für Aufsehen gesorgt hat, dass es in den USA im Juli 2013 erstmals seit Jahren wieder Google bei den Besuchern überholt hat, so ist Yahoo in den letzten 10 Jahren weiter hinter Google zurückgefallen.

 

In den letzten Monaten haben zusätzlich noch die Enthüllungen von Edward Snowden über das weltweite Ausspionieren von Benutzern durch die NSA, welche Vollzugriff auf die Daten aller großen US-Internetunternehmen hat, Google, Microsoft, Yahoo und Co. in ein schlechtes Licht gerückt - und das völlig zu Recht.

 

Trotzdem ist es schade dass Yahoo so wenig verwendet wird. Denn es ist nie gut, wenn es in einem Markt einen Monopolisten gibt - und in Europa ist Google mit Marktanteilen von rund 90% ein extremer Monopolist.

 

Yahoo hat 2004 eine eigene Österreich-Version seines Suchportales gestartet. Und ich kann sagen, dass dieses Portal gut ist. Nicht so gut wie Google aber gut und auf jeden Fall die einzige wirkliche Alternative zum Marktführer:

Websuche, Nachrichtensuche, Video- und Bildersuche - alles da. Und eben auf Österreich bezogen.

 

Völlig unverständlich ist aber, dass Yahoo sein eigenes Produkt scheinbar möglichst effektiv vor den Benutzern verstecken möchte:

  1. Wenn man auf http://www.yahoo.at geht, dann kommt man auf eine Konto-Login-Seite, welche eine Logo mit einem Link enthält, der ins digitale Nirvana führt (bis vor ca. 1 Jahr hat zumindest der Link noch auf die Suchseite weitergeleitet)
  2. Und in der Browsersuche von Firefox wird auch für die österreichischen Benutzer - im Gegensatz zu Google - die Yahoo-Suchfunktion aus Deutschland verwendet; Otto Normalanwender würde gar nicht auf die Idee kommen, dass es eine eigene Österreich-Suche von Yahoo gibt
  3. Zum "Drüberstreuen" sind auch die Domains unglaublich kompliziert und unübersichtlich. Während man bei Yahoo die Suchfunktion nur unter http://at.search.yahoo.com erreicht, so findet man diese bei Google einfach unter http://google.at

Ich habe das Thema ja schon 2012 behandelt und einen Brief an den damaligen Yahoo-CEO Scott Thompson geschrieben. Ich weiß nicht woran es gelegen ist - vielleicht war Scott Thompson damals schon mehr mit den Problemen um seinen Lebenslauf, welche zum Ausscheiden von Yahoo geführt haben beschäftigt - aber leider ist mein Hinweis damals versandet.

 

Ich bin jetzt optimistisch und glaube einmal nicht, dass Yahoo vorsätzlich seine Österreich-Suche versteckt. Allerdings haben die 3 genannten Punkte eine fatale Öffentlichkeitswirkung. So, als ob ein Autohersteller die Zündung versteckt, damit der Fahrer das Auto nicht anstarten kann.

 

Ich hoffe, dass Yahoo dieses Thema jetzt endlich anpackt und die Österreich-Suche gut zugänglich macht und sogar noch in der öffentlichen Kommunikation forciert.

 

Nicht nur, dass das für das Unternehmen eine Chance ist, Marktanteile zu gewinnen, so haben es sich auch die - in diesem Fall primär die österreichischen - Benutzer verdient, eine gute Google-Alternative  zu haben.

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13. April 2012 5 13 /04 /April /2012 00:30

Lieber Herr Thompson,

 

ich bin ein absoluter Internet-Mensch, lebe das Netz der Netze richtig gehend. Pro Tag surfe ich 3-6 Stunden.

Und für das Auffinden der Inhalte braucht man natürlich Suchmaschinen. Gerade bei uns in Europa heißt "Suchmaschinen" aber fast immer "Suchmaschine", nämlich Google.

 

Selbst Ihnen als Yahoo-Chef sage ich offen, dass ich Google mag und sie für die momentan beste Suchmaschine halte. Marktanteile von 90 % und mehr, wie sie Google in Europa hat, finde ich allerdings höchst bedenklich.

Die Suche im Internet ist einfach zu wichtig, um sie einem De-facto-Monopolisten zu überlassen.

 

Und die einzige echte Alternative zu Google in meinem Heimatland Österreich ist für mich aktuell Yahoo.

Nur diese 2 Suchmaschinen sind Vollsortimenter und bieten alle wichtigen Funktionen, die fortgeschrittene Anwender von einer Suchmaschine erwarten:

Websuche, Nachrichtensuche, Bildersuche, Videosuche, Suche nach deutschen Webseiten, Suche nach Webseiten aus Österreich und mehr.

 

Yahoo macht dabei schon heute keinen schlechten Job. Einen besonders guten allerdings auch nicht.

Die Basis, die Yahoo als Suchmaschine speziell in Österreich hat, ist wirklich gut. Was Yahoo daraus macht jedoch leider ziemlich armselig.

Was ich damit meine werde ich an Hand mehrerer Beispiele erläutern:

  1. Yahoo hat eine eigene Version seiner Suchmaschine für Österreich. Doch diese ist so gut „versteckt“, dass kaum ein Anwender sie findet – und damit natürlich auch nicht nutzt.
    Ruft man www.yahoo.at auf, dann kommt man auf die Login-Seite von persönlichen Yahoo-Benutzerkonten. Oben drüber gibt es ein recht kleines Logo „Yahoo! Österreich“, wenn man auf dieses klickt, dann kommt man zur Suchmaschine.
    Die direkte URL der Suchmaschine ist at.search.yahoo.com.
    Wie kann ein Suchmaschinen-Anbieter den Anwendern so große Hindernisse in den Weg legen?
    Wenn man die Österreich-Suche von Google verwenden möchte, dann gibt man einfach www.google.at ein.
  2. Direkt in Zusammenhang mit Punkt 1:
    Die Yahoo-Österreich-Suche erreicht auch deshalb kaum ein Benutzer, weil diese nicht über die Browser-Suche, z.B. in Firefox, zu erreichen ist.
    In der deutschsprachigen Version von Firefox funktioniert die Suche mit Yahoo über Yahoo-Deutschland (de.search.yahoo.com).
    Sucht man im FF-Browser mit Google, dann kommt man direkt zur Österreich-Suche von Google. Ich nehme an, dass dort Suchanfragen per IP-Kennung automatisch umgeleitet wird.
  3. In Zusammenhang mit den Punkten 1 und 2:
    Ich habe einen Online-Shop und betreibe darüber hinaus auch noch mehrere kommerzielle und nicht-kommerzielle Online-Auftritte.
    Ich kenne Yahoo Search-Marketing und nutze es auch. Jedoch erreicht man über diese Schiene nur eine winzige Anzahl von Menschen.
    Denn: Abgesehen davon, dass Yahoo in Österreich einen Marktanteil von vielleicht 1 % hat, so laufen – wie beschrieben – die meisten Yahoo-Suchanfragen eben nicht über Yahoo-Österreich sondern über Yahoo-Deutschland.
    Und wie soll man hier ein geographisches Targeting machen, wenn man den Großteil der Zielgruppe nicht erreicht – obwohl es technisch ja sehr einfach möglich wäre?
  4. Über Österreich-spezifische Kritikpunkte hinaus, gibt es natürlich auch generelle Schwächen.
    Darunter fällt die nur eingeschränkt vorhandene Filtermöglichkeit nach Zeit.
    Bei Google kann man die Suche auf die letzten 24 Stunden, die letzte Woche, das letzte Monat das letzte Jahr und darüber hinaus sogar noch auf einen benutzerdefinierten Zeitraum einschränken. Bei Yahoo ist eine Einschränkung auf das letzte Jahr und benutzerdefiniert dagegen nicht möglich.
  5. Darüber hinaus gibt es noch weiteren, wenn auch weniger kritischen Verbesserungsbedarf:
    -) Mit der Indizierung von bestimmten Webseiten hat der Microsoft Crawler massive Probleme. Das fällt auf Bing ebenso negativ zurück wie auf Yahoo. Wiederum schafft es Google bei den meisten dieser Webseiten, sie sauber zu indizieren.
    -) Die Verwendung von Booleschen Operatoren bei komplexen Suchen klappt bei Yahoo auch nicht optimal.
    -) Auch die Suche nach bestimmten URLs oder das Durchsuchen von Webseiten liefert im Vergleich zu Google oft schlechtere oder keine Ergebnisse.

Ein Google-Marktanteil von knapp unter 100 % im österreichischen Suchmaschinen-Markt lässt bei mir alle Alarmglocken läuten. Eine solche Dominanz schreit geradezu danach, seine marktbeherrschende Stellung irgendwann einmal auszunutzen.

 

Sowohl als Anwender als auch als Werber wünsche ich mir zukünftig 1 oder besser 2-3 ernsthafte Alternativen zum übermächtigen Giganten Google. Von einer Marktsituation wie in den USA, wo Google „nur“ 66 % Marktanteil hat, können wir in Europa nur träumen.

 

Yahoo ist, wie schon erwähnt, von der Funktionalität her der einzig echte Mitbewerber für Google. Und: Yahoo ist mir einfach sympathisch.

Bei aller hier angeführten Kritik, so gibt es auch abseits der Suche ganz konkrete, neue Punkte, die Yahoo in den letzten Jahren gut gemacht hat:

Spontan fallen mir Yahoo Answers, der Währungsrechner oder der Wetterdienst ein.

 

Ich wünsche mir sehr, dass Yahoo die Trendwende schafft und seine Marktanteile ausbaut.

Das würde die Anwender, die Werber und natürlich auch das Unternehmens selbst sehr glücklich machen.

 

Sehen Sie meinen Brief als Gratis-Consulting von einem Anwender an Sie.

Über die hier erwähnten Inhalte hinaus habe ich etliche konkrete Ideen, wie Sie mit innovativen Ideen bei den Anwendern wieder Begeisterung wecken können.

Wenn Sie wollen würde ich Ihnen gerne nähere Informationen dazu geben.

 

Viel Erfolg und beste Grüße,

Ulrich Lintl

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