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11. Dezember 2017 1 11 /12 /Dezember /2017 19:49
2017 hat erstmals seit 7 Jahren wieder einen großen Leistungssprung gebracht, 2018 steht der nächste bevor
2017 wie 2018 gibt es große Leistungssprünge bei CPUs

Die PC-CPU-Leistungs-Entwicklung 2017:

In den letzen 7 Jahren hat es bei PC-Prozessoren wenig Bewegung gegeben: Intel war punkto Rechenleistung und Effizienz meilenweit vor AMD und hat alljährlich immer nur kleine Updates seiner bestehenden CPU-Architekturen heraus gebracht.

2017 hat sich das geändert.

 

Denn AMD hat im Frühjahr 2017 eine Prozessor-Familie mit einer neuen Architektur heraus gebracht, die wirklich voll eingeschlagen hat.

Die Ryzen-CPUs, Code-Name: "Summit-Ridge", sind leistungsstark, energieeffizient und preislich attraktiv.

 

Und dementsprechend lassen sie nicht nur das Herz von allen AMD-Fans und Preis-Leistungs-Käufern schlagen, sie verkaufen sich auch richtig gut.

Erstmals seit 10 Jahren ist der ewige Konkurrent Intel damit in die Defensive geraten.

 

Intel hat im Herbst zum Gegenschlag angesetzt und mit seinen neuen Prozessor-Familie, Code-Name: "Coffe-Lake", erstmals auch im Mainstream-Segment CPUs mit 6 Rechenkernen eingeführt.

Coffe-Lake-Prozessoren schlagen sich gegen AMDs Ryzen auch gut – sie kosten aber deutlich mehr und vor allem sind sie derzeit noch schlecht verfügbar.

Vorschau auf PC-CPUs 2018:

2018 wird ein mindestens ebenso interessantes Jahr wie heuer:

Da bringt AMD nämlich nochmals verbesserte CPUs, Code-Name: "Pinnacle-Ridge" heraus.

 

Und Intel wird nicht nur Verfügbarkeit und Preise seiner Coffe-Lake-Prozessoren verbessern, sondern höchst wahrscheinlich auf noch eine Version mit 8-Kernen im Mainstream heraus bringen – etwas, das vor 3 Jahren dem absoluten High-End-Segment vorbehalten war.

 

Zudem wird Intel – mit gut 1 ½ jähriger Verspätung – auch endlich beginnen, seine ersten Prozessoren in fortschrittlicher 10nm-Struktur-Größe, Code-Name: "Cannon-Lake", in den Markt einführen. Cannon-Lake kommt allerdings nur für extrem stromsparende Notebooks oder Convertible-Geräte zum Einsatz.

Fazit und Rat:

Wer kurzfristig einen neuen PC braucht, dem würde ich derzeit in den meisten Fällen ein Gerät mit Ryzen-CPU von AMD empfehlen. Besonders die 6-Kerner, wie z.B. der Ryzen-5-1600 bietet hohe Rechenleistung bei noch akzeptablem Preis.

 

Wer noch nicht ganz dringend einen neuen Rechner braucht, der sollte noch auf die Pinnacle-Ridge von AMD bzw. auf noch attraktivere Coffe-Lake-CPUs von Intel 2018 warten.

 

Und im Notebook-Bereich hat AMD vor kurzem ebenfalls Ryzen-basierte Mobil-Prozessoren, Code-Name "Raven-Ridge" vorgestellt, welche ebenfalls 2018 in den Markt eingeführt werden.

 

Auf Grund der 2017 schon erfolgten und 2018 noch bevor stehenden großen Umwälzungen eine super Gelegenheit für mich, um in diesem Blog nach langer Zeit wieder etwas zu PC-Hardware zu schreiben!

 

Weiter führende Links:

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2. Januar 2016 6 02 /01 /Januar /2016 01:15

Rund 2 ½ Jahre ist es her, dass Edward Snowden Mitte 2013 die unfassbaren Überwachungspraktiken westlicher Geheimdienste, allen voran die US-amerikanische NSA und der britische GCHQ, aufgedeckt hat.

 

Im „Untergrund“ hat sich seitdem einiges getan. So erleben z.B. Privatsphäre-Suchmaschinen wie Ixquick und Startpage einen stetigen Aufschwung. In einer breiteren Öffentlichkeit ist es bisher aber mit Bewusstseinsbildung bezüglich Privatsphäre bei der digitalen Kommunikation noch nicht weit her.

 

Dass sich das 2016 aber ändert, dafür gibt es mehrere, stark Indizien. Vor allem hat es bisher noch nie zuvor so viele verschiedene, ambitionierte Initiativen zu Bewusstseinsbildung und zur Verbreitung von Verschlüsselungswerkzeugen gegeben.

Und diese sind gleich rund um den Jahreswechsel besonders konzentriert:

  1. Der anerkannte Journalist Erich Möchel schreibt, dass von 2013 bis 2015 sich die Zahl der Verschlüsselungs-Programm von rund 25 auf 400 vervielfacht hat.
    Der Experte Bruce Schneier schafft es daher nicht mehr alleine, den Überblick über die Werkzeuge zu behalten und dafür öffentlich Unterstützung angefordert.
    Für 2016 rechnet er mit einem Anhalten des Booms bei Verschlüsselungs- und anderen Sicherheits-Werkzeugen.


     

  2. Schon am 25.12.2015 ist der Film „Alles unter Kontrolle“ in den österreichischen Kinos gestartet. In diesem beschäftigt sich Filmemacher Werner Boote damit, wer unsere Daten sammelt und wie mit diesen umgegangen bzw. diese von Dritten verwendet werden.

     

  3. Am 04.01.2016 bringt das ZDF um 19.25 Uhr im Rahmen der WISO-Reihe die Dokumentation „Weltmacht Google“. Dabei wird die schier umfassende und große Macht von Google über unser tägliches Leben beleuchtet. Macht sowohl darüber, was wir User finden, aber auch das, was Unternehmer anbieten möchten.
    Und der Google's Machtanspruch geht ja in der Zwischenzeit schon weit über das Internet hinaus.


     

  4. Ebenfalls per 04.01.2016 startet der Verein lauschfrei.org. Dieser hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, den Menschen Privatsphären-Schutz bei ihrer digitalen Kommunikation näher zu bringen. Dazu stellt er zahlreiche vor Überwachung sichere Programme und Dienste vor. Zudem bietet er auch Vorträge und Workshops an.

 

Bei lauschfrei.org bin ich federführend tätig. Und unsere Initiative spielt auch bei der ZDF-Doku über Google mit.

 

Ich möchte hier auch noch auf meine 2 Blog-Einträge über Google hinweisen. Teil 3 der Serie ist in Vorbereitung.

 

Die Zeichen, dass es 2016 Privatsphäre-Schutzwerkzeuge in die Mitte der Gesellschaft schaffen stehen also gut. Und ich werde einen wichtigen Beitrag zur Erreichung dieses Ziels leisten.

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26. Juni 2015 5 26 /06 /Juni /2015 15:30

Nachdem AMD letzte Woche die überarbeiteten Grafikkarten der R3x0-Serie und diese Woche die völlig neue, mit revolutionären Komponenten ausgestattete FuryX-Grafikkarte vorgestellt hat, so ist das 2015er-Lineup fast komplett. Und nachdem die aktuellen AMD-Grafikkarten in der Hardware-Szene für viel Wirbel gesorgt haben, zu welchem ich schon vor der Veröffentlichung kurz Stellung genommen habe, so mache ich an dieser Stelle eine Kurzeinschätzung zu diesen.

Kommen wir gleich zum Inhalt:

Kurzzusammenfassung zum AMD Radeon R3x0-Lineup

  • Im Vorfeld der Veröffentlichung hat es heftige Diskussionen gegeben, ob es sich bei den R300-Radeons um einen „Rebrand“ (= eine reine Umbenennung, im konkreten Fall der R200-Chip) oder einen „Refresh“ (kleine Änderungen an den Chips) handelt.
    Ich gehe darauf genauer unten ein, meiner Einschätzung nach ist es so etwas wie der kleinst mögliche Refresh.

  • Das Chip-Design ist grundsätzlich identisch zu den Vorgängern, die neuen Karten sind aber eine Spur schneller und tendenziell Energie-effizienter.

  • Weiters haben einige Drittanbieter die Gelegenheit genutzt, um die Platinen und vor allem die Kühllösungen zu verbessern.

  • Die technischen Unterschiede zu den Vorgängern sind aber generell gering.
    Die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Nvidia ist leicht verbessert, aber grundsätzlich die selbe:

    • Nvidia punktet mit der tendenziell etwas höheren Rechenleistung und ganz besonders mit Energieeffizienz.

    • AMD besonders mit niedrigeren Preisen und der größeren Anzahl von Karten in unterschiedlichen Leistungssegmenten.

Insgesamt macht AMD ein leicht besseres Angebot als vorher. Die Verbesserungen sind allerdings nur gering, sodass ein Aufrüsten von den R200-Vorgängermodellen nur in Ausnahmefällen Sinn macht.

Die neue AMD Radeon-Fury-Familie

Ein besonders von AMD-Fans sehnlichst erwartetes Highlight sind die neuen Grafikkarten-Top-Modelle „Fury“. Diese sind als Gegenstück zu den Nvidia-Topmodellen „Titan“ und Geforce-980(Ti) gedacht.

 

Nach Auswertung der bisherigen Test- und Erfahrungsberichte würde ich der Fury-X die Note 2 geben (in Österreich 1=Sehr-gut, 5=Nicht-genügend).

Sie schneidet in den Tests gut, aber nicht überragend ab, setzt sich in den meisten Spiele-Benchmarks zwischen Nvidias „normale“ 980er und das Ti-Modell, meist aber näher beim Ti-Modell.

 

Besonders bemerkenswert sind die Furys aber als zukunftsweisender Technologieträger:
Sie sind die 1. Grafikkarten, die den revolutionären, extrem schnellen HBM-Speicher einsetzen. Das Topmodell Fury-X verfügt zudem über eine Wasserkühlung. Luftgekühlte Varianten werden mit der „normalen“ Fury und der besonders kompakten Fury-Nano folgen.

AMDs Änderungen an der Radeon-R300-Serie im Detail

Ein ganz heißes Thema der letzten Wochen war die Frage, was an den R3x0 GPUs anders als an ihren Vorgängern ist. Diese Frage ist selbst nach dem Launch noch umstritten und es hat mich einige Recherchearbeit gekostet, um das zu klären. Die beste Aufstellung der Änderungen liefert golem.de:

  • Ein verbesserter Herstellungsprozess

  • Micro-Code-Updates

  • Ein überarbeitetes Power-Management

  • Die Unterstützung neuerer, besserer Speicherchips.

So werden jetzt tatsächlich neue, sehr effiziente GDDR5-Chips von Hynix unterstützt, welche selbst bei niedrigen 1,35V Versorgungsspannung Übertragungsraten von 6-GBs ermöglichen.

 

Darüber hinaus haben manche Dritthersteller auch noch ihre Platinen und Kühllösungen verbessert.

 

Gerade angesicht der heißen Debatten ist es allerdings unverständlich, warum hier AMD selbst nicht umfassende und klare Informationen über die Verbesserungen der 300-Serie kommuniziert.

3DCenter.org schätzt, dass AMDs Verbesserungen abseits von höherem Chip- und Speicher-Takt 1-3% Mehrleistung bewirken. Also wirklich ein sehr kleines Plus – aber nichts desto trotz ein Plus.

Mein Fazit zu AMDs R3x0-Radeon

Normalerweise beschäftige ich mich nur dann so detailliert mit Produkten, wenn ich mir selbst welche kaufe – was ich hier allerdings nicht tue. Nachdem ich mich aber mit AMD im Rahmen meiner Marketing-Studie, von welcher ich vor Kurzem auch eine englische Kurzfassung veröffentlicht habe, ohnehin schon sehr intensiv beschäftigt habe, so fällt diese „Launch-Einschätzung“ der neuen Radeons quasi als Nebenprodukt an.

Und gerade aus der Gesamtbetrachtung heraus kann ich AMDs Strategie von einem nur kleinem Update der Baureihe – die Fury gehören ja nominell nicht zur 300er-Serie – verstehen.

 

Sicher werden viele User enttäuscht über die geringen Fortschritte sein. Allerdings hätten komplett neue Chips auf Basis der aktuellen GCN-1.2/1.3 Architektur auch nicht viel besser abgeschnitten. Somit macht die kleine und billige Lösung derzeit durchaus Sinn.

 

Im Endeffekt bekommt bekommt der User ein kleines Update der Produkte, welche bei gleichen Preisen definitiv interessanter als ihre Vorgänger sind. Doch auch Nvidia macht wirklich gute Grafikkarten und so bin ich mir jetzt schon sicher, dass sich Karten beider Hersteller in meiner nächsten Grafikkarten-Kaufberatung wieder finden.

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12. Juni 2015 5 12 /06 /Juni /2015 23:55

Die Vorstellung der neuen AMD-Grafikkarten der R300-Serie steht kurz bevor. Genau soll diese am 16. Juni 2015 erfolgen.

 

Nachdem es klar zu sein scheint, dass es mit Ausnahme der neuen und mit revolutionärem HBM-Speicher ausgestatteten Fury-Topmodelle keine komplett neuen Chips geben wird, so ist im Netz ein kleiner Shitstorm über die R300-Generation herein gebrochen: Viele User sind enttäuscht, weil die neuen Grafikkarten scheinbar nur „alte“ Chips verwenden, die einfach umbenannt worden sind.

 

Also Leute, ich bin auch ein Hardware-Fan und mich interessiert natürlich auch, was sich da Neues tut. Aber ganz abgesehen davon, dass es im Leben viel wichtigere Dinge gibt, z.B. das 2-Jahres-Jubiläum der unfassbaren Enthüllungen von Edward Snowden, gilt es zur R300-Serie von meiner Seite folgendes zu sagen:

Ich halte es für höchst voreilig, wenn Benutzer und teilweise leider auch die Fachpresse die neuen Karten beurteilen, obwohl diese noch gar nicht vorgestellt worden sind.

Wie sinnvoll ist es, seine Meinung auf Basis von Gerüchten oder bestenfalls von Informationsfragmenten zu bilden? Solle man nicht warten, bis es umfassende Informationen gibt und dann erst urteilen?

 

Ich finde aber auch, dass hier besonders manche Medien eine Mitschuld haben: Etliche von ihnen gehen wirklich äußerst schlampig mit den Begriffen „Rebrand(ing)“ und „Refresh“ um, verwenden beide gleichbedeutend.

Fakt ist aber, dass nur eine „Rebrand“ die selben Chips unverändert unter neuem Namen einsetzt.

Ein „Refresh“ dagegen verwendet die selbe technische Basis, welche allerdings Verbesserungen aufweist.

 

Und es gibt Hinweise, dass die bereits existierenden Chips für den Einsatz in der R300-Serie etwas überarbeitet worden sind.

Schrauben, an denen AMD etwas drehen kann sind auch meiner Sicht z.B.:

  • Ein neues Chip-Stepping, bei dem die Chips etwas sparsamer bzw. höher getaktet sind.
  • Der Einsatz von neuem, energieeffizienterem GDDR5-Speicher.
  • Weitere Änderungen nicht am Grafik-Chip, sondern am Unterbau der Karte.

Allerdings bin ich auch schon sehr gespannt, was AMD tatsächlich abliefert. Einen reinen Rebrand würde ich natürlich auch sehr negativ sehen. Wenn es aber mit der bestehenden Grund-Technik eine etwas höhere Rechenleistung und/oder einen etwas niedrigeren Stromverbrauch gibt, dann würde ich die neuer Generation als durchaus positiv sehen.

 

Ach ja, noch ein Hinweis von mir als Marketing-Menschen:
AMD sollte hier unbedingt die unangenehme Debatte um das von Usern befürchtete reine Rebranding der R300-Karten dadurch entschärfen, dass das Unternehmen nicht erst bei der offiziellen Vorstellung, sondern schnellst möglich klar stellt, ob es sich nun um ein „Rebranding“ oder um einen „Refresh“ handelt.
Und auf die detaillierten Chip-Spezifikationen können die User ruhig noch ein paar Tage warten!

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12. November 2014 3 12 /11 /November /2014 08:15

Regelmäßige Blog-Besucher haben sich vielleicht gefragt, warum es auf meinem Blog die letzten Wochen so ruhig war.

Das liegt daran, dass ich an einer großen, zweiteiligen Abhandlung über AMD arbeite.

 

Dabei handelt es sich einerseits eben um eine Marketings-Studie mit einer Analyse und Verbesserungsmöglichkeiten für meinen derzeitigen Lieblings-Prozessor-Hersteller. Desweiteren auch eine etwas kleinere Abhandlung, die sich speziell mit dem Thema "Vishera 2.0" CPUs beschäftigt, welche ich 2015 für ein absolutes Schlüsselprodukt halte.

 

Die Dokumente werden voraussichtlich nächste Woche veröffentlicht.

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13. Oktober 2014 1 13 /10 /Oktober /2014 21:00

amd-nvidia-collage-2014-PNG.pngMit meiner 3. Kaufberatung für Grafikkarten schaffe ich es weiter, den Jahreszyklus einzuhalten.

Das ist in der schnelllebigen IT-Welt auch ganz sicher nicht zu kurz.

 

In der Tat hat es seit meiner letzten Beratung vor rund 1 Jahr viele Änderungen gegeben:

Am wichtigsten dabei ist, dass ich heuer nur mehr 1 einzige 2012er Karte empfehle – auch wenn noch etliche 2012er Chips auf den aktuell empfohlenen Karten verbaut werden.

 

Besonders Nvidia hat mit seinen aktuellen Modellen (Codename: Maxwell) 750, 750 TI, 970 und 980 den Markt stark aufgemischt.

Bei AMD sind dagegen die letztes Jahr eingeführten Produkte nun auch preislich attraktiv geworden.

 

Ursprünglich wollte ich mit meiner Kaufempfehlung noch das Erscheinen der Nvidia GTX 960 abwarten, welche für diesen Oktober angekündigt war. Nachdem diese aber nun auf 2015 verschieben worden sein dürfte, so gibt es keinen Grund, noch länger zuzuwarten.

 

Bevor es gleich mit der nach Anwendungs-Kategorien strukturierten Kaufberatung los geht, noch einmal 2 wichtige Hinweise:

  1. Ich empfehle keine Grafikkarten der verschiedenen Dritt-Hersteller, sondern ausschließlich die auf diesen verbauten Chips
  2. Alle hier enthaltenen Daten sind auf den österreichischen Markt mit Stand 12.10.2014 bezogen.

Einsteigerklasse

1) AMD R7 240 (128 Bit)

    (ca. 55,- €)

2) Nvidia GT 730 (GK-208)

    (ca. 50,- €)

 

Wer ein solche Karte nimmt, der braucht wahrscheinlich nur ein Bildausgabegerät für den Monitor, wenn der Hauptprozessor über keine integrierte Grafikeinheit verfügt.

Die Leistungsansprüche sind hier minimalst. Trotzdem schadet es nicht, wenn man eine Karte nimmt, wo man den besten Gegenwert für sein Geld bekommt.

 

Die Unterschiede zwischen den beiden, von mir empfohlenen Karten sind minimal:

Die R7 240 von AMD ist tendenziell eine Spur schneller, die Nvidia GT 730 eine Spur sparsamer.

Die AMD-Karte hat aber die etwas modernere Architektur und unterstützt z.B. Direct-X 11.2 – die Nvidia dagegen nur Direct-X 11.0.

Dadurch ergibt sich für Einsteigerkarten die Reihenfolge AMD=1 und Nvidia=2

 

Unbedingt erwähnen möchte ich aber, dass User für relativ geringen Aufpreis (ca. 40,- €) auch schon viel leistungsfähigere Karten der unteren Mittelklasse bekommen, mit denen sie dann z.B. auch spielen oder die Karte zur Beschleunigung allgemeiner Rechenoperationen verwenden können.

Sub-Mittelklasse

 

 

 

Dieses Mal gibt es in dieser Karte keine Empfehlung. Die derzeitigen Karten dieser Kategorie befinden sich sowohl leistungsmäßig als auch preismäßig in einem Niemandsland, wodurch sie nicht empfehlenswert sind:

  • Leistungsmäßig liegen sie meist näher an den Karten der Einsteigerklasse
  • Punkto Energieverbrauch liegen sie näher an den schnelleren Karten der unteren Mittelklasse, sind also nicht gerade sparsam
  • Punkto moderner Ausstattungsmerkmale (z.B. Hardware-Video-Enkodierer, Direct-X 12, True Audio, ...) können sie dagegen wenig bieten

Die Preise für Karten dieser Klasse (R7 250, R7 250E und R7 250X von AMD & GT 740 und GTX 650 von Nvidia) bewegen sich ungefähr in einem Bereich zwischen 75,- und 90,- €.

 

Darum gilt:

  • Wer geringe Ansprüche hat, der kommt mit einer Einsteiger-Karte aus.
  • Wer mehr will, der sollte 20-30,- € drauf legen und dafür eine deutlich schnellere, besser ausgestattete und vielleicht sogar noch Strom sparendere Karte, der aktuellen, unteren Mittelklasse nehmen.

Untere Mittelklasse

1) Nvidia GTX 750

    (mit 1-GB ca. 100,- bzw.

    mit 2-GB ca. 110,- €)

2) Nvidia GTX 750 TI

     (ca. 130,- €)

3) AMD R7 260X

     (ca. 110,- €)

Diese Klasse ist die 1., wo Nvidia mit seinen neuen Grafikchips der "Maxwell"-Generation den Markt aufgemischt hat. Sie sind sehr Strom sparend und schonen damit nicht nur den Geldbeutel, sondern ermöglichen auch den Bau von sehr leisen bzw. kompakten Rechnern, da sie nur sehr klein dimensionierte Kühlungen brauchen.

 

Die "normale" GTX 750 ist aus meiner Sicht der beste Mittelweg zwischen guter Rechenleistung, niedrigem Preis, guter Ausstattung und toller Energieeffizienz. Punkto Rechenleistung liegt sie zwischen den AMD Modellen 260 und 260X (also gleichauf mit der alten Radeon HD 7790). Sie ist aber etwas moderner und viel sparsamer.

Preislich liegen die 1-GB Modelle gleichauf mit der normalen 260er von AMD, die 2-GB-Modelle gleichauf mit der 260X.

 

Wer es etwas schneller haben möchte, für den sind die TI-Modelle der 750er am besten geeignet. Sie sind gut 15% schneller als die "normalen" 750er Karten und ein Spur schneller als die AMD 260X.

Die 750-TI kostet aber auch 20,- € mehr als die anderen 2 Karten.

 

Die AMD R7 260X ist eine punkto Rechenleistung und Ausstattung wirklich gute Karte. Auch der Preis ist konkurrenzfähig.

Wer jedoch kein absoluter AMD-Fan ist bzw. spezifische Ausstattungsmerkmale dieser Karte (True Audio oder Mantle) benötigt, der bekommt momentan bei Nvidia die für mich besseren, da sparsameren Produkte.

 

Die normale R7 260 wird von mir deshalb nicht empfohlen, da gerade einmal 3 Karten in Österreich angeboten werden. Und in Zusammenhang mit dieser sehr geringen Auswahl stehen auch wenig überzeugende Preise.

Mittlere Mittelklasse

1) AMD Radeon R7 270

    (ca. 150,- €)

2) AMD Radeon R7 265

    (ca. 135,- €)

3) Nvidia GTX 660

    (ca. 165,- €)

 

Die 660er von Nvidia ist gemeinsam mit der "normalen" 270er (ohne X) von AMD die schnellste Karte dieser Kategorie, ist auch etwas Strom sparender und bietet minimal bessere GPGPU-Leistung als die AMD. Wie fast immer so ist Nvidia aber auch hier am teuersten.

AMD ist hier rund 15,- € billiger.

Und da man für ungefähr das selbe Geld wie für eine 660er auch schon eine 15% schnellere R9 270X von AMD bekommt, so ist die Nvidia-Karte wohl nur für Markenfans wirklich interessant.

 

Die R9 265 wiederum ist der Budget-Tipp. Ist zwar rund 10% langsamer als die 270er, kostet aber auch 15,- € weniger.

Obere Mittelklasse

1) AMD R9 280

    (ca. 190,- €)

2) AMD R9 270X

    (ca. 165,- €)

3) Nvidia GTX 760

    (ca. 200,- €)

 

Klare Nr.1 ist hier die AMD R9 280. Sie ist in dieser Klasse die schnellste Karte und liegt preislich in der Mitte dieses Trios.

Nr. 2 ist die 270X. Sie ist nur minimal langsamer als die Nvidia und in dieser Kategorie die mit Abstand billigste Karte, womit sie sich den Preistipp redlichst verdient!

 

Noch deutlicher als 1 Kategorie niedriger, so spricht auch hier wenig für Nvidia. Die GTX 760 kann gegenüber den beiden AMDs nur bei der Energieeffizienz überzeugen. Die Leistung liegt zwischen den beiden AMD-Karten, der Preis aber darüber. Auch sie ist daher eine Karte für Markenfans.

 

AMDs neue 285er Radeon wird interessant, wenn sie billiger wird. Technisch ist diese eine gleich schnelle Alternative zur 280er, bietet aber die umfangreichere und modernere Ausstattung (True-Audio, XDMA Crossfire).

Eine für 2015 angekündigte Nvidia GTX 960 kann hier später ebenfalls noch sehr interessant werden.

Gehobene Klasse

1)  Nvidia GTX 970

    (ca. 340,- €)

2)  AMD Radeon R9 280X

    (ca. 250,- €)

 

Hätte Nvidia keine neuen 900er Modelle der Maxwell-Generation eingeführt, so wäre AMD auch in dieser Kategorie die Nummer 1 gewesen.

 

Doch Nvidias neue 970er Karte überzeugt technisch auf ganzer Linie: Sie ist sehr schnell (in etwas gleich schnell wie AMDs Topmodell 290X), bietet sehr gute Ausstattung (Nvidia unterstützt jetzt auch DirectX 11.2, angeblich sogar 12.0), mit einer TDP von 145 Watt sehr energieeffizient (sogar eine Spur sparsamer als die faktisch 1 1/2 Klassen schwächere AMD 285) und dabei auch noch moderat gepreist.

Preislich liegt sie aktuell fast genau zwischen den AMD Modellen R9-290 und R9-290X.

Zum "Drüberstreuen" hat Nvidia bei dieser Karte auch die GPGPU-Leistung (wo die Grafikkarte für allgemeine Rechenoperationen als eine Art Co-Prozessor eingesetzt wird) deutlich verbessert.

Nicht billig, aber für dieses Geld ein bärenstarkes Angebot!

 

Leistungsmäßig aber auch preismäßig 1 ganze Klasse niedriger ist die AMD R9 280X angesiedelt. Technisch ist sie in wirklich allen Disziplinen schwächer als Nvidias zweitstärkstes Modell. Aber auch sie bietet immer noch richtig viel Rechenleistung, mit der man Spiele auch in Auflösungen über Full-HD (wobei ich so hohe Auflösung für unnötig halte) noch in hohen bis sehr hohen Detail- und Kantenglättungs-Stufen spielen kann.

Und ihr geringerer Preis macht sie für Leute mit geringerem Budget sehr interessant.

 

Oberklasse

Traditionen müssen gepflegt werden, deshalb gibt es auch heuer keine Empfehlung von mir im High-End Segment.

4K-Auflösungen mögen imposant aussehen. Doch mir als immer noch passioniertem Spieler von alten DOS-Spielen sind selbst 1600er Auflösungen in Spielen wie "Racedriver GRID" imposant genug. Für mich braucht mehr als Full-HD kein Mensch.

Wer diese Ansicht aber nicht teilt und Spiele auch in 2500er (oder noch höheren) Auflösungen  spielen möchte, für den gibt es noch die neue Nvidia GTX 980. Neben starker Rechenleistung ist diese, ebenso wie ihr kleineres Schwesternmodell 970, wirklich sehr energieeffizient.

 

Für Profis, die Spezialanwendungen wie Rendering, Simulationen oder anspruchsvolle CAD/CAM-Anwendungen fahren, gibt es noch die Profi-Grafikkarten-Serien "Quadro" von Nvidia und "Fire Pro" von AMD.

Schlussworte

Bei Neuanschaffungen können bescheidenere Naturen auf eine separate Grafikkarte verzichten. Moderne Prozessoren, vor allem die APUs von AMD, verfügen bereits über sehr solide, interne Grafikeinheiten.

Bei leistungsstärkeren Rechnern kommt man aber auch weiterhin nicht um eine eigene Grafikkarte herum, welche dann mindestens Mittelklasse-Niveau haben sollte.

 

Und da eine Grafikkarte ja nur 1 Komponente eines PCs ist, so sollte man sich auch gut informieren, welche anderen Komponenten – allen voran natürlich die CPU – für die eigenen Bedürfnisse am meisten Sinn machen.

Daher sollten Sie auch unbedingt meine CPU-Kaufberatung und meine PC-Kauftipps aufmerksam lesen.

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23. September 2014 2 23 /09 /September /2014 00:00

 

amd-intel-cpu-herbst-2014-PNG.pngNach ½ Jahr gibt es die nächste Ausgabe meiner Kaufberatungen für Desktop-PC Prozessoren.

In den letzten Monaten hat es gleich mehrere, ganz wichtige Neuerscheinungen gegeben:

  1. Die Haswell-E Oberklasse-Modelle von Intel, erstmals nicht nur mit 6 sondern sogar mit 8 Kernen
  2. Die 2. Serie der "normalen" Haswell-Modelle mit höheren Taktfrequenzen
  3. Neue Achtkern-FX-Modelle von AMD, erstmals auch in der 95-Watt-Leistungsklasse.

Und schon geht's direkt hinein in die Materie!

Bitte beachten Sie aber noch meine Hinweise am Ende der Kaufberatung.

Einsteiger

HTPC

 

Im Gegensatz zum Frühjahr empfehle ich wieder eine fix mit dem Motherboard (Hauptplatine) verlötete CPU. Eigentlich eine APU, da bereits mit integrierter Grafik.

Der zur Kabini-Familie gehörende 5000er von AMD ist stromsparend (15 Watt Klasse) und verfügt bereits über 4 Rechenkerne.

Als Prozessor, der primär für Subnotebooks & Co entwickelt worden ist, offeriert er natürlich nicht die überragende Rechenleistung, aber in seinem Segment ist er flott (vor allem die Grafikeinheit), energiesparend und günstig.

 

1) AMD A4-5000, ca. 80,- € (bereits inkl. Mainboard)

 

Einsteiger & sehr bescheidene Allrounder

 

So ein System wird für Office- und Internet-Anwendungen, einfachere Bildbearbeitung und mit leichten Abstrichen auch ältere Spiele verwendet.

Punkto Rechenleistung ist in diesem Segment der AMD A6-6400K die beste Wahl (der 6420er ist zwar minimal schneller aber noch zu teuer). Da die Ansprüche hier aber fast immer sehr gering sind, so kann man auch andere 1-Modul-APUs von AMD nehmen, wie den A4-6320 und derzeit noch mehr den 6300 (Preistipp) oder den A6-5400K (Mittelweg Preis-Leistung).

1) AMD A6-6400K,

    50-55,- €

2) AMD A4-6300,

    ca. 35,- €

3) AMD A4-6320,

    ca. 40,- €

4) AMD A6-5400K,

    ca. 45,- €

5) AMD A6-6420K,

    ca. 65,- €

 

 

Immer noch bescheidene Allrounder & Gelegenheits-Videobearbeiter

 

Wer ein paar "PS" mehr im Gehäuse haben will und vielleicht regelmäßig Videos  geringer bis mittlerer Auslösung bearbeitet, für den bietet sich ein Intel Haswell Core i3 an. Eine Quick-Sync-Einheit (für schnelle Video-Kodierung, allerdings mit leichten Abstrichen bei der Qualität) haben die Haswell i-Modelle alle. Um auf eine zusätzliche Grafikkarte verzichten zu können, rate ich zu den Modellen mit der etwas besseren, internen Grafikeinheit. 

Der 4330er hat dabei sicher noch das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis, das kann sich aber bei einer Preisreduktion der schnelleren Core i3 ändern.

 

1) Intel Core i3-4330, ca. 115,- €

2) Intel Core i3-4360, ca. 135,- €

 

Bescheidene Allrounder & bescheidene Gelegenheits-Spieler

 

Wer ebenfalls etwas mehr Rechenleistung als im absoluten Einsteiger-Segment möchte und statt regelmäßiger Video-Bearbeitung eher das eine andere ältere (mit größeren Abstrichen auch neuere) Spiel laufen lässt, für den bietet sich eine dieser 3 APUs von AMD an.

Jede von ihnen verfügt neben akzeptabler CPU-Rechenleistung auch bereits über eine ziemlich flotte, interne Grafikeinheit.

Die schnellste Grafikeinheit hat dabei der 7600er, gefolgt vom 5800er.

Der 7600er ist außerdem das mit Abstand stromsparendste Produkt (Leistungsklasse 65 Watt).

Der 6600K dagegen hat die minimal höchste CPU-Rechenleistung und kostet am wenigsten.

Wegen der besten Spiele-Leistung, der modernsten Befehlssätze und der höchsten Energieeffizienz ist für mich in dieser Klasse der 7600 1. Wahl.

 

1) AMD A8-7600,

    ca. 100,- €

2) AMD A8-6600K,

    ca. 85,- €

3) AMD A10-5800K,

    ca. 90,- €

 

Mittelklasse

Moderate Gelegenheits-Spieler

 

Wer immer wieder neuere Spiele mit größeren Abstrichen bei Auflösungen (max. 1920x1080), Details & Kantenglättung und ältere Spiele (2 Jahre oder älter) mit geringen oder keinen Abstrichen spielen möchte, für den ist eine dieser aktuellen Kaveri-APUs vom AMD sehr gut geeignet. Durch deren guten, internen Grafikeinheiten kann man sich für diesen Anwendungszweck eine zusätzliche Grafikkarte sparen.

Basis Anwendungen, wie z.B. Office und Bildbearbeitung laufen auf diesen Rechnern natürlich auch sehr gut, Video- und Audio-Bearbeitung ist auch schon solide möglich.

Der 7850er ist hier ganz klar 1. Wahl. Schnellste Grafikeinheit kombiniert mit schnellster CPU und einem offenen Multiplikator. Der offene Multi ist wichtig, um den Speicher übertakten zu können. Die interne Grafikeinheit ist so stark, dass sie auf jeden Fall 2400-MHz Dual-Rank DDR3-RAM benötigt, um ihr volles Leistungsvermögen auszuschöpfen.

Zwar etwas leistungsschwächer aber immer noch flott und nicht zuletzt auch in Bezug auf RAM (DDR3-2133 genügt) billiger ist der 7600er.

 

1) AMD A10-7850K, ca. 150,- €

2) AMD A8-7600, ca. 100,- €

 

Gehobenere Gelegenheits-Spieler

 

Wer eine Spur höhere Leistungsansprüche beim Spielen hat, auch auf höhere Details & Kantenglättung bis Full-HD-Auflösungen Wert legt, für den ist ein aktueller Core i3 von Intel mit passender Grafikkarte am besten geeignet. Bezüglich Preis-Leistungs-Verhältnis ist aktuell der 4150 für mich ganz klar 1. Wahl.

Ein solches System liefert sowohl auf der Prozessor- als auf der Grafikseite schon sehr solide Rechenleistung.

 

1) Intel Core i3-4150, ca. 105,- € (+ diskrete Grafikkarte der unteren Mittelklasse, z.B.  Nvidia GTX 750-TI)          

 

Moderate Allrounder

 

Für wen mittlere Rechenleistung bei Anwendungsprogrammen (wie Packprogrammen, Verschlüsselung, Video- und Audio-Bearbeitung) kombiniert mit akzeptablem Stromverbrauch zählt, aber vielleicht trotzdem auch das eine oder andere Spiel in Full-HD machen möchte, für den ist der AMD FX-6300 durch seine höhere CPU-Anwendungs-Leistung besser geeignet als ein Intel Core i3 – auch wenn die Intels punkto Spielleistung tendenziell etwas schneller sind als AMD.

Für diejenigen, die gar nicht spielen, dafür aber neben vernünftigem Stromverbrauch mehr Rechenleistung bei Anwendungen möchten, empfiehlt sich der neue und von der Anwendungsleistung her schnellere 8320E (ebenfalls 95-Watt-Klasse) welcher sicher noch im Preis fallen wird.

 

1) AMD FX-6300, ca. 90,- €

2) AMD FX-8320E, ca. 140,- €

(beide + diskrete Grafikkarte der unteren Mittelklasse, z.B. Nvidia GTX 750 [nicht TI])

 

Moderate Intensiv-Spieler

 

Benutzer, die oft spielen und dabei Spiele in Full-HD (1920x1080) Auflösung ohne oder mit kleinen Abstrichen punkto Details & Kantenglättung bzw. in noch höheren Auflösungen mit größeren Abstrichen genießen möchten, für die ist der 4460er von Intel derzeit das beste Produkt am Markt.

Er ist der schnellste der "kleinen" Haswell Core i5 (44X0) und kostet dabei gleich viel, wie seine minimal niedriger getakteten Brüder.

 

1) Intel Core i5-4460, 165-170,- € + diskrete Grafikkarte der oberen Mittelklasse (z.B. AMD Radeon R9 270X)

 

Anspruchsvollere Allrounder

 

Wer primär Anwendungen (Packprogramme, Verschlüsselung, Multimediabearbeitung, ...) macht, für diese "mehr Pferde" unter der Haube möchte und auch ab und zu spielen oder etwas höher aufgelöste Videos bearbeiten möchte, für den eignet sich momentan der FX-8320 am besten.

Zwar ist bei diesem der Energieverbrauch ziemlich hoch, doch eine vergleichbar hohe CPU-Rohleistung für einen so attraktiven Preis findet man aktuell weder bei einem anderen Prozessor von Intel noch von AMD.

 

1) AMD FX-8320, ca. 125,- € (+ für regelmäßige Spieler diskrete Grafikkarte der mittleren Mittelklasse, z.B. AMD Radeon R7 270 [ohne X])

 

Gehobene Klasse

Anspruchsvolle Intensiv-Spieler

 

Um auch moderne Spiele in hohen Auflösungen mit hohen bis sehr hohen Details & Kantenglättungen zu genießen, empfiehlt sich ein schneller Haswell Vierkerner von Intel.

Die 200 MHz Mehr-Takt des 4690 gegenüber dem 4590 machen das Kraut nicht sehr Fett. Nachdem sie aber auch sicher nicht schaden, so kann man die 20,- € Mehrpreis gerne investieren, wenn man will.

Wirklich schneller ist hier nur der 4790K. Neben ganzen 700 MHz (!!) Mehrtakt gegenüber dem 4590er verfügt er auch über Hyper-Threading (die Emulation der doppelten Kernanzahl), womit er auch bei CPU-intensiven Anwendungen viel schneller ist. Der Aufpreis von 140,- € ist aber natürlich happig.

 

1) Intel Core i5 4590,

    175-180,- €

2) Intel Core i5 4690,

    195-200,- €

3) Intel Core i5 4790K,

    ca. 315,- €

alle + diskrete Grafikkarte der gehobenen Klasse, z.B. Nvidia GTX 970

 

Regelmäßige Video-Bearbeiter

 

Wer die Bearbeitung von hoch auflösenden Videos als Intensiv-Hobby oder im Nebenberuf betreibt, für den macht ein Intel Core i7 der "normalen" Haswell-Serie am meisten Sinn. Diese verfügen über hohe Roh-Rechenleistung bei sehr moderatem Energiehunger.

Wer nicht auf maximale Bildqualität wert legt, der kann zusätzlich mit den Quick-Sync-Einheiten der Haswells Videos extrem schnell codieren.


Durch den deutlich höchsten Takt ist hier der 4790K die mit Abstand beste Wahl.

Der 4770er ist auf Grund seines deutlichen Mindertaktes schon ein ziemlich großer Kompromiss, den man wirklich nur dann eingehen sollte, wenn 40,- € Mehrpreis weh tun.

 

Klar leistungsschwächere (ca. auf dem Niveau des Core i5 4690 befindliche) und auch deutlich energiehungrigere, aber preislich dafür viel günstigere Alternative von AMD ist der FX-8350.

 

1) Intel Core i7 4790K,

    ca. 315,- €

2) Intel Core i7 4770,

    ca. 275-280,- €

 3) AMD FX-8350,

    ca. 160,- €

Intel CPUs optional, AMD unbedingt + diskrete Grafikkarte

 

Oberklasse & Profi-Segment

Profi-Video-Bearbeiter

 

Intensive Video-Bearbeiter, bei denen die Videos auch hohe Auflösungen haben und damit die zu bearbeitenden Datenmengen sehr hoch sind, benötigen für Top-Qualität auch sehr hohe bis extrem hohe Rechenleistung.

Daher muss es in diesem Bereich ein Sechs- oder Acht-Kern Haswell-E von Intel sein.

Auf Grund meiner Annahme, dass die meisten Benutzer bei der Videobearbeitung nicht bereit sind, für 20% Mehrleistung gut 2,5 Mal so viel Geld auszugeben, so ist meine Nummer 1 hier der 5820. Wer statt auf das Preis-Leistungs-Verhältnis auf absolute Höchstleistungen Wert legt, für den kommt aber nur der 5960er in Frage.

 

1) Intel Core i7 5820K, ca. 360,- €

2) Intel Core i7 5960X, ca. 950,- €

beide CPUs + diskrete Grafikkarte abhängig vom Aufgabenbereich

 

Rendering oder Simulationen im High-End-Bereich

 

In diesem Segment hat Intel schon seit vielen Jahren ein faktisches Monopol. Mehr noch: Seit heuer haben sie ihren Vorsprung auf AMD durch die Vorstellung des 1. "richtigen" Achtkern-Prozessors für Endkunden noch weiter vergrößert.

Vor allem dieses achtkernige Topmodell 5960X der im August 2014 eingeführten Haswell-E Prozessoren ist wirklich sehr teuer. Dafür bekommt man aber auch wirklich die höchst mögliche Rechenleistung.

Den besten Kompromiss aus sehr hoher Rechenleistung aber noch halbwegs moderatem Preis bietet jedoch der "kleinere" Sechskerner 5820K.

 

1) Intel Core i7 5960X, ca. 950,- €

2) Intel Core i7 5820K, ca. 360,- €

beide CPUs + diskrete Profi-Grafikkarte (Nvidia Quadro oder AMD Fire Pro)

Schlussworte

Zuerst möchte ich an dieser Stelle noch einmal auf meine Kauftipps von Anfang des Jahres hinweisen. Diese gelten nach wie vor.

 

In den letzten 6-7 Monaten hat es sehr viele Änderungen bei den Kaufempfehlungen gegeben. Die neu vorgestellten Produkte sind einfach attraktiver als ihre Vorgänger: Punkto Rechenleistung, punkto Energieeffizienz oder punkto Preis-Leistungsverhältnis.

So bekommt keine einzige der höher getakteten Richland-A10-APUs von AMD mehr eine Kaufempfehlung und auch nur mehr 2 Modelle der 1. Haswell-Serie von Intel.

 

Ansonsten gilt das, was auch bisher schon gegolten hat:

  • Intel dominiert in den oberen Marktsegmenten, AMD in den unteren
  • In den mittleren Segmenten ist die Kaufentscheidung eine individuelle, die sowohl mit dem Anwendungszweck als auch den persönlichen Präferenzen zusammen hängt
  • Intel hat die höhere Rechenleistung / Kern und die bessere Energieeffizienz
  • AMD hat dafür die besseren, internen Grafik-Einheiten und das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis

Ganz wichtig ist es mir, auch noch einmal eines zu betonen:

Meine Kaufberatungen sollen helfen, sich bei einer Neuanschaffung den bestmöglichen Rechner zusammenzustellen.

Keinesfalls aber sollen sie dazu animieren, einen noch sehr brauchbaren Rechner in unnötig kurzen Intervallen (unter ca. 3 Jahren) auszutauschen, um Benchmark- oder Frame-Tests zu gewinnen.

Eine CPU (bzw. das Mainboard oder sogar den ganzen Computer) aus den letzten 3-4 Jahren sollte man nur austauschen, wenn man die Rechenleistung um mindestens 1 Leistungsklasse erhöhen oder den Stromverbrauch um 1 Klasse senken will.

Und ob man das als notwendig erachtet, hängt nicht nur mit einem objektiven Bedarf, sondern auch mit der eigenen Genügsamkeit zusammen.

 

Alle Preise auf dem Stand vom 22.09.2014 und auf den österreichischen Markt bezogen.

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16. September 2014 2 16 /09 /September /2014 23:00

intel-amd-nvidia-2014.png Ich setze meinen Service fort und mache auch im 4. Quartal 2014 wieder Kaufberatungen Grafikkarten und Prozessoren für Stand-PCs.

Die neuerlichen Kaufberatungen gehören natürlich auch zu den Follow-Up-Artikeln, allerdings zu solchen, die ich bisher schon gemacht habe.

Ursprünglich hätte ich jetzt noch im September eine Grafikkarten-Kaufberatung machen wollen, da meine letzte nun schon 11 Monate zurück liegt und mir dann im Oktober oder November  die CPUs vornehmen wollen.
Nachdem aber die Vorstellung der neuen Nvidia Grafikkarten der GTX-900er Serie unmittelbar bevorstehen dürfte, so werde ich hier noch etwas zuwarten.

Dafür ziehe ich den Blog-Eintrag über die Hauptprozessoren vor und werde diesen wahrscheinlich noch im September 2014 veröffentlichen.

Für alle Computer-Freunde wird es also in Kürze wieder spannend!

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7. September 2014 7 07 /09 /September /2014 11:15

vishera-1.jpg

Wirklich gerechnet habe ich mit neuen FX-Prozessoren nicht mehr. Viele weitere PC-Fans ebenso wenig. Dass es jetzt doch "neue" Prozessoren gibt, ist eine mittelgroße Überraschung.

Im Gegensatz ursprünglichen Plänen AMDs aus dem Jahr 2012, dass man 2013 eine leicht überarbeitete Prozessor-Architektur in seinen Vishera FX-CPUs einsetzen wird, ist die Architektur die selbe.

 

Die effektiven Verbesserungen sind daher auch sehr überschaubar:

  • Der FX-8370 ist das neue Topmodell der Baureihe und verfügt gegenüber dem Vorgänger 8350 um einen minimalst gesteigerten Takt (4,0-4,3 GHz versus 4,0-4,2 GHz).
  • Die Modelle FX-8370-E und FX-8320-E sind dagegen eine neue Unterversion der Prozessors. Während alle bisherigen 4-Moduler AMDs eine maximale Verlustleistung von 125 Watt gehabt haben (so wie auch der "normale" 8370er), so haben die E-Modelle 95 Watt Verlustleistung.
    Der 8370-E hat einen Takt von 3,3-4,3 GHz, der 8320-E von 3,2-4,0 GHz.

Alle 3 Modelle sind definitiv ein Schritt in die richtige Richtung und daher zu begrüßen.

Die Unterschiede sind bei diesen, besonders beim Topmodell, dem 8370er (ohne E) etwas größer, als vom Papier ersichtlich:

  • Der FX-8370 rechnet zwar, ausgehend von ersten Tests, 2% schneller als der FX-8350. Dieser minimale Steigerung ist in der Praxis zwar ziemlich irrelevant, allerdings benötigt das neue Modell trotz höheren Takts etwas weniger Strom.
  • Besonders der FX-8370-E mit seinen 95 Watt Verlustleistung eröffnet einige, neue Möglichkeiten für AMD-Fans. Besitzer von AMD-Fans mit kleinen Gehäusen und/oder schwachen Netzteilen oder auch Stromspar-Freunde haben nun erstmals die Möglichkeit, einen neuen oder auch bestehenden PC mit einer sparsamen CPU auszustatten die über 4 Module bzw. 8 Integer-Kernen verfügt.
    Und ausgehend von ersten Tests so verbraucht diese wirklich deutlich weniger Strom und erreicht eine solide Rechenleistung.

Ich finde es aber bedauerlich, dass die Kalifornier kein neues Stepping der Vishera-Prozessoren (Vishera ist der Codename für die aktuellen FX-Prozis) gebracht haben.

"Stepping" bedeutet eine neue Version eines Prozessors innerhalb eine Prozessorgeneration. Effektiv also eine minimale, physische Verbesserung eines Chips.

 

Mit einem neuen Stepping, dem von AMD implizit selbst angekündigten "Vishera 2.0" hätte es meiner Einschätzung bei allen CPUs der gesamten Modellpalette rund doppelt so große Leistungssteigerungen gegeben wie der 8370 gegenüber dem 8350 erzielt hat. Und auch der Energieverbrauch wäre weiter reduziert worden.

 

Die 2014 vorgestellten – und von mir als solche bezeichneten – Vishera 1.5 Prozessoren sind aber allemal besser als die Vishera 1.0 von 2012 und 2013.

 

Gegen die aktuellen Haswell-Prozessoren von Intel hat AMD punkto Rechenleistung pro Kern und Energieeffizienz sowieso keine Chance.

Dafür haben AMD Prozessoren meistens mehr Kerne und sie verfügen über das deutlich bessere Preis-Leistungs-Verhältnis.

 

Nachdem schon vor der Veröffentlichungen der neuen Produkte Preissenkungen für "Altware" angekündigt worden sind, so werden AMD CPUs preislich auch weiterhin attraktiv bleiben.

Und sie werden entsprechend auch in meiner nächsten Prozessor-Kaufberatung Berücksichtigung finden.

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13. April 2014 7 13 /04 /April /2014 00:00

pc-kauftipps-2014.jpg

 

Neben einem Hauptprozessor (CPU) und einer Grafikeinheit (integrierte GPU oder diskrete Grafikkarte) benötigt jeder PC noch weiter Komponenten.

Darum gibt es nach meiner aktuellen CPU-Kaufberatung und meiner Grafikkarten-Kaufberatung vom letzten Oktober noch weitere PC-Kauftipps.

 

RAM - Arbeitsspeicher

 

Die wichtigste von diesen ist ganz klar der Arbeitsspeicher (RAM).

Der RAM eines modernen PCs sollte mindestens 8 GB groß sein. Wer leistungsfähige Rechner kauft bzw. auf eine gute Zukunftssicherheit achtet, der sollte jedoch bereits 16 GB RAM erwerben.

 

Der RAM sollte dabei mindestens 1866-MHz schnell sein und keine allzu hohe Latenz haben (z.B. DDR3 1866 8-9-9-24).

 

Und wenn man Prozessoren mit integrierter Grafikeinheit hat und auf eine separate Grafikkarte verzichtet, dann ist schneller RAM besonders wichtig.

Gerade bei den AMD A8 und A10 APUs sollte es daher mindestens 2133-MHz schneller RAM sein, je nach Geldbeutel und Speicherpreis besser sogar noch RAM mit 2400 oder 2666 MHz Geschwindigkeit.

 

Weiters ist es in vielen Systemen oft vorteilhaft, dass man nicht mehr als 4 Stück (in manchen Konstellationen sogar nur 2) Speicherriegel verwendet --> die einzelnen Riegel sollten mindestens 4 GB oder sogar 8 GB Kapazität haben.

 

SSDs (Solid State Drives)

 

Diese sind besonders schnelle Festplatten, welche technologisch eng mit Speicherkarten verwandt sind. Eine SSD sollte mindestens 80-GB groß sein.

 

SSDs sind besonders schnell und eignen sich daher perfekt als Systemplatten in PCs. Das heißt, dass auf diesen Platten dann das Betriebssystem und die Programme sowie Auslagerungsdateien (falls der Speicherplatz im RAM ausgeschöpft ist) betrieben werden.

 

Haken ist der, dass diese eine relative bescheidene Speicherkapazität haben.

Darum haben die guten, alten, magnetischen Festplatten immer noch ihre Existenzberechtigung. Auf diesen speichert man dann nämlich seine Daten – welche hohe Kapazität aber dafür keine extrem hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit erfordern.

 

Sonstiges

  • Netzteil und Gehäuse sind natürlich auch wichtige Komponenten:
    -) Beim Gehäuse geht es neben Ästhetik und Technik vor allem auch um den Platz:
       Wie viel Platz habe ich am Arbeitsplatz und wie viel Platz für Komponenten
       brauche ich im Gehäuse?
    -) Beim Netzteil wiederum ist neben dem Kriterium der Energieeffizienz und den von
       Netzteil ausgehenden Stromkabeln natürlich die Gesamtleistung ganz wichtig;
       ACHTUNG: Vor allem leistungsstarke Grafikkarten haben einen hohen
       Strombedarf, wodurch sie ein entsprechend leistungsstarkes Netzteil brauchen
  • Wer die Komponenten für sein System individuell zusammenstellt, sollte von der Materie viel Ahnung haben bzw. sein System gemeinsam mit einem Fachmann konfigurieren;
    Wer weniger Ahnung hat, der kann an Hand meiner Kaufempfehlungen und Tipps ein passendes Komplettsystem finden
  • Ich halte nichts davon, sich alle 2 Jahre ein neues System zu kaufen, sondern einen Rechner mindestens 5 Jahre lang zu verwenden; um über einen solchen Zeitraum konkurrenzfähig zu sein, sollte man dann aber kein absolutes Einsteigergerät nehmen

Ansonsten zahlt es sich gerade bei Eigenbau-PCs aus, dass man die einzelnen Komponenten und deren Zusammenspiel untereinander, mit Peripheriegeräten und unterschiedlichen Betriebssystem (z.B. Treiberverfügbarkeit) möglichst gut im Vorfeld recherchiert.

Das geht neben Fachartikel & Foreneinträgen sehr gut über Erfahrungsberichte anderer User.

 

 

Update 07.11.2014:
Die Kauftipps in diesem Eintrag sind nach wie vor aktuell. Da sich die IT-Welt aber sehr schnell verändert, so möchte ich auf meine aktuelles Kaufberatungen vom diesem Herbst hinweisen:

  1. CPU-Kaufberatung vom September 2014
  2. Kaufberatung für Grafikkarten vom September 2014

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