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4. Oktober 2013 5 04 /10 /Oktober /2013 18:29

nr-wahl-2013-analyse-1.jpgDie Wahlen zum österreichischen Nationalrat 2013 sind geschlagen, sie haben ein interessantes, wenn auch aus meiner Sicht recht unerfreuliches Ergebnis gebracht.

 

Folgende, allgemeine Erkenntnisse gibt es:

  • Die Wahlbeteiligung ist auf ein Rekordtief gesunken. 74,9% sind der klare, historische Tiefstwert in der 2. Republik. Dass das für die Demokratie schlecht ist, ist selbstredend.
    Die meisten der neuen Nichtwähler haben wohl aus Ignoranz oder aus Resignation auf ihr Wahlrecht verzichtet.
    Besonders schockierend sind jedoch mehrere Nichtwähler-Initiativen aus der politisch kritischen Szene. Anstatt ihren Beitrag zu leisten, dass Parteien gestärkt werden, die sich z.B. für mehr direkte Demokratie einsetzen so stärken sie durch ihre Wahlverweigerung die an der Macht befindlichen Blockierer.
    Positiv ist aber auf jeden Fall, dass bei denjenigen Menschen, die zur Wahl gegangen sind, ein deutlicher Trend weg von den alten Parteien hin zu neuen Gruppierungen eingesetzt hat.
  • Statistische Auffälligkeiten:
    -) Wie schon erwähnt ist die Wahlbeteiligung so niedrig wie noch nie gelegen
    -) Noch nie zuvor sind bei einer Wahl 6 Parteien durch die Bürger ins Parlament gewählt worden
    -) Und noch nie zuvor haben Rot und Schwarz so wenige Stimmen erhalten, sie liegen zusammen nur wenige Zehntel über der 50% Marke
  • Die Stammklientel von SPÖ und ÖVP ist dieses Mal noch groß genug gewesen, um den alten Parteien noch einmal eine Mehrheit zu bescheren. Doch selbst ohne große Skandale ist es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit das letzt Mal für Rot-Schwarz.
  • Pensionisten sind die letzten verlässlichen Stammwähler, durch sie ist sich die Mehrheit für SPÖ und ÖVP noch einmal ausgegangen. Doch alleine schon durch den natürlichen Tod dieser Wähler wird sich das Ergebnis bei den nächsten Wahlen ändern.
  • Die jungen Menschen wählen deutlich anders, bei ihnen sind SPÖ, ÖVP, FPÖ und Grüne fast gleich stark, die anderen Parteien meistens auch stärker als bei der Durchschnittsbevölkerung.
  • Rot und Schwarz können froh sein, dass die Steiermark nicht das Modell für Österreich gewesen ist. Durch Gemeinde-Zwangsfusionen, Pflegeregress & Co. haben die selbst ernannten "Reformpartner" sowohl Bürger als auch die eigenen Gemeindemandatare verprellt. Ergebnis waren rund doppelt so hohe Stimmverluste wie im Bundesschnitt.
  • Lokalmatadore "ziehen" bei den Wählern:
    Der Vorarlberger Matthias Strolz hat den Neos im Ländle mit 13,1% ebenso das beste Bundesland-Ergebnis gebracht wie der Kärntner Josef Bucher mit 10,8% für das BZÖ im südlichsten Bundesland und der gebürtige Steirer Frank Stronach mit 10% in der grünen Mark.
  • Das Internet, vor allem die sozialen Netzwerke, sind bei der heurigen Wahl gegenüber 2008 deutlich wichtiger geworden, es ist jedoch nach wie vor weit davon entfernt wahlentscheidend zu sein. Das wird meiner Überzeugung auch bei den nächsten Wahlen so bleiben, bei den übernächsten jedoch könnte das Internet zur entscheidenden Bühne werden.
  • Die vielfältigen und hochwertigen Informationen, die das Netz bietet, sind jedenfalls toll. Sie stellen eine absolute Bereicherung des politischen Prozesses dar und geben allen Wählern, die sich eingehend und über ganz bestimmte Sachfragen informieren wollen, gewaltige Möglichkeiten, die es früher nicht gegeben hat.

Natürlich habe ich meine Analyse nicht nur auf allgemeine Erkenntnisse beschränkt, ich habe auch alle 14 (!!) Parteien einzeln analysiert und einen persönlichen Kommentar zum Wahlergebnis verfasst.

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28. September 2013 6 28 /09 /September /2013 15:00

Die österreichischen Nationalratswahlen 2013 stehen unmittelbar vor der Tür: Nur mehr gut 3 Tage sind es bis zum Wahltag dem 29. September.

Ein großer und sehr erfreulicher Trend der heurigen Wahl ist der, dass immer mehr Organisationen den kandidierenden Listen konkrete Fragen stellen und deren Antworten dann den Wählern öffentlich zur Verfügung stellen.

So können sich die Bürger ein gutes Bild machen, wie die Parteien zu ganz konkreten Sachfragen stehen.

 

Da es jedoch keine Übersicht über diese interessanten Parteienvergleiche gibt, so erstelle ich eine solche in diesem Blogartikel.

Außerdem gibt es beim Vergleich der Aktiven Arbeitslosen noch eine Linkliste zu weiteren Parteienvergleichen anderer Organisationen.

 

Jeder potentielle Wähler, und das sind im Prinzip alle mindestens 16 jährigen Staatsbürger, hat damit die Möglichkeit konkret nachzuschauen, wie bestimmte Parteien in bestimmten Sachthemen positioniert sind.

Der Aussage "Sind eh alle Parteien gleich" sollte damit hinfällig werden!

 

P.S.: Habe nach Veröffentlichung des Blog-Eintrages noch Tipps für 3 weitere interessante Parteienvergleich bekommen:

  • http://parteivergleich.eu - Ein internationales Portal, das an Hand von Fragen die persönlche Nähe und Distanz zu Parteien bestimmt, ähnlich wahlkabine.at in Österreich; alle 14 (!) Listen bei den NR-Vergleich werden berücksichtigt

  • http://www.parteiprogramm.at/ - Dort werden Kleinparteien, die noch nicht im Parlament sind, näher beleuchtet

  • http://www.kleinparteien.at - Ebenfalls zahlreiche Infos zu Kleinparteien liefert diese Webseite

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16. September 2013 1 16 /09 /September /2013 17:15

Nach der knappen, glücklichen, aber natürlich sehr erfreulichen Qualifikation der Wiener Austria für die Gruppenphase der Champions-League war der Jammer sowohl beim Verein als auch in den Medien ziemlich groß:

Real Madrid hätte man sich am liebsten gewünscht. Auch Barcelona, Chelsea und Bayern München sind ganz weit oben auf der Wunschliste der Gruppengegner gestanden.

 

Geworden sind es dann Atletico Madrid, der FC Porto und Zenit Sankt Petersburg.

Und morgen steht das erste, lang ersehnte Gruppenspiel auf dem Programm.

 

Ich finde, dass diese 3 Gegner nicht nur sportlich hochklassige Gegner sind, sondern auch - jedenfalls bei Fussball-Kennern - punkto Prestige einen exzellenten Ruf haben:

  1. Alle 3 Clubs haben in den letzten 5 Jahren mindestens 1x die Europa-League bzw. den Vorgängerbewerb UEFA-Cup gewonnen.
    Zenit 2008, Porto 2011 und Atletico sogar 2010 und 2012
  2. Alle 3 sind in ihren Heimatländern schon Meister UND Cupsieger geworden - und zwar mehrfach
  3. Und alle 3 haben sich früher schon mehrfach für die Champions-League-Gruppenphase qualifiziert

Sehr interessant sind auch die Transfers zwischen diesen Club, vor allem die Spieler die vom FC Porto geholt worden sind:

Atletico hat mit Uruguayaner Cristian Rodriguez ebenso einen langjährigen Porto-Spieler verpflichtet wie Zenit mit dem brasilianischen Torjäger Hulk.

 

Ich bin mir daher ganz sicher, dass die meisten fussballinteressierten und halbwegs kompetenten Mitmenschen es genau so sehen wie ich, dass diese Gruppe vielleicht nicht die in den Medien präsentesten Gegner bietet, jedoch der Austria Spiele mit 3 sportlich und von der Reputation her sehr attraktiven Gegnern beschert.

 

Abschließend noch ein Denkanstoss an die Austria-Verantwortlichen für die nationalen Bewerbe:
Die Austria hat mit Phillip Hosiner, Rubin Okotie und Roman Kienast 3 tolle Stürmer, die alle 3 Kandidaten für das Nationalteam sind.

Nenad Bjelica sollte sich daher dringend das genauer überlegen, worüber sich auch schon sein Vorgänger Peter Stöger Gedanken gemacht hat: In manchen Spielen mit 2 Stürmern aufzulaufen.

Vielleicht in Form eines variablen Konzeptes, wo die 2 Stürmer permanent rochieren und jeweils einer ganz vorne und einer hängend spielt.

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26. August 2013 1 26 /08 /August /2013 21:40

 


 

Lang, lang ist's her: Yahoo war um die Jahrtausendwende das größte Internet-Suchportal der Welt. Trotzdem Yahoo in den letzten Wochen mit der Meldung für Aufsehen gesorgt hat, dass es in den USA im Juli 2013 erstmals seit Jahren wieder Google bei den Besuchern überholt hat, so ist Yahoo in den letzten 10 Jahren weiter hinter Google zurückgefallen.

 

In den letzten Monaten haben zusätzlich noch die Enthüllungen von Edward Snowden über das weltweite Ausspionieren von Benutzern durch die NSA, welche Vollzugriff auf die Daten aller großen US-Internetunternehmen hat, Google, Microsoft, Yahoo und Co. in ein schlechtes Licht gerückt - und das völlig zu Recht.

 

Trotzdem ist es schade dass Yahoo so wenig verwendet wird. Denn es ist nie gut, wenn es in einem Markt einen Monopolisten gibt - und in Europa ist Google mit Marktanteilen von rund 90% ein extremer Monopolist.

 

Yahoo hat 2004 eine eigene Österreich-Version seines Suchportales gestartet. Und ich kann sagen, dass dieses Portal gut ist. Nicht so gut wie Google aber gut und auf jeden Fall die einzige wirkliche Alternative zum Marktführer:

Websuche, Nachrichtensuche, Video- und Bildersuche - alles da. Und eben auf Österreich bezogen.

 

Völlig unverständlich ist aber, dass Yahoo sein eigenes Produkt scheinbar möglichst effektiv vor den Benutzern verstecken möchte:

  1. Wenn man auf http://www.yahoo.at geht, dann kommt man auf eine Konto-Login-Seite, welche eine Logo mit einem Link enthält, der ins digitale Nirvana führt (bis vor ca. 1 Jahr hat zumindest der Link noch auf die Suchseite weitergeleitet)
  2. Und in der Browsersuche von Firefox wird auch für die österreichischen Benutzer - im Gegensatz zu Google - die Yahoo-Suchfunktion aus Deutschland verwendet; Otto Normalanwender würde gar nicht auf die Idee kommen, dass es eine eigene Österreich-Suche von Yahoo gibt
  3. Zum "Drüberstreuen" sind auch die Domains unglaublich kompliziert und unübersichtlich. Während man bei Yahoo die Suchfunktion nur unter http://at.search.yahoo.com erreicht, so findet man diese bei Google einfach unter http://google.at

Ich habe das Thema ja schon 2012 behandelt und einen Brief an den damaligen Yahoo-CEO Scott Thompson geschrieben. Ich weiß nicht woran es gelegen ist - vielleicht war Scott Thompson damals schon mehr mit den Problemen um seinen Lebenslauf, welche zum Ausscheiden von Yahoo geführt haben beschäftigt - aber leider ist mein Hinweis damals versandet.

 

Ich bin jetzt optimistisch und glaube einmal nicht, dass Yahoo vorsätzlich seine Österreich-Suche versteckt. Allerdings haben die 3 genannten Punkte eine fatale Öffentlichkeitswirkung. So, als ob ein Autohersteller die Zündung versteckt, damit der Fahrer das Auto nicht anstarten kann.

 

Ich hoffe, dass Yahoo dieses Thema jetzt endlich anpackt und die Österreich-Suche gut zugänglich macht und sogar noch in der öffentlichen Kommunikation forciert.

 

Nicht nur, dass das für das Unternehmen eine Chance ist, Marktanteile zu gewinnen, so haben es sich auch die - in diesem Fall primär die österreichischen - Benutzer verdient, eine gute Google-Alternative  zu haben.

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12. August 2013 1 12 /08 /August /2013 16:35

FidA-2013-Funken-Aktive.jpgNach 2011 und 2012 hat die "Plattform Direkte Demokratie" auch 2013 wieder bei der Aktion "Feuer in den Alpen" mitgemacht. Diese Aktion ist 1988 in der Schweiz gestartet worden - hat also heuer zum bereits 25 Mal statt gefunden.

 

Das Wiener Feuer soll ein Zeichen für echte, direkte Demokratie und für ein faires Wahlrecht sein.

 

Echte Bürgermitbestimmung durch direkte Demokratie ist seit jeher eine zentrale Forderung der 2010 gegründeten Plattform. Wenn die Bürger selbst Dinge entscheiden können, dann fallen viele Entscheidungen wesentlich nachhaltiger aus, als wenn Großwirtschafts-Lobbyisten den Ton in der Gesetzgebung angeben.

 

Und ein faires Wahlrecht, das auch neuen Gruppierungen realistische Chancen auf Mandate ermöglicht, wäre gerade in einem Jahr mit Nationalratswahlen dringendst nötig.
Denn wie in der Wirtschaft so belebt auch in der Politik Wettbewerb das "Geschäft". Und je mehr "Marktanteile", also Stimmen, die neuen Parteien bekommen, desto größer wird der Druck auf Veränderung bei den Etablierten.

 

Zumindest 1 Medium, regionews.at, hat auch schon über unsere Aktion darüber berichtet.

 

Es war auch heuer wieder eine sehr schöne Veranstaltung und ich freue mich, diese gemeinsam mit Freunden gemacht zu haben!

 

Update 24.08.2017:

Am 12.08.2017 ist das bisher vielleicht wichtigste "Feuer in den Alpen" in Wien über die Bühne gegangen. Denn das Motto war dieses Jahr Meinungsfreiheit.
Hier der Blog-Eintrag zum aktuellen Mahnfeuer.

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6. August 2013 2 06 /08 /August /2013 10:15

imcdb.jpgDie IMDB (Internet Movie Database) kennen sehr viele Menschen, die sich auch nur ein bisschen für Filme & Co interessieren. Dort findet man sehr viele Informationen über alle möglichen Arten von Filmen und auch Fernsehserien: Herstellungsland und Herstellungjahr, Infos zum Inhalt und vor allem zu den beim Film beteiligten Personen.

Die Qualität der IMDB ist wirklich hoch. Und aus diesem Grund wird bei fast jedem Wikipedia-Eintrag zu einem Film, Schauspieler oder anderer beteiligter Person auf diese Spezialseite verlinkt.

 

Doch was ist, wenn man keine Personen, sondern Autos sucht, die man in einem Film oder einer Serie gesehen hat?

Ganz einfach: Dann schaut man in der IMCDB (Internet Movie Cars Database) unter http://imcdb.org nach.

 

Standardmäßig auf Englisch eingestellt, so kann man die Sprache der Seite auch auf Deutsch oder Französisch umstellen.

Danach sucht man entweder direkt einen Begriff im Suchfeld rechts oben oder klickt auf "Search" / "Suchen", wodurch man zu einem umfangreichen Suchformular kommt.

Dort kann man dann nach Titel der Films bzw. der Serie, nach Erscheinungsjahr oder nach Hersteller oder Modellbezeichnungs des Autos suchen.

 

Viele Menschen mögen Autos und viele Menschen mögen Filme. Und wer ist nicht fasziniert vom den Autos, die Mad Max, Michael Knight, die Helden in der Fast-Furious-Reihe oder in den Matrix-Filmen fahren?

 

In der IMCDB findet man wirklich zu fast allen Filmen und Serien die entsprechenden Autos. Und wenn einmal Autos in der Datenbank nicht oder nur spärlich erfasst sind, dann sind im Forum der Seite häufig Daten zu diesen zu finden.

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30. Juli 2013 2 30 /07 /Juli /2013 00:10

Die Wahlen zum österreichischen Nationalrat 2013 rücken immer näher. Neben einer Vielzahl von Kleinparteien, die sich um eine Kandidatur bemühen, leisten auch zahlreiche weitere Organisationen, Medien und Einzelpersonen wichtige Beiträge, um neue, redliche Parteien einer breiteren Öffentlichkeit näher zu bringen.

Leider gibt es aber auch andere, unkonstruktive Kräfte, die besonders den neuen Parteien das Leben schwer machen.

 

Vor rund 2 Wochen - gerade wie die "heiße Phase" des Unterstützungsklärungs-Sammeln der neuen Parteien begonnen hat - bin ich via Facebook auf eine Initiative aufmerksam geworden, die zu organisiertem und deklariertem Nichtwählen aufruft.

Dabei sollen die Bürger, die bei dieser Aktion mitmachen, eine schriftliche Nichtwählererklärung unterschreiben, welche dann ähnlich Petitionen den Spitzen der repräsentativen Demokratie übergeben werden sollen.

Als Begründung für das organisierte Nichtwählen wird angeführt, dass ja eh alle Parteien gleich (schlecht) seien, man seine Stimme mit der Wahlteilnahme für die nächsten Jahre aus der Hand geben würde und das Politsystem ja sowieso marode und nicht reformierbar sei.

Initiiert worden ist die Aktion von Frau Karin K., mitgetragen wird sie besonders auch von HWÖ (Human Way Österreich).

 

Diese Aktion und ihre Betreiber sind aber leider nicht die Einzigen, die alle politischen Gruppierungen in einen Topf werfen, diese alle für gleich schlecht halten und deshalb Nichtwählen wollen.

Diese Sprüche habe ich sogar schon bei manchen Vertretern von Bürgerinitiativen, NGOs, Selbsthilfegruppen-Vertretern oder anderen gesellschaftlich engagierten Menschen gehört. Und bei politikverdrossenen Normalbürgern sowieso.

 

Es ist absolut schockierend: Das Wirken des destruktiven Polit-Establishments und seine umfangreiche Weiterverbreitung hat selbst manch engagierten Menschen den Blick auf die positive Kraft neuer politischer Gruppen vernebelt.

Denn was ist die Konsequenz, wenn gerade kritische Bürger Wahlen boykottieren?

Die Establishment-Parteien bekommen ihre Mandate dann mit weniger Stimmen, die Mandate werden "billiger".

 

Ich bin der Letzte, der bei der Realisierung von positiven Veränderungen in unserer Welt einzig auf Wahlen setzt. Viele Elemente sind notwendig, wie zum Beispiel: Ein bewusstes, ethisches Konsumverhalten, eine eigen- und gesellschaftlich verantwortungsvolle Lebenseinstellung, aber eben auch politisches Interesse und zumindest eine Minimal-Beteiligung am politischen Prozess.

Und ob es jemand nun wahr haben möchte oder nicht: In Österreich wie im Großteil der Welt wird Politik aktuell sehr stark von Parteien geprägt.

 

Nur wer kritischen Parteien eine gültige Stimme gibt, nimmt die Chance wahr, dem immer menschenfeindlicher werdenden Establishment-Parteien einen Denkzettel zu verpassen und dadurch einen wichtigen Hebel für eine positive Veränderung zu betätigen.

 

Natürlich ist das nur 1 Ansatz zur Veränderung. Und keinesfalls darf das der einzige bleiben, den gesellschaftlich verantwortungsvolle Menschen verfolgen.

Aber ebenso keinesfalls dürfen wir auf diese Option verzichten.

 

Gültig wählen zu gehen und kritisch-konstruktiven Gruppen die Stimme zu geben ist ein ganz wichtiger Ansatzpunkt, den jeder von uns unbedingt machen sollte.

 

Gott sei Dank gibt es immer mehr Stimmen, die das genau so sehen!

Übrigens: Die neuen Parteien finden nicht nur von ehrenamtlichen Journalisten wie z.B. mir Anerkennung. Sogar ein großes Medium wie die Salzburger Nachrichten haben ihnen schon den verdienten Respekt gezollt.

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14. Juli 2013 7 14 /07 /Juli /2013 15:00

 

 

ACHTUNG, das ist eine erfundene Satire, aber eine mit durchaus realistischem Hintergrund.

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Der Aufdecker des aktuellen Überwachungsskandals Edward Snowden ist ja bekanntlich auf dem Moskauer Flughafen und hat nach mehrwöchigem Hin und Her nun doch um politischen Asyl in Russland angesucht, um der Verfolgung durch die USA zu entgehen.

 

Russland dürfte Snowden auch tatsächlich Asyl gewähren.

Zahlreichen Kommentatoren zu Folge hat der russische Präsident Wladimir Putin allerdings gemischte Gefühle gegenüber dem prominenten Flüchtling:

Snowden hat eine Schandtat der USA aufgezeigt, wofür die Amerikaner sich heftiger Kritik ausgesetzt sehen. Russland bekommt im Gegenzug positive Aufmerksamkeit, da es aktuell der einzig sichere Hafen für einen politischen Flüchtling ist.

Andererseits schätzt der ehemalige Geheimdienstoffizier Putin Geheimnisverrat gar nicht und empfindet deshalb mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit persönliche Antipathie für Snowden.

 

Doch es gibt für fast alles eine Lösung, im konkreten Fall sind das 2 Hauptbedingungen für Asyl in Russland, von denen bisher nur 1 bekannt ist:

  1. Bekannt ist, dass Snowden, so lange er in Russland ist, keine weiteren Enthüllungen über die Überwachungs-Machenschaften der USA mehr veröffentlichen darf
  2. Noch nicht bekannt ist, dass Snowden als Judo-Sparring-Partner für Wladimir Putin zur Verfügung stehen muss

Bekanntlich ist der russische Präsident ein leidenschaftlicher Judoka und lässt sich auch regelmäßig filmen, wenn er Judo-Wurftechniken an Sparring-Partnern anwendet.

 

Um Edward Snowden einerseits Schutz zu gewähren, ihm andererseits den Aufenthalt in Russland nicht zu bequem werden zu lassen, hat Putin die Idee geboren, dass sich Snowden für die Dauer des Asyls in Russland als sein Judo-Sparring-Partner verpflichten muss.

 

Konkret sieht die Vereinbarung vor dass Snowden 1 Mal pro Woche für eine Judo-Sitzung zur Verfügung stehen und sich dabei bis zu 30 Mal auf die Matte bringen lassen muss, wobei die genaue Anzahl der Würfe Putin überlassen bleibt.

Bezüglich der angewandten Wurftechniken gibt es auch einige Auflagen, so sind je 3 Schulter- Bein- und Hüftwürfe in jeder Sitzung fix, darüber hinaus bleiben die Techniken dem Werfer (Putin) überlassen, wobei er vor jedem Angriff die Technik ankündigen muss.

 

Snowden kann diesem Punkt der Vereinbarung positive Aspekte abgewinnen:

Zwar würden ihn Judo-Techniken nicht vor allfälligen militärischen Angriffen schützen, als unerwünschte Person des US-Establishments seien solide Selbstverteidigungskenntnisse aber mit Sicherheit kein Nachteil.

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ACHTUNG, das ist eine erfundene Satire, aber eine mit durchaus realistischem Hintergrund.

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8. Juli 2013 1 08 /07 /Juli /2013 23:55

ue-nr-wahl-2013.pngNeue und kleine Parteien haben es schwer in Österreich:

Die einzige Liste, die es seit 1950 ins Parlament geschafft hat, ohne vorher schon in diesem vertreten gewesen zu sein, waren 1986 die Grünen.

 

Dabei halte ich aber genau die neuen Gruppierungen für so wichtig:

Sie sind es, die wichtige Themen einbringen und so einen wichtigen Beitrag für die Demokratie und allgemein für eine positive Zukunft leisten.

 

Für eine Kandidatur benötigen neue Listen 2600 von Bürgern unterschriebene Unterstützungserklärungen.

Ab 09.07.2013 läuft die 4-wöchige Frist bei den Ämtern, um diese zu unterschreiben.

 

Zumindest 14 Listen (z.B. CPÖ, EU-Austrittspartei, Männerpartei, KPÖ, Soziales Österreich) bemühen sich um eine Kandidatur.

Weitere Details dazu stehen in meinem Artikel auf meinbezirk.at.

 

Nur mit neuen Kräften gibt es die Chance, dass wichtige Themen, wie z.B. echte direkte Demokratie, substanzielle EU-Kritik, Bürgerrechte, Datenschutz, Männerrechte, christliche Werte, Ideen für ein ökosoziales Wirtschaftssystem oder die Zukunft des Sozialstaates auch zu Wahlkampfthemen werden.

 

Ich appelliere daher leidenschaftlich an alle Bürger, die Kandidatur von neuen politischen Gruppierungen bei der Nationalratswahl mit einer Unterstützungserklärung zu ermöglichen!

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6. Juli 2013 6 06 /07 /Juli /2013 01:00

Es war im Jahr 2006: Mein damaliger Chef hat mir erzählt, dass er auf einem Seminar war und in seinem Hotelzimmer wieder "Knight Rider" gesehen hat.

Nachdem ich als Kind ein großer Fan von KITT und Michael Knight war und die Serie damals schon rund 15 Jahre nicht mehr gesehen habe, habe ich sie mir wieder anschauen wollen.

Nach kurzer Recherche habe ich gesehen, dass der neue, deutschsprachige  NBC-Sender "Das Vierte" diese und auch andere "Retro-Serien" wieder ausstrahlt.

 

In den Jahren 2007 bis 2009 war dann auch das Schauen der alten Serien auf diesem Sender fester Teil meines persönlichen Abendprogramms. Ob "Knight Rider", "Starsky & Hutch", "Ein Colt für alle Fälle", "Detektiv Rockford" oder andere.

 

Aus Sender-Sicht war das Konzept ebenso simpel wie preisgünstig und Erfolg versprechend:

Die Fangemeinden der alten Serien wieder zu aktivieren, mit Programm, das um ganz wenig Geld zu haben ist, da ja bei den großen Sendern die neuen Sendungen laufen.

 

Doch die selben, alten Serien kann man natürlich nicht ewig senden. Der Versuch, einige 1990er Serien wie "Baywatch" oder "Beverly Hill 90210" wieder aufleben zu lassen ist schief gegangen.

Und noch mehr schief gegangen ist der Versuch der neuen, russischen Sender-Eigentümer, mit - für mich doch recht eigenartigen - Reise- und Spiel-Shows den Sender neu aufzustellen.

 

Daraufhin ist "Das Vierte" aus meinem täglichen, persönlichen Abendprogramm verbannt worden, nur mehr einige wenige Filme haben mich dann dort interessiert.

Und wie die erheblich gesunkenen Marktanteile bewiesen haben, so haben das offensichtlich viele Menschen so gesehen.

 

Inzwischen ist der Sender an Disney verkauft worden und wird ab 2014 durch den "Disney Channel" ersetzt.

Schade, "Das Vierte" hätte Potential gehabt.

 

Die Aufnahme von "Viper" ins noch für den Rest des Jahres 2013 laufende Programm sehe ich als guten Schritt.

Und eine tolle Science-Fiction Serie aus den 1990er Jahren gibt es, die schon sehr lange mit mehr im deutschsprachigen Free-TV ausgestrahlt worden ist: "Babylon 5".

 

ACHTUNG: Das ist ein Hinweis an die Senderverantwortlichen, diese ins Programm zu nehmen :-)

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