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1. Dezember 2016 4 01 /12 /Dezember /2016 17:19

Die US-Präsidenten-Wahlen 2016 haben mit Donald Trump einen interessanten Sieger gebrachtDie US-Präsidenten-Wahlen 2016 liegen zwar nun schon einige Wochen zurück, gerade durch die damit verbundene Entemotionalisierung ist aber jetzt schon ein nüchterner Blick auf deren Ergebnis möglich.

 

Meines und das Kurz-Resümee von Dirk Müller gleich vorweg:

Ich weiß nicht ob die Politik von Donald Trump gut sein wird, aber er ist mir als Präsident auf jeden Fall sehr viel lieber als Hillary Clinton, alleine schon wegen deren brutaler Weltpolitik.

 

Denn Donald Trump hat mehrfach angekündigt, dass für ihn der Kampf gegen die IS an oberster Stelle steht und für ihn ein Machtwechsel in Syrien keine Priorität hat. Zusätzlich möchte er auf Wladimir Putin zugehen und mit Russland friedlich und gut zusammenarbeiten.

Dadurch besteht Hoffnung auf eine friedlichere Welt.

 

Hillary Clinton war – völlig im Gegensatz zum schönfärberischen Bild, das die Mainstream-Medien gezeichnet haben – DIE Establishment-Kandidaten bei diesen Wahlen. Sie ist eine Hauptarchitektin der blutigen Kriege in Libyen und Syrien, die in Syrien durch ihren Plan, russische Flugzeuge abzuschießen, einen Krieg mit Russland riskiert hätte – welcher zu einem 3. Weltkrieg hätte eskalieren können.

 

Kurz-Zusammenfassung Wahlkampf Republikaner & Demokraten

  • Im Gegensatz zu voran gegangenen Wahlen, wo mit Dennis Kucinich und Ron Paul 2 Establishment-ferne Kandidaten bei den Vorwahlen von Demokraten und Republikanern schon ziemlich früh ausgeschieden sind, war 2016 Bernie Sanders bei den Demokraten fast bis zum Ende Vorwahlen im Rennen und Donald Trump hat bei den Republikanern sogar die Kandidaten-Nominierung geschafft.
     

  • Der Vorwahlkampf war bei den Republikanern ausgesprochen schmutzig.
    Letztendlich hat sich dort Donald Trump nach einer Vielzahl von persönlichen Untergriffen zwischen den zahlreichen, Partei-internen Konkurrenten aber klar durchgesetzt.

     

  • Die Situation bei den Demokraten war zwar anders gelagert aber sicherlich nicht weniger schmutzig:
    Die Nominierung für die Präsidentschaftskandidatur war sehr schnell ein Duell zwischen der Favoritin Hillary Clinton und dem Außenseiter Bernie Sanders. Doch nach einem klaren Vorsprung Clintons zu Beginn ist ihr der selbst ernannte Sozialist Sanders immer näher gekommen – und erst nach sehr unsauberen Manövern aus dem Umfeld Hillary Clintons bzw. dem Partei-Establishment der Demokraten – aus dem Rennen ausgeschieden.

     

  • Die Ausbootung von Bernie Sanders war dann auch ein Hauptgrund für den Sieg Donald Trumps und die Niederlage Hillary Clintons.
    Denn die Sanders-Anhänger haben eben nur teilweise Clinton gewählt. Andere dagegen haben ihre Stimme Donald Trump gegeben, haben die Grüne Jill Stein gewählt oder sogar aktiv unterstützt, wie besonders Susan Sarandon.
    Wieder andere sind der Wahl fern geblieben.

     

  • Dass Bernie Sanders nicht von der demokratischen Partei nominiert worden war, war gleich doppelt kontraproduktiv.
    Denn nicht nicht nur, dass die Partei damit viele Sanders-Anhänger verprellt hat, so hätte der Senator auf Vermont generell beim Stimmvolk gute Chancen auf einen Sieg gegen Donald Trump gehabt.

     

Third-Parties, Unabhängige und alternative Medien

  • Im Gegensatz zum in den Establishment-Medien gezeichneten Bild haben sich nicht nur 2, sondern 31 (!) Kandidaten um das US-Präsidentenamt beworben – 29 davon eben Kandidaten von so genannten „Third Parties“ bzw. Unabhängige.
    „Third Parties“ sind Parteien abseits Republikanern & Demokraten, welche durch das hochgradig unfaire Mehrheitswahlrecht und die von großen Konzernen dominierte Medienlandschaft in den USA bisher leider nur eine geringe Rolle spielen.

     

  • Aus der Masse dieser alternativen Kandidaten ragen sicherlich der libertäre Gary Johnson und die grüne Jill Stein heraus.
    Kandidaten wie wie der Republikaner Evan McMullin und Darrell Castle von der „Constitution Party“ haben ebenfalls noch bundesweit eine gewisse Rolle gespielt. Weitere Kandidaten waren allerdings – völlig unabhängig von ihrer Kompetenz und inhaltlichen Qualitäten – nur in einzelnen Bundesstaaten präsent.

     

  • Allen diesen Kandidaten ist gemein, dass sie fast keinen Zugang zu den großen Medien gehabt haben und es dementsprechend für sie extremst schwierig war, die für Erfolge notwendige Aufmerksamkeit zu bekommen.
    Das hätte mit einer fairen Berichterstattung über ALLE Kandidaten 2016 völlig anders aussehen können. Noch dazu, wo mit Hillary Clinton und Donald Trump die bisher vielleicht unpopulärsten Präsidentschaftskandidaten von Demokraten und Republikanern überhaupt kandidiert haben.

     

  • Natürlich war Donald Trump der Haupt-Profiteur der Berichterstattung in alternativen Medien, diese war 1 Grund für seinen Wahlsieg.
    In 2. Linie habe aber auch die Kandidaten der „Third Parties“ und Unabhängigen von dieser profitiert. Das hat sich dieses Mal natürlich noch nicht im Wahlergebnis niedergeschlagen, es ist aber sogar sehr wahrscheinlich, dass die Amerikaner sich auf regionaler und lokaler Ebene neuen politischen Kräften zuwenden.

     

  • Eine Lanze brechen muss ich auch für die Berichterstattung von „Russia Today“ (RT) am Wahlabend (in englischer Sprache). Der russische Nachrichtensender hat den ersten Teil seiner großen Wahlsendung den „Third Parties“ gewidmet, unter anderem sind dabei auch Gary Johnson, Jill Stein, Ron Paul (Ex-Präsidentschaftskandidat der Libertären) und Ralph Nader (Ex-Präsidentschaftskandidat der Grünen) zu Wort gekommen.
    Co-Moderator der Sendung war der Ex-Wrestler und Ex-Gouverneur von Minnesota Jesse Ventura.

Schlussworte

Im Gegensatz zu meinen Überlegungen von 2012 war es bei dieser Präsidentenwahl nicht egal, wer gewinnt. Das wiederum hängt entscheidend damit zusammen, dass in den Vorwahlen fast bis zum Schluss 2 Establishment-kritische (hoffen wir es zumindest) Kandidaten im Rennen um die Nominierung waren und es 1 nicht zur bis zur Nominierung, sondern sogar bis zum Wahlsieg geschafft hat.

 

Es wird sich zeigen, wie Ernst es Donald Trump mit seiner Establishment-Kritik meint und wie sehr er seinen Ansagen, sich auf die Seite der Bevölkerung zu schlagen Ernst nimmt. Besser als Hillary Clinton ist er allemal.

Dennoch wäre mir ein Kandidat einer der Third-Parties definitiv lieber gewesen, als Trump.

 

Die alternativen Medien jedenfalls haben ihr positives Potential unter Beweise gestellt. Und genau deshalb stehen sie ganz weit oben auf der Abschussliste des Establishments. Unter dem Narrativ „Fake News“ sollen sie jetzt eingedämmt werden.
Das darf auf gar keinen Fall passieren und ich werde meinen Beitrag leisten, um die alternativen Medien bekannter zu machen und zu stärken.

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Published by kritisch-konstruktiv - in Politik Medien
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8. September 2016 4 08 /09 /September /2016 00:00

Star Trek ist am 8. September 2016 50 Jahre alt geworden

 

Heute ist es so weit: Star-Trek – oder wie es auf Deutsch heißt – das Raumschiff Enterprise feiert seinen 50. Geburtstag. Am 08. September 1966 ist die Serie in den USA gestartet. Nach einem durchwachsenen Start der Serie und ihrer Einstellung 1969 hat sie in den 1970er Jahren einen gigantischen Popularitäts-Schub bekommen – und ist eine der historisch wichtigsten Fernseh-Serien überhaupt.

 

Bis heute sind von Star-Trek neben insgesamt 7 (bald 8) Fernseh-Serien und derzeit 13 Kino-Filmen noch zahlreiche Computer- & Video-Spiele, Bücher, Internet-Medien sowie unzählige Franchise-Produkte entstanden. Die Anzahl der Fans ist auch nach aktuell 11 jähriger TV-Absenz immer noch sehr groß. Star-Trek-Conventions sind meistens sehr gut besucht.
 

Und die Wirkung des einzigartigen Phänomens Star-Trek reicht weit über die Kernfunktion als Unterhaltungs-Produkt hinaus und in fast alle Lebensbereiche hinein.

Star Trek TOS (The original series) – das „alte“ Raumschiff Enterprise

Eigentlich hätte die Serie ja schon 1964 starten sollen, damals ist auch schon ein Pilotfilme (Der Käfig – The Cage) mit überwiegend anderer Crew gedreht worden. Kapitän war damals noch der von Jeffrey Hunter dargestellte Christopher Pike. Und Spock hat noch eine eher untergeordnete Rolle gespielt.

 

Da dieses Konzept dem Sender NBC aber zu intellektuell und zu wenig actionreich war, hat Serie-Erfinder Gene Roddenberry Drehbuch und Crew überarbeitet. William Shatner hat die Rolle des Captain Kirk bekommen und gemeinsam mit Vulkanier Spock (Leonard Nimoy) und Schiffsarzt Dr. Leonard McCoy (DeForest Kelley) das Kernteam der Serie gebildet.

 

Die Serie selbst sehe ich durchaus zwiespältig.
Einerseits steht sie für Werte wie Toleranz, Offenheit für das Neue und für aufgeklärten Forschergeist.
Andererseits aber auch für 1960er- und Western-Mentalität: Hauen & Schießen VOR dem Denken und ein Captain, dem keine Frau wiederstehen kann. Dazu sind auch die Drehbücher teilweise seicht, lückenhaft und unglaubwürdig.

 

Dennoch hat die Serie großen Charme und Anziehungskraft:
Die Mischung auf der Sehnsucht nach dem Weltraum und einer positiven Zukunft, gepaart mit moralischen Werten und Action aber auch trashigen Elementen ist einfach faszinierend – wie Mr. Spock sagen würde.

Star Trek TNG (The Next Generation) – das „neue“ Raumschiff Enterprise

Obwohl zwischen der Original-Enterprise NCC-1701 und der NCC-1701-D 3 weitere Schiffe mit dem Namen Enterprise und runde 80 Jahre liegen, so ist die Next-Generation die 2. Real-Serie im Star-Trek-Universum.

 

Die Next-Generation von 1987 ist in vielen Belangen anders als die Original-Serie. Und – in meinen Augen – in fast allen Belangen besser.


Das fängt schon beim Captain an: Während Vorgänger Kirk ein Haudrauf und Frauenheld ist, so ist Nachfolger Picard ein reifer Intellektueller – und darüber hinaus für nicht wenige Menschen eine moralische Instanz.


Generell ist das neue Raumschiff Enterprise handwerklich sehr gut gemacht, spannend, actionreich und moralisch anspruchsvoll.

 

Diese großartige Mischung hat neue Maßstäbe gesetzt, einen Phantastik-Boom Anfang bis Mitte der 1990er-Jahre ausgelöst und zählt für mich bis heute zu den 3 besten Science-Fiction-Serien aller Zeiten.

Star Trek DS9 (Deep Space Nine) – dunkel, stationär und spannend

Noch bevor die Next-Generation 1994 vom Fernsehen ins Kino gewechselt war, ist ab 1993 mit DS9 der Nachfolger gestartet. Dieser hat das extrem hohe Niveau von Picard und Co gehalten, aber dennoch vieles anders gemacht:


Erstmals hat Star-Trek nicht auf einem Raumschiff, sondern auf einer Raumstation gespielt, der Kommandant Sisko war ein allein erziehender Vater, es hat zum 1. Mal einen großen Krieg gegeben, generell war die Serie atmosphärisch dunkel.


Besonders herausragend an Trek-Serie Nummer-3 waren die vielen und toll ausgearbeiteten Neben-Charaktere und vor allem die langen, großen, zusammen hängenden Handlungsbögen.

Darum gehört sie für mich gemeinsam mit TNG und Babylon-5 auch zu den 3 besten Science-Fiction-Serien aller Zeiten.

Star Trek VOY (Voyager) – weit weg von zuhause

Durch die Erfolge besonders der Next-Generation, aber auch von Deep-Space-Nine, hat sich das Studio Paramount entschlossen, 1995 eine 2. Star-Trek-Serie im Fernsehen zu starten. Um sich mit den beiden anderen, zeitgleich laufenden Serien-Universen nicht „über Kreuz zu kommen“, hat man die Voyager ans andere Ende unserer Galaxie, in den 75 Jahre entfernten Delta-Quadranten verfrachtet.

 

Voyager ist definitiv eine gute Science-Fiction-Serie, die atmosphärisch viel heller als Deep-Space-Nine und in etlicher Hinsicht der Next-Generation ähnlich ist. Abgesehen von gewissen Abnutzungserscheinungen – es werden Geschichten wieder erzählt, die wir aus Star-Trek bereits kennen – so ist sie auch deutlich liebloser gemacht als TNG & DS9.

 

Voyager hat sowohl den Höhepunkt des Star-Trek-Booms 1996 mit eingeleitet, aber auch den Abschwung um das Jahr 2000 herum. Dennoch möchte ich und möchten viele weitere Fans die 4. Trek-Serie nicht missen.

Star Trek ENT (Enterprise) – die Vorhut als Nachhut

Nachdem der Erfolg von Star-Trek in der Voyager-Ära deutlich nachgelassen hat, haben sich die Serien-Macher 2001 zu einem kompletten Neustart entschlossen. Die 5. Real-Serie „Enterprise“ spielt dann auch nicht mehr wie TNG, DS9 & VOY im 24. Jahrhundert, sondern im 22. Jahrhundert, rund 100 Jahre vor der Original-Enterprise.

 

Die Serie selbst erreicht ähnlich wie Voyager ein gutes Niveau und ist insgesamt handwerklich gut und spannend. Dennoch kommt auch sie nicht an die besten heran und die Qualität ist stark schwankend. Highlight der Serie ist aus meiner Sicht die Staffel Nr. 3, die sich 1 ganzes Jahr lang mit dem gut ausgearbeiteten Xindi-Handlungsbogen beschäftigt.


Kritik hat sich Enterprise unter anderem nach einer – durch 9/11 geprägten – gewalttätigeren und teilweise unethischen Vorgangsweise der Protagonisten verdient.

 

Dennoch ist es spannend so sehen, was VOR der Gründung der „Vereinten Förderation der Planeten“ in Star-Trek passiert ist.

Fazit zu Star-Trek im Fernsehen

Nicht verschweigen möchte ich auch, dass es zusätzlich zu den hier genannten 5 Real-Serien in den 1970er-Jahren auch eine kurzlebige Zeichentrick-Serie gegeben hat, Star-Trek TAS (The animated series).

 

Nach dem echten Start 1966 hat Star-Trek etwas geschafft, das – abgesehen von Sherlock Holmes und James Bond – wohl kein anderes Unterhaltungs-Produkt geschafft hat: Über 50 Jahre hindurch populär zu bleiben und seine Geschichte sowohl im Kino, als auch (wieder ab 2017) im Fernsehen erfolgreich fortzusetzen.
Und das 100% verdient!

 

Star-Trek ist spannend, faszinierend und gleichzeitig moralisch und intellektuell anspruchsvoll. Daher schon einmal – bevor ich mich in Teil 2 meiner Jubiläums-Serie den Filmen widme – alles Gute für die Zukunft, vielleicht sogar für weitere 50 Jahre!

 

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16. Juli 2016 6 16 /07 /Juli /2016 23:45

Die große Wirkung von Star TrekVor gut 1 Monat angekündigt und jetzt zum 1. Mal in die Tat umgesetzt: Im 2. Halbjahr 2016 gibt es von mir anlässlich der 50-Jahr-Jubiläums von Star-Trek zahlreiche Artikel dazu in meinem Blog.
Und der heutige Start der Original-Serie (Raumschiff Enterprise) auf Tele5 ist die perfekte Gelegenheit, um damit zu beginnen.

 

Den Auftakt dieser Serie macht ein Blog-Eintrag zur unfassbar großen Wirkungs-Sphäre von Star-Trek.
Denn kaum ein anderes Unterhaltungsprodukt hat so lange, so viele und so umfassende Auswirkungen auf die Welt, wie eben dieses von Gene Roddenberry geschaffene Science-Fiction-Universum:
Von Religion über Grundlagenwissenschaft, Weltraumfahrt, Alltagselektronik bis hin natürlich zur Populär-Kultur und darüber hinaus.

Die Kernfunktion(en)

Das „einzigarteige Phänomen Star-Trek“, wie es Captain-Picard-Darsteller Patrick Stewart einmal formuliert hat, fängt schon bei seiner Kernfunktion als Produkt an:

  • Bisher 7, ab 2017 8 Real-Serien

  • 1 Zeichentrick-Serie

  • Bisher 13 Kino-Filme

  • Ein ebenfalls großes Sub-Universum von Fan-Fiction

  • Unzählige Romane, Computerspiele, Dritt-Literatur & Dokumentationen ÜBER Star-Trek.

Und das alles über in einem Zeitraum von 50 Jahren geschaffen – wo fast alle Unterhaltungs-Produkte schon längst wieder in Vergessenheit geraten sind.
Und Star-Trek „zieht“ auch heute noch: Seit 2011 spielt der deutsche Fernsehender Tele5 Wiederholungen von Star-Trek-Serien in der Dauer-Schleife – und ist damit offensichtlich erfolgreich. Dazu gibt es gerade im Sommer 2016 mit „Beyond“ auch einen Kinofilm und 2017 eine neue Fernseh-Serie.

 

Hinzu kommen noch zahlreiche Parodien, Hommagen und Zitate von und an Star-Trek – sogar nach Jahrzehnten noch an die Original-Serie. In Deutschland besonders natürlich (T)Raumschiff-Surprise, sowohl als Kinofilm und zuvor schon in der TV-Comedy-Reihe Bullyparade.

 

Als „Unterhaltungs-Produkt“, das schon seit den 1960er Jahren die Massen fasziniert hat Gene Roddenberry etwas geschaffen, das wohl nur mehr mit der James-Bond-Reihe vergleichbar ist und nur von Sherlock-Holmes-Adaptionen übertroffen wird.
Alleine das macht Star-Trek schon einzigartig. Doch das ist nur 1 Teil von vielen, der das Gesamt-Phänomen ausmacht.

Wissenschaft & Alltagsprodukte

Schon 2 Generationen von Wissenschaftern sind durch Star-Trek und die damit verbundene Erforschung des Weltalls und der verwendeten, fortschrittlichen Technologien inspiriert worden.

 

Und über naturwissenschaftliche wie andere Aspekte dieses fiktiven Universums sind auch schon unzählige Diplom-Arbeiten und weitere, fundierte Abhandlungen verfasst worden.

 

Während es der Warp-Antrieb noch nicht weiter als zum Theorie-Stadium gebracht hat, so scheint die Menschheit bei impulsartigen Antrieben schon ziemlich weit zu sein.

 

Und Beamen wird zwar wohl nie so möglich werden, wie in Star-Trek, jedoch gibt es interessante Quantenphänomene, durch die eine Informationsübertragung mittels Quantenteilchen auch über extreme Entfernungen grundsätzlich möglich ist, wie vor allem der österreichische Physiker Anton Zeilinger gezeigt hat.

 

Und drahtlose Kommunikatoren ist in Form von Mobil-Telefonen ebenso schon Realität, wie Tablet-Computer oder MP3-Player. Und Computer ermöglichen Multimedia-Bearbeitung, Sprachinterfaces, ja sogar künstliche Intelligenz und noch mehr.

 

Während ein Holodeck auf unabsehbare Zeit hinaus noch Fiktion bleiben wird, so gewinnen holgraphische Anwendungen immer mehr Bedeutung in unserem Leben: Bei Echtheitszertikaten (v.a. auf Geldscheinen), bei Mess- und Abbildungs-Technik, sowie in Form holographischer Speicher.

 

Und die virtuelle Realität mittels Datenbrillen und Sensoren-Körperanzung beginnt nach einem „Strohfeuer“ in den 1990er Jahren seit Kurzem große Bedeutung zu gewinnen (u.a. durch Produkte von Facebook, Google, Microsoft & Samsung).

Religion & Moral

Während Religion in der Original-Serie „Raumschiff Enterprise“ nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt hat, so nimmt sie in den Nachfolge-Serien einen beachtlich großen Stellenwert ein. Besonders bei „Next Generation“ mit Q und „Deep Space Nine“ mit den Propheten (der Bajoraner) spielt sie eine wichtige Rolle.
Und es gibt auch zumindest 1 Diplom-Arbeit, die sich dem Thema Religion und Star-Trek widmet.

 

Star-Trek schafft sogar etwas, was nahezu unmöglich ist: Dass mit Next-Generation-Captain Jean-Luc Picard ein fiktiver Charakter für nicht wenige Menschen eine moralische Instanz darstellt.

Auch die Werte der Serien, vor allem Respekt und Toleranz gegenüber allen Lebenwesen, haben unzählige Menschen inspiriert und stellen für sie eine moralische Leitlinie dar. Und nicht zu vergessen natürlich die oberste Direktive, die eine Einmischung in weniger entwickelte Gesellschaften durch die Föderation striktest verbietet.

 

Allerdings stellt für etliche Hardcore-Fans Star-Trek so etwas wie eine Ersatz-Religion bzw. eine Parallel-Welt dar, in die sie sich vor der Realität flüchten können.

Schattenseiten & Kritik

Und damit sind bei den Kritik-Punkten am Phänomen Star-Trek.

 

So tolle Unterhaltung und so hoch stehende intellektuelle und moralische Inputs dieses fiktionale Universum auch liefert – es ist eben nur Fiktion. Doch für manche war es das eben nicht, sie haben eine Art Ersatz-Religion daraus gemacht.
Vor allem in den 1990er Jahren zahlreiche Menschen gegeben, die lieber ein Schein-Leben im Star-Trek-Universum gelebt haben, oft auf Conventions gegangen sind, ja sogar in Uniformen und mit Parallel-Identitäten versehen Geschichten in Gruppen nachgespielt haben.

 

Dann gibt es – besonders stark ausgeprägt in der Urserie und der Next-Generation – die ebenso idealistische wie naive Weltsicht, dass die Menschen der Zukunft völlig reif sind, ihre menschlichen Schwächen überwunden haben, ja es auch keine Armut, kein Geld und keine Habgier mehr gibt.
WIE dieses formal großartige Ziel dann aber in die Praxis umgesetzt ist und z.B. die Wirtschaft der Zukunft funktioniert, das bleibt völlig im Dunkeln.
Fairerweise muss ich aber auch dazu sagen, dass vor allem in Deep Space Nine und Enterprise dieser Idealismus dann faktisch zu Gunsten von mehr Realismus wieder etwas korrigiert wird.

 

Und dann spiegelt sich in Star-Trek – in allen Serien & Filmen, besonders aber in der Urserie – auch eine extreme Technik-Gläubigkeit nieder.
Während Dinge wie kosmische Strahlung und das Fehlen des Erd-Magnetfelds im Weltall, sogar auch Mobifunk-Strahlung von Kommunikatoren, aus meiner Sicht zwar Probleme, aber lösbar sind, so sieht das bei der von den Raumschiffen und Raumstationen verwendeten Nuklear-Energie (Anti-Materie & Kern-Fusion) sehr anders aus.
Die bisherigen Erfahrungen der Menschheit lassen zumindest große Zweifel aufkommen, ob diese Energieform jemals sicher und nachhaltig wird.
In Star-Trek spiegelt sich hier dagegen voll der nuklerale Enthusiasmus der 1950er & 1960er Jahre wider.

Fazit

Das mit der Star-Trek-Urserie „Raumschiff-Enterprise“ gestartete Phänomen ist auch 50 Jahre später nicht nur einzigartig, sondern nach wie vor großartig.

 

Natürlich gibt es – wie fast immer und überall – ein paar Schattenseiten.
Dennoch vereint Star-Trek so viele und positive Dinge:
Vom tollen Unterhaltungs-Produkt über eine positive Philosophie, hohe Ethik-Standards bis hin zur Faszination des Weltraums und futuristisches Technik.

 

Daher ist es nur logisch, dass sein Wirkungsphäre so gewaltig ist.

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15. Juli 2016 5 15 /07 /Juli /2016 17:00

Skispringen Saison-Rückblick 2015/2016
 

Nach 1 Jahr Pause ist es jetzt wieder an der Zeit, einen großen Saison-Rückblick der Skispringen zu machen. Und da genau heute, am 15.07.2016 der Sommer -GP der Skispringer startet, passt die Veröffentlichung heute perfekt..

Neben den Herren widme ich mich dabei auch den Damen und den Mannschaften wesentlich ausführlicher als bei den letzten Malen.

Tops

Wer waren für mich die besten Skispringer in der Saison 2015/2016 bei Herren, Damen und Mannschaften?

 

Herren:

  1. Der mit Abstand beste Springer war diese Saison natürlich Peter Prevc. Abgedroschener, aber zutreffender Spruch: Er hat alles gewonnen, was es zu gewinnen gab, Vierschanzentournee, Gesamtweltcup, Skiflug-Weltcup & Skiflug-WM. Darüber hinaus hat er im Weltcup neue Rekorde an Saison-Siegen und Punkten aufgestellt. Fantastisch, fast unübertreffbar.
     

  2. Nr. 2 ist für mich Severin Freund. Grund: Mit Platz 2 ist er zum 3. Mal hintereinander im Gesamt-Weltcup unter den Top-3. Vor allem auch als 2. zum 1. Mal auf dem Podium der Vierschanzen-Tournee-Gesamtwertung.
    Im Dezember 2015 war er mit Peter Prevc sogar noch auf Augenhöhe. Durch die Nachwirkungen seines Sturzes in Innsbruck hat er sicher das Maximum heraus geholt, das heuer für ihn möglich war.

     

  3. Der drittbeste Springer ist ein Neuling in der Weltspitze: Der Norweger Kenneth Gangnes. Bisher für mich einfach ein Springer, der nur dabei statt mitten drin war, hat er heuer den Durchbruch geschafft: Platz 3 im Gesamt-Weltcup, 1. Einzel-Weltcup-Sieg und natürlich die Silber-Medaille bei der Skiflug-WM am Kulm. Und bei der Vierschanzen-Tournee hat er als 4. das Podium auch nur knapp verpasst.
    Das war einfach nur stark.

     

Damen:

Bei den Damen muss ich vorausschicken, dass es heuer kein Großereignis (WM oder Olympia), sondern „nur“ den Weltcup gegeben hat.

  1. Noch klarer als bei den Herren Peter Prevc hat bei den Damen die Japanerin Sara Takanashi den Skisprung-Weltcup dominiert. 14 von 17 Bewerbe gewonnen. Dazu noch in rund jedem 3. Sprung einen neuen Schanzenrekord aufgestellt. Und an dieser Stärke haben sich auch die Konkurrentinnen die Zähne ausgebissen. Fantastisch, allerdings noch durch eine oder mehrere Einzelmedaillen bei Großereignissen in den kommenden Jahren übertreffbar.
     

  2. Die Österreicherin Daniela Iraschko-Stolz hat sich eine weitere Saison an der Weltspitze gehalten. Platz 2 im Gesamt-Weltcup mit 2 Einzel-Siegen ist richtig stark. Wenn man die Zeit, als der Kontinental-Cup die höchste Liga im Damen-Skispringen war, dazu zählt, dann hat Österreichs Nummer 1 zum insgesamt 9. (!) Mal die Saison unter den Top-3 einer Gesamtwertung abgeschlossen. Beeindruckend!
     

  3. Sloweniens tolle Saison wird bei den Damen durch Maja Vtic abgerundet. Sie hat definitiv einen Schritt nach vorne gemacht und sich nach Platz 8 im Vorjahr heuer mit Platz 3 im Gesamt-Weltcup und 1 Saison-Sieg (noch dazu zu Hause in Ljubno) in der Weltspitze etabliert. Starke Steigerung!
     

Mannschaften:

Bei den Mannschaften ist für mich die Wahl der Besten einfach:

  • Bei den Herren ist das Norwegen.
    Zusätzlich zu Kenneth Gangnes hat Trainer Alexander Stöckl auch noch Johann-Andre Forfang und Daniel-Andre Tande in den Top-10 und damit in der Weltklasse etablieren können. Auch weitere Norweger haben gute Leistungen gezeigt.
    Logische Folge waren die Goldmedaille im Mannschafts-Bewerb der Skiflug-WM und der Sieg im Nationen-Weltcup.

     

  • Bei den Damen ist Österreich dieses Jahr die Nummer 1.
    Als einzige Nation hat die Alpenrepublik heuer 3 Athletinnen unter die Top-5 des Gesamt-Weltcups gebracht und auch insgesamt die meisten Punkte geholt.
    Beim Mannschaftsbewerb eines Großereignisses wäre die Truppe von Trainer Andreas Felder nur schwer zu schlagen gewesen.

     

Aufsteiger

Auch wenn es viele tolle Leistungen gegeben hat, so haben in meinen Augen 4 Athleten bzw. Teams besonders große Leistungssteigerungen gezeigt.

  • Bei den Herren ist das Kenneth Gangnes.
    Der Norweger ist nach 2 schweren Verletzungen schon vor dem sportlichen Aus gestanden, hat sich zurück gekämpft und ist beim Comeback direkt in die Weltspitze gesprungen. From Zero to Hero könnte man da in Anlehnung an Damon Hill sagen.
    Und mit dieser Vorgeschichte vergönnen ihm wohl auch alle Nicht-Norweger den Erfolg.

     

  • Bei den Damen hat Chiara Hölzl den größten Sprung nach vorne gemacht.
    Nach Gesamt-Weltcup-Platz 17 im Vorjahr hat sie die heurige Saison auf Platz 5 abgeschlossen. Sie hat es bei fast allen Bewerben unter die Top-10 geschafft und auch 2 Podiums-Plätze errungen. Aus dem Küken der WM 2013 in Val di Fiemme ist heuer ein Jungstar geworden.

     

  • Als Herren-Mannschaft hat Norwegen heuer beindrucken können.
    Natürlich sind die „harten“ Daten schon sehr stark, mit den Siegen im Nationen-Weltcup und bei der Skiflug-WM. Am beeindruckendsten ist für mich aber, dass die Wikinger das mit einer stark verjüngten Mannschft geschafft haben. Denn Anders Bardal und Anders Jacobsen sind zurück getreten, und der Vorjahres-Weltmeister Rune Velta war wegen Formschwäche fast nicht im Weltcup-Team.
    Diese große Stärke in einer ebenso großen Breite kommt schon nahe heran an die österreichischen Super-Adler in ihrer besten Zeit.

     

  • Den größte Steigerung bei den Damen-Mannschaften sehe ich in Österreich – auch wenn die Sloweninnen sich ebenfalls sehr gut entwickelt haben.
    Dennoch: Zusätzlich zum „Fixstern“ Daniela Iraschko-Stolz hat Jacqueline Seifriedsberger zu alter Stärke zurück gefunden und Chiara Hölzl sitzt den Besten auch schon im Nacken. Trotz Rückschritts bei Eva Pinkelnigg in der oft so schwierigen 2. Saison haben sich auch Nachwuchs-Kräfte im Weltcup etabliert.
    Die Österreicherinnen können nur hoffen (bzw. sich dafür einsetzen), dass es bei der WM nächsten Jahr auch bei den Damen einen Mannschafts-Bewerb gibt.

     

Flops & Absteiger

Natürlich hat es aber auch unerfreuliche, sportliche Leistungen im Skispringen gegeben. Welche genau?

  • Bei den Herren gibt es für mich 3 große Saison-Verlierer:

  1. Rune Velta, der letztes Jahr noch sensationell Skispring-Welmeister in Falun geworden ist, ist heuer überhaupt nicht in tritt gekommen und fast nur im Kontinental-Cup, der 2. Liga des Skispringens, gesprungen.
     

  2. Gregor Schlierenzauer hat heuer auch nie wirklich Luft unter die Ski bekommen, bei den Wettbewerben üblicherweise die Top-10 oder sogar den 2. Durchgang verfehlt und die Saison noch während er Vierschanzen-Tournee abgebrochen. Zu dieser „schwarzen Saison“ passt auch sein Skiunfall mit Kreuzbandriss.
     

  3. Kamil Stoch ist die letzten beiden Saison Weltmeister und Olympiasieger geworden, dazu hat er den Gesamtweltcup auf den Plätzen 1 & 2 abgeschlossen. Heuer ist es allerdings überhaupt nicht gelaufen bei ihm. Ähnlich wie Gregor Schlierenzauer ist auch er normalerweise an den Top-10 oder sogar an der Qualifikation für den 2. Durchgang gescheitert.
     

  • Bei den Damen gibt es für mich 2 große Saison-Verliererinnen:

  1. Carina Vogt ist in der abgelaufenen Saison ein ähnliches Schicksal wie Kamil Stoch widerfahren. Nach Olympia-Sieg und WM-Titel hat sie mit der Weltspitze heuer nicht mithalten können. Immerhin hat sie es aber einige Male unter die Top-10 geschafft.
     

  2. Deutlich schlechter hat es die ehemalige WM- und Olympia-Medaillen-Gewinnerin Coline Mattel erwischt, die es nicht einmal unter die Top-20 im Gesamt-Weltcup geschafft hat.
     

  • Bei den Herren-Mannschaften sehe ich 2 große, 1 mittelgroßen und 1 kleinen Verlierer:

  1. Für die Finnen war 2015/2016 eine weitere Katastrophensaison. Die stolzen Skandinavier haben sogar schon mit der Qualifikation für die Bewerbe zu kämpfen gehabt. Vor 10 Jahren haben sich noch die Skisprung-Welt dominiert.
    Mit dem österreichischen Trainer Andreas Mitter wollen sie in Zukunft wieder Anschluss finden.

     

  2. Auch Russland hat diese Saison keine Erfolge erringen können. Und momentan sind auch weder Routiniers noch Nachwuchs-Hoffnungen ist Sicht, um die Situation zu verbessern.
    Vielleicht versuchen auch sie mit einem Trainer-Wechsel neue Impulse zu setzen.

     

  3. Die Polen haben in der jüngeren Vergangenheit nicht nur durch Kamil Stoch im Einzel brillieren können, sondern auch mannschaftlich einige Erfolge erzielt. Heuer war das anders und die ganze Mannschaft hat einen erheblichen Rückschritt gemacht. Zumindest die Qualifikation für die Wettbewerbe und auch etliche Top-20 Ergebnisse haben die Polen aber geschafft.
    Auch in Polen soll mit Stefan Horngacher ein österreichischer Trainer den Karren wieder flott machen.

     

  4. Auch die Österreicher muss man zu den kleinen Verlierern zählen. Trotzdem Michael Hayböck (Highlight: Platz 3 bei der Vierschanzen-Tournee) und Stefan Kraft (Highlight: Bronze-Medaille am Kulm) stark gesprungen sind, hat der Rest des Teams nicht überzeugen können. Und mit Platz 4 in der Nationen-Wertung hat es die rot-weiss-rote Mannschaft zum 1. Mal seit 19 Jahren nicht unter die Top-3 geschafft.
    Da es aber zusätzlich zu den 3 Ex-Vierschanzentournee-Siegern Gregor Schlierenzauer, Andreas Kofler und Thomas Diethart auch noch einige Nachwuchs-Hoffnungen beim ÖSV, so stehen die Chancen gut, dass die Österreicher zukünftig wieder besser abschneiden.

     

  • Bei den Damen-Mannschaften sehe ich 2 Saison-Verliererinnen:

  1. Nicht nur Carina Vogt, sondern auch ihre Team-Kolleginnen sind heuer deutlich schwächer gesprungen, als die letzten Jahre. Deutschland hat somit den größten Rückschritt bei den Damen gemacht und keine Athlethin unter die besten 10 im Gesamt-Weltcup gebracht.
     

  2. Auch die USA, die früher Weltmeisterinnen und Weltcup-Serien-Siegerinnen gestellt haben, können an diese Erfolge derzeit nicht mehr anschließen. Durch die Serien-Verletzungen ihrer Nr. 1 Sarah Hendrickson und dem Rücktritt von Lindsey Van ist die Situation natürlich schwierig, noch schwieriger, da auch Jessica Jerome nicht einspringen hat können.
    Lichtblick für die USA ist allerdings die junge Nita Englund.

     

Außergewöhnliches & Schlussworte

Abgesehen vom üblichen „Tagesgeschäft“ und seiner Nachbetrachtung, so sind in der Saison 2015/2016 noch 2 besonders außergewöhnliche Dinge passiert und 1 persönliches Erlebnis:

  1. Der Österreicher Lukas Müller ist beim Einfliegen auf der Flugschanze am Kulm schwer gestürzt und hat eine inkompletter Querschnittslähmung erlitten.
    Gott sei Dank hat er sich den Umständen entsprechend schon wieder sehr gut erholt und ist nach intensiver Rehabilitation sogar wieder in der Lage, eingeschränkt zu gehen.

     

  2. Der slowenische Ski-Hersteller Elan, der unter anderem die beiden letztjährigen Saison-Dominatoren Petr Prevc und Sara Takanashi ausgerüstet hat, hat sich bedauerlicherweise aus dem Sprungsport zurück gezogen.
    Dennoch möchte ich mich an dieser Stelle für die langjährigen Unterstützung Elans für den Skisprung-Sport herzliche bedanken!

     

  3. Ich habe heuer im oberösterreichischen Hinzenbach auch mein 1. Damen-Skispringen live gesehen und darüber einen Bericht geschrieben.
    Und wer den Bericht und die Foto-Story liest, wird sehen, dass und warum es mir gut gefallen hat.

 

Obwohl heute der Sommer -GP los geht freue ich mich auf jeden Fall schon sehr auf den „richtigen“ Saisonstart in Klingenthal und werde mir auch heuer sicher wieder viele Bewerbe einer meiner Lieblingssportarten anschauen :-)

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18. Juni 2016 6 18 /06 /Juni /2016 18:00

Österreichs Zwischenbilanz in Frankreich 2016 ist weder schwarz noch weiss, sondern grauDie österreichische Fußball-Nationalmannschaft hat sich souverän für die Europa-Meisterschafts-Endrunde 2016 in Frankreich qualifiziert. Als „Drüberstreuer“ sind wir dadurch auch die Nummer 10 in der FIFA-Weltrangliste geworden.

 

Doch nach der 0:2 Niederlage gegen Ungarn beim Auftakt-Match ist Katzenjammer angesagt: Gerade die, die uns vorher schon für die neuen Europameister gehalten hat, sehen uns bereits auf dem Tournier draussen.

Typisch österreichisch und für mich absolut widerlich:
Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt.

 

Ich sehe das ganz nüchtern:

  • Unsere Mannschaft hat beim Auftakt schwach, die Ungarn gut gespielt. Und das Momentun war auch auf der Seite Ungarns.

  • Dadurch wird es jetzt richtig schwierig, uns noch für das Achtelfinale zu qualifizieren, aber dennoch möglich.
    Ohne zumindest 1 Punkt gegen Portugal, den Favoriten und sicherlich die stärkste Mannschaft in unserer Gruppe, sind wir aber schon fast aus dem Tournier ausgeschieden.

  • Österreich ist wieder in alte Muster zurück gefallen: Etwas schlampig spielen und Torchancen zu vergeben, hat uns bis vor 2 Jahren „das G'nack“ gebrochen.

  • Wir haben auch kaum Tournier-Erfahrung und offensichtlich macht uns das – im Gegensatz z.B. zu den Ungarn – auch zu schaffen.

  • Und wieder einmal hat sich gezeigt, wie fehl am Platz Euphorie ist. Denn unsere Gruppen-Gegener in der Qualifikation, allen voran Russland & Schweden, sind definitiv nicht die stärksten Mannschaften Europas.
    Dementsprechend sind wir mit Platz 10 in der Weltrangliste etwa überbewertet.
    So viel dann aber auch nicht, ich schätze dass wir vom Leistungsvermögen derzeit ca. bei Platz 15 richtig aufgehoben sind.

 

Und dennoch bleibt die Leistung der Mannschaft und der Trainerstabes, besonders von Marcel Koller, in der Qualifikation gut.

 

Also:
1 Punkt gegen Portugal und ein Sieg gegen Island sollten zum Aufstige ins Achtelfinale reichen – auch wenn es natürlich sehr schwierig wird. Aber wenn wir das nicht schaffen, dann haben wir es uns auch nicht verdient.

 

Für das heutige Spiel gegen Portugal tippe ich auf folgendes:

  1. Endergebnis 2:2

  2. Aufstellung bei Österreich:

    • Prödl in der Innenverteidigung

    • Janko im Sturm (zumindest von Beginn an)

    • Ilsanker im defensiven Mittelfeld neben Julian Baumgartlinger

    • Mittelfeld mit Arnautovic & Alaba in den Flügeln und Alessandro Schöpf in der Mitte.

 

P.S.: Nur 1 Punkt muss ich an Marcel Koller kritisieren: Er hat noch nie mit 2 oder sogar 3 echten Stürmern gespielt, nicht einmal zu Testzwecken, um eine Spiel-Situation zu proben, bei der wir ins Rückstand sind und ein Spiel drehen müssen.

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8. Juni 2016 3 08 /06 /Juni /2016 16:30

Star Trek feiert 2016 50-Jahr-Jubiläum2016 ist das Jahr, in dem Raumschiff-Enterprise und damit das gesamte Star-Trek-Universum das ultimative Jubiläum feiert: Die wahrscheinlich prägendste Science-Fiction-Serie aller Zeiten wird 50 Jahre alt. Bis zum Geburtstag dauert es noch genau 3 Monate.

 

Und nicht genug mit dem 50-Jahr-Jubiläum:

Mit dem 3 Film der aktuellen, von J.J. Abrams eingeführten Zeitlinie und nächsten Jahr einer neuen Fernseh-Serie auf CBS tut sich im Trek-Universum heuer richtig viel.

Dennoch habe ich 2016 noch keinen einzigen Blog-Eintrag dazu verfasst.

 

Es ist aber relativ einfach:

Das 1. Halbjahr 2016 habe ich mich bei Unterhaltungs-Themen auf das „Life-on-Mars“ bzw. „Ashes-to-Ashes“ Serien-Universum konzentriert.

Im 2. Halbjahr wird es jedoch von mir 3-4 Einträge über Star-Trek geben:

  1. Am 8. September gibt es anlässlich von 50 Jahren Star-Trek natürlich eine umfassende Würdigung sowohl der Original-Serie rund um Kirk & Spock, als auch von Star-Trek insgesamt.

  2. Knapp 2 Wochen darauf, am 20. September feiert dann die Trek-Serie Nr. 5, Enterprise, ihr 15 jähriges Bestehen.

  3. Dann gilt es noch die höchst unterschiedlichen politischen Aspekte von Star-Trek zu beleuchten.

  4. Und vielleicht mache ich noch einen weiteren Artikel, z.B. über die 2017 kommende Serie.

Also, Science-Fiction-Freunde und ganz besonders alle Trekkies/Trekker können sich schon auf einiges Neue in meinem Blog freuen!

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25. Mai 2016 3 25 /05 /Mai /2016 23:30

Die BBC-Serie Ashes to Ashes feiert nach fast 8 Jahren ihre deutschsprachige PremiereVor 4 ½ Monaten hat meine Lieblingsserie der 2000er-Jahre ihr 10-Jahres-Jubiläum gefeiert: „Life on Mars“ aus Großbritannien, namensgleich mit dem titelgebenden Lied vom großen und leider schon verstorbenen David Bowie.

„Life on Mars“ hat eine Nachfolgeserie bekommen: Die – ebenfalls mit einem Bowie-Lied namensgleiche, von 2008-2010 entstandene BBC-Serie „Ashes to Ashes“.
Und nachdem diese 2013, 5 Jahre nach ihrem Entstehen, auf FOX ihre deutschsprachige Erstausstrahlung im Pay-TV (Bezahl-Fernsehen) erlebt hat, so läuft sie nun auch endlich im deutschsprachigen Free-TV (dem (kosten-)freien Fernsehen).

Bei „Ashes to Ashes“ geht es um die Polizei-Psychologin Alex Drake, welche die Geschehnisse und den Tod von Sam Tyler, dem Haupt-Protagonisten der Vorgänger-Serie „Life on Mars“ untersucht. Auch sie fällt nach einem fast tödlichen Unfall (eher Mordversuch) ins Koma und findet sich im selben (Schein-)Universum des Jahres 1981 mit teilweise den selben Personen wieder, wie Tyler.
Und auch sie muss dort etwas bestimmtes erledigen, was jedenfalls mit dem damals erfolgten Tod ihrer Eltern zusammen hängt.

Konkret ist „Ashes to Ashes“ seit gestern, dem 24. Mai 2016 jeweils dienstags und samstags um 22.25 und 00.05 Uhr auf dem noch jungen Sender eoTV zu sehen.
eo steht für „european originals“. Und die Station heißt nicht einfach nur so, sie spielt ausschließlich europäische Filme und Serien.
Und wer die Episoden nicht live sehen kann oder will, für den ist sie z.B. auch in der Mediathek des Senders noch für einige Wochen verfügbar.

Getreu dem Motto „besser spät als nie“ finde ich es toll, dass diese vermutlich ebenfalls großartige europäische Serie nun endlich auch bei uns zu sehen ist. Und ich werde sie mir mit Genuss „rein ziehen“.

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9. Mai 2016 1 09 /05 /Mai /2016 18:00

Eine kleines Digital-Marketing-Konzept für Servus TVDie Ankündigung und Rücknahme der Schließung des Red-Bull-Fernseh-Senders ServusTV hat letzte Woche sehr hohe Wellen in Österreich und darüber hinaus geschlagen.

Über Hintergründe der Doch-Nicht-Schließung und über Abhängigkeiten besonders von Fernseh-Sendern habe ich schon in meinem fischundfleisch-Artikel geschrieben.

 

In diesem Blog-Eintrag befasse ich mich mit kommerziellen Aspekte, durch die der defizitäre Sender die „Kurve kriegen“ kann.

Marktstruktur der & Synergien in der deutschsprachigen Fernseh-Landschaft

Im deutschsprachigen Raum gibt es 3 wichtige TV-Sender-Gruppen:

  1. Öffentlich-rechtliche wie ARD, ZDF, ORF, SRG, sowie Regionalsender.

  2. Zur RTL-Gruppe gehörende Sender, also RTL, RTL2, Super RTL, VOX, ntv, …

  3. Zur PRO7-SAT1-Gruppe gehörende Sender, also PRO7, SAT1, Kabel1, sixx, Puls4, ...

Daneben gibt es noch weitere, Sender, die entweder einzeln oder in kleinen Gruppen operieren. Zu diesen gehört auch ServusTV.

 

Konzern-Größe oder vielmehr zahlreiche Kooperations- und Synergie-Möglichkeiten zwischen Sendern im selben Konzern haben sich aber als ein wichtiges Erfolgskriterium heraus kristallisiert. Und das fehlt den klein-strukturierten Stationen natürlich.

Erfolgsfaktor Digitalisierung

Zeitgleich mit der ServusTV-Posse habe ich eine ganz andere Meldung aus der Medien-Szene entdeckt: Nämlich, dass das Digital-Geschäft der PRO7-SAT1-Gruppe rasant wächst.

 

Vor allem der große Erfolg von Netflix & Co in jüngerer Vergangenheit, dass preisgekrönte und auch bei Fernseh-Sendern begehrte Eigenproduktionen (allen voran „House of Cards“) macht, zeigt, wie sich die Gewichte weg vom klassischen Fernsehen hin zu Online-Angeboten verschoben haben.

 

Und gerade bei den großen Sender-Gruppen gibt es zahlreiche interessante und auch erfolgreiche Online-Angebote.

Digitale und andere Kooperationen

Ein zentraler Erfolgsfaktor für ServusTV ist daher das Schließen von vielfachen Kooperationen mit anderen Fernseh-Sendern außerhalb der großen Konzern-Konglomerate – online wie offline.

Welche Kooperationen meine ich?

  • Als Kombination der beiden Erfolgsfaktoren „Kooperation“ & „digital“ natürlich einmal eine gemeinsame Mediathek, in der die Sendungen zahlreicher Fernsehsender gebündelt werden.
    Die RTL-Gruppe hat so etwas mit TV-NOW, die PRO7-SAT1-Gruppe mit 7TV.

     

  • Ganz wichtig: Die beiden großen Privatsender-Gruppen verfügen über Gemeinschaftsunternehmen zur Werbe-Vermarktung. Auch die „unabhängigen“ Sender sollten hier ein Joint-Venture zur gemeinsamen Vermarktung ihrer Werbe-Angebote gründen.
    Gerade die Sender von Herbert Kloiber (Tele5, ATV 1+2) und ServusTV würden sich thematisch sehr gut ergänzen und ein attraktives Gesamtpaket ergeben.
    Mit noch kleineren Nische-Sendern (eoTV, Anixe, ...) wird das sicher nicht ganz so einfach, besonders auch, da diese derzeit fast alle von Goldbach-Media vermarktet werden, aber dennoch ist auch das möglich.

     

  • Bessere Vermarktung von Eigenproduktionen bei VoD-Anbietern (Video-on-Demand). VoD erlebt derzeit gerade einen Boom und es gibt neben Platzhirsch Netflix noch viele weitere, teilweise sogar von globalen Medien-Konzernen unabhängige Unternehmen.
    Das ist 1 zentrale Möglichkeit, um mit den eigenen Inhalten auf digitalen Kanälen Geld zu verdienen.
    Zusätzlich zu VoD-Aktivitäten als einzelner Sender könnte man auch hier Kooperationen mit anderen Fernsehanstalten prüfen.

     

  • Auch Performance-orientierte Online-Angebote sollten zumindest überlegt werden. PRO7-SAT1 ist z.B. mit Online-Shops und Reise-Angeboten digital richtig erfolgreich.

Nachjustierungen beim Programm zu mehr Breite

Das Programm von ServusTV gefällt mir grundsätzlich gut und es bekommt von vielen Seiten Lob dafür, recht anspruchsvoll zu sein und teilweise schon Informations- und Bildungs-Aufgaben von öffentlich-rechtlichen Sendern zu übernehmen. Zu Recht!

 

Genau das ist aber ein Problem für die Reichweite, da Masse und Klasse meist nicht zusammen gehen. Daher gehört hier nachjustiert.
ServusTV sollte daher ein bisschen „populistischer“ werden, aber seinen anspruchsvolleren Grundansatz, der schon das Markenzeichen ist, beibehalten.

 

Und gerade teure Eigenproduktionen, für die es keine wirkliche Weiter-Verwertung gibt (z.B. auf VoD-Plattformen oder anderen TV-Sendern), wird es wohl Einschnitte geben müssen. Ich denke da besonders an das Frühstücks-Fernsehen.

 

Sowohl bei der Eigenproduktion von Sendungen, als auch bei deren Verwertung gehören aus meiner Sicht ebenfalls verstärkt Kooperationen sondiert. Damit könnten sowohl Produktions-Kosten gesenkt, als auch Vermarktungsmöglichkeiten verbessert werden.

Fazit

ServusTV ist ein interessanter Fernsehsender, der sichvon privaten Mitbewerbern und auch von ORFeins positiv abhebt.

 

Soweit ich es beurteilen kann, hat sich der Sender aber noch nicht auf einige Entwicklungen im digitalen Bereich eingestellt.
Weiters leidet er darunter, eben nicht in eine große Sender-Gruppe eingebunden zu sein. Daher gehören mit anderen Unternehmen, die in der selben Situation sind, umfangreiche Kooperationen geschlossen.

 

Hoffentlich führt das zum Erfolg. Die österreichische Fernseh-Landschaft würde ein Weiterbestehen von ServusTV bereichern.

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30. April 2016 6 30 /04 /April /2016 23:40

Auch 41 Jahre nach der Premiere ist Starsky & Hutch eine tolle Serie!Vor genau 1 Jahr haben die beiden 70er-Jahre-Polizisten Starsky & Hutch das 40. Serien-Jubiläum gefeiert. Und dieser "Geburtstag" war auch für mich der Anlass, diese bahnbrechende Fernseh-Serie mit einem großen Jubiläums-Artikel zu würdigen.

 

Interessanterweise war mein die englischsprachige Jubiläums-Würdigung punkto Leser-Interesse ein ziemlich großer Renner, während die deutschsprachige Version leider nur bescheiden abgeschnitten hat. Aus meiner Sicht zu Unrecht!

 

Der 41. Geburtstag ist für mich daher ein sehr guter Anlass, um sowohl auf meinen letztjährigen Blog-Eintrag, als auch natürlich auf die Serie selbst noch einmal hinzuweisen und für diese zu werben.

David "Dave" Starsky und Kenneth "Ken" Hutchinson haben Fernsehgeschichte geschrieben und waren ein Prototyp für das Storytelling für anspruchsvollere, erfolgreiche Serien der jüngeren Vergangenheit und Gegenwart, allen voran Navy CIS (NCIS).

 

2015 und 2016 ist sie wieder von RTL-Nitro gezeigt worden - und ich habe sie mir natürlich wieder einmal ansehen müssen. Dass das große Jubiläum mit einem längeren "Nicht-Sehen" dieser Serie zusammen gefallen ist, hat perfekt gepasst.
Und das neuerliche Ansehen hat mir gut gefallen!

 

Derzeit läuft sie zwar gerade nicht im deutschsprachigen Fernsehen, aber die nächste Ausstrahlung kommt bestimmt. Und wenn es soweit ist, dann kann ich sie allen Krimi-, Serien- und 70er-Jahre-Fans nur wärmstens ans Herz legen!

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8. April 2016 5 08 /04 /April /2016 15:20

Online-Aprilscherze können unlustig endenAprilscherze haben eine Jahrhunderte alte Tradition, den Begriff als solchen gibt es immerhin schon seit dem 19. Jahrhundert. Natürlich kenne auch ich diese schon seit meiner Kindheit – und in jüngeren Jahren bin ich auch regelmäßig auf diese hinein gefallen. Die letzten rund 20 Jahre aber nicht mehr.

 

Aprilscherze sind früher ebenso nicht nur im persönlichen Kontakt, sondern auch in Zeitungen und Zeitschriften gemacht worden. Das war aber eine völlig andere Qualität, als wenn Aprilscherze im Online-Bereich passieren.

 

Warum?
Weil Aprilscherze im Print-Bereich und noch mehr natürlich persönlich zeitnah gemacht werden und dann in den Weiten der persönlichen Erinnerung oder des Medien-Archivs verschwinden.
Im Online-Bereich dagegen bleiben Aprilscherz-Artikel meistens zeitlich unbegrenzt verfügbar. Und am schlimmsten, sogar über Suchmaschinen auffindbar.

 

Das wäre aber eigentlich auch noch nicht wirklich schlimm – wenn die Scherze-Macher etwas tun würden, das sie bisher leider so gut wie nie tun: Einen April-Scherz nachträglich als solchen auf der Webseite deutlich als solchen kennzeichnen.

 

Diese Kennzeichnung würde helfen, den Scherz auch dann als solchen erkennen zu können, wenn man als Leser einmal nicht wie ein „Haftlmacher“ auf das Datum der Veröffentlichung schaut. So könnten die Medien ihre Aprilscherze weiter machen und Benutzer würden weit nach dem 1. April nicht mehr höchst unlustig mit Falschinformationen in die Irre geführt.

 

Liebe Online-Medien:
Reisst euch am Riemen und macht das so! Spaß muss sein, seriöse Information aber auch!

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Über Diesen Blog

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  • Ulrich Lintl, Jahrgang 1978, kritisch-konstruktiver Zeitgenosse, sehr an Nachhaltigkeit, Politik, Natur und Internet interessiert. Auch an Sport, Kabarett und gutem Essen. Ausserdem liegt mit regionale Kultur und Mundarten am Herzen.

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