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25. Mai 2016 3 25 /05 /Mai /2016 23:30

Die BBC-Serie Ashes to Ashes feiert nach fast 8 Jahren ihre deutschsprachige PremiereVor 4 ½ Monaten hat meine Lieblingsserie der 2000er-Jahre ihr 10-Jahres-Jubiläum gefeiert: „Life on Mars“ aus Großbritannien, namensgleich mit dem titelgebenden Lied vom großen und leider schon verstorbenen David Bowie.

„Life on Mars“ hat eine Nachfolgeserie bekommen: Die – ebenfalls mit einem Bowie-Lied namensgleiche, von 2008-2010 entstandene BBC-Serie „Ashes to Ashes“.
Und nachdem diese 2013, 5 Jahre nach ihrem Entstehen, auf FOX ihre deutschsprachige Erstausstrahlung im Pay-TV (Bezahl-Fernsehen) erlebt hat, so läuft sie nun auch endlich im deutschsprachigen Free-TV (dem (kosten-)freien Fernsehen).

Bei „Ashes to Ashes“ geht es um die Polizei-Psychologin Alex Drake, welche die Geschehnisse und den Tod von Sam Tyler, dem Haupt-Protagonisten der Vorgänger-Serie „Life on Mars“ untersucht. Auch sie fällt nach einem fast tödlichen Unfall (eher Mordversuch) ins Koma und findet sich im selben (Schein-)Universum des Jahres 1981 mit teilweise den selben Personen wieder, wie Tyler.
Und auch sie muss dort etwas bestimmtes erledigen, was jedenfalls mit dem damals erfolgten Tod ihrer Eltern zusammen hängt.

Konkret ist „Ashes to Ashes“ seit gestern, dem 24. Mai 2016 jeweils dienstags und samstags um 22.25 und 00.05 Uhr auf dem noch jungen Sender eoTV zu sehen.
eo steht für „european originals“. Und die Station heißt nicht einfach nur so, sie spielt ausschließlich europäische Filme und Serien.
Und wer die Episoden nicht live sehen kann oder will, für den ist sie z.B. auch in der Mediathek des Senders noch für einige Wochen verfügbar.

Getreu dem Motto „besser spät als nie“ finde ich es toll, dass diese vermutlich ebenfalls großartige europäische Serie nun endlich auch bei uns zu sehen ist. Und ich werde sie mir mit Genuss „rein ziehen“.

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9. Mai 2016 1 09 /05 /Mai /2016 18:00

Eine kleines Digital-Marketing-Konzept für Servus TVDie Ankündigung und Rücknahme der Schließung des Red-Bull-Fernseh-Senders ServusTV hat letzte Woche sehr hohe Wellen in Österreich und darüber hinaus geschlagen.

Über Hintergründe der Doch-Nicht-Schließung und über Abhängigkeiten besonders von Fernseh-Sendern habe ich schon in meinem fischundfleisch-Artikel geschrieben.

 

In diesem Blog-Eintrag befasse ich mich mit kommerziellen Aspekte, durch die der defizitäre Sender die „Kurve kriegen“ kann.

Marktstruktur der & Synergien in der deutschsprachigen Fernseh-Landschaft

Im deutschsprachigen Raum gibt es 3 wichtige TV-Sender-Gruppen:

  1. Öffentlich-rechtliche wie ARD, ZDF, ORF, SRG, sowie Regionalsender.

  2. Zur RTL-Gruppe gehörende Sender, also RTL, RTL2, Super RTL, VOX, ntv, …

  3. Zur PRO7-SAT1-Gruppe gehörende Sender, also PRO7, SAT1, Kabel1, sixx, Puls4, ...

Daneben gibt es noch weitere, Sender, die entweder einzeln oder in kleinen Gruppen operieren. Zu diesen gehört auch ServusTV.

 

Konzern-Größe oder vielmehr zahlreiche Kooperations- und Synergie-Möglichkeiten zwischen Sendern im selben Konzern haben sich aber als ein wichtiges Erfolgskriterium heraus kristallisiert. Und das fehlt den klein-strukturierten Stationen natürlich.

Erfolgsfaktor Digitalisierung

Zeitgleich mit der ServusTV-Posse habe ich eine ganz andere Meldung aus der Medien-Szene entdeckt: Nämlich, dass das Digital-Geschäft der PRO7-SAT1-Gruppe rasant wächst.

 

Vor allem der große Erfolg von Netflix & Co in jüngerer Vergangenheit, dass preisgekrönte und auch bei Fernseh-Sendern begehrte Eigenproduktionen (allen voran „House of Cards“) macht, zeigt, wie sich die Gewichte weg vom klassischen Fernsehen hin zu Online-Angeboten verschoben haben.

 

Und gerade bei den großen Sender-Gruppen gibt es zahlreiche interessante und auch erfolgreiche Online-Angebote.

Digitale und andere Kooperationen

Ein zentraler Erfolgsfaktor für ServusTV ist daher das Schließen von vielfachen Kooperationen mit anderen Fernseh-Sendern außerhalb der großen Konzern-Konglomerate – online wie offline.

Welche Kooperationen meine ich?

  • Als Kombination der beiden Erfolgsfaktoren „Kooperation“ & „digital“ natürlich einmal eine gemeinsame Mediathek, in der die Sendungen zahlreicher Fernsehsender gebündelt werden.
    Die RTL-Gruppe hat so etwas mit TV-NOW, die PRO7-SAT1-Gruppe mit 7TV.

     

  • Ganz wichtig: Die beiden großen Privatsender-Gruppen verfügen über Gemeinschaftsunternehmen zur Werbe-Vermarktung. Auch die „unabhängigen“ Sender sollten hier ein Joint-Venture zur gemeinsamen Vermarktung ihrer Werbe-Angebote gründen.
    Gerade die Sender von Herbert Kloiber (Tele5, ATV 1+2) und ServusTV würden sich thematisch sehr gut ergänzen und ein attraktives Gesamtpaket ergeben.
    Mit noch kleineren Nische-Sendern (eoTV, Anixe, ...) wird das sicher nicht ganz so einfach, besonders auch, da diese derzeit fast alle von Goldbach-Media vermarktet werden, aber dennoch ist auch das möglich.

     

  • Bessere Vermarktung von Eigenproduktionen bei VoD-Anbietern (Video-on-Demand). VoD erlebt derzeit gerade einen Boom und es gibt neben Platzhirsch Netflix noch viele weitere, teilweise sogar von globalen Medien-Konzernen unabhängige Unternehmen.
    Das ist 1 zentrale Möglichkeit, um mit den eigenen Inhalten auf digitalen Kanälen Geld zu verdienen.
    Zusätzlich zu VoD-Aktivitäten als einzelner Sender könnte man auch hier Kooperationen mit anderen Fernsehanstalten prüfen.

     

  • Auch Performance-orientierte Online-Angebote sollten zumindest überlegt werden. PRO7-SAT1 ist z.B. mit Online-Shops und Reise-Angeboten digital richtig erfolgreich.

Nachjustierungen beim Programm zu mehr Breite

Das Programm von ServusTV gefällt mir grundsätzlich gut und es bekommt von vielen Seiten Lob dafür, recht anspruchsvoll zu sein und teilweise schon Informations- und Bildungs-Aufgaben von öffentlich-rechtlichen Sendern zu übernehmen. Zu Recht!

 

Genau das ist aber ein Problem für die Reichweite, da Masse und Klasse meist nicht zusammen gehen. Daher gehört hier nachjustiert.
ServusTV sollte daher ein bisschen „populistischer“ werden, aber seinen anspruchsvolleren Grundansatz, der schon das Markenzeichen ist, beibehalten.

 

Und gerade teure Eigenproduktionen, für die es keine wirkliche Weiter-Verwertung gibt (z.B. auf VoD-Plattformen oder anderen TV-Sendern), wird es wohl Einschnitte geben müssen. Ich denke da besonders an der Frühstücks-Fernsehen.

 

Sowohl bei der Eigenproduktion von Sendungen, als auch bei deren Verwertung gehören aus meiner Sicht ebenfalls verstärkt Kooperationen sondiert. Damit könnten sowohl Produktions-Kosten gesenkt, als auch Vermarktungsmöglichkeiten verbessert werden.

Fazit

ServusTV ist ein interessanter Fernsehsender, der sichvon privaten Mitbewerbern und auch von ORFeins positiv abhebt.

 

Soweit ich es beurteilen kann, hat sich der Sender aber noch nicht auf einige Entwicklungen im digitalen Bereich eingestellt.
Weiters leidet er darunter, eben nicht in eine große Sender-Gruppe eingebunden zu sein. Daher gehören mit anderen Unternehmen, die in der selben Situation sind, umfangreiche Kooperationen geschlossen.

 

Hoffentlich führt das zum Erfolg. Die österreichische Fernseh-Landschaft würde ein Weiterbestehen von ServusTV bereichern.

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30. April 2016 6 30 /04 /April /2016 23:40

Auch 41 Jahre nach der Premiere ist Starsky & Hutch eine tolle Serie!Vor genau 1 Jahr haben die beiden 70er-Jahre-Polizisten Starsky & Hutch das 40. Serien-Jubiläum gefeiert. Und dieser "Geburtstag" war auch für mich der Anlass, diese bahnbrechende Fernseh-Serie mit einem großen Jubiläums-Artikel zu würdigen.

 

Interessanterweise war mein die englischsprachige Jubiläums-Würdigung punkto Leser-Interesse ein ziemlich großer Renner, während die deutschsprachige Version leider nur bescheiden abgeschnitten hat. Aus meiner Sicht zu Unrecht!

 

Der 41. Geburtstag ist für mich daher ein sehr guter Anlass, um sowohl auf meinen letztjährigen Blog-Eintrag, als auch natürlich auf die Serie selbst noch einmal hinzuweisen und für diese zu werben.

David "Dave" Starsky und Kenneth "Ken" Hutchinson haben Fernsehgeschichte geschrieben und waren ein Prototyp für das Storytelling für anspruchsvollere, erfolgreiche Serien der jüngeren Vergangenheit und Gegenwart, allen voran Navy CIS (NCIS).

 

2015 und 2016 ist sie wieder von RTL-Nitro gezeigt worden - und ich habe sie mir natürlich wieder einmal ansehen müssen. Dass das große Jubiläum mit einem längeren "Nicht-Sehen" dieser Serie zusammen gefallen ist, hat perfekt gepasst.
Und das neuerliche Ansehen hat mir gut gefallen!

 

Derzeit läuft sie zwar gerade nicht im deutschsprachigen Fernsehen, aber die nächste Ausstrahlung kommt bestimmt. Und wenn es soweit ist, dann kann ich sie allen Krimi-, Serien- und 70er-Jahre-Fans nur wärmstens ans Herz legen!

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8. April 2016 5 08 /04 /April /2016 15:20

Online-Aprilscherze können unlustig endenAprilscherze haben eine Jahrhunderte alte Tradition, den Begriff als solchen gibt es immerhin schon seit dem 19. Jahrhundert. Natürlich kenne auch ich diese schon seit meiner Kindheit – und in jüngeren Jahren bin ich auch regelmäßig auf diese hinein gefallen. Die letzten rund 20 Jahre aber nicht mehr.

 

Aprilscherze sind früher ebenso nicht nur im persönlichen Kontakt, sondern auch in Zeitungen und Zeitschriften gemacht worden. Das war aber eine völlig andere Qualität, als wenn Aprilscherze im Online-Bereich passieren.

 

Warum?
Weil Aprilscherze im Print-Bereich und noch mehr natürlich persönlich zeitnah gemacht werden und dann in den Weiten der persönlichen Erinnerung oder des Medien-Archivs verschwinden.
Im Online-Bereich dagegen bleiben Aprilscherz-Artikel meistens zeitlich unbegrenzt verfügbar. Und am schlimmsten, sogar über Suchmaschinen auffindbar.

 

Das wäre aber eigentlich auch noch nicht wirklich schlimm – wenn die Scherze-Macher etwas tun würden, das sie bisher leider so gut wie nie tun: Einen April-Scherz nachträglich als solchen auf der Webseite deutlich als solchen kennzeichnen.

 

Diese Kennzeichnung würde helfen, den Scherz auch dann als solchen erkennen zu können, wenn man als Leser einmal nicht wie ein „Haftlmacher“ auf das Datum der Veröffentlichung schaut. So könnten die Medien ihre Aprilscherze weiter machen und Benutzer würden weit nach dem 1. April nicht mehr höchst unlustig mit Falschinformationen in die Irre geführt.

 

Liebe Online-Medien:
Reisst euch am Riemen und macht das so! Spaß muss sein, seriöse Information aber auch!

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13. Februar 2016 6 13 /02 /Februar /2016 21:35

Die Wiener Bezirkszeitung will für politische Artikel Geld von mirVorletzte Woche hat Bundespräsidentschaftskandidat Robert Marschall, gleichzeitig auch Obmann der EU-Austrittspartei, eine Antrittspressekonferenz im Cafe Hofburg in Wien gegeben. Ich war bei dieser dabei, habe mir die Aussagen von ihm genau notiert und diese dann vor 2 Wochen einen Artikel auf meinbezirk.at, dem Online-Portal der Bezirksblätter, trocken und unkommentiert niedergeschrieben. Auf meinbezirk.at bin ich schon seit fast 4 ½ Jahren als Bürgerjournalist tätig und schreibe Artikel zu verschiedenen Themen.

 

Am Montag dem 01.02.2016 hat mich dann eine zuerst wirklich sehr seltsam erscheinende E-Mail der Wiener-Bezirkszeitungs-Redaktion erreicht.
Deren Inhalt: Ich machte mit meinem letzten Artikel politische Werbung, deshalb sei dieser von der Redaktion vom Portal genommen worden. Ich könne diese aber gerne wieder veröffentlichen, wenn ich denn politischer Regionaut werden würde.
2 Absätze später war mir klar, woher der Wind weht, dort war dann die Preisliste für „politische Regionauten“ ersichtlich.

 

Ich habe am Abend dieses Tages noch eine umfassende Stellungnahme an die Bezirkszeitung geschickt. Trotz Bitte um eine klärende Antwort hat diese bis heute nicht reagiert.

Ich habe grundsätzlich wirklich volles Verständnis, dass Medien, besonders im Internet tätige, schauen müssen, dass sie auch Geld verdienen. Schließlich gibt es im Netz eine große Gratis-Mentalität. Und klassische Medien, die bisher Geld über Medien-Verkäufe verdient haben, leiden darunter besonders.

Wie die Bezirkszeitung dieses Thema anlegt ist für mich allerdings unnachvollziehbar. Ich habe selbst eine akademische Marketing-Ausbildung an der WU-Wien gemacht und weiß daher auch genau, wie Werbung definiert ist.
Ein werblicher Text hat das Ziel – verkürzt auf den Punkt gebracht – die Sichtweisen von potentiellen Kunden zu beeinflussen und Kaufbereitschaft zu wecken. Und ein Werbetext setzt subjektiv gefärbte bzw. wertende Elemente ein.

 

Es gibt natürlich Artikel auf meinbezirk.at (in anderen Bundesländern als Wien), welche die von mir angestrebte – und nach bestem Wissen und Gewissen auch erreichte – Zielstellung punkto Objektivität und Nüchternheit bemühte Zielstellung verfehlen, wie dieser hier: http://www.meinbezirk.at/neusiedl-am-see/politik/bp-wahl-fpoe-hofer-kandidiert-d1621009.html. Der besagte Artikel besteht überwiegend aus subjektiven Ansichten und Wertungen des Autors.

Andere, offizielle Artikel der Bezirksblätter-Redaktionen (z.B. http://www.meinbezirk.at/lungau/politik/asyl-ein-hauptthema-des-oevp-ortschefgipfels-d1612953.html) verfolgen den selben Ansatz wie ich, indem sie unkommentiert Fakten über die Aussagen einzelner Politiker wieder geben, wie hier von Wilfried Haslauer und Andreas Khol.

Geld verlangen für Content, den ein Benutzer unentgeltlich erstellt hat und dann auf einem – im Falle von meinbezirk.at ja auch durchaus attraktivem Portal – veröffentlicht halte ich für pervers. Und so etwas ist mir in bisher knapp 14 Jahren Content-Arbeit noch nie passiert.

 

Und auch, wenn bei dieser Vorgangsweise kommerzielle Interessen des Medien-Unternehmens im Vordergrund stehen mögen, so wirkt sich das absolut negativ auf die Meinungsvielfalt insgesamt und auf die Präsenz von kleinen und entsprechend finanzschwachen, politischen Gruppierungen im speziellen aus.

Denn als ein Mitbegründer der IG Faires-Wahlrecht kenne ich nur zu gut die unfassbaren Prügel, die seitens etablierter Parteien neuen Mitbewerbern vor die Füße geworfen werden. Vor allem geht es hierbei ums liebe Geld. Denn während Parteien, die im Nationalrat oder den Landtagen vertreten sind, sich selbst insgesamt über 300 Millionen Euro Steuergelder in Form von Parteiförderungen gewähren, so bekommen neue und kleine Gruppen von der öffentlichen Hand keinen müden Cent.

 

Ob der Werbungs-Vorwurf der Wiener Bezirkszeitung gerechtfertigt ist sollten Sie am besten selbst beurteilen. Ich habe den Original-Artikel einfach noch einmal auf meinem Blog zum Nachlesen gepostet.

 

P.S.: Würde ich nicht manche Artikel, wozu auch der besagte zählt, unentgeltlich schreiben, sondern dafür angemessen bezahlt werden, dann würde ich das bei jedem Kandidaten, über den ich schreibe, genauso machen wie in diesem Fall beim Robert Marschall.

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13. Februar 2016 6 13 /02 /Februar /2016 21:30

EU-Autrittspartei-Obmann Robert Marschall will 2016 Bundespräsident werdenMit Robert Marschall strebt ein weiterer Kandidat, der nicht den Parlamentsparteien angehört, das höchste Amt im Staat an.

Gestern hat er dazu im Cafe Hofburg eine Pressekonferenz gegeben und Details zu seinen Plänen präsentiert.

Wie schon vom Namen seiner Partei her klar ist, steht er der EU sehr kritisch gegenüber, rechnet mit deren Zerfall und möchte schon zuvor, dass Österreich aus dieser Austritt.

Auch jedweden EU-Erweiterungen steht er ablehnend gegenüber und sieht darin einen wesentlichen Unterschied zur Position der FPÖ.

Der aktuellen Lage mit heftigen Kontroversen um die Flüchtlingspolitik möchte er mit einem durch strenge Grenzkontrollen gesicherten Aufnahmestopp von Zuwanderern und Asylanten begegnen.

Als wichtigstes Gegenrezept zur derzeitigen Massenarbeitslosigkeit plant er, die Produktion von Waren vom Ausland wieder zurück nach Österreich zu holen, was wohl erst nach einem EU-Austritt möglich wird.

Weitere Eckpunkte seines Programms sind verbindliche, direkte Demokratie, ein faires Wahlrecht, das bedingungslose Eintreten für die Neutralität Österreichs und das strikte Ablehnen der höchst umstrittenen Freihandelsabkommen TTIP, TISA & CETA.

Mit knapp 50 Jahren wäre Marschall wohl nach Norbert Hofer der zweitjüngste unter den Präsidentschaftskandidaten 2016.

Unterstützt wird seine Kandidatur bisher neben der EU-Austrittspartei vom ähnlich ausgerichteten NFÖ (Neutrales Freies Österreich) und weiteren Kleingruppen.

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P.S.: Dieser Artikel ist usprünglich auf meinbezirk.at veröffentlicht worden. Die Redaktion der Wiener Bezirkszeitung hat ihn dort aber vom Portal genommen, weil er angeblich Werbung darstellt. Um Ihnen Gelegenheit zu geben, sich selbst ein Urteil darüber zu machen habe ich diesen Artikel nochmals hier in meinem Blog gepostet.
Lesen Sie hierzu bitte auch unbedingt meinen Eintrag Wiener Bezirkszeitung und Geld verlangen für Artikel.

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12. Februar 2016 5 12 /02 /Februar /2016 00:35

Letztes Wochenende war ich in Hinzenbach, Oberösterreich. Dort habe ich mir mein 1. Damen-Weltcup-Skispringen live angeschaut. Bei Herrenbewerben habe ich das schon in der Vergangenheit gemacht. Und auch dieses Mal hat mir das Springen richtig gut gefallen.

Vor allem ist Hinzenbach durch die kleineren Dimensionen wesentlich gemütlicher als z.B. die Vierschanzentournee oder das Skifliegen am Kulm.

Über das Springen selbst habe ich eine Reportage gemacht und auf FM5 veröffentlicht.

Jetzt liefere ich noch eine Bildershow mit den interessantesten Impressionen nach.
Da es auf Over-Blog standardmäßig keine Galerie-Funktion gibt, so habe ich mir selbst eine kleine Galerie gebastelt. Bildbeschreibung erscheint im Maus-Tip, wenn man länger am Bild drauf bleibt.

Viel Spaß beim Anschauen und bis zum nächsten Skispringen!

 

Flaggenparade vor Beginn des SpringensDie Hinzenbacher Skisprung-Schanze in Aktion

Daniela Haralambie nach der Landung

 

Sara Takanashi gibt ein InterviewSara Takanashi zeigt der Konkurrenz in dieser Saison die kalte Schulter.

Maren Lundby blickt trotz guter Sprünge etwas skeptisch.

 

Daniela Iraschko-Stolz am Weg zu InterviewJacqueline Seifriedsberger beim Interview

Jaci ist gut drauf

 

Chiara Hölzls strahlendes LachenChiara Hölzl bei ihrem Fanclub

Elisabeth Raudschls gewinnendes Lachen

 

Der deutsche Star Carina Vogt wirkt etwas nachdenklichKatahrina Althaus springt solide und scheint ebenso gestimmt zu sein

Nachwuchs-Springerin Pauline Hessler freut sich

 

Die Russin Irina Avvakumova in Gedanken versunkenSlowenin Ema Klinec springt gut - und scheint dann abzuschalten

Ema Klinec Fanclub

 

Die ÖSV-Spitze Schröcksnadel und Leister in HinzenbachArabische Fans in Hinzenbach - oder doch nicht arabisch?

Dieser Zuschauer hat offensichtlich Spaß an der Schanze

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9. Januar 2016 6 09 /01 /Januar /2016 02:00

"Life on Mars" ist auch nach 10 Jahren immer noch eine großartige Fernseh-SerieReminiszenzen an gute Fernseh-Serien habe ich ja schon etliche gemacht, bisher aber noch nie für eine unter 15 Jahren. „Life on Mars“ allerdings ist für mich persönlich die beste Serie der 2000er Jahre in mehrfacher Hinsicht etwas besonderes:

  • Es ist keine Serie aus den USA, sondern aus Großbritannien.

  • Sie spielt in der nicht allzu weit zurück liegenden Vergangenheit, im Jahr 1973.

  • Es ist zwar überwiegend eine realistische Serie, beinhaltet aber gleichzeitig auch Science-Fiction- und Mystery-Elemente.

  • Die britischen Schauspieler sind wohl fast allen Nicht-Briten unbekannt, allerdings richtig gut.

„Life on Mars“ ist einfach auf eine besondere Art anders, als andere Serien – und das macht die Faszination aus.

Im deutschsprachigen Raum feiert die Serie in 1 Monat zwar erst ihr 9-jähriges Jubiläum, aber dennoch halte ich es für angemessen, die Erstausstrahlung der BBC zu feiern.

Rahmen und Handlung

Der professionelle Polizist Sam Tyler aus Manchester jagt im Jahr 2006 gemeinsam mit seiner Kollegin und Freundin Maya einen Serienmörder. Die Ermittlungen treten auf der Stelle, bis Mya einer Spur nachgeht und dabei – offensichtlich vom Täter – entführt wird. Sam ist verzweifelt. Doch als ob das nicht schon schlimm genug wäre, so wird er von einem Auto angefahren, offensichtlich schwer verletzt und verliert das Bewusstsein.

Als er aufwacht findet er sich plötzlich im Manchester des Jahres 1973 wieder.

Und dort ist praktisch alles anders als 2006:

  • Die Polizei arbeitet 1973 sowohl technisch als auch methodologisch noch viel unprofessioneller. Damit kommt Sam ganz schwer zu Recht und fühlt sich wie auf einem anderen Planeten – daher auch der Titel der Serie.

  • Sam ist nicht DCI (Detective Chief Inspector = Teamleiter), sondern DI (Detective Inspector = stellvertretender Teamleiter).

  • Sein dortiger Boss Gene Hunt ist die Anti-These zu Tyler:
    Impulsiv statt besonnen, aggressiv statt zurückhaltend, intuitiv statt analytisch.
    Und Vorschriften sind für ihn nicht mehr als unverbindliche Empfehlungen.

  • Auch seine anderen Kollegen schlagen in die selbe Kerbe wie Hunt.
    Große Ausnahme ist aber die Politesse Annie Cartwright, die knapp nach Sams Ankunft zur Kriminalpolizei versetzt wird und zu Sams bester Freundin und einziger Vertrauensperson wird.

Doch so problematisch die Zusammenarbeit vor allem mit seinem Chef Hunt ist, so gut funktioniert sie auf der anderen Seite: Die beiden ergänzen sich fachlich perfekt – und sorgen für jede Menge spannende und unterhaltsame Momente.

Es ist auch anfangs völlig unklar, was mit Sam los ist:

Liegt er im Koma bzw. träumt er? Hat er eine Zeitreise gemacht bzw. ist er in einer Art Parallel-Universum? Lebt er vielleicht in den 1970er Jahren und bildet sich sein Leben 2006 nur ein?

Nach 2-3 Episoden kristallisiert sich dann aber relativ klar heraus, dass er im Koma liegt – obwohl das alleine diese komplexe Schein-Welt 1973 nicht wirklich erklären kann.

Jedenfalls hat er 1973 etwas bestimmtes zu tun – wobei bis zum Schluss unklar ist, was.

Was diese Serie so besonders macht und warum ich sie so mag

„Life on Mars“ ist für mich die beste Serie der 2000er-Jahre und gemeinsam mit „24“ auch die innovativste. Während die Frage der Besonderheit von „24“ ganz einfach mit „Echtzeit-Serie“ zu beantworten ist, so ist es bei diesem englischen Meisterwerk vielschichtiger:

Zwar bietet sie keine völlig neuen Element, aber eine ebenso innovative wie qualitativ hochwertige Kombination von bestehenden Elementen, wie es sie in meinen Augen vorher und auch bis jetzt nicht gegeben hat.

  • Spannende, handwerklich gute gemachte und realistische Krimi-Serie.

  • Authentisches, ansprechendes Zeitbild der 1970er Jahre. Vor allem auch tolle, historische Autos – von Sam's Rover 3500 über die Vanden Plas 500 bis hin natürlich zu Gene Hunt's Ford Cortina 2000E.

  • Sozialkritik, die historische Ursachen von Problemen in der Jetzt-Zeit aufzeigt – von Hooliganismus über Integration von Ausländern, psychischen Problemen bis hin zu Arbeitslosigkeit.

  • Eine bis zum Schluss der Serie zum Scheitern scheinende Liebesgeschichte zwischen Sam und Annie.

  • Ein ebenso konfliktreicher wie unterhaltsamer Buddy-Movie zwischen Sam Tyler und Gene Hunt.

  • Dazu noch ein großes Mystery-Element, das die Realität der Serie bis zum Schluss hin offen lässt. Etwas vergleichbares kenne ich nur von „Twin Peaks“.

  • „Britishness“ - es ist großartig, einmal nicht Hollywood-Kost zu genießen, sondern eine ganz andere Art von Produktion „von der Insel“ zu genießen.
    Die Schauspieler waren bei uns zwar unbekannt, ihre Darbietungen haben mich aber allesamt voll überzeugt.

  • Abgerundet wird das stimmige Gesamtpaket durch einen tollen Soundtrack, allen voran natürlich durch das Titel gebende Lied von David Bowie.

Hinzu kommen auch noch die gelungene Inszenierung der Serie durch den Fernsehsender „Kabel 1“: So hat es 2007 unmittelbar vor Start der Serie einen tollen Beitrag über den Ford Cortina Mk-III gegeben.

Und auch in negativer Hinsicht hat „Kabel 1“ die Spannung gesteigert: Die Ausstrahlung der Serie ist nach der 1. Staffel abgesetzt worden. Erst nach einer langen Nachdenk-Pause, ob die sie überhaupt weiter gesendet wird, ist an einem schlechteren Sendeplatz dann 2009 auch die 2. und letzte Staffel ausgestrahlt worden.

Gott sei Dank! Leider vertragen sich Masse und Klasse fast nie, aber Klasse hat „Life on Mars“ jeder Menge.

Persönliche Schlussworte

„Life on Mars“ ist für mich eine ganz tolle Serie. Nach der Erstausstrahlung 2007 & 2009 habe ich sie mir 2014 auf ServusTV zum 2. Mal „hinein gezogen“ und genossen.

Leider ist sie aber – zumindest im deutschsprachigen Raum – völlig zu Unrecht eine große Außenseiter-Serie geblieben!

Sie bietet ebenso intelligente, wie spannende Unterhaltung und nimmt es diesbezüglich sogar mit den besten Hollywood-Serien auf.

Leider ist sie seit über 1 Jahr weltweit (!) nicht mehr ausgestrahlt worden – was ich angesichts des vielen, wiederholt gesendeten Schrotts als eine Schande empfinde.

Und leider ist die Nachfolge-Serie „Ashes to Ashes“ auf Deutsch bisher leider nur im Bezahl-Sender FOX, nicht aber im freien Fernsehen gelaufen. Auch das finde ich sie sehr schade und hoffe, dass sich das 2016 ändert.

Jedenfalls nochmals großen Respekt an dieses tolle Fernseh-Produkt und allen daran beteiligten alles Gute zum Jubiläum!

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2. Januar 2016 6 02 /01 /Januar /2016 01:15

Rund 2 ½ Jahre ist es her, dass Edward Snowden Mitte 2013 die unfassbaren Überwachungspraktiken westlicher Geheimdienste, allen voran die US-amerikanische NSA und der britische GCHQ, aufgedeckt hat.

 

Im „Untergrund“ hat sich seitdem einiges getan. So erleben z.B. Privatsphäre-Suchmaschinen wie Ixquick und Startpage einen stetigen Aufschwung. In einer breiteren Öffentlichkeit ist es bisher aber mit Bewusstseinsbildung bezüglich Privatsphäre bei der digitalen Kommunikation noch nicht weit her.

 

Dass sich das 2016 aber ändert, dafür gibt es mehrere, stark Indizien. Vor allem hat es bisher noch nie zuvor so viele verschiedene, ambitionierte Initiativen zu Bewusstseinsbildung und zur Verbreitung von Verschlüsselungswerkzeugen gegeben.

Und diese sind gleich rund um den Jahreswechsel besonders konzentriert:

  1. Der anerkannte Journalist Erich Möchel schreibt, dass von 2013 bis 2015 sich die Zahl der Verschlüsselungs-Programm von rund 25 auf 400 vervielfacht hat.
    Der Experte Bruce Schneier schafft es daher nicht mehr alleine, den Überblick über die Werkzeuge zu behalten und dafür öffentlich Unterstützung angefordert.
    Für 2016 rechnet er mit einem Anhalten des Booms bei Verschlüsselungs- und anderen Sicherheits-Werkzeugen.


     

  2. Schon am 25.12.2015 ist der Film „Alles unter Kontrolle“ in den österreichischen Kinos gestartet. In diesem beschäftigt sich Filmemacher Werner Boote damit, wer unsere Daten sammelt und wie mit diesen umgegangen bzw. diese von Dritten verwendet werden.

     

  3. Am 04.01.2016 bringt das ZDF um 19.25 Uhr im Rahmen der WISO-Reihe die Dokumentation „Weltmacht Google“. Dabei wird die schier umfassende und große Macht von Google über unser tägliches Leben beleuchtet. Macht sowohl darüber, was wir User finden, aber auch das, was Unternehmer anbieten möchten.
    Und der Google's Machtanspruch geht ja in der Zwischenzeit schon weit über das Internet hinaus.


     

  4. Ebenfalls per 04.01.2016 startet der Verein lauschfrei.org. Dieser hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, den Menschen Privatsphären-Schutz bei ihrer digitalen Kommunikation näher zu bringen. Dazu stellt er zahlreiche vor Überwachung sichere Programme und Dienste vor. Zudem bietet er auch Vorträge und Workshops an.

 

Bei lauschfrei.org bin ich federführend tätig. Und unsere Initiative spielt auch bei der ZDF-Doku über Google mit.

 

Ich möchte hier auch noch auf meine 2 Blog-Einträge über Google hinweisen. Teil 3 der Serie ist in Vorbereitung.

 

Die Zeichen, dass es 2016 Privatsphäre-Schutzwerkzeuge in die Mitte der Gesellschaft schaffen stehen also gut. Und ich werde einen wichtigen Beitrag zur Erreichung dieses Ziels leisten.

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Published by kritisch-konstruktiv - in Internet Computer Politik
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20. Dezember 2015 7 20 /12 /Dezember /2015 21:30

Wer kennt Krieg der Sterne bzw. Star-Wars nicht? Es werden ganz wenige Menschen sein, alleine durch die derzeit laufende schier unfassbare Öffentlichkeits-Kampagne macht es ja nahezu unmöglich, nichts von dieser Filmreihe mit zu bekommen.

 

Ich bin ja mehr ein Star-Trek und Babylon-5 Fan, allerdings völlig undogmatisch. Ich schaue eigentlich alles gerne, was gut ist.
Und ich muss sagen, dass die Krieg-der-Sterne-Filmreihe auch wirklich gut gemacht ist und sich Lob zu Recht verdient hat. Die Hysterie rund um diese finde ich allerdings vermessen.

 

Ich bin ja politisch aktiv, anti-ideologistisch und sehr systemkritisch. Und in der politisch kritischen "Szene" gibt es auch etliche Fundamentalisten, die Sport und jede Unterhaltung ablehnen. Das diene nur zur Ablenkung der Massen und hielte sie davon ab, sich mit den ernsten und wichtigen Themen zu beschäftigen.

 

Auf der anderen Seite gibt es dann die hedonistischen und konsumgeilen Hardcore-Fans – in diesem Fall natürlich des Star-Wars Universums. Sie schauen alles, was gedreht wird, kaufen alles, was angeboten wird, ja sie flüchten teilweise sogar vom echten Leben in die Scheinwelt dieses fiktiven Universums.
 

Ich lehne beide Extreme strikt ab – wie ich das mit Extremen fast immer tue. Bevor ich aber sage, wie ich persönliche mit Krieg der Sterne umgehe, möchte ich aber etwas ausholen.

Was Star-Wars auszeichnet

Wie in fast allen Epen so steht der Kampf "Gut gegen Böse" im Zentrum des Geschehens. Und auch Star-Wars-Schöpfer George Lucas sagt ebenso ganz offen, dass er sich auch Elemente großer, historischer Literatur bedient, wie das fast alle großen Vertreter der Phantastik tun: Ob John R. R. Tolkien bei "Herr der Ringe", Frank Herbert bei "Dune" oder ob in jüngerer Vergangenheit J. Michael Straczynski bei "Babylon-5" und J. K. Rowling bei "Harry Potter".

 

In der, in den 1970er und 1980er Jahren gedrehten, mittleren Trilogie (Episode IV, V und VI) geht es noch ziemlich platt zu: Gut gegen böse ist hier weitgehend Schwarz-Weiß-Malerei. Es gibt aber auch löbliche Ausnahmen im Graubereich: Während beim Charakter Lando Calrissian die Loyalität von dunkelgrau (eher böse) zu hell (gut) wechselt, so ist vor allem das Persönlichkeitsbild von Darth Vader bzw. Annakin Skywalker hervorragend: Der helle Ritter, der der dunklen Seite der Macht verfällt, ihr zum Aufstieg verhilft, letztendlich jedoch das Böse, in Gestalt des Imperators, vernichtet.

 

Wesentlich besser, da deutlich vielschichtiger, gefällt mir die von 1999 bis 2005 veröffentlichte Prequel-Trilogie (Episode I, II und III). Der 1. Teil der Saga noch weniger, dieser ist aus meiner Sicht eine klassische Einführung ins Thema. Doch in der Episode II und noch mehr in Nummer III wird ein ebenso faszinierendes wie realistisch-schockierendes Bild gezeichnet: Denn die dort beschriebene Transformation einer demokratischen Republik in ein diktatorisches Imperium weist große Parallelen zur realen Welt von heute auf.

 

Schon im 2. Teil kommt es zu einer Staatskrise, da das demokratische Parlament zu zerstritten ist, um eine – künstlich inszenierte – Krise zu meistern. Dem Kanzler werden aus diesem Grund diktatorische Vollmachten übertragen. Und so wie es viele Menschen in Krisenzeit tun, so sympathisiert auch Annakin Skywalker mit dem "starken Mann".
Im 3. Teil geht dann sowohl "im Großen", als auch "im Kleinen" die Entwicklung zur dunklen Seite weiter: Die intelligent-bösartigen Intrigenspiele des Kanzlers gehen auf, er schafft es die Demokratie zu vernichten und sich selbst zum Herrscher eines diktatorischen Reiches zu machen. Durch persönliche Schwächen und unglückliche, äußere Umstände wird aus dem Jedi-Ritter Annakin Skywalker Darth Vader, die rechte Hand des diktatorischen Imperators.

 

Die historische Inspiration von George Lucas für Star Wars war Deutschlands Übergang von der Weimarer Republik zur Nazi-Herrschaft. Doch das greift in meinen Augen viel zu kurz:
Für mich braucht es nur wenig Phantasie, um hier in der Gegenwart Parallelen gegenüber dem vom Westen zumindest begünstigten IS (Islamischer Staat), dessen Terror-Anschlägen und dem damit verbundenen, immer anti-demokratischeren Kurs der Regierungen unserer Staaten zu ziehen. Nicht nur für mich, sondern für immer mehr Menschen sind die Aussetzung der Menschenrechte in Frankreich nach dem Pariser Terror-Anschlägen der 1. Schritt Richtung einem dunklen Imperium, wie in Krieg der Sterne.

Wie ich mit Krieg der Sterne umgehe

Ich bin allgemein ein Pragmatiker und ich bin ein Filmfreund. Die Star-Wars-Epen gefallen mir. Auch wenn sich Masse und Klasse oft widersprechen, so sind die ganz großen, massentauglichen Werke meistens gut. Das gilt auch für die Krieg-der-Sterne-Reihe.
Gut gegen Böse wird wohl für die Menschheit immer interessant bleiben. Noch dazu, wenn es optisch so großartig inszeniert ist, wie in den Werken von George Lucas.

 

Wie also mit Star-Wars umgehen?
Menschen haben sich in einer Demokratie zu beteiligen und haben für ihr Mitgestaltungsrecht zu kämpfen. Sie brauchen aber auch Pausen von diesem Kampf – und diese mit intelligenter Unterhaltung zu nutzen finde ich grundsätzlich positiv. Ausarten in einen Fan-Fanatismus und in eine Realitätsflucht darf das aber nicht.
Die große Schizophrenie der Hardcore-Star-Wars-Fans ist es, dass sie einem Kaufwahn verfallen bzw. sich in eine Scheinwelt flüchten, die von einer Republik zu einem Diktatur gemacht worden ist.

 

Das einzige, was mit an Star Wars selbst massiv stört ist die gigantische Kommerzialisierung. Wenn man weiß, dass die bisherigen 6 Filme 4,38 Mrd. $ eingespielt haben und mit dem gesamten Franchise 30,7 Mrd. $ umgesetzt worden sind, dann ist der – höflich formuliert – Geschäftswunsch der Rechteinhaber kommerziell verständlich. Ich möchte mich daran aber auf gar keinen Fall beteiligen.

 

Seit dem Kulminationspunkt 2002, als im selben Jahr je 1 Episode von "Star Wars", "Herr der Ringe" und "Harry Potter" Premiere gefeiert haben, habe ich eine "Film-Hype-Trauma" erlitten. Und das hat bei mir zu einer unbedingten, kurzfristigen Konsumverweigerung geführt.
Daher werde ich mir die jetzige Krieg-der-Sterne-Trilogie nicht im Kino anschauen und statt dessen warten, bis diese ins Fernsehen kommt. Derweil gibt es ja neben den älteren 6 Filmen der Reihe auch noch zahlreiche, weitere interessante Kinofilme und Fernseh-Serien.
Wenn die Star-Wars-Episoden VII, VIII und IX im Fernsehen laufen, dann freue ich mich aber schon, mir diese anzuschauen!

 

Und ich werde mich auch weiterhin hartnäckig, für eine positive, demokratische Welt und vor allem ein Miteinander von politisch Andersdenkenden einsetzen.

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