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18. August 2017 5 18 /08 /August /2017 22:13
Nicht nur in Wien hat 2017 das "Feuer in den Alpen" für die Meinungsfreiheit gebrannt, ...
Wiener Feuer in den Alpen 2017 für Meinungsfreiheit

Seit 1988 steigt jeden 2. Samstag im August im gesamten Alpenraum die Aktion „Feuer in den Alpen“. Mit einem Mahnfeuer wird dabei von jeweiligen lokalen Veranstaltern auf ein bestimmtes Anliegen hin gewiesen, das ihm wichtig ist.

 

Das 7. Wiener Mahnfeuer steht für die Meinungsfreiheit.
„Meinungsfreiheit?“ werden sich jetzt sicher viele fragen. Aber genau sie ist speziell seit rund einem ¾ Jahr besonders stark bedroht:

  • Im Internet, besonders in sozialen Netzwerken und Suchmaschinen, werden immer öfter Links unter den Deckmänteln „Recht auf Vergessen“, „Fake-News“ und „Hass-Postings“ der Öffentlichkeit vorenthalten.
  • Die Massenüberwachung, sowohl bei Internet- und Smartphone-Aktivitäten, aber auch im öffentlichen Raum (Video-Überwachung, Autobahnen, ...) nimmt massiv zu.
    Vorwand hierfür ist der Kampf gegen den Terrorismus, der für die Herrschenden über Grundrechten zu stehen scheint.
  • Hinzu kommt auch immer mehr Druck auf alternative Medien und Einzelpersonen.
    Und Druck kann hier auf die Glaubwürdigkeit ebenso ausgeübt werden, wie auf die wirtschaftliche Basis von Unternehmen (z.B. auf deren Werbekunden).

Es ist selbstverständlich, dass einzelne Personen bei Verdacht auf schwere Straftaten nach richterlicher Genehmigung massiv überwacht werden und deren Privatsphäre in diesem Fall gebrochen wird.
Es ist ebenso selbstverständlich, dass Personen, die Ehrenbeleidigung, Rufschädigung oder Verleumdung begangen haben zur Rechenschaft gezogen werden.

... auch in Süditalien wird mit einem großen Mahnfeuer auf die Meinungsfreiheit aufmerksam gemacht.
Süditalienisches "Alpenfeuer" für die Meinungsfreiheit

Es ist jedoch völlig unvereinbar mit der Demokratie, wenn „Wahrheitsministerien“ oder ähnliche Stellen darüber entscheiden, welche Meinungen in der Öffentlichkeit zulässig sind und welche nicht. Denn das ist immer hochgradig subjektiv.
Die Gründerväter demokratischer Staaten haben deswegen aus sehr guten Grund den Geltungsbereich der Meinungsfreiheit sehr großzügig definiert.

 

Niemand ist objektiv, jeder hat seine Überzeugungen und Interessen. Und das gilt natürlich genauso für die Behörden bzw. die für die Behörden tätigen Unternehmen & Organisationen.
Auch die so genannten Fake-News-Jäger sind subjektiv und haben massive Eigeninteressen.

 

Und auch Algorithmen hauen oft daneben und treffen mehr als zweifelhafte Entscheidung, welche Inhalte sie herunter reihen oder sogar löschen.

 

Meinungsfreiheit ist ein extrem wichtiges Gut.
Die Ignoranz bezüglich deren Bedrohung ist heute leider noch groß – auch in der „systemkritischen Szene“.
Ich denke, dass das daran liegt, da sie bei uns in den westlichen Staaten etwas ist, was seit Jahrzehnten selbstverständlich ist und wir uns etwas anderes gar nicht mehr vorstellen können.

 

Seitens der Medien hat es 2017 leider nur sehr geringes Feedback auf das Wiener Feuer in den Alpen gegeben. Meinungsfreiheit ist offensichtlich ein sperriges Thema.
Neben meinem Blog-Eintrag gibt es bisher nur meinen Artikel auf fisch+fleisch.
Aber sperrig hin oder her – es ist ein derart wichtiges Thema, dass wir es weiter und noch entschiedener thematisieren werden.

 

Gerade weil Meinungsfreiheit so entscheidend für Demokratie und Freiheit an sich ist, müssen wir für sie eintreten.

 

Und das kann jeder einzelne von uns:

  • Eintreten z.B., indem wir auch über kontroverse Themen offen aber zivilisiert diskutieren.
  • Eintreten, indem wir unsere Information nicht nur die allgegenwärtigen Mainstream-Medien, sondern auch von alternativen Medien holen. Das erweitert unseren Blick auf die Welt und ist auch ein Beitrag zu Vielfalt in der Medienlandschaft.

Ich mache das und ich hoffe, möglichst viele von euch auch!

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4. August 2017 5 04 /08 /August /2017 11:21
Eine der Haupttribühnen inklusive Video-Wall bei der Beachvolleyball-WM 2017 auf der Wiener Donauinsel

In Wien auf der Donauinsel findet 28. Juli bis 6. August (also diese Woche) die Beachvolleyball-Weltmeisterschaft 2017 statt. Damit findet diese Großveranstaltung heuer im wahrsten Sinne des Wortes vor meiner Haustür statt – ich bin in rund 10 Gehminuten am Veranstaltungsort auf der Donauinsel.


Und darum war es auch für mich klar, dass ich dort hinschaue und mir das eine oder andere Spiel live gebe.

 

Natürlich habe ich aber auch noch andere Dinge zu tun, als Volleyball zu schauen. Und natürlich waren die wirklich sehr hohen Temperaturen etwas, dass nicht gerade zum Besuch eine Freiluftveranstaltung förderlich ist. Am Mittwoch habe ich dann aber hin geschafft.
Und ich muss sagen: Es hat mir sehr gut gefallen.

 

Ich bin knapp vor Mittag hin gekommen und habe mir insgesamt 4 Spiele angesehen:

  • 2 Herren- und 2 Damen-Spiele
  • 2 Spiele am Center-Court und 2 Spiele auf den Nebenplätzen
  • Und Gott sei Dank auch zumindest 1 Spiel mit österreichischer Beteiligung

Das 1. Spiel war Kunert-Dressler (Österreich) gegen Williams-Philip (Trinidad & Tobago).
Eine klare Sache für die Österreicher, die damit den Einzug in die KO-Phase geschafft haben.
Für die Karibier war es die 1. Weltmeisterschaft und dementsprechend haben sie Lehrgeld gezahlt.
War aber trotzdem ein ziemlich gutes Spiel, gute Ballwechsel, vor allem von den Österreichern her, aber auch immer von den Trinidadern.

 

Das 2. Spiel war das beste, das ich mir live angesehen haben.
Mit den US-Amerikanern Brunner-Patterson und den Brasilianern Pedro-Guto haben 2 Klasse-Mannschaften gespielt.
Gewonnen haben in einer ziemlich engen Dreisatz-Partei letztendlich die Brasilianer, die sich damit auch den Gruppensieg gesichert haben.
Noch wichtiger für mich ist aber, dass beide viele tolle Ballwechsel gespielt und viele starke Schläge gezeigt haben.
Eine Freude zum zuschauen und absolut WM-würdig!

 

Im Anschluss an diese Partie bin ich vom Center-Court auf die Außenplätze gewechselt.
Die Atmosphäre auf beiden Plätzen war dabei wirklich sehr unterschiedlich:
Während am Center-Court alles auf eine große Show hin ausgelegt ist, geht es auf den Außenplätzen voll um den Sport:
Video-Wall vs. klassische Zahlentafel, Entertainer vs. sporadisch das Ergebnis ansagendem Platzsprecher. Und natürlich auf den Nebenplätzen gleich 2 Partien gleichzeitig und nebeneinander zum Zuschauen.

 

Dort habe ich mir – wie eben schon angeschnitten gleichzeitig – die Partien Antonelli-Carol aus Brasilien gegen Bawden-Clancy aus Australien, sowie Davidova-Shchypkova aus der Ukraine gegen Maia-Lima aus Brasilien angeschaut.
Auch die Damen-Partie waren eng, dementsprechend spannend und auch das spielerische Niveau war hoch bis sehr hoch.

 

Die Fans bei den Damen-Spielen auf den Außenplätzen waren noch leidenschaftlicher und haben ihre Mannschaften noch enthusiastischer angefeuert. Das war wirklich ganz klassischer, echter Sport – und das gefällt mir!
Letztendlich haben sich in beiden Partien die brasilianischen Duos in jeweils 3 engen Sätzen durchgesetzt.

 

Für den Fall, dass ich mit diesem Blog-Eintrag bei meinen Lesern genug Spannung erzeugen und Lust auf mehr habe machen können, halte ich euch auch noch über den weiteren Turnierverlauf mit einem kleinen Update Sonntag oder Montag am laufenden.

 

Resümee:

Starke Veranstaltung diese Beachvolleyball-WM, hat mir gut gefallen.
Der Rahmen der Veranstaltung war gelungen und das sportliche Niveau absolut WM-würdig.
Bis Sonntag, also von heute aus 2 Tage, geht die Veranstaltung noch. Und jetzt geht es in die ganz heiße Phase, Richtung Medaillen-Entscheidungen.


Wenn ihr also Zeit und Lust habt, dann schaut am Wochenende noch auf die Donauinsel. Der Eintritt ist noch dazu gratis. Einzig bei Klaustrophobie solltet ihr nicht hinschauen – das trifft aber sowieso bei jeder Großveranstaltung zu ;-)

 

Update 10.08.2017:

Ich habe versprochen, die Ergebnisse nach zu liefern und tue das auch:
 

Damen

Bei den Damen haben sich die Deutschen Ludwig-Walkenhorst Gold vor den US-Amerikanerinnen Ross-Fendrick geholt, im Spiel um Bronze haben sich die Brasilianerinnen Larissa-Talita gegen Pavan-Humana-Paredes durchgesetzt.

Von den von mir beobachteten Damen-Duos haben es nur Antonelli-Carol mit Platz 5 zumindest in die Nähe der Medaillen-Ränger geschafft.
 

Herren

Bei den Herren hat es aus österreichischer Sicht ein Hammer-Ergebnis gegeben:

Doppler-Horst haben bis ins Finale geschafft und sind dort erst den neuen Weltmeistern aus Brasilien, Evandro-Andre, in 2 ganz engen Sätzen unterlegen. Also Gold für Brasilien und Silber für Österreich.
Die Bronze-Medaille haben sich die Russen Krasilnikov-Liamin gegen die Niederländer Varenhorst-Van Garderen geholt

Von den Herren-Paarungen bei meinem Besuch hat es keines in die "heiße Phase" geschafft.

 

Bildergalerie

Weiters habe ich jetzt noch eine kleine Bildergalerie meines Besuchs bei der Beachvolleyball-WM hinzu gefügt.

 

Die Haupttribühne am Center-Court der Beachvolleyball-WM 2017

Die Österreicher Thomas Kunert und Christoph Dressler ...

... haben die Karibier Daneil Williams und Marlon Phillip geschlagen

 

Im besten Match bei meinem Besuch haben ...

... die Brasilianer Pedro-Guto gegen die US-Amerikaner Patterson-Brunner gespielt ...

... und die Brasilianer haben sich knapp in 3 Sätzen durchgesetzt

 

Beach-Girls dürfen natürlich auch bei einer WM nicht fehlen

Die Damen haben aber auch starken Sport geboten, wie ...

... die Ukrainerinnen Davidova-Shchypkova und die Brasilianerinnen Maia-Lima.

 

Im 2. Damen-Match bei meinem Besuch haben sich ...

... die Brasilianerinnen Antonelli-Carol mit den Australierinnen Bawden-Clancy duelliert.

In beiden Damen-Matches haben sich die Brasilien-Duos knapp in 3 Sätzen durchgesetzt.

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5. Mai 2017 5 05 /05 /Mai /2017 23:42

Ich habe mich dazu entschlossen, Facebook den Rücken zu kehrenFacebook und ich – das war sehr oft eine schwierige Beziehung. Jetzt ist sie vorbei – und wird das aus heutiger Sicht auch bleiben.
Meine Gründe dafür gehen aber weit über dieses soziale Netzwerk hinaus.

Später Einstieg und Erfolge

Es liegt in meiner Natur, grundsätzlich nüchtern und überlegt zu handeln. Ich laufe nicht jedem Trend nach, sondern schaue mir die Dinge lieber in Ruhe an und treffe dann nachhaltige Entscheidungen. So auch bei Facebook.

 

Trotzdem ich ein sehr Internet-affiner Mensch bin, bin ich erst spät, im Herbst 2011 bei Facebook eingestiegen. Vorher hat mich der große Hype stutzig gemacht und auch absurde Gruppen a la „Dieser Stein kann mehr Schmink-Fans bekommen als der Mond“ haben bei mir ein gewisses Misstrauen ausgelöst.
Schließlich haben mich dann aber positive Erfahrungen von Freunden überzeugt, es doch zu versuchen.

 

Ich habe mich mit vielen, persönlich bekannten Leuten vernetzt, habe ich im Netzwerk gut eingelebt und mit anderen Facebookern interagiert. Und das hat mir damals auch Spaß gemacht.
Denn es haben sich durchaus gewisse Erfolge eingestellt. Und Erfolge heißt für mich primär Interaktionen mit eigenen und fremden Postings.
Zudem war Facebook für mich damals eine meiner Haupt-Nachrichtenquellen, die Postings von abonnierten Seiten und von Freunden waren diesbezüglich sehr hilfreich.

Stress, Entfremdung und Distanzierung

Facebook hat für mich aber auch zahlreiche, teilweise richtig große Schattenseiten:

  • Zeitfresser
    Viele Postings, lange Postings, sich x-fach wiederholende Postings.
    Das alleine nur zu lesen kostet schon sehr viel Zeit, vom Interagieren ganz zu schweigen.

     
  • Faktischer Interaktionszwang
    Freundschaft beinhaltet geben und nehmen – grundsätzlich ganz normal und richtig so. Reagieren auf und Interagieren mit Postings von FB-Freunden ist daher für ein erfolgreiches Nutzen von Facebook de-facto Pflicht.
    Das heißt aber pflegen von 2 Freundschaften mit jeder Person: Offline und Online (bzw. in sozialen Netzwerken) – was sehr viel Zeit und Energie kostet.

     
  • Sozialer und Erfolgs-Druck
    Klar will jeder User viele Interaktionen (Gefällt-Mir, Teilen, Antworten) zu seinen Postings – das gilt auch für mich. Aber das erzeugt auch sehr viel (Erfolgs-)Druck.  Vor allem, weil mit gegenseitigen Interaktionen ja auch quasi das Gelingen einer Facebook-Freundschaft verbunden ist.

     
  • Willkür seitens Facebook
    Chronologische Reihung von Postings auf der Pinnwand? Bei Facebook seit Jahren Vergangenheit! Und die Reihungs-Kriterien empfinde ich als sehr willkürlich.
    Dazu kommen noch diverse bedenkliche Begrenzungen (z.B. dass man Links pro Tag nur wenige Male teilen darf).
    Darüber hinaus werden Postings auf Fan-Seiten oft nur mehr gegen Bezahlung den Fans angezeigt.

     
  • Überwachung
    Facebook trackt jede Tastatur-Eingabe mit und wertet ALLE eingetragenen Informationen der Nutzer aus. So kann es sogar die Stimmung seiner Nutzer einschätzen.
    Zudem muss es Daten auch mit Behörden teilen.

     
  • Die „große“ Geschichte
    Google, Amazon, Facebook und Apple bilden gemeinsam GAFA. Das sind die 4 US-Konzerne, die den Großteil des Internets beherrschen. In Österreich nutzen über 80% der Nutzer sozialer Netzwerke Facebook.
    Als ethischer Konsument möchte ich keine Beinahe-Monopolisten unterstützen. Vor allem, weil Facebook Inhalte und Nutzer immer öfter behindert oder sperrt – nicht zuletzt auf Druck von Regierungen (unter dem Deckmantel von „Fake-News“ oder Hass-Postings).

     
  • Die „kleine“ Geschichte
    Das Internet ist grundsätzlich ein öffentlicher Ort.
    Für mich ist das Internet besonders auch ein Kommunikationskanal, mit dem ich Inhalte verbreiten kann und Kontakte mit Gleichgesinnten pflegen und herstellen kann.
    Es ist jedoch kein „verlängertes Wohnzimmer“. Daher haben private Informationen dort nichts verloren – jedenfalls meine nicht!

Mein Leben nach dem Facebook-Abschied

Facebook passt für mich persönlich in der Zwischenzeit einfach schlecht. Jedoch geht die Sache für mich wesentlich tiefer:
So sehr ich das Internet schätze, so sehr missfällt mir das starke Zurückgehen der klassischen, der echten Kommunikation – offline, im echten Leben.

 

Auch wenn es schade ist mit meinen persönlichen Kontakten weniger Kontakt zu haben und  einen Verbreitungskanal für meine eigenen Informationen aufzugeben, so ist die Entscheidung für den Facebook-Abschied für mich 100% eindeutig.

 

Ich werde meinen Fokus im Internet von Quantität stärker auf Qualität verschieben.
Bei den sozialen Netzwerken setze ich auf Twitter und Xing.
Und E-Mail ist online natürlich besonders wichtig.

 

Vor allem aber hoffe ich, dass ich mit meinen Freunden wieder öfter persönlich (oder zumindest telefonisch) Kontakt habe. Keine Internet-Interaktion kann den persönlichen Kontakt ersetzen!

 

 

Andere, interessante Artikel zum Thema Facebook & Rückzug:

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1. Mai 2017 1 01 /05 /Mai /2017 21:47

Die Dominanz von Google gefährdet viel mehr als nur den Suchmaschinen-MarktIn Teil 1 meiner Blog-Reihe zu Google habe ich die unzähligen Tätigkeitsbereiche und den damit verbundenen, riesigen Einfluss auf unser aller Leben näher beleuchtet.

Im 2. Teil habe ich mir Gedanken zur völlig unterschiedlichen Wahrnehmung von Google, Apple & Microsoft gemacht, welche ebenfalls vor allem dem hellblauen Internet-Giganten zu Gute kommt.

 

Fast auf den Tag genau 3 Jahre sind vergangen seit meinen ersten 2 Blog-Einträgen über Google. Seitdem hat sich einiges getan, wie z.B.:

  • Edward Snowden und andere Whistleblower haben schier unfassbare Überwachungspraktiken von Behörden und Unternehmen öffentlich gemacht.

  • Als Obmann des Vereins lauschfrei.org habe ich Anfang 2016 in der sehr kritischen ZDF-Doku „Weltmacht Google“ mitgespielt.

  • Google ist jetzt Teil der Alphabet-Holding und dringt weiterhin erfolgreich in immer neue Lebensbereiche vor.

  • Und ziemlich neu aber auch immens wichtig:
    Google wird im Zuge der Kampagnen rund um „Fake-News“ und „Hate-Speech“ auch im Westen immer stärker dazu gedrängt, bestimmte Nachrichten schlechter zu reihen oder zu zensurieren.

Und: Ich bin noch Teil 3 meiner Blog-Reihe zu Google schuldig.
In diesem befasse ich mich mit der gewaltigen gesamtwirtschaftlichen Macht von Google, die immer mehr Unternehmen in ihrer Tätigkeit gefährdet – was direkt auf immer mehr Unternehmen großen Einfluss hat und indirekt natürlich auch auf uns als Konsumenten.

Google – einer der wichtigsten Entscheider in unserem Leben

In welches Restaurant gehen wir?

Welches Nachrichten-Portal nutzen wir?

Auf welcher Plattform kaufen wir uns Gebrauchtwagen?

Welche Urlaubsangebote buchen wir?

 

Dies sind einige Fragen, welche alle 1 gemeinsam Antwort haben:

Das, was Google uns ausgibt.

 

Denn immer mehr Menschen sind online. Und die meisten von ihnen suchen im Internet mit Google.

Die Suchergebnisse von Google bestimmen also maßgeblich unser Leben.

 

Heißt das aber, dass die Google-Ergebnisse auch gute Ergebnisse für uns sind?

Kann sein, muss es aber nicht.
 

Und geht Google dabei immer so redlich vor, wie es für die Nutzer gut ist?

Definitiv: Nein!

Wie Google anderen Unternehmen das Leben schwer macht

Für viele Unternehmen ist Google die (oder zumindest eine) Hauptquelle, wie sie zu ihren Kunden kommen. Und dementsprechend negative Konsequenzen hat es für diese, wenn der „Traffic“ (= der Zustrom an Benutzern) von Google einbricht.

 

Ob Karten-Dienste, Preis-Suchmaschinen oder Hotel-Buchungs-Plattformen – sie leiden darunter, dass Google seine eigenen Dienste forciert und damit indirekt Dienste von Drittanbietern schlechter stellt.

 

Das wirkt sich auch am Markt bereits massiv aus:

So ist das Portal muenchen.de von einem anderen Karten-Dienst auf Google-Maps umgestiegen, weil es damals gratis war. Später hat aber Google seinen Kartendienst ebenfalls ab einer bestimmten Anzahl von Zugriffen kostenpflichtig gemacht, weswegen das Portal sich nach alternativen Karten-Anbietern umgesehen hat. Viele hat es aber nicht gefunden, weil in der Zwischenzeit fast alle schon vom Markt verschwunden sind.

 

Zusätzlich werden bezahlte Einträge in den Suchergebnissen von Google wesentlich prominenter platziert, was zu Lasten der „organischen“ (= unbezahlten, echten) Suchergebnisse geht.

Finanzkraft zählt dann mehr, als gute Inhalte.

Google im Visier der Kartellwächter

Die marktbeherrschende Stellung Googles bei den Suchmaschinen, bei Suchmaschinen-Werbung und bei Smartphone-Betriebssystemen (Android) hat dem hellblauen IT-Riesen dann auch mehrere Kartell-Verfahren eingebracht – und das auch völlig zu Recht.

 

Erst vor wenigen Wochen ist Google in Russland wegen der Marktmacht von Android und der bevorzugten Vorinstallation von Google-Diensten auf Android-Smartphones verurteilt worden.

 

In der EU laufen seit 2010 Kartell-Verfahren – eine definitive Entscheidung gibt es bis heute noch nicht. Allerdings scheint die seit 2014 amtierende Wettbewerbs-Kommissarin Margarete Vestager entschlossen zu sein, Google (zumindest etwas) einzuschränken.

Im Rahmen des EU-Kartell-Verfahrens hat es auch bereits Überlegungen gegeben, Google den Status eines Infrastruktur-Unternehens zu geben und eine Markt-Regulierung zu machen. Es ist bisher allerdings bei Überlegungen geblieben.

 

Ich habe auch meine Zweifel, ob die Herrschenden das Kartellverfahren nicht als Druckmittel verwenden, damit sie Google mittels eines Deals um das Verfahren als Partner im Kampf für ihre eigene und gegen alternative Meinungen ins Boot holen.

Fazit und mögliche Lösungen

Eines muss ich auch an dieser Stelle Google wieder zu gestehen: Seine Dienste sind allesamt zumindest gut. Es ist aber immer hochgradig gefährlich, wenn es in bestimmten Bereichen einen De-facto-Monopolisten gibt – und teilweise sind heute schon diese Art von negativen Konsequenzen eingetreten.

 

Google ist auch keinesfalls das einzige Unternehmen, das eine bestimmten Markt beherrscht, das trifft gerade im Internet auf mehrere „Spieler“ zu:

GAFA ist die Abkürzung für Google, Amazon, Facebook & Apple. Und diese 4 großen US-Konzerne beherrschen einen großen Teil des Internets.

 

Und warum sind Google & Co so mächtig?

Weil wir Nutzer sie so mächtig machen, indem wir ihre Dienste nutzen.

 

Wir sollten daher weder aus Ignoranz, noch aus Bequemlichkeit Google-Diensten die „Nibelungen-Treue“ halten, sondern wir sollten auch Internet-Dienste von anderen, kleineren und möglichst bürgernahen Anbietern nutzen.

 

Open-Source Programmen liefern diesbezüglich sehr gute Dienste.

Und gerade bei den Suchmaschinen gibt es z.B. mit Startpage und MetaGer 2 hochwertige Alternativen, die noch dazu die Privatsphäre von uns Benutzern gut schützen.

 

Durch die Marktdominanz von Google & Co ist es heute für uns ein Herausforderung, wie wir im Internet möglichst sicher und möglichst effizient zu unseren Informationen kommen oder unsere Informationen verbreiten – aber eine Herausforderung, die mit dem richtigen Wissen machbar ist.

Wie Sie das können zeige ich Ihnen auf informationsspezialist.at.
 

 

Weiter führende Informationen zum Thema „Google und Markt-Beherrschung“:

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28. April 2017 5 28 /04 /April /2017 19:13

Genau 3 Jahre ist es her, am 29. April 2014 ist die für mich denkwürdigste und aufschlussreichste Ausgabe der politischen Kabarett-Sendung „Die Anstalt“ im ZDF ausgestrahlt worden.

Wie Max Uthoff und Claus von Wagner damals die transatlantischen, NATO-nahen Netzwerke „aufgeblättert“ haben war schockierend, witzig und einfach großartig! Und die Bedeutung dieser Erkenntnisse hat seitdem sogar noch zugenommen und ist heute aktueller denn je.

 

Ein paar Kostenproben von Inhalten und Sprüchen der Sendung:

  • EU-Kritik, v.a. bzgl. des Kaputtsparens von Griechenland

  • Putin-Versteher vs. NATO-Versteher

  • Kriegsgründe für westliche Kriege, die sich alle als Lügen erwiesen haben.

"Die Anstalt" vom 29.04.2014 hat für mich Fernseh-Geschichte geschrieben

Zum Ansehen der Sendung einfach auf das Bild klicken!

Die Un-Berichterstattung der „Leit-Medien“ über den Ukraine-Konflikt

Gemeinsam mit der Berichterstattung über Syrien ist die Berichterstattung über den Ukraine-Konflikt das unrühmlichste Kapitel, dass die Mainstream-Medien in den letzten 5 Jahren abgeliefert haben.

Russland bzw. dessen Präsident Wladimir Putin wird von diesen regelmäßig als ein Hort des Bösen hingestellt, der bekämpft werden müsse.

 

Dass aber der kriegerische Ukraine-Konflikt seit 2014 entscheidend in einem Punkt des EU-Assoziierungsabkommens fußt, das verschweigen sie sehr konsequent:

Denn dieses Abkommen beinhaltet auch eine militärische Zusammenarbeit zwischen Ukraine und Westen. Und das ist für manche Kräfte innerhalb und außerhalb er Ukraine natürlich untragbar.

 

Und in der Anstalt wird – wiederum perfekt passend – die ehemalige ARD-Korrespondentin Gabriele Krone-Schmalz zitiert:

„Also wir, die Medien, hätten zu einem frühen Zeitpunkt wissen müssen und verkünden müssen, dass dieses Assoziierungsabkommen die Ukraine zerreißt“.

Der Filz aus Politik, Think-Tanks und Medien

Herausragend und in ihrer Wirkung beeindruckend macht diese Ausgabe der Anstalt aber das Aufzeigen des vor allem ins transatlantisches Netzwerken statt findenden „Eliten-Filzes“ in Politik, Think-Tanks und Medien.

 

Weder vorher, noch nachher habe ich eine klarere und eindrücklichere Präsentation gesehen, welche Journalisten deutscher Leit-Medien in welchen transatlantischen Think-Tanks aktiv sind und dort Tätigkeiten nachgehen, welche nur zu Interessenkonflikten führen können.

 

Was ich auch erst aus der Sendung erfahren habe:

Dass es zu den Unternehmengrundsätzen der Bild-Zeitung, das transatlantische Bündnis unterstützen zu müssen.

 

Und wiederum super pointiert zusammengefasst:

„Aber dann sind ja alle diese Zeitungen nur so etwas wie Lokal-Ausgaben der NATO-Pressestelle.“

 

Und sogar einen beinharten Seitenhieb auf das, ebenfalls beim ZDF beheimateten heute-Journal gibt es.

Kein Schwarz-Weiss, aber Chance durch Alternativ-Medien

Ich habe das Medien-Establishment schon oft und hart kritisiert – und das auch völlig zu Recht. Ich stehe nicht nur dazu, sondern halte diese Kritik für absolut notwendig.

Gleichzeitig ist es mir auch ein großes persönliches Bedürfnis festzuhalten, dass es im Mainstream auch sehr gute Beiträge gibt.

 

Der ZDF ist ja selbst ein perfektes Beispiel:

Unsägliche, NATO-treue Meinungsmache im heute-Journal und tolle kritisch-witzige Polit-Satire in „Die Anstalt“.

 

Daher meine klare Empfehlung:

Nicht ausschließlich Alternativ-Medien nutzen, sondern sowohl Mainstream und Alternativen.

 

Und dem Team von die Anstalt darf ich abschließend mein aufrichtigen Dank für diese tollen Fernseh-Meilenstein und Respekt für die mutigen Aussagen zukommen lassen!

 

 

Weitere, kritisch-konstruktive Artikel zum Thema „Massen-Medien“:

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19. April 2017 3 19 /04 /April /2017 00:26

Auch heute ist "Together" von Jonathan und Charlotte eine starkes Stück moderner KlassikVor rund 4 Jahren, 2013, bin ich über das junge, britische Popera-Duo „Jonathan & Charlotte“ (das sind Jonathan Antoine und Charlotte Jaconelli) gestolpert. Kurz darauf habe ich einen Blog-Eintrag über sie geschrieben.

1 Jahr später, 2014, hat sich das Duo dann getrennt, worüber ich wieder einen Post geschrieben habe.

 

Beide Blog-Einträge sind große Renner geworden, besonders derjenige über die Trennung von Jonathan und Charlotte. Damals habe ich auch noch eine CD-Kritik versprochen – und dieses Versprechen löse ich jetzt auch ein.

 

Wer die beiden nicht kennt, sollte sich in den Blog-Einträgen über sie schlau machen. Hier nur so viel: Vor allem Jonathan hat eine unfassbar gute Stimme und als Duo haben die beiden Casting-Show-Geschichte geschrieben, weil sie sich auch in schwierigen Situationen treu geblieben sind.

CD-Kritik „Together“

„Together“ ist die 1. CD des Duos „Jonathan & Charlotte“, das die beiden Künstler 2012, im selben Jahr ihres Durchbruchs bei „Britain's Got Talent“ veröffentlicht haben.

 

Anschließend an die erfolgreichen Lieder, die sie bei dieser Casting-Show höchst erfolgreich vorgetragen haben, singen sie fast alles auf italienisch.

Und bei der Mehrheit der Lieder handelt es sich um „italianisierte“ und „verklassikte“ Cover-Versionen erfolgeicher Pop-Songs.

 

Ich gehe die einzelnen Titel in der Reihenfolge auf der CD einzeln durch:

  1. The Prayer
    „DER“ Klassiker von Jonathan und Charlotte, mit dem sie beim Vorsingen ihren Durchbruch geschafft und im Finale der Show den 2. Platz gewonnen haben.
    Schönes Lied in einer sehr gelungenen Version. Die Stimmen der beiden passen einfach sehr gut für dieses Lied.
    Der i-Tupfen ist die gesangliche Unterstützung des Männerchors „Only boys a loud“, die bei „Britain's Got Talent“ 2012 hinter den beiden Platz 3 belegt haben.

     

  2. Caruso
    Für mich das beste Lied der beiden. Kompositorisch sehr gut und Jonathan und Charlotte wie auf den Leib geschrieben. Da laufen beide für sich zur Höchstform auf und harmonieren auch noch hervorragend.

     

  3. Vero Amore (Cover von Elton John's „Your Song“)
    Handwerklich ebenfalls sehr gut, Sir Elton's Original gefällt mir aber klar besser.

     

  4. Ave Maria
    Ein Klassiker der klassischen Musik. Musikalisch sehr gut dargeboten von den beiden, vor allem von Jonathan, das Arrangement für mich aber leicht überladen.

     

  5. Forse (Unintended-Cover von Muse)
    Die in meinen Augen (bzw. Ohren) mit Abstand beste Cover-Version des Albums. Und nicht nur das: „Forse“ gefällt mir sogar noch besser als das Muse-Original.

     

  6. Il mondo nostro („Rule the World“ Cover von „Take That“)
    Für mich weniger gelungen, trotz der gut eingesetzten Stimmen.

     

  7. Canto della Terra
    Schon ein Klassiker der modernen Klassik. Und aus meiner Sicht die beste Version dieses Lieds, die ich kenne, sogar noch ein bisschen besser als von Andrea Bocelli.

     

  8. Ognuno Soffer (Cover von „Everybody Hurts“ von R.E.M)
    Gefällt mir recht gut, finde eine „Verklassikung“ hier passend und von J. Und C. gut umgesetzt.

     

  9. Chi Mai Vivrà Per Sempre (Queen-Cover von „Who Wants To Live Forever“ aus Highlander)
    Sehe ich sehr ähnlich wie das R.E.M-Cover, ziemlich gut, auch deshalb weil für eine Verklassikung gut geeignet.

     

  10. La Prima Volta („The First Time Ever I Saw Your Face“, Cover von Roberta Flack)
    Für mich das schwächste Lied auf der CD. Hat mir aber auch beim Cover von Celine Dion nicht besser gefallen, ja sogar schon vom Original her nicht. Da haben weder Jonathan und Charlotte, noch Celine Dion dieses Lied mehr besser machen können.

Fazit

Es muss jedem, der sich die CD anhört klar sein, dass er italienischen Gesang ebenso gerne mögen muss, wie moderne Klassik, speziell „Verklassikungen“ bekannter Pop-Lieder.

Wenn dem aber so ist, dann ist „Together“ von meiner Seite her eine lupenreine Empfehlung.

 

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14. April 2017 5 14 /04 /April /2017 16:35

Ich hoffe, Donal Trump besinnt sich in Syrien, Nord-Korea und auch sonst auf den Frieden!Ein offener Brief an den Präsidenten der USA, Donald Trump:

 

Sehr geehrter Herr Präsident Trump!

 

Frühmorgens am 7. April haben Sie als US-Präsident den Befehl gegeben, einen Luftwaffenstützpunkt der syrischen Armee mit Marschflugkörpern vom Typ Tomahawk anzugreifen.

Vieles ist dabei unsicher. Sicher ist, dass Sie damit ein Zeichen setzen wollten. Und sicher ist, dass sie dabei mit dem Weltfrieden spielen und einen 3. Weltkrieg riskieren.

 

Offizieller Grund für den von Ihnen befohlenen Angriff war ein schwerer Giftgas-Zwischenfall in der syrischen Stadt Chan Scheichun, bei dem Dutzende Menschen getötet und hunderte verletzt worden sind. Wem allerdings das Giftgas gehört bzw. wer es eingesetzt hat, das war vor 1 Woche und ist heute völlig unklar!
Und genau darum gehört dieser schreckliche Vorfall so objektiv wie möglich aufgeklärt, die OVCW (Organisation für das Verbot chemischer Waffen) ist dafür aus meiner Sicht hervorragend geeignet.

 

Ich kann verstehen, dass Sie die Bilder der getöteten und verletzten Menschen bewegt haben.
Ich kann auch verstehen, dass Sie unter massivem Druck der Neokonservativen und dem militärisch-industriellen Komplex stehen, welche grundsätzlich immer wollen, dass die USA Krieg führen. Und der innenpolitische Druck auf Sie durch Protagonisten wie John McCain oder Lindsey Graham ist sehr groß.

 

Dennoch ist Ihr Spielen mit dem Weltfrieden indiskutabel – egal ob in Syrien, Nord-Korea oder sonst wo! Und das nicht nur aus sachpolitischen Gründen – dass ein 3. Weltkrieg, den sie damit riskieren katastrophal ist, sollte jedem Menschen, der noch zu vernünftigem Denken imstande ist, klar sein. Nein, Sie haben es unzählige Male vor Ihrer Präsidentschaftskandidatur, während Ihrer Präsidentschaftskandidatur und auch zu Beginn Ihrer Präsidentschaft betont, dass sie gegen militärische Lösungen und für Deals, speziell für einen Deal mit Russland eintreten.

Dass es bei Ihrer Präsidentschaft auch Schattenseiten geben wird, das war mir klar. Eine der für mich größten ist Ihre Verachtung und Kriminalisierung von „Whistleblowern“ wie Edward Snowden, den ich persönlich als Freiheitskämpfer und Held ansehe.
Ich habe Ihren Sieg gegen Hillary Clinton bei den letzten Wahlen aber aus 1 entscheidenden Grund für positiv befunden: Weil Sie für friedliche Lösungen und Dialog mit Russland eintreten wollen.

 

Der zumindest im deutschsprachigen Raum herausragende Nahost-Experte Michael Lüders bringt die Lage in Syrien hervorragend auf den Punkt, ganz besonders den Umstand dass:

  1. Derzeit noch völlig unklar ist wer für den Giftgas-Einsatz am 04. April 2017 in Syrien verantwortlich ist – und das nur unklar sein kann, da noch keine Untersuchung statt gefunden hat.

  2. Es auch schon 2013 so war, dass Assad für einen Giftgas-Angriff verantwortlich gemacht worden ist, für den aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit andere Kräfte verantwortlich sind, weswegen Barack Obama damals einen Angriff auf Syrien abgeblasen hat.

 

 

Und nicht genug mit den Aktionen in Syrien:
Der Abwurf der größten nicht-nuklearen Bombe in Afghanistan und der Truppenaufmarsch vor Nord-Korea lassen bei vielen Menschen die Alarmglocken läuten, weil sie einen Weltkrieg befürchten, auch bei mir.

 

Darum appelliere ich an Sie:

Besinnen Sie sich wieder Ihrer Pläne und Versprechungen aus dem Wahlkampf, kehren Sie auf den Weg des Friedens zurück. Verbünden Sie sich dabei mit Politikern (in den USA v.a. Rand Paul und Tulsi Gabbard), Medien und natürlich mit den Bürgern unserer Erde, die ebenfalls Frieden wollen.

Gerade jetzt, knapp vor Ostern, dem höchsten Fest der Christen, sollten Sie als Christ wirklich alles dafür tun, dass wir nicht nur den Osterfrieden wahren, sondern dass wir auch darüber hinaus diese Welt zu einem friedlichen und besseren Ort machen – wir haben nur diese eine!

 

Mit den besten Grüßen,
Ulrich Lintl


 

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30. Januar 2017 1 30 /01 /Januar /2017 18:17

Toller Sport am letzten Jänner-Wochenende 2017Das Wochenende am 29. und 30. Jänner 2017 war ein tolles Wochende für den Sport, speziell für den österreichischen. Daher ist das ein super Anlass, um nach langer Zeit auch wieder einmal einen Sportbeitrag im Blog zu schreiben.

 

Highlight aus österreichischer Sicht waren definitiv die 2 Weltmeistertitel im Rodeln durch Wolfgang Kindl – noch dazu bei der Heim-WM in Innsbruck-Igls. Kindl ist der 4. österreichische Weltmeister im Kunstbahn-Rodeln nach Herbert Thaler (1959), Josef Feistmanl (1969) und natürlich Markus Prock (1987 & 1996).
Zudem haben Peter Penz und Georg Fischler im Doppelsitzer-Bewerb die Silbermedaille gewonnen.

Kunstbahnrodeln erweist sich einmal mehr als einziger Wintersport abseits des Skisports, bei dem Österreich derzeit zumindest manchmal Medaillen bei Großereignissen erringen kann.

 

Apropos Skisport:
Da haben an diesem Wochenende sowohl bei den Alpinen, als auch den Nordischen Stockerlplätze gewonnen:

  • An oberster Stelle einmal mehr Marcel Hirscher mit seinem Sieg beim Riesentorlauf in Garmisch-Partenkirchen.

  • Ebenfalls bei den Apinen hat Anna Veith ihr Comeback nach ihrer langen Verletzungspause als 3. im Super-G von Cortina-D'Ampezzo mit dem 1. Podest-Platz nach dem Comeback vorläufig gekrönt.

  • Die österreichischen Skisprung-Herren sind 4 Wochen vor Beginn der nordischen Ski-WM richtig gut in Form. In Willingen, auf der größten Nicht-Flugschanze der Welt, sind sie im Mannschaftsbewerb 2. geworden, im Einzel haben Stefan Kraft und Manuel Fettner die Plätze 2 & 3 belegt. Auch die anderen Österreicher sind gut gesprungen.

  • Bei den Skisprung-Damen hat zumindest einmal unsere Dauerbrennerin Daniela Iraschko-Stolz ihr Zwischentief überwunden und es beim Sonntags-Bewerb als 3. nach rund 1 Monat wieder aufs Stockerl geschafft.

Und damit gleich zu bemerkenswerten Leistungs internationaler Sportler:

  • Machen wir gleich mit dem Damen-Skispringen weiter:
    Die Japanerin Sara Takanashi hat mit gerade einmal 20 Jahren letzten Wochenende in Rasnov (Rumänien) ihren bereits 50. (!!) Weltcup-Bewerb gewonnen.

  • Bei den Tennis-Australian-Open hat es sowohl bei Damen als auch Herren ein bemerkenswertes Comeback zahlreicher Routiniers gegeben.
    In beiden Semifinals waren jeweils 3 der 4 Spieler 30 Jahre oder älter. Auch die beiden Sieger sind bereits Mitte 30.

  • Bei den Damen hat es das nach Jahren wieder einmal das ewige Schwestern-Duell zwischen Venus und Serena Williams gegeben. Und wie eigentlich immer in den letzten 10-12 Jahren hat sich Serena durchgesetzt und mit 23 (!!) Grand-Slam Turnier-Siegen einen neuen Rekord aufgestellt. Zudem ist sie jetzt wieder die Nummer-1 der Weltrangliste.

  • Bei den Herren waren die Comebacks der beiden Finalisten noch bemerkenswerter:
    Sowohl Roger Federer, als auch Rafael Nadal waren die letzten Jahre, speziell 2016, von hartnäckigen, wiederholten Verletzungen geplagt und haben auch sonst nicht mehr an die Erfolge vergangener Zeiten anschließen können. Bei den Australian-Open 2017 allerdings haben sie ihren Gegnern keine Chance gelassen.
    Das Finale hat letztendlich der 35-jährige (!!) Federer in 5 packenden Sätzen für sich entschieden.

  • Und den französischen Herren-Handballern darf man zu Weltmeister-Titel Nr. 6 gratulieren – was eine neuer Rekord ist.

Mir macht es zwar immer Spaß, guten Sport zu schauen, das vergangene Wochenende allerdings aufgrund der vielen, tollen Leistungen aber ganz besonders viel Spaß!

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28. Januar 2017 6 28 /01 /Januar /2017 00:33

GetSimple ist eines der besten datenbanklosen CMS überhauptContent-Management-Systeme (CMS) gibt es viele. Zu den bekanntesten gehören Wordpress, Joomla und Typo3. Diese verlangen aber allesamt nach einer MySQL-Datenbank am Server. Und vor allem ist die Einrichtung und die Anpassung der Systeme an die eigenen Bedürfnisse relativ komplex.

 

Da gerade kleine und technisch einfach Webseiten die umfangreichen Fähigkeiten der großen CMS nicht brauchen, haben sich auch einige kleine, einfache Programme ohne Datenbank entwickelt.

Das aus meiner Sicht beste und am einfachsten zu bedienende ist GetSimple (GS).

 

Warum? Weil GetSimple:

  1. Einfach einzurichten
  2. einfach zu bedienen
  3. einfach zu erweitern
  4. und einfach zu personalisieren ist.

 

Ich habe mir einige „Light-Weight-CMS“ angesehen. Richtig verstanden habe ich die Funktionsweise von Content-Management-Systemen aber erst mit GetSimple.

 

Toll ist auch, dass es viele Erweiterungen gibt, es generell eine beachtlich große und aktive Community gibt und dass das System auch viele Fehlerkorrektur- und Sicherheits-Updates bekommt.

 

Das 1. Mal bin ich glaube ich 2013 beim Recherchieren nach einfachen CMS über das Tool „gestolpert“. Bis ich mich dann aber „richtig“ mit GetSimple beschäftigt habe, war es 2015. Und die damalige Webseite für eine Verlängerung der Schnellbahn S45 habe ich aus nicht-technischen Gründen eingestampft.

 

2017 geht es mit meiner Webseiten-Entwicklung auf GetSimple-Basis aber so richtig los:

Das 1. Projekt ist mein Webauftritt als Erwachsenentrainer unter http://www.informationsspezialist.at – der „Rohbau“ der Seite steht auch schon (Stand: 28.01.2017). Eine komplette Neugestaltung meines persönlichen Webauftritts, dem Lintl-Net, steht heuer ebenfalls fix auf meiner Agenda – natürlich auch auf Basis vom GetSimple.

 

Konzipiert und entwickelt worden ist GetSimple 2009 vom US-Amerikaner Chris Cagle. Chris hat sich in der Zwischenzeit aus der Entwicklung und Wartung des Systems zurück gezogen. Chef-Entwicklung ist in der Zwischeneit Shawn Alverson.

 

Sorgen macht mir, dass es seit nunmehr 3 Jahren kein Minor-Release und schon seit 6 Jahren kein Major-Release mehr gegeben hat.

Zwar ist das System nach wie vor gut, sogar so gut, dass es in den letzten 2 Jahren viele neue, überzeugte Verwender gewonnen hat.

Eine Version 3.4 ist allerdings schon seit 2014  geplant. Und 2017 soll laut Chef-Entwickler Shawn die Veröffentlichung auch erfolgen – ENDLICH.

 

Zudem soll GS 3.4 statt auf Basis von PHP 5.2 auf Basis der Version 5.3 arbeiten. Das ist insofern sehr wichtig, da schon 2017 die ersten namhaften Internet-Provider die Unterstützung der Version 5.2 einstellen. Mit PHP 5.3 wäre das Hosting dagegen noch einige Jahre sehr gut möglich.

 

GetSimple ist für mich schlicht DAS einfache CMS der 2010er Jahre.

Damit das aber auch langfristig so bleibt, und Get-Simple fit für die 2020er Jahre wird, muss es in naher Zukunft auch wieder signifikante Verbesserungen und Erweiterungen dieses tollen CMS geben.

 

Entscheidende Verbesserung für GetSimple 4.0 oder 5.0 könnten neben Verbesserung des bisherigen Systems aus meiner Sicht umfassen:

  • Die Anpassung der Software an neue PHP-Versionen (mittelfristig an PHP 7.X, als kurzfristigen Zwischenschritt vielleicht auch noch an PHP 5.6)
  • Verbesserung und Ausbau der Modularität
  • Interoperabilität der Software, vor allem in Hinblick auf die zukünftig massiv verstärkte digitale Vernetzung (allgemein APIs, Wirschaft-4.0, Headless-CMS, ...)
  • Besonders beim nächsten Major-Release große Beachtung des Themas „Kompatibilität“ von Erweiterungen (angesichts der vielen und guten Plug-Ins für GS 3.3).

 

Ich denke, dass ein Hauptgrund für die fehlenden, größeren Verbesserungsschritten in den letzten 3 Jahren der ist, dass zumindest der Großteil der Entwicklungsarbeit allein an Shawn hängen bleibt und es kaum Unterstützung aus der Community an der Weiterentwicklung des Kernsystems gibt.

 

Es ist daher aus meiner Sicht die Gründung eines Fördervereins bzw. einer Stiftung anzudenken, die Geld einsammelt und zumindest eine Teil der Weiterentwicklung kostenpflichtig beauftragt.

 

Eine gutes Vorbild für diesen Ansatz bei Content-Management-Systemen ist Contao. Dort gibt es einen eigenen Förderverein, der aktuell 45 Fördermitglieder umfasst.

 

ReactOS ist 1 gutes Beispiel, dass eine nur auf Sparflamme statt findende Weiterentwicklung durch die Gründung einer Organisation mit finanzieller Ausstattung (bei ReactOS aus Deutschland und durch Russland) wieder massiv beschleunigt werden kann.

 

So oder so werde ich 2017 intensiv mit GetSimple arbeiten und das System auch aktiv weiterempfehlen. Darüber hinaus hoffe ich aber, dass die Entwicklung so stark in Gang kommt, dass dieses tolle, kleine Content-Management-System fit für die 2020er Jahre gemacht wird und ich auch in 10 Jahren noch sagen kann, dass es mein Lieblings-CMS ist.

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23. Januar 2017 1 23 /01 /Januar /2017 16:52

Das Volksbegehren gegen TTIP, CETA Und TISA finde ich sehr unterstützenswert / Quelle: www.volksbegehren.jetztHeute am 20. Jänner 2017 ist in Österreich das Volksbegehren „Gegen TTIP, CETA und TISA“ gestartet. Die 3 transatlantischen „Freihandelsabkommen“, stehen schon seit 2-3 Jahren massiv in der Kritik eine Unzahl von kritischen Gruppierungen – und das für mich auch völlig gerechtfertigt.

 

Initiiert worden ist es von eine Gruppe von SPÖ-Politikern aus Niederösterreich. Doch schon vor dem Volksbegehren hat sich eine massive Oppositions-Front aus politischen Parteien, Gewerkschaften, Medien und anderen Organisationen zu diesen Abkommen gebildet.
Sogar der Chef von REWE-Österreich, Frank Hensel, hat sich klar gegen TTIP positioniert.

 

Befürworter von CETA und Konsorten sind neben der Wirtschaftskammer und der ÖVP auch die NEOS, sowie eine Vorstandsmehrheit der Bundes-SPÖ und dezidiert auch Bundekanzler Kern.

 

Viele Indikatoren sprechen dafür, dass multinationale Konzerne und andere Großunternehmen ihre ohnehin schon viel zu große Macht durch diese Abkommen noch weiter ausbauen – zu Lasten von KMUs, der Demokratie und damit für fast alle Menschen.

 

Größter Kritikpunkt an TTIP, TISA & Co sind die so genannten „Schiedsgerichte“. Bei diesen „schnapsen“ sich Konzernanwälte die Entscheidungen über Handelsbarrieren in Hinterzimmern untereinander aus und hebeln so sowohl die Gesetze, als auch die Gerichte und somit die Demokratie an sich aus.
Besonders gefährlich sind diese, da Konzerne damit Gewinnentgänge wegen höherer und damit teurer gesetzlicher Standards einzelner Teilnehmerstaaten, v.a. im Sozial- und Umweltbereich, einklagen können. Damit könnte ein für Umwelt und Menschen ruinöser Dumpingwettbewerb zu den niedrigst möglichen Standards ausgelöst werden.

 

Um das zu verhindern, die Demokratie zu retten und um die Option einer fairen Welthandelspolitik zu wahren, unterschreibe ich dieses Volksbegehren. Und ich empfehle allen meinen Freunden und anderen Mitmenschen dasselbe zu tun und in der Eintragungswoche in den Öffnungszeiten auf das Gemeindeamt bzw. Magistrat zu gehen.

 

Natürlich sind Volksbegehren nicht gesetzlich bindend. Aber eine große Beteiligung ist ein starkes öffentliches Signal, dass wir Bürger eine andere Politik, als die herrschenden wollen. Und wenn das genügend Menschen machen, dann müssen die Herrschenden dem auch Rechnung tragen.

 

Dieses Signal ist gerade JETZT äußerst wichtig und dringend:
Denn schon im Feber 2017 möchte das EU-Parlament die weitere Vorgangsweise bei CETA beschließen.

 

Und wer immer noch nicht genug über TTIP erfahren hat, der findet z.B. auf der Themenseite der Arbeiterkammer jeder Menge weiter führenden Informationen.

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