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8. September 2014 1 08 /09 /September /2014 00:00

Vor allem das Frühjahr 2014 war eine sehr passive Phase für mich als Blogger. Auch über den Sommer habe ich es etwas ruhiger angehene lassen. Das ändert sich aber jetzt wieder.

 

In den nächsten Monaten wird es neben Blog-Einträgen zu interessanten Themen, die mir "unter kommen" auch Follow-Up Einträge zu vorhandenen Posts geben.

 

Ich hoffe, dass ich es auch zeitlich schaffe, zum Thema ethischen Konsum und Marketing Artikel zu verfassen.

 

Meine Leser dürfen jedenfalls gespannt sein.

 

Noch eine interessante Info zum Schluss:

Nachdem sich seit 1 Jahr die Einträge zum britischen Klassik-Pop-Duo "Jonathan und Charlotte" zum großen Renner entwickelt haben und auch meine IT-Kaufberatung gewohnt gut gelaufen sind, so ist seit Ende August 2014 erstmalig ein politischer Artikel länger als 1 Woche der meist gelesene meines Blogs: Ukraine: Dichtung, Wahrheit und Glaubwürdigkeit von Massenmedien.

Die Ukraine-Krise und die höchst zweifelhaften Positionen der Establishment-Politik und der Massenmedien im Westen sind auch ein Thema, über das sich möglichst viele Menschen im klaren werden sollten.

Ziel von uns Europäern muss Friede sein - mit Russland ebenso wie mit anderen Staaten.

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7. September 2014 7 07 /09 /September /2014 11:15

vishera-1.jpg

Wirklich gerechnet habe ich mit neuen FX-Prozessoren nicht mehr. Viele weitere PC-Fans ebenso wenig. Dass es jetzt doch "neue" Prozessoren gibt, ist eine mittelgroße Überraschung.

Im Gegensatz ursprünglichen Plänen AMDs aus dem Jahr 2012, dass man 2013 eine leicht überarbeitete Prozessor-Architektur in seinen Vishera FX-CPUs einsetzen wird, ist die Architektur die selbe.

 

Die effektiven Verbesserungen sind daher auch sehr überschaubar:

  • Der FX-8370 ist das neue Topmodell der Baureihe und verfügt gegenüber dem Vorgänger 8350 um einen minimalst gesteigerten Takt (4,0-4,3 GHz versus 4,0-4,2 GHz).
  • Die Modelle FX-8370-E und FX-8320-E sind dagegen eine neue Unterversion der Prozessors. Während alle bisherigen 4-Moduler AMDs eine maximale Verlustleistung von 125 Watt gehabt haben (so wie auch der "normale" 8370er), so haben die E-Modelle 95 Watt Verlustleistung.
    Der 8370-E hat einen Takt von 3,3-4,3 GHz, der 8320-E von 3,2-4,0 GHz.

Alle 3 Modelle sind definitiv ein Schritt in die richtige Richtung und daher zu begrüßen.

Die Unterschiede sind bei diesen, besonders beim Topmodell, dem 8370er (ohne E) etwas größer, als vom Papier ersichtlich:

  • Der FX-8370 rechnet zwar, ausgehend von ersten Tests, 2% schneller als der FX-8350. Dieser minimale Steigerung ist in der Praxis zwar ziemlich irrelevant, allerdings benötigt das neue Modell trotz höheren Takts etwas weniger Strom.
  • Besonders der FX-8370-E mit seinen 95 Watt Verlustleistung eröffnet einige, neue Möglichkeiten für AMD-Fans. Besitzer von AMD-Fans mit kleinen Gehäusen und/oder schwachen Netzteilen oder auch Stromspar-Freunde haben nun erstmals die Möglichkeit, einen neuen oder auch bestehenden PC mit einer sparsamen CPU auszustatten die über 4 Module bzw. 8 Integer-Kernen verfügt.
    Und ausgehend von ersten Tests so verbraucht diese wirklich deutlich weniger Strom und erreicht eine solide Rechenleistung.

Ich finde es aber bedauerlich, dass die Kalifornier kein neues Stepping der Vishera-Prozessoren (Vishera ist der Codename für die aktuellen FX-Prozis) gebracht haben.

"Stepping" bedeutet eine neue Version eines Prozessors innerhalb eine Prozessorgeneration. Effektiv also eine minimale, physische Verbesserung eines Chips.

 

Mit einem neuen Stepping, dem von AMD implizit selbst angekündigten "Vishera 2.0" hätte es meiner Einschätzung bei allen CPUs der gesamten Modellpalette rund doppelt so große Leistungssteigerungen gegeben wie der 8370 gegenüber dem 8350 erzielt hat. Und auch der Energieverbrauch wäre weiter reduziert worden.

 

Die 2014 vorgestellten – und von mir als solche bezeichneten – Vishera 1.5 Prozessoren sind aber allemal besser als die Vishera 1.0 von 2012 und 2013.

 

Gegen die aktuellen Haswell-Prozessoren von Intel hat AMD punkto Rechenleistung pro Kern und Energieeffizienz sowieso keine Chance.

Dafür haben AMD Prozessoren meistens mehr Kerne und sie verfügen über das deutlich bessere Preis-Leistungs-Verhältnis.

 

Nachdem schon vor der Veröffentlichungen der neuen Produkte Preissenkungen für "Altware" angekündigt worden sind, so werden AMD CPUs preislich auch weiterhin attraktiv bleiben.

Und sie werden entsprechend auch in meiner nächsten Prozessor-Kaufberatung Berücksichtigung finden.

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27. August 2014 3 27 /08 /August /2014 19:30

satire-seiten-collage-jpg

Satire mag ich sehr gerne. Den ernsten Seiten des Lebens von hinten herum lustige Aspekte abzugewinnen macht nicht nur Spaß, es bringt die Menschen auch viel eher zum Nachdenken über Missstände, als die frontale Wahrheit.

Letztes Jahr habe ich ja selber schon einen kleinen Testballon gestartet und einen Satire-Artikel über Edward Snowden und Wladimir Putin geschrieben. Ansonsten überlasse ich das aber doch eher den Leuten, für die das Tagesgeschäft ist.

Und welche sind das?
Für mich am öftesten "Die Weltpresse", "Die Tagespresse" und "Der Postillon". "Der Postillion" gilt auch als eine Art Ur-Mutter der deutschsprachigen Satire-Webseiten.
Seltener aber auch regelmäßig amüsiere ich mich auch über Artikel von "Neue Rheinpresse".
Artikel von anderen Seiten schaffen es nur sporadisch zu mir durchzudringen – was aber keinesfalls heißt, dass diese nicht auch gute Satire machen.

Ein Blogger-Kollege hat nun eine Auflistung der besten Satire-Seiten gemacht, der ich nichts mehr hinzuzufügen habe.
Viel Spaß und gute Unterhaltung – aber hoffentlich auch ein bisschen Nachdenken!

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11. August 2014 1 11 /08 /August /2014 18:55

fida-2014-feuer-1-mid.jpgDie "Aktion Feuer in den Alpen" hat im Alpenraum schon viel Tradition: 2014 sind zum 26. Mal am 2. August-Samstag im gesamten Alpenraum Mahnfeuer für den Erhalt des Natur- und Kulturraumes der Alpen entzunden worden.

 

Auch in Wien hat diese tolle Aktion jetzt schon eine gewisse Tradition: Zum heuer 4. Mal haben in der österreichischen Bundeshauptstadt Aktivisten der "Plattform Direkte Demokratie" (DEM) ein Mahnfeuer gemacht.

 

Im Schatten des blutigen Konflikts in der Ukraine ist ihr Feuer ist dabei ganz im Zeichen des Friedens gestanden. Und das Feuer ist eine sehr deutliche Aufforderung an die Politiker in der EU, ganz besonders im neutralen Österreich, dass sie endlich den Feindbildaufbau von Russland stoppen und mit ganzer Kraft für eine friedliche Lösung des Konflikts eintreten.

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28. Juni 2014 6 28 /06 /Juni /2014 02:00

wm-2014-zwischenfazit-jpgZwischen dem Ende der Vorrunde und dem Beginn der K.O.-Phase der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 ist der ideale Zeitpunkt für eine Zwischenbilanz.

 

Zuerst ein paar Worte zu den Zusammenhängen zwischen der WM und der Politik in Brasilien:

Es stimmt teilweise natürlich, dass viele Brasilianer "angefressen" auf ihre Regierung sind, weil sie viel Geld in teure Stadien steckt und andere Bereiche (z.B. Bildung oder Gesundheit) dadurch zu kurz kommen.

Allerdings richtet sich die Kritik gar nicht so sehr gegen die WM an sich, sondern besonders an das WIE in der Umsetzung:

  • Z.B. gibt es massive Korruptionsvorwürfe gegen Politiker und Unternehmen, die Stadien oder Infrastruktur im Lande gebaut haben; und mir erscheinen diese Vorwürfe auch sehr glaubwürdig
  • Auch die Private-Public-Partnerships stören zahlreiche Brasilianer; durch diese erfolgt die Finanzierung von Stadien durch Private, diese sind danach aber langfristig die Betreiber und lukriieren die Einnahmen;
    dadurch ist es für arme Kicker aus den Favelas nicht mehr möglich, gratis z.B. im Maracana-Stadion zu trainieren – was vorher eine Selbstverständlichkeit war
  • Allerdings haben die Kritiker die WM bisher schon geschickt als Bühne für ihren Protest genutzt; z.B. der Indianer-Bub bei der Eröffnung der auf die Benachteiligung seines Volkes durch den Staat hingewiesen hat

Kommen wir jetzt zum sportlichen Teil:

Die Tradition, dass Südamerika bei einer Fußball-WM ein guter Boden für amerikanische, besonders für südamerikanische Mannschaften ist, hat sich auch 2014 fortgesetzt.

Es stehen 9 amerikanische Mannschaften im Achteilfinale, das sind 3 mehr als die 6 Mannschaften aus Europa.

 

Natürlich hat es in der Vorrunde auch schon einige Überraschungen gegeben:

  • Im negativen Sinn ist die größte sicher das klare Ausscheiden des regierenden Welt- und Europameisters Spanien gewesen
  • Und im positiven Sinn für mich die Mexikaner, die eine überzeugende Vorrunde gespielt haben und für mich sogar ein Geheimfavorit auf den Titel sind

Jeder Fußball-Fan ist jetzt natürlich gespannt, wer den Titel holt.

Ich habe mir die Statistiken angeschaut und dabei folgendes fest gestellt:

  1. Bei WMs in Südamerika hat nicht nur immer eine südamerikanische Mannschaft den Titel geholt, es waren auch immer 2 Südamerikaner im Semi-Finale
  2. Bei allen Weltmeisterschaften, die auf einem Kontinent statt gefunden haben, der am Pazifik liegt, haben Südamerikaner gewonnen

Auch wenn es natürlich grundsätzlich sein kann, dass diese Regel heuer durchbrochen wird, so glaube ich daran, dass sie auch 2014 wieder zutrifft.

Mein Gefühl sagt mir, dass es heuer Argentinien schafft. So wie 1986 mit einem überragenden Einzelkönner (damals Maradona, heuer Messi) und so wie 1990 spielerisch enttäuschend aber trotzdem mit guten Ergebnissen.

Brasilien könnte es, wie schon einige starke Veranstalterländer (wie Italien 1990 & Deutschland 2006), auf Platz 3 schaffen.

Mexiko und Deutschland könnten es zumindest ins Halbfinale schaffen.

 

In jedem Fall hoffe ich 2 Dinge:

  1. Dass die Fußball-Spiele so offensiv, torreich und spannend weiter gehen, wie in der Vorrunde
  2. Dass die WM nicht von den Politikern – v.a. in Europa und den USA – dazu genutzt wird, um irgendwelche Schweinereien einer abgelenkten Öffentlichkeit aufs Auge zu drücken.

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9. Juni 2014 1 09 /06 /Juni /2014 00:00

Crusade-End-DEU.png Zwischen den 3 großen Jubiläen von Star Trek TNG (25 Jahre), DS9 (20 Jahre) und B5 (ebenfalls 20 Jahre) zwischen September 2012 und Feber 2013 sowie 2 weiteren, großen Science-Fiction Jubiläen 2015 und 2016 ist heuer ein ziemlich ruhiges SF-Jahr.

Zumindest ein kleines Jubiläum gibt es aber auch 2014 zu begehen:
15 Jahre "Crusade". Die Serie ist auf den Tag genau heute vor 1 1/2 Jahrzehnten am 9. Juni 1999 in den USA zum 1. Mal auf Sendung gegangen.
Crusade ist der Ableger von "Babylon 5" - dem leider ein kurzes Leben beschieden war: Nach nur 1 Staffel ist die Serie eingestellt worden.

Im deutschsprachigen Raum ist sie erst 2012 und 2013 auf dem kostenpflichtigen SyFy Channel erstausgestrahlt worden. Im Free-TV, dem nicht-kostenpflichtigen Fernsehen, ist sie bisher in Deutschland oder Österreich leider noch gar nicht gesendet worden.
Daher habe ich die Serie auch noch nicht gesehen, was ich sehr schade finde.
Hoffentlich kommt sie bald einmal auch ins freie Fernsehen bei uns!

Ebenso ist Babylon 5 seit 3 Jahren nicht mehr im deutschsprachigen Raum ausgestrahlt worden.
2013 hat der Vater der Serie, J. Michael Straczynski, sogar gesagt, dass die Serie zum damaligen Zeitpunkt in keinem einzigen Land der Erde (!) ausgestrahlt wird.
Eine Schande für so eine tolle, weil spannende und geistreiche Serie, die mit ihren dunklen Aspekten perfekt in die heutige Zeit passt.

Mini-Lichtblick:
Das kleine B5-Revival von 2007 ist am 12. Mai 2014 im Nachtprogramm (genau 4.00 Uhr) auf Kabel 1 ausgestrahlt worden.

Das genügt mir jedoch nicht:
Liebe TV-Sender in Deutschland & Österreich! Nehmt doch Babylon-5 und Crusade ins Programm.
Das sind tolle Serien die schon lange nicht mehr oder sogar noch nie bei euch gelaufen sind.
Wir intelligenten Science-Fiction Fans werden es euch danken!


P.S.: Welche 2 Jubiläen meine ich, die es nächstes und übernächstes Jahr zu feiern gilt?

  1. 2015 gibt es 20 Jahre Star Trek Voyager zu feiern
  2. Und 2016 gibt es dann das ultimative Mega-Jubiläum: 50 Jahre Star Trek "Urserie" & damit gleichzeitig auch ein halbes Jahrhundert Star Trek Universum

 

 

Update 21.08.2014:

Gute Nachrichten, die ich natürlich noch unbedingt nachreichen möchte: Babylon 5 wird seit 25. Juli 2014 wieder im deutschsprachigen Fernsehen ausgestrahlt und zwar jeweils Montag bis Freitag 16.10 und 17.10 Uhr auf Tele 5.

 

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2. Juni 2014 1 02 /06 /Juni /2014 02:05

Die EU-Wahlen 2014 sind seit gut 1 Woche geschlagen.

EU-weit haben dabei die Establishment-Parteien allesamt Stimmen und Mandate verloren. EU-Kritiker sind deutlich gestärkt worden.

 

Besonders die Wahlergebnisse in Großbritannien und Frankreich, aber auch in Griechenland werden weit reichende Folgen haben:

  • In Großbritannien hat die UKIP (United Kingdom Independence Party) die Wahl gewonnen. Hauptziel der UKIP ist der EU-Austritt.
  • In Frankreich hat die stark rechts gerichtete "Front Nationale" die Pole-Position errungen, welche ebenfalls den EU-Austritt anstrebt.
  • In Griechenland ist die links gerichtete "Syriza" stärkste Kraft geworden, welche die Sparpolitik beenden und damit die Vorgaben für die EU-Gelder missachten möchte.

Unter anderem auch in Dänemark (Folkepartie/Volkspartei), Schweden (Schwedendemokraten) und Deutschland (AfD) habe rechts der Mitte angesiedelte EU-Kritiker stark abgeschnitten.

 

In den PIIGS-Staaten (Portugal, Italien, Irland, Griechenland & Spanien) wieder haben besonders linke, EU-kritische Parteien Erfolge erzielt:

In Spanien hat neben der Linkspartei auch die neue, aus der "Puerta del Sol" Protestbewegung hervorgegangene "Podemos"-Bewegung Mandate gewonnen.

In Italien hat sich Beppe Grillos 5-Sterne/5-Stelle konsolidiert.

In Irland haben vor allem unabhängige Kandidaten zugelegt, aber auch linke.

Und in Portugal haben neben den Sozialisten & Linken auch die bürgerlichen Grünen gewonnen.

 

In Österreich dagegen hat nur die FPÖ dazu gewonnen, neue EU-kritische Listen (wie z.B. "EU-Stop" oder "Europa Anders") haben bestenfalls Achtungserfolge erzielt.

Was aber sind die Gründe dafür, dass wir in unserer Alpenrepublik so stark gegen den EU-Trend gewählt haben?

Vor allem: Warum haben wir in Österreich als eines von ganz wenigen EU-Ländern KEINE neuen Listen ins Parlament gewählt?

 

Es gibt natürlich strukturellen Gründe, die besonders mit dem Wahlrecht bzw. gesetzlichen Rahmenbedingungen für kandidierende Listen zu tun haben, welche dieses Ziel erschweren.
Die "IG Faires Wahlrecht", ein Zusammenschluss mehrerer politischer Organisationen, hat die Kritik daran und Merkmale eines fairen Wahlrechts klar formuliert.

Meine, durchaus subjektiven Gründe sind:

  • Totschweigen vieler Medien
    Obwohl sich die Situation gegenüber früheren Wahlen sicher leicht verbessert hat – NICHT-Parlamentsparteien werden nicht mehr so oft totgeschwiegen, wie früher – so kommen sie besonders in den großen Medien nur selten vor und wenn, dann auch nur kurz. Gleiches gilt für EU-kritische Position, für welche es in den meisten großen Medien ebenfalls nur wenig Platz gibt.
    Dadurch bleiben neue Listen und ihre Inhalte natürlich wenig bekannt.
  • Trägheit der meisten Österreicher
    "Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht", heißt ein altes Sprichwort.
    Und was der Österreicher nicht kennt, das wählt er nicht.
    Viele Mitbürger wählen leider das, was Papa & Mama wählen oder bleiben einfach bei dem, was sie beim ersten Mal gewählt haben.
    Oder die Gruppierungen, die möglichst oft in den großen Medien vorkommen und die man daher ohne aktives Zutun schon gut kennt.
    Weiters muss man sagen, dass es uns noch verhältnismäßig gut geht und von da her der Drang zur politischen Veränderung auch noch nicht so groß ist.
  • Veraltete, passive Konsummentalität
    Diese hängt natürlich ganz eng mit dem letzten Punkt, "Trägheit", zusammen.
    Sicher werden neue, kritische Listen in den Medien wenig und schlecht präsentiert. Und dem entsprechend lernt man diese auch nicht "von selber" kennen.
    Aber die meisten Österreicher kommen leider auch gar nicht auf die Idee, sich z.B. im Internet selbst über politische Alternativen zu informieren.
    Wer nur 3-4 Stunden Recherche investiert, der kann sich schon einen guten 1. Eindruck über neue Parteien verschaffen.
  • "Verlorene Stimme" & andere (Schein-)Vorbehalte
    Wer hat nicht schon den Spruch "Kleine Listen haben ja sowieso keine Mandatschance, darum ist eine Stimme für diese eine verlorene" gehört.
    Doch ist eine tatsächlich verlorene Stimme nicht viel eher diejenige für eine Liste, welche zwar sicher Mandate erringt, aber Inhalt vertritt, die bei einem massive Abneigung auslösen?
    Weiters ist die Wahl jeder Gruppierung natürlich immer ein Kompromiss, der nie zu 100% den eigenen (inhaltlichen) Vorstellungen entsprechen kann.
    Aber positive Inhalte, die unterstützenswert sind, sollte wohl jeder finden!

Unbedingt anmerken möchte ich aber, dass es zwar noch wenige, aber doch stetig mehr Menschen bei uns gibt, die genau so – nämlich positiv gegenüber neuen Kräften – denken.

 

Unabhängig vom Verhalten der Österreicher kommt aber jedenfalls aus Großbritannien und Frankreich massiver Druck zur Veränderung.

Vielleicht wird ja dadurch der in unserer Alpenrepublik bereits eingesetzte aber noch überschaubare Bewussteinswandel ordentlich beschleunigt.

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19. Mai 2014 1 19 /05 /Mai /2014 15:30

EU-Fragezeichen-2014.jpgNur mehr 6 Tage, dann finden die EU-Wahlen 2014 statt.

Wie schon bei den letzten Nationalratswahlen, so biete ich auch dieses Mal wieder ein kleine Link- & Infosammlung zu Parteienvergleichen und ähnlichen Diensten an.

 

So haben einerseits alle unentschlossenen Wähler die Möglichkeit, dass sie eine passende Liste für die Wahl finden.

Andererseits können alle, die eine Vor- oder (vermeintlich) endgültige Entscheidung getroffen haben, überprüfen, ob sich die Entscheidung mit den Positionen der Parteien in wichtigen Sachfragen deckt.

 

Die internationale Parteivergleichs-Seite http://parteivergleich.eu schreibt, dass sie in den nächsten 2-3 Tagen einen ausführlichen Frage-Dialog zu den Listen bei der EU-Wahl 2014 veröffentlichen will – ich hoffe, das stimmt.

 

Öneu hat zwar keinen klassischen Parteienvergleich gemacht, jedoch in der aktuellen Ausgabe ihrer Zeitung sich unter anderem mit den EU-Wahlen beschäftigt und auch eine bedingte Wahlempfehlung gegeben.

 

Obwohl es bei den heurigen wesentlich weniger Parteienvergleich & Co. gibt, als bei den Nationalratswahlen 2013, so bleiben immer noch genügend Quellen, um sich eingehend mit den Positionen der kandidierenden Listen zu einer Unzahl von Sachfragen zu beschäftigen.

 

Und wer sich wirklich zumindest den einen oder anderen Link dieses Blog-Eintrags oder auch mit Infos von anderen Quellen beschäftigt, der wird meiner Überzeugung zum Schluss kommen, dass doch nicht alle Parteien gleich sind sondern oftmals sogar sehr unterschiedliche Positionen vertreten.

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2. Mai 2014 5 02 /05 /Mai /2014 02:00

it-logo-collage-jpg.jpgBesonders Google, früher und teilweise auch heute noch Apple haben bei vielen Menschen ein positives Image.

Microsoft dagegen gilt häufig als "böse".

 

Abgesehen vom Ärger über Microsoft-Produkte, wenn diese schlecht funktionieren, hängt dieser Umstand mit Entwicklungen vor 12-15 Jahren (also ca. 1999-2002) zusammen:

Durch die – besonders im Software-Bereich – zwischenzeitlich erdrückende Dominanz vom Microsoft und die drohende Expansion Microsofts in IT-fremde Bereiche hat es nennenswerte Befürchtungen gegeben, dass Microsoft ein lebensbestimmendes Unternehmen wird, ja sogar die Weltherrschaft anstrebt.

 

Apple wiederum hat nach einem turbulenten Jahrzehnt Ende der 1990er Jahre unter Steve Jobs eine Umbruchsphase erfolgreich geschafft und dann ab den 2000er Jahren zu einem Siegeszug in vielen Bereichen des digitalen Lebens angesetzt:

Mit seinen i-Geräten (Mac, Book, Pod, Phone, Pad) haben die Kalifornier sowohl in bestehenden als auch in neuen Geschäftsfeldern reüssiert – und das zu sehr stolzen Preisen der Produkte.

 

Microsoft wird zwar immer noch von vielen Usern als unsympathisch empfunden. Doch einerseits nach kartellrechtlichen Schwierigkeiten und noch mehr durch den Siegeszug von Internet-basierten Konkurrenten (Google, Facebook, Firefox, ...) inklusive dazupassender Hardware (Smartphones, Tablets), wo Microsoft bisher nur wenig vertreten ist, haben sich die Weltherrschaftsbefürchtungen zerschlagen.

 

Apple wiederum hat seit jeher eine Fangemeinde, deren Begeisterung und fast bedingungslose Loyalität zum Unternehmen beinahe schon religiöse Dimensionen einnimmt. Doch schon an den geschlossenen Systemen von Apple, bei denen man nur Apple-spezifische Dateien (z.B. AAC beim iPod) bzw. Apps (bei iPhone & iPad) verwenden, hat Apple viel Kritik einstecken müssen.

Mitte der 2000er Jahren ist die harte Kritik dann bezüglich mangelnder ökologischer Verträglichkeit bei der Apple-Hardware weiter gegangen und hat seit 2010 in Skandalen um schlechte Arbeitsbedingungen bei Apple-Auftragsfertigern gegipfelt.

 

An Google dagegen gibt es zwar auch schon seit vielen Jahren substantielle und nicht wenig umfangreiche Kritik. Völlig im Gegensatz vor allem zu Microsoft hat diese bisher jedoch kaum einen Effekt auf die öffentliche Wahrnehmung des IT-Riesen gehabt. Google ist bisher für Dinge wie "kompetent", "freundlich" und "alles gratis" gestanden.

 

Seit 2013 jedoch ist dieser Umstand dabei sich zu ändern.

  • Begonnen mit dem Aufdecken der NSA-Totalüberwachung der Bürger – welche vorher als "Verschwörungstheorie" gegolten hat – durch Edward Snowden, sind alle großen Internet-Konzerne massiv in die Defensive geraten, allen voran natürlich die Nr. 1 Google;
    das alleine hat jedoch noch nicht zu einer substanziellen Veränderung geführt
  • Doch eine beachtlich umfangreiche mediale Thematisierung des Vordringens von Google in Lebensbereiche über die reine IT hinaus (siehe meinen letzten Blog-Eintrag), welches in letzter Konsequenz unsere Totalüberwachung ermöglichen würde, hat 2014 schon einigen Staub aufgewirbelt
  •  Zusätzlich stark angefacht ist der Diskurs über Google 2014 von einem Brief des Axel-Springer-Verlag Vorsitzenden Matthias Döpfner worden, wo der Chef von Bild-Zeitung, "Die Welt" & vielen anderen Medien sagt, dass er Angst vor Google hat
  • Im für Google sehr wichtigen Segment der Mobil-Betriebssysteme (Android) gibt es in letzter Zeit u.a. mit Firefox-OS, Sailfish-OS, Windows-Mobile & Tizen immer mehr Konkurrenz, welche auch durchaus ernst zu nehmen ist
  • Zum "Drüberstreuen" gibt es nun auch erste, ernst zu nehmende Initiativen gegen Googles Beinahe-Monopol in vielen Bereichen des Suchmaschinenmarkts: Seitens der indischen Wettbewerbshüter droht Google im zweitgrößten Land der Welt eine Milliardenstrafe

Fazit:

Auch ich mag Google grundsätzlich. Google ist kompetent und auch ich komme ohne seine Dienste nicht aus.

Eine viele Lebensbereiche umfassende Dominanz eines privaten Unternehmens, noch dazu eines amerikanischen, ist für mich wie für immer mehr Menschen allerdings inakzeptabel.

Erfreulicherweise gibt es in letzter Zeit schon eine gewisse Bewegung, die das genau so sieht und Googles immer umfassender werdende Dominanz ebenfalls nicht akzeptieren möchte.

 

Das Thema gehört jedoch noch viel mehr Menschen noch stärker bewusst gemacht als bisher.

Und es gehören auch Alternativen zu den Produkten und Diensten von Google und anderen amerikanischen IT-Riesen aufgezeigt. Denn Alternativen gibt es grundsätzlich sogar ziemlich viele.

Und genau diese Alternativen werden Thema in zukünftigen Blog-Einträgen von mir sein.

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26. April 2014 6 26 /04 /April /2014 02:00

Google - Datenkrake & Welherrschaft?Menschen, die Google nicht kennen, sind in etwa so häufig, wie Regen in der Sahara.

In der Tat ist Google nicht nur die größte sondern die wohl auch beste Suchmaschine der Welt.

 

Im Bewusstsein dieser Menschen ist der Internet-Riese eben auch nach wie vor in 1. Linie als Suchmaschine, in 2. Linie mit dem E-Mail Dienst Gmail und dem Smartphone-Betriebssystem Android präsent.

Dass aber Youtube zu Google gehört – das werden eher wenige von uns wissen.

 

Und dass Google schon seit Jahren einen massiven Expansionskurs in eine Vielzahl von anderen Bereichen der IT fährt, das wird wahrscheinlich noch weniger Leuten bewusst sein.

Eine unvollständige Aufzählung wichtiger Google-Produkte:

  • Die wahrscheinlich größte Blog-Plattform der Welt (vormals Blogspot)
  • Straßenkarten & Routenplaner (Maps)
  • Hotel- und Shopping-Verzeichnisse (Hotelfinder & Shopping)
  • Einen riesigen Onlinespeicherdienst, auf dem eine ganze Online-Office-Suite verfügbar ist (Drive)
  • Einen der größten Online-Fotoalbum-Dienste der Welt (Picasa)
  • Die wahrscheinlich weltweit am weitesten verbreitete Webstatistik-Software (Analytics)
  • Eines der größten sozialen Netzwerke der Welt (Google Plus / +)

Die komplette Liste der Google-Dienste ist in der Wikipedia aufgelistet.

 

Doch die Omnipräsenz und Weichenstellung Richtung Allmacht im klassischen Internet genügt dem blauen Internetriesen nicht. Mehr und mehr dringen die Amerikaner auch in Bereiche abseits von Computer & Smartphone vor:

Alle diese Produkte zielen auf das "Internet der Dinge" bzw. dessen Beherrschung ab.

Beim "Internet der Dinge" werden eine Vielzahl von Alltagsgeräten mit Internet-Fähigkeit ausgestattet und kommunizieren dann miteinander. Und die Geräte kommunizieren sehr oft ohne Zutun des Benutzers.

Als Paradeanwendungen werden immer wieder der selbsttätig bestellende Kühlschrank oder die individuell an die Bewohner angepasste Heizungssteuerung genannt.

 

Doch das "Internet der Dinge" dringt so weit in unseren Alltag ein, dass eine Kontrolle über dieses auch ein hohes Maß an Kontrolle über uns und unser gesamtes Leben bedeutet. Massivste Überwachungsmöglichkeiten selbstverständlich ebenfalls inbegriffen.

 

Ich persönlich finde sowohl das "Internet der Dinge" als auch die drohende Beherrschung von diesem durch Google in höchstem Maße beängstigend.

 

Fairerweise muss man auch ganz klar dazu sagen, dass Google zwar eine riesige Datenkrake ist, gleichzeitig aber auch deutlich seriöser und transparenter mit User-Daten umgeht als andere große IT-Player:

Bei Microsoft, Yahoo oder Amazon zum Beispiel kann man nicht so ohne Weiteres ansehen, welche Daten (zu letztendlich kommerziellen Zwecken) gespeichert werden und hat hier auch wenig bis keine Eingriffsmöglichkeiten. Google jedoch bietet hier einige Möglichkeiten an.

Zwischenfazit:

Google ist ein kompetentes Unternehmen, das es sehr erfolgreich schafft, Trends perfekt zu seinem Vorteil zu nutzen.

Das immer weitere Vordringen von digitaler Technik in unser Leben und die immer größer werdende Dominanz von Google bei der digitalen Technik finde ich aber erschreckend.

 

Die Staaten müssten sich dieser Dominanz bewusst werden und entsprechende Marktregulierungsmaßnahmen setzen.

Warum dieses Vorhaben bisher noch nicht gelungen ist, aber ein Umdenken bereits eingesetzt hat – damit befasse ich mich in Teil 2 meiner Blog-Serie über Google.

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Über Diesen Blog

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  • Ulrich Lintl, Jahrgang 1978, kritisch-konstruktiver Zeitgenosse, sehr an Nachhaltigkeit, Politik, Natur und Internet interessiert. Auch an Sport, Kabarett und gutem Essen. Ausserdem liegt mit regionale Kultur und Mundarten am Herzen.

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