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23. September 2014 2 23 /09 /September /2014 00:00

 

amd-intel-cpu-herbst-2014-PNG.pngNach ½ Jahr gibt es die nächste Ausgabe meiner Kaufberatungen für Desktop-PC Prozessoren.

In den letzten Monaten hat es gleich mehrere, ganz wichtige Neuerscheinungen gegeben:

  1. Die Haswell-E Oberklasse-Modelle von Intel, erstmals nicht nur mit 6 sondern sogar mit 8 Kernen
  2. Die 2. Serie der "normalen" Haswell-Modelle mit höheren Taktfrequenzen
  3. Neue Achtkern-FX-Modelle von AMD, erstmals auch in der 95-Watt-Leistungsklasse.

Und schon geht's direkt hinein in die Materie!

Bitte beachten Sie aber noch meine Hinweise am Ende der Kaufberatung.

Einsteiger

HTPC

 

Im Gegensatz zum Frühjahr empfehle ich wieder eine fix mit dem Motherboard (Hauptplatine) verlötete CPU. Eigentlich eine APU, da bereits mit integrierter Grafik.

Der zur Kabini-Familie gehörende 5000er von AMD ist stromsparend (15 Watt Klasse) und verfügt bereits über 4 Rechenkerne.

Als Prozessor, der primär für Subnotebooks & Co entwickelt worden ist, offeriert er natürlich nicht die überragende Rechenleistung, aber in seinem Segment ist er flott (vor allem die Grafikeinheit), energiesparend und günstig.

 

1) AMD A4-5000, ca. 80,- € (bereits inkl. Mainboard)

 

Einsteiger & sehr bescheidene Allrounder

 

So ein System wird für Office- und Internet-Anwendungen, einfachere Bildbearbeitung und mit leichten Abstrichen auch ältere Spiele verwendet.

Punkto Rechenleistung ist in diesem Segment der AMD A6-6400K die beste Wahl (der 6420er ist zwar minimal schneller aber noch zu teuer). Da die Ansprüche hier aber fast immer sehr gering sind, so kann man auch andere 1-Modul-APUs von AMD nehmen, wie den A4-6320 und derzeit noch mehr den 6300 (Preistipp) oder den A6-5400K (Mittelweg Preis-Leistung).

1) AMD A6-6400K,

    50-55,- €

2) AMD A4-6300,

    ca. 35,- €

3) AMD A4-6320,

    ca. 40,- €

4) AMD A6-5400K,

    ca. 45,- €

5) AMD A6-6420K,

    ca. 65,- €

 

 

Immer noch bescheidene Allrounder & Gelegenheits-Videobearbeiter

 

Wer ein paar "PS" mehr im Gehäuse haben will und vielleicht regelmäßig Videos  geringer bis mittlerer Auslösung bearbeitet, für den bietet sich ein Intel Haswell Core i3 an. Eine Quick-Sync-Einheit (für schnelle Video-Kodierung, allerdings mit leichten Abstrichen bei der Qualität) haben die Haswell i-Modelle alle. Um auf eine zusätzliche Grafikkarte verzichten zu können, rate ich zu den Modellen mit der etwas besseren, internen Grafikeinheit. 

Der 4330er hat dabei sicher noch das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis, das kann sich aber bei einer Preisreduktion der schnelleren Core i3 ändern.

 

1) Intel Core i3-4330, ca. 115,- €

2) Intel Core i3-4360, ca. 135,- €

 

Bescheidene Allrounder & bescheidene Gelegenheits-Spieler

 

Wer ebenfalls etwas mehr Rechenleistung als im absoluten Einsteiger-Segment möchte und statt regelmäßiger Video-Bearbeitung eher das eine andere ältere (mit größeren Abstrichen auch neuere) Spiel laufen lässt, für den bietet sich eine dieser 3 APUs von AMD an.

Jede von ihnen verfügt neben akzeptabler CPU-Rechenleistung auch bereits über eine ziemlich flotte, interne Grafikeinheit.

Die schnellste Grafikeinheit hat dabei der 7600er, gefolgt vom 5800er.

Der 7600er ist außerdem das mit Abstand stromsparendste Produkt (Leistungsklasse 65 Watt).

Der 6600K dagegen hat die minimal höchste CPU-Rechenleistung und kostet am wenigsten.

Wegen der besten Spiele-Leistung, der modernsten Befehlssätze und der höchsten Energieeffizienz ist für mich in dieser Klasse der 7600 1. Wahl.

 

1) AMD A8-7600,

    ca. 100,- €

2) AMD A8-6600K,

    ca. 85,- €

3) AMD A10-5800K,

    ca. 90,- €

 

Mittelklasse

Moderate Gelegenheits-Spieler

 

Wer immer wieder neuere Spiele mit größeren Abstrichen bei Auflösungen (max. 1920x1080), Details & Kantenglättung und ältere Spiele (2 Jahre oder älter) mit geringen oder keinen Abstrichen spielen möchte, für den ist eine dieser aktuellen Kaveri-APUs vom AMD sehr gut geeignet. Durch deren guten, internen Grafikeinheiten kann man sich für diesen Anwendungszweck eine zusätzliche Grafikkarte sparen.

Basis Anwendungen, wie z.B. Office und Bildbearbeitung laufen auf diesen Rechnern natürlich auch sehr gut, Video- und Audio-Bearbeitung ist auch schon solide möglich.

Der 7850er ist hier ganz klar 1. Wahl. Schnellste Grafikeinheit kombiniert mit schnellster CPU und einem offenen Multiplikator. Der offene Multi ist wichtig, um den Speicher übertakten zu können. Die interne Grafikeinheit ist so stark, dass sie auf jeden Fall 2400-MHz Dual-Rank DDR3-RAM benötigt, um ihr volles Leistungsvermögen auszuschöpfen.

Zwar etwas leistungsschwächer aber immer noch flott und nicht zuletzt auch in Bezug auf RAM (DDR3-2133 genügt) billiger ist der 7600er.

 

1) AMD A10-7850K, ca. 150,- €

2) AMD A8-7600, ca. 100,- €

 

Gehobenere Gelegenheits-Spieler

 

Wer eine Spur höhere Leistungsansprüche beim Spielen hat, auch auf höhere Details & Kantenglättung bis Full-HD-Auflösungen Wert legt, für den ist ein aktueller Core i3 von Intel mit passender Grafikkarte am besten geeignet. Bezüglich Preis-Leistungs-Verhältnis ist aktuell der 4150 für mich ganz klar 1. Wahl.

Ein solches System liefert sowohl auf der Prozessor- als auf der Grafikseite schon sehr solide Rechenleistung.

 

1) Intel Core i3-4150, ca. 105,- € (+ diskrete Grafikkarte der unteren Mittelklasse, z.B.  Nvidia GTX 750-TI)          

 

Moderate Allrounder

 

Für wen mittlere Rechenleistung bei Anwendungsprogrammen (wie Packprogrammen, Verschlüsselung, Video- und Audio-Bearbeitung) kombiniert mit akzeptablem Stromverbrauch zählt, aber vielleicht trotzdem auch das eine oder andere Spiel in Full-HD machen möchte, für den ist der AMD FX-6300 durch seine höhere CPU-Anwendungs-Leistung besser geeignet als ein Intel Core i3 – auch wenn die Intels punkto Spielleistung tendenziell etwas schneller sind als AMD.

Für diejenigen, die gar nicht spielen, dafür aber neben vernünftigem Stromverbrauch mehr Rechenleistung bei Anwendungen möchten, empfiehlt sich der neue und von der Anwendungsleistung her schnellere 8320E (ebenfalls 95-Watt-Klasse) welcher sicher noch im Preis fallen wird.

 

1) AMD FX-6300, ca. 90,- €

2) AMD FX-8320E, ca. 140,- €

(beide + diskrete Grafikkarte der unteren Mittelklasse, z.B. Nvidia GTX 750 [nicht TI])

 

Moderate Intensiv-Spieler

 

Benutzer, die oft spielen und dabei Spiele in Full-HD (1920x1080) Auflösung ohne oder mit kleinen Abstrichen punkto Details & Kantenglättung bzw. in noch höheren Auflösungen mit größeren Abstrichen genießen möchten, für die ist der 4460er von Intel derzeit das beste Produkt am Markt.

Er ist der schnellste der "kleinen" Haswell Core i5 (44X0) und kostet dabei gleich viel, wie seine minimal niedriger getakteten Brüder.

 

1) Intel Core i5-4460, 165-170,- € + diskrete Grafikkarte der oberen Mittelklasse (z.B. AMD Radeon R9 270X)

 

Anspruchsvollere Allrounder

 

Wer primär Anwendungen (Packprogramme, Verschlüsselung, Multimediabearbeitung, ...) macht, für diese "mehr Pferde" unter der Haube möchte und auch ab und zu spielen oder etwas höher aufgelöste Videos bearbeiten möchte, für den eignet sich momentan der FX-8320 am besten.

Zwar ist bei diesem der Energieverbrauch ziemlich hoch, doch eine vergleichbar hohe CPU-Rohleistung für einen so attraktiven Preis findet man aktuell weder bei einem anderen Prozessor von Intel noch von AMD.

 

1) AMD FX-8320, ca. 125,- € (+ für regelmäßige Spieler diskrete Grafikkarte der mittleren Mittelklasse, z.B. AMD Radeon R7 270 [ohne X])

 

Gehobene Klasse

Anspruchsvolle Intensiv-Spieler

 

Um auch moderne Spiele in hohen Auflösungen mit hohen bis sehr hohen Details & Kantenglättungen zu genießen, empfiehlt sich ein schneller Haswell Vierkerner von Intel.

Die 200 MHz Mehr-Takt des 4690 gegenüber dem 4590 machen das Kraut nicht sehr Fett. Nachdem sie aber auch sicher nicht schaden, so kann man die 20,- € Mehrpreis gerne investieren, wenn man will.

Wirklich schneller ist hier nur der 4790K. Neben ganzen 700 MHz (!!) Mehrtakt gegenüber dem 4590er verfügt er auch über Hyper-Threading (die Emulation der doppelten Kernanzahl), womit er auch bei CPU-intensiven Anwendungen viel schneller ist. Der Aufpreis von 140,- € ist aber natürlich happig.

 

1) Intel Core i5 4590,

    175-180,- €

2) Intel Core i5 4690,

    195-200,- €

3) Intel Core i5 4790K,

    ca. 315,- €

alle + diskrete Grafikkarte der gehobenen Klasse, z.B. Nvidia GTX 970

 

Regelmäßige Video-Bearbeiter

 

Wer die Bearbeitung von hoch auflösenden Videos als Intensiv-Hobby oder im Nebenberuf betreibt, für den macht ein Intel Core i7 der "normalen" Haswell-Serie am meisten Sinn. Diese verfügen über hohe Roh-Rechenleistung bei sehr moderatem Energiehunger.

Wer nicht auf maximale Bildqualität wert legt, der kann zusätzlich mit den Quick-Sync-Einheiten der Haswells Videos extrem schnell codieren.


Durch den deutlich höchsten Takt ist hier der 4790K die mit Abstand beste Wahl.

Der 4770er ist auf Grund seines deutlichen Mindertaktes schon ein ziemlich großer Kompromiss, den man wirklich nur dann eingehen sollte, wenn 40,- € Mehrpreis weh tun.

 

Klar leistungsschwächere (ca. auf dem Niveau des Core i5 4690 befindliche) und auch deutlich energiehungrigere, aber preislich dafür viel günstigere Alternative von AMD ist der FX-8350.

 

1) Intel Core i7 4790K,

    ca. 315,- €

2) Intel Core i7 4770,

    ca. 275-280,- €

 3) AMD FX-8350,

    ca. 160,- €

Intel CPUs optional, AMD unbedingt + diskrete Grafikkarte

 

Oberklasse & Profi-Segment

Profi-Video-Bearbeiter

 

Intensive Video-Bearbeiter, bei denen die Videos auch hohe Auflösungen haben und damit die zu bearbeitenden Datenmengen sehr hoch sind, benötigen für Top-Qualität auch sehr hohe bis extrem hohe Rechenleistung.

Daher muss es in diesem Bereich ein Sechs- oder Acht-Kern Haswell-E von Intel sein.

Auf Grund meiner Annahme, dass die meisten Benutzer bei der Videobearbeitung nicht bereit sind, für 20% Mehrleistung gut 2,5 Mal so viel Geld auszugeben, so ist meine Nummer 1 hier der 5820. Wer statt auf das Preis-Leistungs-Verhältnis auf absolute Höchstleistungen Wert legt, für den kommt aber nur der 5960er in Frage.

 

1) Intel Core i7 5820K, ca. 360,- €

2) Intel Core i7 5960X, ca. 950,- €

beide CPUs + diskrete Grafikkarte abhängig vom Aufgabenbereich

 

Rendering oder Simulationen im High-End-Bereich

 

In diesem Segment hat Intel schon seit vielen Jahren ein faktisches Monopol. Mehr noch: Seit heuer haben sie ihren Vorsprung auf AMD durch die Vorstellung des 1. "richtigen" Achtkern-Prozessors für Endkunden noch weiter vergrößert.

Vor allem dieses achtkernige Topmodell 5960X der im August 2014 eingeführten Haswell-E Prozessoren ist wirklich sehr teuer. Dafür bekommt man aber auch wirklich die höchst mögliche Rechenleistung.

Den besten Kompromiss aus sehr hoher Rechenleistung aber noch halbwegs moderatem Preis bietet jedoch der "kleinere" Sechskerner 5820K.

 

1) Intel Core i7 5960X, ca. 950,- €

2) Intel Core i7 5820K, ca. 360,- €

beide CPUs + diskrete Profi-Grafikkarte (Nvidia Quadro oder AMD Fire Pro)

Schlussworte

Zuerst möchte ich an dieser Stelle noch einmal auf meine Kauftipps von Anfang des Jahres hinweisen. Diese gelten nach wie vor.

 

In den letzten 6-7 Monaten hat es sehr viele Änderungen bei den Kaufempfehlungen gegeben. Die neu vorgestellten Produkte sind einfach attraktiver als ihre Vorgänger: Punkto Rechenleistung, punkto Energieeffizienz oder punkto Preis-Leistungsverhältnis.

So bekommt keine einzige der höher getakteten Richland-A10-APUs von AMD mehr eine Kaufempfehlung und auch nur mehr 2 Modelle der 1. Haswell-Serie von Intel.

 

Ansonsten gilt das, was auch bisher schon gegolten hat:

  • Intel dominiert in den oberen Marktsegmenten, AMD in den unteren
  • In den mittleren Segmenten ist die Kaufentscheidung eine individuelle, die sowohl mit dem Anwendungszweck als auch den persönlichen Präferenzen zusammen hängt
  • Intel hat die höhere Rechenleistung / Kern und die bessere Energieeffizienz
  • AMD hat dafür die besseren, internen Grafik-Einheiten und das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis

Ganz wichtig ist es mir, auch noch einmal eines zu betonen:

Meine Kaufberatungen sollen helfen, sich bei einer Neuanschaffung den bestmöglichen Rechner zusammenzustellen.

Keinesfalls aber sollen sie dazu animieren, einen noch sehr brauchbaren Rechner in unnötig kurzen Intervallen (unter ca. 3 Jahren) auszutauschen, um Benchmark- oder Frame-Tests zu gewinnen.

Eine CPU (bzw. das Mainboard oder sogar den ganzen Computer) aus den letzten 3-4 Jahren sollte man nur austauschen, wenn man die Rechenleistung um mindestens 1 Leistungsklasse erhöhen oder den Stromverbrauch um 1 Klasse senken will.

Und ob man das als notwendig erachtet, hängt nicht nur mit einem objektiven Bedarf, sondern auch mit der eigenen Genügsamkeit zusammen.

 

Alle Preise auf dem Stand vom 22.09.2014 und auf den österreichischen Markt bezogen.

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16. September 2014 2 16 /09 /September /2014 23:00

intel-amd-nvidia-2014.png Ich setze meinen Service fort und mache auch im 4. Quartal 2014 wieder Kaufberatungen Grafikkarten und Prozessoren für Stand-PCs.

Die neuerlichen Kaufberatungen gehören natürlich auch zu den Follow-Up-Artikeln, allerdings zu solchen, die ich bisher schon gemacht habe.

Ursprünglich hätte ich jetzt noch im September eine Grafikkarten-Kaufberatung machen wollen, da meine letzte nun schon 11 Monate zurück liegt und mir dann im Oktober oder November  die CPUs vornehmen wollen.
Nachdem aber die Vorstellung der neuen Nvidia Grafikkarten der GTX-900er Serie unmittelbar bevorstehen dürfte, so werde ich hier noch etwas zuwarten.

Dafür ziehe ich den Blog-Eintrag über die Hauptprozessoren vor und werde diesen wahrscheinlich noch im September 2014 veröffentlichen.

Für alle Computer-Freunde wird es also in Kürze wieder spannend!

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9. September 2014 2 09 /09 /September /2014 04:00

350Z-End.jpgDie bisher 6 Generationen der Nissan Z-Modelle sind der meist verkaufte Sportwagen der Welt: Über 2 Millionen Kunden weltweit haben sich einen dieser japanischen Renner gekauft.

Richtig populär sind die Zs aber nur in Japan und Nordamerika.

In Europa führen sie ein ziemliches Schattendasein.

 

Und ich muss zugeben, dass ich das verstehen kann – obwohl mir vor allem der 350Z und der 370Z mittlerweile sehr gut gefallen. Das ist bei mir allerdings erst seit knapp 10 Jahren der Fall.

Bis in die 1990er Jahre hinein habe ich auch große Vorurteile gegenüber asiatischen Autos gehabt. Abgesehen von der, außer Streit stehenden, hohen Zuverlässigkeit der Japaner waren das für mich den Europäern unterlegene Autos, die nur über geringeren Preis oder bessere Ausstattung punkten haben können.

Von lobenden Aussagen meiner Mitmenschen über japanische Autos war ich irritiert. Was an einen Honda Accord, an einem Mitsubishi Galant oder einem Toyota Camry so toll sein soll habe ich nicht verstanden.

 

Doch bin ich durch diese Aussagen längerfristig hellhörig geworden. Und nach zahlreichen Rennsporterfolgen, vor allem in der Rallye-WM durch Toyota und Mitsubishi, und durch einen tollen Sportwagen wie den Honda NSX hat bei mir langsam ein Umdenken eingesetzt.

 

Entscheidend zu meinem Meinungswechsel haben aber dann die Nissan-Sportwagen 350Z und (Skyline) GTR beigetragen:

Ansprechende Optik, richtig gute Technik (auch im Vergleich zu den Europäern), fantastischer Motorsound und ein sehr moderater Preis sind Argumente für die Nissans, die man nicht wegwischen kann.

 

Dazu kommt noch eine große Tradition:

Das 1. Modell, der Datsun 240Z (bzw. 240 Fairlady), ist bereits 1969 vorgestellt worden. Vom 240er habe ich als Kind sogar ein Spielzeugauto gehabt und diesen in einem Herbie-Film in Aktion gesehen.

 

nissan-370-Z-End.jpgDas neueste Modell 370Z bekommt auch von Experten durch die Bank gute Kritiken:

Wenn er sich auch punkto Fahrdynamik häufig manchen Mitbewerbern aus Europa knapp geschlagen geben muss, so bekommt er immer gute Bewertungen und überzeugt als reinrassiger Sportwagen.

Der Motorsound, vor allem des 350Z, begeistert ebenso.

Und vom Preisleistungsverhältnis sind die Nissan Z praktisch unschlagbar.

 

Ich habe definitiv nicht vor, mir einen Sportwagen zu kaufen. Dazu bin ich 1) zu vernünftig und 2) zu knapp bei Kasse. Aber wenn ich mir einen Sportwagen kaufe, dann wohl einen Nissan Z.

Nicht zuletzt deshalb, weil er ein Understatement-Auto ist und – trotzdem weit billiger als Mitbewerber – das seltenere und damit exklusivere Fahrzeug ist.

 

Hoffentlich bekomme ich einmal die Gelegenheit zu einer Probefahrt mit einem 370er, am besten natürlich auf einer Rennstrecke!

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8. September 2014 1 08 /09 /September /2014 00:00

Vor allem das Frühjahr 2014 war eine sehr passive Phase für mich als Blogger. Auch über den Sommer habe ich es etwas ruhiger angehene lassen. Das ändert sich aber jetzt wieder.

 

In den nächsten Monaten wird es neben Blog-Einträgen zu interessanten Themen, die mir "unter kommen" auch Follow-Up Einträge zu vorhandenen Posts geben.

 

Ich hoffe, dass ich es auch zeitlich schaffe, zum Thema ethischen Konsum und Marketing Artikel zu verfassen.

 

Meine Leser dürfen jedenfalls gespannt sein.

 

Noch eine interessante Info zum Schluss:

Nachdem sich seit 1 Jahr die Einträge zum britischen Klassik-Pop-Duo "Jonathan und Charlotte" zum großen Renner entwickelt haben und auch meine IT-Kaufberatung gewohnt gut gelaufen sind, so ist seit Ende August 2014 erstmalig ein politischer Artikel länger als 1 Woche der meist gelesene meines Blogs: Ukraine: Dichtung, Wahrheit und Glaubwürdigkeit von Massenmedien.

Die Ukraine-Krise und die höchst zweifelhaften Positionen der Establishment-Politik und der Massenmedien im Westen sind auch ein Thema, über das sich möglichst viele Menschen im klaren werden sollten.

Ziel von uns Europäern muss Friede sein - mit Russland ebenso wie mit anderen Staaten.

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7. September 2014 7 07 /09 /September /2014 11:15

vishera-1.jpg

Wirklich gerechnet habe ich mit neuen FX-Prozessoren nicht mehr. Viele weitere PC-Fans ebenso wenig. Dass es jetzt doch "neue" Prozessoren gibt, ist eine mittelgroße Überraschung.

Im Gegensatz ursprünglichen Plänen AMDs aus dem Jahr 2012, dass man 2013 eine leicht überarbeitete Prozessor-Architektur in seinen Vishera FX-CPUs einsetzen wird, ist die Architektur die selbe.

 

Die effektiven Verbesserungen sind daher auch sehr überschaubar:

  • Der FX-8370 ist das neue Topmodell der Baureihe und verfügt gegenüber dem Vorgänger 8350 um einen minimalst gesteigerten Takt (4,0-4,3 GHz versus 4,0-4,2 GHz).
  • Die Modelle FX-8370-E und FX-8320-E sind dagegen eine neue Unterversion der Prozessors. Während alle bisherigen 4-Moduler AMDs eine maximale Verlustleistung von 125 Watt gehabt haben (so wie auch der "normale" 8370er), so haben die E-Modelle 95 Watt Verlustleistung.
    Der 8370-E hat einen Takt von 3,3-4,3 GHz, der 8320-E von 3,2-4,0 GHz.

Alle 3 Modelle sind definitiv ein Schritt in die richtige Richtung und daher zu begrüßen.

Die Unterschiede sind bei diesen, besonders beim Topmodell, dem 8370er (ohne E) etwas größer, als vom Papier ersichtlich:

  • Der FX-8370 rechnet zwar, ausgehend von ersten Tests, 2% schneller als der FX-8350. Dieser minimale Steigerung ist in der Praxis zwar ziemlich irrelevant, allerdings benötigt das neue Modell trotz höheren Takts etwas weniger Strom.
  • Besonders der FX-8370-E mit seinen 95 Watt Verlustleistung eröffnet einige, neue Möglichkeiten für AMD-Fans. Besitzer von AMD-Fans mit kleinen Gehäusen und/oder schwachen Netzteilen oder auch Stromspar-Freunde haben nun erstmals die Möglichkeit, einen neuen oder auch bestehenden PC mit einer sparsamen CPU auszustatten die über 4 Module bzw. 8 Integer-Kernen verfügt.
    Und ausgehend von ersten Tests so verbraucht diese wirklich deutlich weniger Strom und erreicht eine solide Rechenleistung.

Ich finde es aber bedauerlich, dass die Kalifornier kein neues Stepping der Vishera-Prozessoren (Vishera ist der Codename für die aktuellen FX-Prozis) gebracht haben.

"Stepping" bedeutet eine neue Version eines Prozessors innerhalb eine Prozessorgeneration. Effektiv also eine minimale, physische Verbesserung eines Chips.

 

Mit einem neuen Stepping, dem von AMD implizit selbst angekündigten "Vishera 2.0" hätte es meiner Einschätzung bei allen CPUs der gesamten Modellpalette rund doppelt so große Leistungssteigerungen gegeben wie der 8370 gegenüber dem 8350 erzielt hat. Und auch der Energieverbrauch wäre weiter reduziert worden.

 

Die 2014 vorgestellten – und von mir als solche bezeichneten – Vishera 1.5 Prozessoren sind aber allemal besser als die Vishera 1.0 von 2012 und 2013.

 

Gegen die aktuellen Haswell-Prozessoren von Intel hat AMD punkto Rechenleistung pro Kern und Energieeffizienz sowieso keine Chance.

Dafür haben AMD Prozessoren meistens mehr Kerne und sie verfügen über das deutlich bessere Preis-Leistungs-Verhältnis.

 

Nachdem schon vor der Veröffentlichungen der neuen Produkte Preissenkungen für "Altware" angekündigt worden sind, so werden AMD CPUs preislich auch weiterhin attraktiv bleiben.

Und sie werden entsprechend auch in meiner nächsten Prozessor-Kaufberatung Berücksichtigung finden.

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27. August 2014 3 27 /08 /August /2014 19:30

satire-seiten-collage-jpg

Satire mag ich sehr gerne. Den ernsten Seiten des Lebens von hinten herum lustige Aspekte abzugewinnen macht nicht nur Spaß, es bringt die Menschen auch viel eher zum Nachdenken über Missstände, als die frontale Wahrheit.

Letztes Jahr habe ich ja selber schon einen kleinen Testballon gestartet und einen Satire-Artikel über Edward Snowden und Wladimir Putin geschrieben. Ansonsten überlasse ich das aber doch eher den Leuten, für die das Tagesgeschäft ist.

Und welche sind das?
Für mich am öftesten "Die Weltpresse", "Die Tagespresse" und "Der Postillon". "Der Postillion" gilt auch als eine Art Ur-Mutter der deutschsprachigen Satire-Webseiten.
Seltener aber auch regelmäßig amüsiere ich mich auch über Artikel von "Neue Rheinpresse".
Artikel von anderen Seiten schaffen es nur sporadisch zu mir durchzudringen – was aber keinesfalls heißt, dass diese nicht auch gute Satire machen.

Ein Blogger-Kollege hat nun eine Auflistung der besten Satire-Seiten gemacht, der ich nichts mehr hinzuzufügen habe.
Viel Spaß und gute Unterhaltung – aber hoffentlich auch ein bisschen Nachdenken!

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11. August 2014 1 11 /08 /August /2014 18:55

fida-2014-feuer-1-mid.jpgDie "Aktion Feuer in den Alpen" hat im Alpenraum schon viel Tradition: 2014 sind zum 26. Mal am 2. August-Samstag im gesamten Alpenraum Mahnfeuer für den Erhalt des Natur- und Kulturraumes der Alpen entzunden worden.

 

Auch in Wien hat diese tolle Aktion jetzt schon eine gewisse Tradition: Zum heuer 4. Mal haben in der österreichischen Bundeshauptstadt Aktivisten der "Plattform Direkte Demokratie" (DEM) ein Mahnfeuer gemacht.

 

Im Schatten des blutigen Konflikts in der Ukraine ist ihr Feuer ist dabei ganz im Zeichen des Friedens gestanden. Und das Feuer ist eine sehr deutliche Aufforderung an die Politiker in der EU, ganz besonders im neutralen Österreich, dass sie endlich den Feindbildaufbau von Russland stoppen und mit ganzer Kraft für eine friedliche Lösung des Konflikts eintreten.

 

Update 25.08.2017:

Alle Jahre wieder brennt das Feuer in den Alpen in Wien, auch 2017. In keinem Jahr zuvor bisher allerdings für so ein entscheidendes Thema wie heuer:

Meinungsfreiheit.

Den Bericht über dieses so wichtige Mahnfeuer gibt hier.

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28. Juni 2014 6 28 /06 /Juni /2014 02:00

wm-2014-zwischenfazit-jpgZwischen dem Ende der Vorrunde und dem Beginn der K.O.-Phase der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 ist der ideale Zeitpunkt für eine Zwischenbilanz.

 

Zuerst ein paar Worte zu den Zusammenhängen zwischen der WM und der Politik in Brasilien:

Es stimmt teilweise natürlich, dass viele Brasilianer "angefressen" auf ihre Regierung sind, weil sie viel Geld in teure Stadien steckt und andere Bereiche (z.B. Bildung oder Gesundheit) dadurch zu kurz kommen.

Allerdings richtet sich die Kritik gar nicht so sehr gegen die WM an sich, sondern besonders an das WIE in der Umsetzung:

  • Z.B. gibt es massive Korruptionsvorwürfe gegen Politiker und Unternehmen, die Stadien oder Infrastruktur im Lande gebaut haben; und mir erscheinen diese Vorwürfe auch sehr glaubwürdig
  • Auch die Private-Public-Partnerships stören zahlreiche Brasilianer; durch diese erfolgt die Finanzierung von Stadien durch Private, diese sind danach aber langfristig die Betreiber und lukriieren die Einnahmen;
    dadurch ist es für arme Kicker aus den Favelas nicht mehr möglich, gratis z.B. im Maracana-Stadion zu trainieren – was vorher eine Selbstverständlichkeit war
  • Allerdings haben die Kritiker die WM bisher schon geschickt als Bühne für ihren Protest genutzt; z.B. der Indianer-Bub bei der Eröffnung der auf die Benachteiligung seines Volkes durch den Staat hingewiesen hat

Kommen wir jetzt zum sportlichen Teil:

Die Tradition, dass Südamerika bei einer Fußball-WM ein guter Boden für amerikanische, besonders für südamerikanische Mannschaften ist, hat sich auch 2014 fortgesetzt.

Es stehen 9 amerikanische Mannschaften im Achteilfinale, das sind 3 mehr als die 6 Mannschaften aus Europa.

 

Natürlich hat es in der Vorrunde auch schon einige Überraschungen gegeben:

  • Im negativen Sinn ist die größte sicher das klare Ausscheiden des regierenden Welt- und Europameisters Spanien gewesen
  • Und im positiven Sinn für mich die Mexikaner, die eine überzeugende Vorrunde gespielt haben und für mich sogar ein Geheimfavorit auf den Titel sind

Jeder Fußball-Fan ist jetzt natürlich gespannt, wer den Titel holt.

Ich habe mir die Statistiken angeschaut und dabei folgendes fest gestellt:

  1. Bei WMs in Südamerika hat nicht nur immer eine südamerikanische Mannschaft den Titel geholt, es waren auch immer 2 Südamerikaner im Semi-Finale
  2. Bei allen Weltmeisterschaften, die auf einem Kontinent statt gefunden haben, der am Pazifik liegt, haben Südamerikaner gewonnen

Auch wenn es natürlich grundsätzlich sein kann, dass diese Regel heuer durchbrochen wird, so glaube ich daran, dass sie auch 2014 wieder zutrifft.

Mein Gefühl sagt mir, dass es heuer Argentinien schafft. So wie 1986 mit einem überragenden Einzelkönner (damals Maradona, heuer Messi) und so wie 1990 spielerisch enttäuschend aber trotzdem mit guten Ergebnissen.

Brasilien könnte es, wie schon einige starke Veranstalterländer (wie Italien 1990 & Deutschland 2006), auf Platz 3 schaffen.

Mexiko und Deutschland könnten es zumindest ins Halbfinale schaffen.

 

In jedem Fall hoffe ich 2 Dinge:

  1. Dass die Fußball-Spiele so offensiv, torreich und spannend weiter gehen, wie in der Vorrunde
  2. Dass die WM nicht von den Politikern – v.a. in Europa und den USA – dazu genutzt wird, um irgendwelche Schweinereien einer abgelenkten Öffentlichkeit aufs Auge zu drücken.

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9. Juni 2014 1 09 /06 /Juni /2014 00:00

Crusade-End-DEU.png Zwischen den 3 großen Jubiläen von Star Trek TNG (25 Jahre), DS9 (20 Jahre) und B5 (ebenfalls 20 Jahre) zwischen September 2012 und Feber 2013 sowie 2 weiteren, großen Science-Fiction Jubiläen 2015 und 2016 ist heuer ein ziemlich ruhiges SF-Jahr.

Zumindest ein kleines Jubiläum gibt es aber auch 2014 zu begehen:
15 Jahre "Crusade". Die Serie ist auf den Tag genau heute vor 1 1/2 Jahrzehnten am 9. Juni 1999 in den USA zum 1. Mal auf Sendung gegangen.
Crusade ist der Ableger von "Babylon 5" - dem leider ein kurzes Leben beschieden war: Nach nur 1 Staffel ist die Serie eingestellt worden.

Im deutschsprachigen Raum ist sie erst 2012 und 2013 auf dem kostenpflichtigen SyFy Channel erstausgestrahlt worden. Im Free-TV, dem nicht-kostenpflichtigen Fernsehen, ist sie bisher in Deutschland oder Österreich leider noch gar nicht gesendet worden.
Daher habe ich die Serie auch noch nicht gesehen, was ich sehr schade finde.
Hoffentlich kommt sie bald einmal auch ins freie Fernsehen bei uns!

Ebenso ist Babylon 5 seit 3 Jahren nicht mehr im deutschsprachigen Raum ausgestrahlt worden.
2013 hat der Vater der Serie, J. Michael Straczynski, sogar gesagt, dass die Serie zum damaligen Zeitpunkt in keinem einzigen Land der Erde (!) ausgestrahlt wird.
Eine Schande für so eine tolle, weil spannende und geistreiche Serie, die mit ihren dunklen Aspekten perfekt in die heutige Zeit passt.

Mini-Lichtblick:
Das kleine B5-Revival von 2007 ist am 12. Mai 2014 im Nachtprogramm (genau 4.00 Uhr) auf Kabel 1 ausgestrahlt worden.

Das genügt mir jedoch nicht:
Liebe TV-Sender in Deutschland & Österreich! Nehmt doch Babylon-5 und Crusade ins Programm.
Das sind tolle Serien die schon lange nicht mehr oder sogar noch nie bei euch gelaufen sind.
Wir intelligenten Science-Fiction Fans werden es euch danken!


P.S.: Welche 2 Jubiläen meine ich, die es nächstes und übernächstes Jahr zu feiern gilt?

  1. 2015 gibt es 20 Jahre Star Trek Voyager zu feiern
  2. Und 2016 gibt es dann das ultimative Mega-Jubiläum: 50 Jahre Star Trek "Urserie" & damit gleichzeitig auch ein halbes Jahrhundert Star Trek Universum

 

 

Update 21.08.2014:

Gute Nachrichten, die ich natürlich noch unbedingt nachreichen möchte: Babylon 5 wird seit 25. Juli 2014 wieder im deutschsprachigen Fernsehen ausgestrahlt und zwar jeweils Montag bis Freitag 16.10 und 17.10 Uhr auf Tele 5.

 

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Published by kritisch-konstruktiv - in Unterhaltung
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2. Juni 2014 1 02 /06 /Juni /2014 02:05

Die EU-Wahlen 2014 sind seit gut 1 Woche geschlagen.

EU-weit haben dabei die Establishment-Parteien allesamt Stimmen und Mandate verloren. EU-Kritiker sind deutlich gestärkt worden.

 

Besonders die Wahlergebnisse in Großbritannien und Frankreich, aber auch in Griechenland werden weit reichende Folgen haben:

  • In Großbritannien hat die UKIP (United Kingdom Independence Party) die Wahl gewonnen. Hauptziel der UKIP ist der EU-Austritt.
  • In Frankreich hat die stark rechts gerichtete "Front Nationale" die Pole-Position errungen, welche ebenfalls den EU-Austritt anstrebt.
  • In Griechenland ist die links gerichtete "Syriza" stärkste Kraft geworden, welche die Sparpolitik beenden und damit die Vorgaben für die EU-Gelder missachten möchte.

Unter anderem auch in Dänemark (Folkepartie/Volkspartei), Schweden (Schwedendemokraten) und Deutschland (AfD) habe rechts der Mitte angesiedelte EU-Kritiker stark abgeschnitten.

 

In den PIIGS-Staaten (Portugal, Italien, Irland, Griechenland & Spanien) wieder haben besonders linke, EU-kritische Parteien Erfolge erzielt:

In Spanien hat neben der Linkspartei auch die neue, aus der "Puerta del Sol" Protestbewegung hervorgegangene "Podemos"-Bewegung Mandate gewonnen.

In Italien hat sich Beppe Grillos 5-Sterne/5-Stelle konsolidiert.

In Irland haben vor allem unabhängige Kandidaten zugelegt, aber auch linke.

Und in Portugal haben neben den Sozialisten & Linken auch die bürgerlichen Grünen gewonnen.

 

In Österreich dagegen hat nur die FPÖ dazu gewonnen, neue EU-kritische Listen (wie z.B. "EU-Stop" oder "Europa Anders") haben bestenfalls Achtungserfolge erzielt.

Was aber sind die Gründe dafür, dass wir in unserer Alpenrepublik so stark gegen den EU-Trend gewählt haben?

Vor allem: Warum haben wir in Österreich als eines von ganz wenigen EU-Ländern KEINE neuen Listen ins Parlament gewählt?

 

Es gibt natürlich strukturellen Gründe, die besonders mit dem Wahlrecht bzw. gesetzlichen Rahmenbedingungen für kandidierende Listen zu tun haben, welche dieses Ziel erschweren.
Die "IG Faires Wahlrecht", ein Zusammenschluss mehrerer politischer Organisationen, hat die Kritik daran und Merkmale eines fairen Wahlrechts klar formuliert.

Meine, durchaus subjektiven Gründe sind:

  • Totschweigen vieler Medien
    Obwohl sich die Situation gegenüber früheren Wahlen sicher leicht verbessert hat – NICHT-Parlamentsparteien werden nicht mehr so oft totgeschwiegen, wie früher – so kommen sie besonders in den großen Medien nur selten vor und wenn, dann auch nur kurz. Gleiches gilt für EU-kritische Position, für welche es in den meisten großen Medien ebenfalls nur wenig Platz gibt.
    Dadurch bleiben neue Listen und ihre Inhalte natürlich wenig bekannt.
  • Trägheit der meisten Österreicher
    "Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht", heißt ein altes Sprichwort.
    Und was der Österreicher nicht kennt, das wählt er nicht.
    Viele Mitbürger wählen leider das, was Papa & Mama wählen oder bleiben einfach bei dem, was sie beim ersten Mal gewählt haben.
    Oder die Gruppierungen, die möglichst oft in den großen Medien vorkommen und die man daher ohne aktives Zutun schon gut kennt.
    Weiters muss man sagen, dass es uns noch verhältnismäßig gut geht und von da her der Drang zur politischen Veränderung auch noch nicht so groß ist.
  • Veraltete, passive Konsummentalität
    Diese hängt natürlich ganz eng mit dem letzten Punkt, "Trägheit", zusammen.
    Sicher werden neue, kritische Listen in den Medien wenig und schlecht präsentiert. Und dem entsprechend lernt man diese auch nicht "von selber" kennen.
    Aber die meisten Österreicher kommen leider auch gar nicht auf die Idee, sich z.B. im Internet selbst über politische Alternativen zu informieren.
    Wer nur 3-4 Stunden Recherche investiert, der kann sich schon einen guten 1. Eindruck über neue Parteien verschaffen.
  • "Verlorene Stimme" & andere (Schein-)Vorbehalte
    Wer hat nicht schon den Spruch "Kleine Listen haben ja sowieso keine Mandatschance, darum ist eine Stimme für diese eine verlorene" gehört.
    Doch ist eine tatsächlich verlorene Stimme nicht viel eher diejenige für eine Liste, welche zwar sicher Mandate erringt, aber Inhalt vertritt, die bei einem massive Abneigung auslösen?
    Weiters ist die Wahl jeder Gruppierung natürlich immer ein Kompromiss, der nie zu 100% den eigenen (inhaltlichen) Vorstellungen entsprechen kann.
    Aber positive Inhalte, die unterstützenswert sind, sollte wohl jeder finden!

Unbedingt anmerken möchte ich aber, dass es zwar noch wenige, aber doch stetig mehr Menschen bei uns gibt, die genau so – nämlich positiv gegenüber neuen Kräften – denken.

 

Unabhängig vom Verhalten der Österreicher kommt aber jedenfalls aus Großbritannien und Frankreich massiver Druck zur Veränderung.

Vielleicht wird ja dadurch der in unserer Alpenrepublik bereits eingesetzte aber noch überschaubare Bewussteinswandel ordentlich beschleunigt.

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  • Ulrich Lintl, Jahrgang 1978, kritisch-konstruktiver Zeitgenosse, sehr an Nachhaltigkeit, Politik, Natur und Internet interessiert. Auch an Sport, Kabarett und gutem Essen. Ausserdem liegt mit regionale Kultur und Mundarten am Herzen.

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