Kritisch-konstruktiv ist mein Blog, in dem ich über Gott und die Welt schreibe. Von Computer und Internet über Sport, Unterhaltung bis hin zu Politik und Nachhaltigkeit.
Lang, lang ist's her: Yahoo war um die Jahrtausendwende das größte Internet-Suchportal der Welt. Trotzdem Yahoo in den letzten Wochen mit der Meldung für Aufsehen gesorgt hat, dass es in den USA im Juli 2013 erstmals seit Jahren wieder Google bei den Besuchern überholt hat, so ist Yahoo in den letzten 10 Jahren weiter hinter Google zurückgefallen.
In den letzten Monaten haben zusätzlich noch die Enthüllungen von Edward Snowden über das weltweite Ausspionieren von Benutzern durch die NSA, welche Vollzugriff auf die Daten aller großen US-Internetunternehmen hat, Google, Microsoft, Yahoo und Co. in ein schlechtes Licht gerückt - und das völlig zu Recht.
Trotzdem ist es schade dass Yahoo so wenig verwendet wird. Denn es ist nie gut, wenn es in einem Markt einen Monopolisten gibt - und in Europa ist Google mit Marktanteilen von rund 90% ein extremer Monopolist.
Yahoo hat 2004 eine eigene Österreich-Version seines Suchportales gestartet. Und ich kann sagen, dass dieses Portal gut ist. Nicht so gut wie Google aber gut und auf jeden Fall die einzige wirkliche Alternative zum Marktführer:
Websuche, Nachrichtensuche, Video- und Bildersuche - alles da. Und eben auf Österreich bezogen.
Völlig unverständlich ist aber, dass Yahoo sein eigenes Produkt scheinbar möglichst effektiv vor den Benutzern verstecken möchte:
Ich habe das Thema ja schon 2012 behandelt und einen Brief an den damaligen Yahoo-CEO Scott Thompson geschrieben. Ich weiß nicht woran es gelegen ist - vielleicht war Scott Thompson damals schon mehr mit den Problemen um seinen Lebenslauf, welche zum Ausscheiden von Yahoo geführt haben beschäftigt - aber leider ist mein Hinweis damals versandet.
Ich bin jetzt optimistisch und glaube einmal nicht, dass Yahoo vorsätzlich seine Österreich-Suche versteckt. Allerdings haben die 3 genannten Punkte eine fatale Öffentlichkeitswirkung. So, als ob ein Autohersteller die Zündung versteckt, damit der Fahrer das Auto nicht anstarten kann.
Ich hoffe, dass Yahoo dieses Thema jetzt endlich anpackt und die Österreich-Suche gut zugänglich macht und sogar noch in der öffentlichen Kommunikation forciert.
Nicht nur, dass das für das Unternehmen eine Chance ist, Marktanteile zu gewinnen, so haben es sich auch die - in diesem Fall primär die österreichischen - Benutzer verdient, eine gute Google-Alternative zu haben.