Kritisch-konstruktiv ist mein Blog, in dem ich über Gott und die Welt schreibe. Von Computer und Internet über Sport, Unterhaltung bis hin zu Politik und Nachhaltigkeit.
Vor rund 4 Jahren, 2013, bin ich über das junge, britische Popera-Duo „Jonathan & Charlotte“ (das sind Jonathan Antoine und Charlotte Jaconelli) gestolpert. Kurz darauf habe ich einen Blog-Eintrag über sie geschrieben.
1 Jahr später, 2014, hat sich das Duo dann getrennt, worüber ich wieder einen Post geschrieben habe.
Beide Blog-Einträge sind große Renner geworden, besonders derjenige über die Trennung von Jonathan und Charlotte. Damals habe ich auch noch eine CD-Kritik versprochen – und dieses Versprechen löse ich jetzt auch ein.
Wer die beiden nicht kennt, sollte sich in den Blog-Einträgen über sie schlau machen. Hier nur so viel: Vor allem Jonathan hat eine unfassbar gute Stimme und als Duo haben die beiden Casting-Show-Geschichte geschrieben, weil sie sich auch in schwierigen Situationen treu geblieben sind.
„Together“ ist die 1. CD des Duos „Jonathan & Charlotte“, das die beiden Künstler 2012, im selben Jahr ihres Durchbruchs bei „Britain's Got Talent“ veröffentlicht haben.
Anschließend an die erfolgreichen Lieder, die sie bei dieser Casting-Show höchst erfolgreich vorgetragen haben, singen sie fast alles auf italienisch.
Und bei der Mehrheit der Lieder handelt es sich um „italianisierte“ und „verklassikte“ Cover-Versionen erfolgeicher Pop-Songs.
Ich gehe die einzelnen Titel in der Reihenfolge auf der CD einzeln durch:
The Prayer
„DER“ Klassiker von Jonathan und Charlotte, mit dem sie beim Vorsingen ihren Durchbruch geschafft und im Finale der Show den 2. Platz gewonnen haben.
Schönes Lied in einer sehr gelungenen Version. Die Stimmen der beiden passen einfach sehr gut für dieses Lied.
Der i-Tupfen ist die gesangliche Unterstützung des Männerchors „Only boys a loud“, die bei „Britain's Got Talent“ 2012 hinter den beiden Platz 3 belegt haben.
Caruso
Für mich das beste Lied der beiden. Kompositorisch sehr gut und Jonathan und Charlotte wie auf den Leib geschrieben. Da laufen beide für sich zur Höchstform auf und harmonieren auch noch hervorragend.
Vero Amore (Cover von Elton John's „Your Song“)
Handwerklich ebenfalls sehr gut, Sir Elton's Original gefällt mir aber klar besser.
Ave Maria
Ein Klassiker der klassischen Musik. Musikalisch sehr gut dargeboten von den beiden, vor allem von Jonathan, das Arrangement für mich aber leicht überladen.
Forse (Unintended-Cover von Muse)
Die in meinen Augen (bzw. Ohren) mit Abstand beste Cover-Version des Albums. Und nicht nur das: „Forse“ gefällt mir sogar noch besser als das Muse-Original.
Il mondo nostro („Rule the World“ Cover von „Take That“)
Für mich weniger gelungen, trotz der gut eingesetzten Stimmen.
Canto della Terra
Schon ein Klassiker der modernen Klassik. Und aus meiner Sicht die beste Version dieses Lieds, die ich kenne, sogar noch ein bisschen besser als von Andrea Bocelli.
Ognuno Soffer (Cover von „Everybody Hurts“ von R.E.M)
Gefällt mir recht gut, finde eine „Verklassikung“ hier passend und von J. Und C. gut umgesetzt.
Chi Mai Vivrà Per Sempre (Queen-Cover von „Who Wants To Live Forever“ aus Highlander)
Sehe ich sehr ähnlich wie das R.E.M-Cover, ziemlich gut, auch deshalb weil für eine Verklassikung gut geeignet.
La Prima Volta („The First Time Ever I Saw Your Face“, Cover von Roberta Flack)
Für mich das schwächste Lied auf der CD. Hat mir aber auch beim Cover von Celine Dion nicht besser gefallen, ja sogar schon vom Original her nicht. Da haben weder Jonathan und Charlotte, noch Celine Dion dieses Lied mehr besser machen können.
Es muss jedem, der sich die CD anhört klar sein, dass er italienischen Gesang ebenso gerne mögen muss, wie moderne Klassik, speziell „Verklassikungen“ bekannter Pop-Lieder.
Wenn dem aber so ist, dann ist „Together“ von meiner Seite her eine lupenreine Empfehlung.