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Kritisch-konstruktiv ist mein Blog, in dem ich über Gott und die Welt schreibe. Von Computer und Internet über Sport, Unterhaltung bis hin zu Politik und Nachhaltigkeit.

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Google – Teil 1: Oberdatenkrake & Weltherrscher?

Google - Datenkrake & Welherrschaft?Menschen, die Google nicht kennen, sind in etwa so häufig, wie Regen in der Sahara.

In der Tat ist Google nicht nur die größte sondern die wohl auch beste Suchmaschine der Welt.

 

Im Bewusstsein dieser Menschen ist der Internet-Riese eben auch nach wie vor in 1. Linie als Suchmaschine, in 2. Linie mit dem E-Mail Dienst Gmail und dem Smartphone-Betriebssystem Android präsent.

Dass aber Youtube zu Google gehört – das werden eher wenige von uns wissen.

 

Und dass Google schon seit Jahren einen massiven Expansionskurs in eine Vielzahl von anderen Bereichen der IT fährt, das wird wahrscheinlich noch weniger Leuten bewusst sein.

Eine unvollständige Aufzählung wichtiger Google-Produkte:

  • Die wahrscheinlich größte Blog-Plattform der Welt (vormals Blogspot)
  • Straßenkarten & Routenplaner (Maps)
  • Hotel- und Shopping-Verzeichnisse (Hotelfinder & Shopping)
  • Einen riesigen Onlinespeicherdienst, auf dem eine ganze Online-Office-Suite verfügbar ist (Drive)
  • Einen der größten Online-Fotoalbum-Dienste der Welt (Picasa)
  • Die wahrscheinlich weltweit am weitesten verbreitete Webstatistik-Software (Analytics)
  • Eines der größten sozialen Netzwerke der Welt (Google Plus / +)

Die komplette Liste der Google-Dienste ist in der Wikipedia aufgelistet.

 

Doch die Omnipräsenz und Weichenstellung Richtung Allmacht im klassischen Internet genügt dem blauen Internetriesen nicht. Mehr und mehr dringen die Amerikaner auch in Bereiche abseits von Computer & Smartphone vor:

Alle diese Produkte zielen auf das "Internet der Dinge" bzw. dessen Beherrschung ab.

Beim "Internet der Dinge" werden eine Vielzahl von Alltagsgeräten mit Internet-Fähigkeit ausgestattet und kommunizieren dann miteinander. Und die Geräte kommunizieren sehr oft ohne Zutun des Benutzers.

Als Paradeanwendungen werden immer wieder der selbsttätig bestellende Kühlschrank oder die individuell an die Bewohner angepasste Heizungssteuerung genannt.

 

Doch das "Internet der Dinge" dringt so weit in unseren Alltag ein, dass eine Kontrolle über dieses auch ein hohes Maß an Kontrolle über uns und unser gesamtes Leben bedeutet. Massivste Überwachungsmöglichkeiten selbstverständlich ebenfalls inbegriffen.

 

Ich persönlich finde sowohl das "Internet der Dinge" als auch die drohende Beherrschung von diesem durch Google in höchstem Maße beängstigend.

 

Fairerweise muss man auch ganz klar dazu sagen, dass Google zwar eine riesige Datenkrake ist, gleichzeitig aber auch deutlich seriöser und transparenter mit User-Daten umgeht als andere große IT-Player:

Bei Microsoft, Yahoo oder Amazon zum Beispiel kann man nicht so ohne Weiteres ansehen, welche Daten (zu letztendlich kommerziellen Zwecken) gespeichert werden und hat hier auch wenig bis keine Eingriffsmöglichkeiten. Google jedoch bietet hier einige Möglichkeiten an.

Zwischenfazit:

Google ist ein kompetentes Unternehmen, das es sehr erfolgreich schafft, Trends perfekt zu seinem Vorteil zu nutzen.

Das immer weitere Vordringen von digitaler Technik in unser Leben und die immer größer werdende Dominanz von Google bei der digitalen Technik finde ich aber erschreckend.

 

Die Staaten müssten sich dieser Dominanz bewusst werden und entsprechende Marktregulierungsmaßnahmen setzen.

Warum dieses Vorhaben bisher noch nicht gelungen ist, aber ein Umdenken bereits eingesetzt hat – damit befasse ich mich in Teil 2 meiner Blog-Serie über Google.

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C
Sehr gerne, ja so ist es leider.<br /> Ich suche immer nach Alternative, vor allem nach Suchmaschinen, die nicht mit Google zusammen arbeiten, und sich nicht haben kaufen lassen, aber das ist wirklich schwer.<br /> <br /> Wenn du gute Alternativen gefunden hast, kannst du mir ja Bescheid geben, denn sonnst bekomme ich es vermutlich nicht mit.<br /> <br /> LG an dich<br /> und eine gute Woche wünsche ich dir<br /> Conchi
C
Das ist ein sehr interessanter, und gut geschriebener Eintrag!<br /> Ich finde, dass die meisten Menschen viel zu unbedacht<br /> mit ihren Daten umgehen, und sich gar nicht darüber Bewusst sind,<br /> was die vielen Massendatenspeicherungen bedeuten.<br /> <br /> Ich vergleiche es oft mit dem realen Leben, in dem die Menschen schließlich auch<br /> nicht mit Schildern herum laufen, auf denen sie alle ihre persönlichen Daten Preis geben.<br /> <br /> Und jemand, den man nach dem Weg, oder nach etwas anderem fragt,<br /> speichert auch nicht alles, was ich wissen wollte, oder fragt mich sogar,<br /> wer ich bin, wo ich wohne, usw. Im Internet wird hingegen alles,<br /> was die Menschen über sich selbst veröffentlichen, oder was sie tun,<br /> zu kommerziellen Zwecken genutzt, auch wenn die besagten Personen<br /> überhaupt nicht damit einverstanden sind, oder es sogar gar nicht bemerken.<br /> <br /> Aber solange sich die meisten Menschen keine Gedanken darüber<br /> machen, wird sich an diesen Missständen bestimmt nichts ändern.
K
<br /> <br /> Vielen Dank für das Lob!<br /> <br /> <br /> Ich kann nur zustimmen:<br /> Das Bewusstsein für die Wichtigkeit der Online-Daten fehlt den meisten Menschen immer noch.<br /> Bei ihren Offline-Daten würden sie solche Undinge nicht akzeptieren.<br /> <br /> <br /> Ich und auch andere Leute werden aber in nächster Zeit auch nach der Kritik Alternativen zu vielen kommerziellen IT-Diensten aufzeigen, angefangen bei den Suchmaschinen.<br /> Hoffentlich werden dieses dann auch fleissig von den Menschen genutzt.<br /> <br /> <br /> <br />