Kritisch-konstruktiv ist mein Blog, in dem ich über Gott und die Welt schreibe. Von Computer und Internet über Sport, Unterhaltung bis hin zu Politik und Nachhaltigkeit.

Am 28. September 1987 ist die 1. Folge von „Star Trek – The next generation“ (TNG), im deutschsprachigen Raum „Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert“ genannt, zum 1. Mal in den USA auf Sendung gegangen. Rund 21 Jahre nach dem ursprünglichen Raumschiff Enterprise haben deren Nachfolger das Kommando im Star-Trek-Universum übernommen.
Und dieses Ereignis ist jetzt bereits fast unglaubliche 25 Jahre her.
Ich muss gestehen, dass ich ein Science-Fiction Fan bin. Besonders das Star-Trek Universum finde ich sehr spannend. Die ersten Folgen vom neuen Raumschiff Enterprise habe ich ungefähr 1990 im Sommerurlaub bei meiner Tante gesehen. Damals haben meine Eltern noch kein Satelliten-Fernsehen gehabt. Richtig losgegangen ist es mit der Serie für mich dann 1994.
Die „Next Generation“ ist für mich die beste aller Star-Trek Serien. Und sie war es auch, die das popkulturelle Phänomen „Star-Trek“ in den 1990er Jahren zum Höhepunkt des Erfolges geführt und ihm den Weg ins 21. Jahrhundert geebnet hat.
Auf der faszinierenden Bühne des Weltraums zeigt Star-Trek Charaktere, die spannende Abenteuer mit einer Prise Humor erleben und dabei für Frieden und Fortschritt eintreten.
Die Next Generation steht darüber hinaus aber auch für hohen Anspruch:
Den Anspruch, dass gesellschaftliche, wissenschaftliche und politische Fragen immer nach besten Kräften unter höchsten moralischen Überlegungen behandelt werden.
Ganz besonders Captain Picard steht für diesen Weg. Ein Schulkollege hat mir in den 1990er Jahren gesagt, dass Picard für ihn wie eine moralische Autorität ist.
Neben dem Captain sticht Data aus dem Ensemble heraus. Der Androide, der gerne menschlich sein möchte, ist großer Sympathieträger und genialer Wunderwuzzi.
Auch Commander Riker hat mit seiner recht lockeren Art viele gute Momente.
Mit Deanna Troi, Dr. Crusher, Geordi LaForge und Worf ergibt das ein tolles Schauspieler-Ensemble.
Ein weiterer Erfolgsbaustein ist der große Pool an gut ausgearbeiteten, wiederkehrenden Nebencharakteren. Und diese sind nicht nur von guten sondern oft auch von bekannten Schauspielern verkörpert worden. Ein Filmstar wie Whoopi Goldberg stellt sich sicher nicht jeder Serie für eine Nebenrolle zur Verfügung.
Ein sehr hohes Niveau bei Masken, Spezial-Effekten und Drehbüchern vervollständigt das Erfolgs-Grundrezept.
Man muss aber auch dazu sagen, dass sich die Serie erst entwickeln hat müssen:
Die 1. Staffel hat in fast allen Bereichen nur ein mäßiges Niveau erreicht. Die Serie war zu sehr ein „Aufguss“ der alten Serie und hat zu wenig eigenen Charakter gehabt.
Mit der 2. Staffel hat sich das schon verbessert und ab der 3. Staffel ist die neue Enterprise zu Hochform aufgelaufen.
Die Beliebtheit von TNG im Fernsehen hat Star Trek in den 1990er Jahren auf den Höhepunkt des Erfolgs geführt: Neben der TV-Fortsetzung mit gleich 2 weiteren Serien („Deep Space Nine“ und „Voyager“) ist die neue Enterprise von 1994 bis 2002 auch auf der Kinoleinwand weiter geflogen.
In den 2000er Jahren war es dann aber mit den großen Erfolgen sowohl von der „Next Generation“ als auch von Star-Trek an sich vorbei.
Der 2009er Star-Trek Film mit neuem Kirk und neuem Spock hat allerdings wieder viele Menschen angesprochen. Er spielt in einem komplett eigenen Universum und zusätzlich noch rund 100 Jahre vor der Next Generation.
10 Jahre nach dem letzten Ausflug des neuen Raumschiffs Enterprise und 13 bzw. 11 Jahre nach dem Ende von „Deep Space Nine“ bzw. „Voyager“ wäre es aus meiner Sicht wieder höchste Zeit, dass die Abenteuer dieser Zeitlinie im Fernsehen ihre Fortsetzung finden.
Um die Star-Trek Idee nicht zu „verheizen“ schwebt mir hier allerdings keine neue Serie, sondern 2-teilige, jeweils 90-minütige Fernseh-Specials vor, die alljährlich ausgestrahlt werden.
Dabei können dann alt bekannte Charaktere sowohl von TNG, DS9 und VOY mitspielen, natürlich aber auch neue Figuren.
Als Titel dafür wäre „Star Trek – 25th Century“ perfekt.
So sehr ich Star-Trek mag, es mich unterhält und zum Nachdenken anregt, so muss ich eine Sache aber auch ganz deutlich hervorheben:
Star-Trek und Science-Fiction allgemein ist nicht die Realität, es ist eine Scheinwelt.
Und niemand soll sich durch die Flucht in eine Scheinwelt der Realität entziehen.
Wir leben in turbulenten Zeiten, wo viele Gefahren drohen: Finanzkrise, Umweltprobleme, immer stärkere anti-demokratische Tendenzen.
Und wenn es jemals eine positive Zukunft, ähnlich wie jene auf dem neuen Raumschiff Enterprise geben soll, dann müssen wir uns alle privat aber auch politisch-gesellschaftlich engagieren.
In diesem Sinne: „Energie“ – für die nächsten 25 Jahre.
Letzte Woche hat Star Trek: The next Generation ihr 30 jähriges Jubiläum gefeiert. Und nicht nur ich, sondern viele Menschen finde die Serie nach wie vor großartig!
Für mich war das Jubiläum ein sehr guter Anlass, um mich mit der TNG wieder ausführlich zu beschäftigten.
Das habe ich getan mit: