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31. Oktober 2012 3 31 /10 /Oktober /2012 21:45

Update 23.09.2014:

Diese Kaufberatung ist in der Zwischenzeit schon veraltet – ganz normal in der schnellebigen IT-Welt. Ich verfasse jedoch regelmäßig neue Versionen, die aktuellste CPU-Kaufberatung gilt für den Herbst 2014.

 

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Die CPU, der Hauptprozessor, ist das Herz des Computers. Egal ob Stand-PC, Notebook, Netbook oder Tablet: Sie alle benötigen einen.

Die CPU ist natürlich nur 1 Komponente. Für einen ganzen PC sind zahlreiche weitere Komponenten nötig, auf die ich hier nicht eingehen kann.

Seit rund 15 Jahren wird der Markt für PC-Prozessoren von 2 Herstellern dominiert: Dem „Goliath“ Intel und dem „David“ AMD.

 

Die wichtigsten Eckpunkte zu beiden Herstellern:

  •  Seit Einführung der Core 2 Duo Baureihe 2006 liegt Intel von der reinen Prozessor-Leistung (pro Kern) klar voran.
  • Intel CPUs sind wesentlich energieeffizienter als diejenigen vom AMD.
  • Dafür bieten AMD-Prozessoren ein besseres Preis-Leistungsverhältnis
  • AMD verbaut oft  CPUs mit mehr Kernen.
  • Weiters werden seit ca. 2010 auch GPUs, die Grafikprozessoren, direkt in die Hauptprozessoren integriert. Und bei den GPUs liegt AMD klar vor Intel.
  • Intel bietet allerdings mit „Quick-Sync“ einen extrem schnellen Hardware-Algorithmus zur Video-Bearbeitung. Quick-Sync ist in den Ivy-Bridge CPUs nochmals deutlich verbessert worden.

AMD nennt die Kombination aus CPU und GPU in 1 Prozessor übrigens APU (Accellerated Processing Unit).

 

Nachdem die Software-Entwickler nach und nach ihre Programme immer weiter für CPUs mit mehreren Kernen optimieren, so wird seit Kurzem auch die GPU für die Verrichtung allgemeiner Rechenaufgaben genutzt.

 

Nun zum wahrscheinlich spannendsten Teil meines Blog-Eintrags, zum Kauf welcher Produkte für welchen Anwendungszweck ich rate:

Einsteiger

HTPC

Ein Home-Theatre-PC dient als Multimedia-Zentrale im Haus. Er fungiert als Stereo-Anlage, Video-Rekorder, DVD-/Blue-Ray-Player und noch mehr.

--> AMD E-350 oder E-450, bereits inkl. Mainboard 95-125,- €

 

PC als bessere Schreibmaschine:

Für Benutzer, die primär nur einfache Anwendungen, wie Office-Anwendungen (Word, Excel, …), E-Mails und Internet nutzen, genügt eine CPU der Sub-Mittelklasse mit integrierter Grafikeinheit.

--> AMD A4-3400, ab gut 46,- €

 

Ein bisschen mehr als Office-Anwendungen:

Wer darüber hinaus noch regelmäßig seine Fotos bearbeiten, ressourcenschonende Spiele spielen und gelegentlich kleine Videos bearbeiten möchte:

--> AMD A6-5400K, ab ca. 65, €

 

Gelegenheits-Videobearbeitung und sonst überall ein bisschen mehr:

Wer generell etwas „mehr Dampf“ möchte und regelmäßig Videos mittlerer Auslösung bearbeitet:

--> Intel Core i3 3225, ab ca. 120,- €

Mittelklasse

Moderate Gelegenheits-Spieler

Wer regelmäßig ältere Spiele (2 Jahre oder älter) oder neuere Spiele bei geringen Details / Auflösungen spielen möchte:

--> AMD A8 oder A10 APU, 90-115,- €

 

Anspruchsvollere Gelegenheits-Spieler

Wer regelmäßig neuere Spiele auch mit mittleren Details / Auflösungen spielen möchte

--> Intel Core i3 3220, ca. 110,- € + diskrete Grafikkarte der mittleren Mittelklasse (siehe Hintergrund-Infos Grafikkarten Markt & Kaufberatung Grafikkarten)

 

Bescheidenere Intensiv-Spieler:

Wer den PC hauptsächlich für Spiele nutzt, entsprechend gute Leistung möchte, aber nicht auf absolute Höchstleistungen (bei Auflösungen und Details) Wert legt:

--> Intel Core i5 3470, ca. 175,- € + diskrete Grafikkarte der oberen Mittelklasse

 

Anspruchsvolle Intensiv-Spieler:

Wer auch moderne Spiele in hohen Auflösungen mit hohen Details spielen möchte:

--> Intel Core i5 3570, ca. 190,- € + diskrete Grafikkarte der gehobenen Klasse

 

Regelmäßige-Video-Bearbeitung

Wer regelmäßig aber nicht hauptsächlich Videos mit großen Datenmengen und hohen Auflösungen bearbeitet:

--> Intel Core i5 3570K, ca. 205,- € (+ optional diskrete Grafikkarte)

 

Produktiv-Allrounder

Diese Gruppe ist schwierig zu definieren. Neben Office-Anwendungen liegt der Fokus hier vor allem auf Simulationen, wissenschaftlichen Berechnungen, Datenkompression oder Verschlüsselung, wie sie v.a. im universitären Bereich gefragt sind. Auch Spiele und Video-Bearbeitung wären von der Rechenleistung her schon gut möglich. Entscheidend ist hier ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bei vernünftiger Energie-Effizienz.

--> AMD FX-6300, ca. 130,- €

Oberklasse & Profi-Segment

Profi-Video-Bearbeitung

Wer intensiv Videos mit großen Datenmengen und hohen Auflösungen bearbeitet und das vielleicht hauptberuflich:

--> Intel Core i7 3770K, ca. 305,- € (+ optional diskrete Grafikkarte)


Rendering oder Simulationen im High-End-Bereich

Simulationen oder Rendering-Anwendungen gehören zu den rechenintensivsten überhaupt. Hier ist wirklich die maximale Rechenleistung gefragt. Diese bietet momentan nur Intel.

--> Intel Core i7 3930K, ca. 530,- € plus Grafikkarte der gehobenen oder Ober-Klasse

 

Rendering oder Simulationen im Mid-End-Bereich

Wenn bei Simulationen oder Rendering-Anwendungen hohe, aber nicht absolut höchste Leistung gefragt ist bzw. man sich diese nicht leisten kann, dann ist ein AMD 8-Kerner eine passende Wahl mit starkem Preis-Leistungs-Verhältnis aber hohem Energie-Verbrauch.

--> AMD FX-8350, ca. 190,- € plus Grafikkarte der gehobenen Klasse

Fazit:

  • In den unteren Leistungsklassen ist eher AMD zu empfehlen, in den höheren eher Intel. Gerade im mittleren Segment ist die Wahl aber sehr stark auch eine Frage des persönlichen Geschmacks.
  • Bei meinen Kaufempfehlungen handelt es sich durch die Bank um aktuelle Prozessoren.
  • Die Intel Ivy-Bridge Prozessoren sind äußerst energieeffizient
  • Bei AMD empfehle ich primär die APUs (mit integrierter Grafik-Einheit.
    AMDs aktuelle CPUs (ohne Grafik) halte ich bis auf wenige Ausnahmen für nicht empfehlenswert.

Alle angeführten Daten gelten für den österreichischen Markt, Stand 31.10.2012.

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27. Oktober 2012 6 27 /10 /Oktober /2012 21:00

1 Jahr nach Vorstellung der Bulldozer-CPUs und 1 ¼ Jahre nach Rory Reads Amtsantritt als AMD-Chef gehört einmal eine umfassende Manöver-Kritik über AMDs Status Quo gemacht.

 

Die Bilanz fällt aus meiner Sicht durchwachsen aus, es gibt aber auch Gründe zur Hoffnung.

Server

AMD hat zuletzt hohe Verluste zu verzeichnen gehabt. Hauptgrund dafür war ein massiver Geschäftseinbruch im Server-Markt. Und der hängt wohl wesentlich damit zusammen, dass seit Erscheinen von Intels neuen Xeon-Server-Prozessoren auf Sandy-Bridge Basis AMD nicht mehr konkurrenzfähig ist – AMDs Bulldozer-Opterons haben seitdem in fast jeder Disziplin das Nachsehen.

 

Noch im November 2012 plant AMD allerdings die Einführung der nächsten Opteron Generation mit Piledriver-Kernen. 2013 sollen Energiespar-Server mit hauseigenen Kabini- und evtl. auch mit ARM-Prozessoren folgen. Eingesetzt werden diese dann auch in den – nach der Übernahme im Sommer 2012 – hauseigenen Sea-Micro-Servern.

Damit besteht zumindest die Chance auf eine Markt-Konsolidierung.

Desktop

Ähnlich sieht die Situation auch im Desktop-Segment der gehobenen Endanwendern aus: AMDs Bulldozer-basierte FX-CPUs sind gegen Intels Core i5 und i7 CPUs nur selten konkurrenzfähig.

AMD hat durch eine sehr aggressive Preisgestaltung – erfolgreich – Schadensbegrenzung betrieben. Doch nur durch eine höhere technische Konkurrenzfähigkeit kann AMD wieder auf die Erfolgsspur kommen.

Die gerade eben, Ende Oktober 2012, eingeführten FX-CPUs mit Piledriver-Prozessor-Kernen sind mit Sicherheit ein Schritt nach vorne. AMD hat hier gutes „Hardware-Bugfixing“ betrieben – die Bulldozer-Schwächen sind aber grundsätzlich immer noch vorhanden.

 

In anderen Marktsegmenten sieht es für die Texaner dann wesentlich besser auch:

  •  In der Endanwender-Mittelklasse tritt AMD 2012 sowohl im Desktop- als auch im Mobil-Bereich mit A-Serie APUs der Llano und Trinity-Serien an. Eine APU beinhaltet sowohl einen Hauptprozessor (CPU) als auch einen Grafikprozessor (GPU) auf 1 Chip.
    Je nach Anwendungszweck ist dabei Intel oder AMD im Vorteil: Intel hat die höhere CPU-Leistung, AMD die höhere GPU-Leistung.
    Im Durchschnitt aller Anwendung ist AMD gegenüber Intels Core i3 CPUs der Sandy- und Ivy-Bridge-Serien auf Augenhöhe.
  • Und im Einsteiger-Segment, bei Netbooks, Subnotebooks und spartanischen Desktop-Systemen, dominiert AMD mit den Ontario (C-Serie) und Zacate (E-Serie) APUs den Markt und hat Intels Atom-Prozessoren weitgehend verdrängt.
    2013 folgt dann mit Kabini die 2. Generation der E-Serie APUs, von der ein 25-prozentiger Performance-Schub zu erwarten ist. Trotz eines ähnlichen Leistungssprungs bei Intels neuer Atom-Generation wird sich am Kräfteverhältnis im Einsteiger-Segment 2013 wohl wenig ändern.

Auch wenn die Verkaufrückgänge im Desktop-Bereich teilweise auf den stagnierenden PC-Markt zurückzuführen sind, so hat AMD hier allerdings einen schweren Fehler gemacht:

 

Die Nicht-Einführung eines Phenom III Prozessors auf Llano Basis.

 

Gerade bei Spielen haben die Bulldozer-FX-Prozessoren gegenüber ihren Vorgängern ziemlich enttäuscht. Bis zum Erscheinen des FX-8350 war der „Phenom II X4 980BE“ bei der Mehrzahl an Titeln AMDs schnellste Spiele-CPU.

 

Ein „Phenom III X4 1000“ mit 4 Stars/K10.6 Kernen, 8 MB Level-3-Cache und 4 GHz Takt-Frequenz wäre AMDs mit Abstand schnellste Spiele-CPU gewesen – und hätte mit Sicherheit viele Spieler auch 2012 zum Kauf einer AMD CPU bewogen.

AMD hätte auf diese Art sowohl etwas für den Umsatz als auch fürs Image tun können.

Grafikkarten

Bei den Grafikkarten hat AMD sehr viel richtig gemacht.

Der technische Fortschritt der HD 7000 Baureihe ist nur zu einem kleinen Teil in höhere Rechenleistung geflossen, der überwiegende Teil in höhere Energieeffizienz. Gut so!

AMD optimiert seine 7000er Grafikkarten – im Gegensatz zu Nvidia – nicht voll auf Spiele, sondern auf Allround-Eigenschaften.

Die Bildqualität ist praktisch gleich gut wie beim Haupt-Mitbewerber, das Preis-Leistungsverhältnis deutlich besser.

Einzig die Leistung-pro-Watt ist ein Schwachpunkt der AMD-Karten, ganz besonders bei den im Sommer nachgeschobenen OC-Varianten.

Personalfluktuation

Diese war seit Rory Reads Amtsantritt wirklich extrem hoch: Praktisch das gesamte Management ist ausgetauscht worden.

Trotzdem namhafte Leute geholt worden sind, sehe ich das doch negativ. Neben den Abgängen von wirklich zentralen Entwicklern mitsamt ihrer Unternehmenserfahrung sticht dabei  der Abschied von Finanzchef und Interims-CEO Thomas Seifert negativ hervor.

Ausblick

Das schwache Jahr 2012 hängt wie ein Damokles-Schwert über AMDs Zukunft. Durch die fehlenden Erlöse von gestern fehlen heute Investitionen für morgen.

Technisch hat AMD 2013 aber mehrere äußerst viel versprechende Entwicklungen in petto:

Die hoch moderne 2. Generation der E-Serie APUs (Codename: Kabini), die wahrscheinlich evolutionär überarbeiteten Radeon HD-8000 Grafikkarten und die 3. Generationen von A-Serie APUs und von FX-Serie CPUs mit stark verbesserten Steamroller-Kernen.

 

Steamroller ist gleichzeitig der 1. Schritt für HSA (Heterogeneous System Architecture), die Voll-Integration von CPU und GPU – auch verschiedener Hersteller – in eine Gesamt-Recheneinheit. Und die besonderen Fähigkeiten dieser Prozessoren sollen von zukünftiger Software nochmals wesentlich besser unterstützt werden.

 

Schlusssatz:

AMD hat Zukunftspotential. Die größte Frage für mich ist eher die, ob es eigenständig überleben kann oder übernommen wird.

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14. Oktober 2012 7 14 /10 /Oktober /2012 20:20

Ergänzend zu meiner konkreten Kaufberatung liefere ich, wie versprochen, Hintergrundinfos zum Grafikkartenmarkt im Herbst 2012.

AMD und Nvidia

Am Grafikkarten-Massenmarkt gibt es ja seit nun rund 10 Jahren nur mehr 2 Anbieter, die eine Rolle spielen:  Nvidia und AMD (bis 2006 ATI).

Ich kann auch gleich vorweg nehmen, dass beide Anbieter hochwertige Produkte anbieten und man beim Kauf eine gute Karte bekommt.

 

Im Laufe des Jahres 2012 haben beide Hersteller ihre neuen Grafikchips im 28nm Verfahren vorgestellt, welche weniger Strom verbrauchen als ihre Vorgänger im 40nm Verfahren.

Auch über den moderneren Fertigungs-Prozess hinaus haben sowohl AMD als auch Nvidia ihre aktuellen Grafikchips deutlich mehr auf Energie-Effizienz getrimmt – was ich sehr erfreulich finde!

 

Weiters setzen beide Hersteller nun auch Hardware-Video-Enkoder ein, welche die Video-Bearbeitung deutlich beschleunigen können. Bei AMD wird das als VCE bezeichnet, bei Nvidia als NVEnc

 

Abgesehen von der unterschiedlichen Leistungsfähigkeit von Grafikkarten unterschiedlicher Klassen so gibt es aber dennoch einige, wichtige Unterschiede zwischen AMD und Nvidia:

  • Nvidia optimiert seine Karten eher für Spieler
  • AMD optimiert seine Karten eher für Allrounder
  • AMD bietet das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Nvidia baut die energieeffizienteren Grafikkarten

Chips von AMD & Nvidia, Karten von Dritt-Herstellern

Neulinge werden wahrscheinlich noch nicht wissen, dass AMD und Nvidia die Chips für Grafikkarten herstellen, die meisten Grafikkarten aber von Dritt-Herstellern stammen.

Diese variieren die Referenz-Designs der Chip-Hersteller und bauen sehr vielfältige Varianten von ein und derselben Grund-Grafikkarte.

 

Die häufigsten Änderungen erfolgen bei einer Erhöhung der Taktfrequenz von Grafik-Chip und Speicher, bei der Verwendung anderer (leistungsfähigerer oder leiserer) Lüfterräder oder auch beim Einsatz von passiven (statt aktiven) Kühlungen.

 

Im engen Zusammenhang mit den Kühlsystem steht auch das Lautstärke-Niveau von Grafikkarten. Da es einfach zu viele Dritt-Hersteller und Lüfter-Systeme gibt, so gehe ich darauf in meiner Abhandlung nicht ein. Es gibt hier aber sehr große Unterschiede und jeder, der eine leise Grafikkarte möchte, sollte sich damit intensiv beschäftigen.

 

Dritthersteller, die sowohl AMD als auch Nvidia Chips verarbeiten sind z.B. Asus, Club 3D, Gigabyte oder MSI. Hersteller, die nur Chips von 1 Anbieter verbauen, gibt es noch wesentlich mehr.

Welche Aufgaben für welche Leistungsklasse?

Das ist vor allem bei Spielen wesentlich, hier daher eine kurze Übersicht:

  • 1280p bei mittleren, 1600p bei niedrigen Details & Effekten --> Sub-Mittelklasse oder interne Grafikeinheiten (mind. 4-Kern APU von AMD der A8 oder A10 Serie)
  • 1280p bei hohen, 1600p bei mittleren Details & Effekten --> Untere Mittelklasse
  • 1600p bei mittleren bis hohen, 1920p bei niedrigen Details & Effekten --> Mittlere Mittelklasse
  • 1600p bei hohen, 1920p bei mittleren Details & Effekten --> Obere Mittelklasse
  • 1920p bei mittleren bis hohen, 2500p bei niedrigen Details & Effekten --> Gehobene Klasse

1600p heißt eine Bildschirm-Auflösung im 1600er Pixel-Bereich, z.B. 1680x1050 Pixel.

Einsteiger-Grafikkarten verschwinden langsam

Ein allgemeiner Markt-Trend ist das langsame Auslaufen von Einsteiger-Grafikkarten.

Für die AMD Radeon HD 6450 und die Nvidia GT 430 gibt es keine Nachfolger-Chips – allerdings hat Nvidia alten Chips als Radeon GT 610, 620 und 630 ein neues Etikett aufgeklebt.

 

Diese sind bei Neuanschaffungen auch gar nicht mehr notwendig. Denn die in Prozessoren von Intel und AMD integrierten Grafikeinheiten verfügen schon jetzt über eine vergleichbare oder sogar höhere Rechenleistung als diese Einsteiger-Produkte.

Ich schätze daher, dass Einsteiger-Karten in den nächsten 2 Jahren vom Markt weitgehend verschwinden werden.

Ausblick 2013

Anfang 2013 plant AMD bereits den Start der Radeon HD 8000er Serie.

Nvidia wird etwas später seine GT/GTX 700er Serie vorstellen.

Beide Hersteller werden ihre Chips wieder in 28nm Bauweise fertigen, auch bei der Chip-Architektur ist ein evolutionäres Vorgehen zu erwarten.

Wir dürfen gespannt sein auf die nächste Runde im engen Langzeit-Duell der Grafikkarten-Hersteller.

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14. Oktober 2012 7 14 /10 /Oktober /2012 17:30

Update 07.11.2014:
Diese Kaufberatung ist nach über 2 Jahren natürlich schon stark veraltet. Es gibt aber eine neue im Oktober 2014, wo ich aktuelle Grafikkarten empfehle.

 

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Vor rund ½ Jahr habe ich in meinem Blog eine recht umfangreiche Grafikkarten-Kaufberatung verfasst.

Da der IT-Markt allgemein schnelllebig ist und in den letzten Monaten wirklich sehr viele Karten der aktuellen Generation auf den Markt gekommen sind, ist es jetzt höchste Zeit für eine Fortsetzung.

 

Zusätzlich zur Kaufberatung bringe ich gleich auch noch einen weiteren Blog-Eintrag mit interessanten Hintergrund-Infos zum aktuellen Grafikkarten-Markt.

 

Alle hier enthaltenen Daten beziehen sich auf den österreichischen Markt mit Stand 14.10.2012.

Doch jetzt zur konkreten, in Kategorien gegliederten Kaufberatung:

Sub-Mittelklasse

1) AMD Radeon HD 6670

2) Nvidia GT 640

 

Die unterste Kategorie, ab der die Anschaffung einer separaten Grafikkarte für mich Sinn macht, ist aktuell die „Sub-Mittelklasse“ – wie ich sie bezeichne.

Trotzdem die GT 640 bereits 28-nm Chips verwendet und damit energiesparender als die HD 6670 ist, so empfehle ich auf Grund des deutlich niedrigeren Preises (60,- € versus 80,- €) die AMD Karte.

Untere Mittelklasse

1) AMD Radeon HD 7750

2) Nvidia GTX 650

 

Leistungsmäßig herrscht sowohl bei Spielen als auch bei GPGPU-Anwendungen praktisch Gleichstand.

AMDs 7750er ist allerdings 15,- bis 20,- € günstiger als Nvidias 650er.

Bzw. bekommt man um dasselbe Geld wie eine aktiv gekühlte GTX 650 auch schon eine passiv (ohne Lüfter) gekühlte HD 7750.

Mittlere Mittelklasse

1) Nvidia GTX 650 TI

2) AMD Radeon HD 7770

 

Bei Spielen liegt die GTX 650 TI eindeutig vor, bei GPGPU Anwendungen im Durchschnitt knapp hinter der HD 7770. In der Gesamtleistung hat die 650 TI daher die Nase vorne.

Die Nvidia Karte benötigt dabei auch noch eindeutig weniger Strom als ihr AMD Pendant.

Einziger Haken: Die 650 TI kostet um rund 30,- € mehr.

Wer auf Leistung und/oder Energie-Effizienz setzt, der greift also zur Nvidia.

Wer weniger Geld ausgeben möchte, der greift zur AMD.

Obere Mittelklasse

1) AMD Radeon HD 7850

2) Nvidia GTX 660

 

 

Die schnellere Karte in dieser Kategorie stammt – wie so oft – wieder von Nvidia.

Punkto Gesamtleistung ist die GTX 660 rund 10% schneller als die Radeon HD 7850, bei Spielen sogar noch etwas mehr.

Dafür kostet sie aber auch 40-55,- € bzw. 25-30% mehr.

Die 7850er hat ein weit besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als ihre direkte Nvidia-Konkurrentin, ja sie kostet nur 15-20,- € mehr als die 1 Klasse darunter angesiedelte Nvidia GTX 650 TI.

Gehobene Klasse

1) Nvidia GTX 660 TI

2) AMD Radeon HD 7870

3) Nvidia GTX 670

4) AMD Radeon HD 7950

 

 

Weil es hier 4 verschiedene Karten zu bewerten gilt, beschreibe ich Leistung, Preis und Allrounder-Qualitäten separat.

 

Leistung:

Die leistungsfähigste Karte ist die Nvidia GTX 670, gefolgt von der AMD Radeon HD 7950. Außerdem ist die Nvidia Karte noch energieeffizienter als die AMD.

Leistungsmäßig recht knapp hinter der 7950er liegt die Nvidia GTX 660 TI. Das klare, aber nichts desto trotz immer noch potente Schlusslicht ist die AMD Radeon 7870.

 

Preis:

Hier ist die Reihenfolge genau umgekehrt zur Leistung.

AMDs Radeon HD 7870 kostet mit Abstand am wenigsten, gefolgt von Nvidias GTX 660 TI und der Radeon HD 7950. Die mit Abstand teuerste Karte ist die GTX 670.

 

Effizienz und Allrounder-Qualitäten:

Den besten Kompromiss aus Leistung, Preis und Energieeffizienz schafft die GTX 660 TI. Sie ist fast genau so schnell viel wie eine Radeon HD 7950, kostet etwas weniger und verbraucht dabei weniger Strom.

 

Für die Radeon HD 7950 sehe ich keine klare Stärke, sie wird zwischen den anderen 3 Karten etwas „aufgerieben“.

Oberklasse

Der Vollständigkeit möchte ich auch noch erwähnen, dass es in der Oberklasse von Nvidia die GTX 680 & 690 und von AMD die Radeon HD 7970 gibt.

Alle Karten haben eine sehr hohe Rechenleistung, sie kosten jedoch eine ordentliche Stange Geld und sie haben (trotz in der aktuellen Generation verbesserten Effizienz) einen horrend hohen Stromverbrauch.

 

Daher gibt es in dieser Kategorie von mir nicht nur keine Bewertung sondern die Empfehlung, sich keine solche Karte anzuschaffen.

Spielen in 1600er-Auflösungen ist mit Grafikkarten in Kategorien darunter voll möglich, spielen in 1900er-Auflösungen mit geringen Abstrichen ebenso, spielen in 2500er Auflösungen halte ich für unnötig.

 

Und Profis, die eine High-End-Grafikkarte z.B. für Video-Bearbeitung, Rendering oder Simulationen wirklich benötigen, finden ein Angebot an entsprechenden Profi-Grafikkarten, wie AMDs Fire-Pro und Nvidias Quadro-Serie, vor.

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14. Juni 2012 4 14 /06 /Juni /2012 01:50

Intel ist schon seit gut 3 Jahrzehnten der führende Prozessor-Hersteller für Mikro-Computer und darüber hinaus auch bereits jahrelang der größte Halbleiter-Hersteller der Welt.

 

Seit Intel mit der Einführung der Core 2 Prozessoren 2006 wieder die Leistungskrone von AMD zurück erobert hat, geht es bis heute kontinuierlich bergauf.

Positives

Die 2011 eingeführte Sandy-Bridge Prozessorfamilie war ein absoluter Meilenstein:

Sehr leistungsfähige CPU-Einheit, hohe Energieeffizienz, erstmals brauchbare interne Grafikeinheit und natürlich auch die bahnbrechende Quick-Sync Hardware-Video-Encodierung, die die Videobearbeitung massiv beschleunigt hat.

 

2012 hat Intel mit der Ivy-Bridge Prozessorfamilie eine sehr gelungene Evolutionsstufe gebracht: Die Rechenleistung aller Teil-Einheiten ist gegenüber der Sandy-Bridge leicht gesteigert, die Energieeffizienz deutlich verbessert worden.

 

Weiters hat Intel im Mai 2012 auch noch verkündet, bis Ende 2013 nur mehr Tantal aus konfliktfrei geförderten Erzen in seinen Prozessoren verwenden zu wollen. Rohstoffe für Halbleiter-Produkte werden oft unter sehr problematischen ökologischen und sozialen Bedingungen gewonnen.
Darüber hinaus wollen die Amerikaner bis 2020 die Energieeffizienz für Notebooks und Rechenzentren um den Faktor 25 gegenüber 2010 steigern.

Negatives

Doch Intel hat auch eine andere Seite: Diejenige des Marktführers im Sinne eines Marktbeherrschers. Und diese Stellung nutzt Intel auch aus, wenn sich dazu Gelegenheit bietet.

 

Die Mainstream-Prozessoren der Sandy- und Ivy-Bridge Baureihe kosten deutlich mehr als diejenigen des Mitbewerbers AMD. Der Preisaufschlag bleibt hier jedoch noch im Rahmen und ist angesichts der Mehrleistung auch argumentierbar.

In der Prozessor-Oberklasse, wo Intel mit den Sandy-Bridge-E Sechskern-Prozessoren de-facto ein Monopolist ist, werden dagegen unverschämt hohe Preise verlangt.

 

Im Segment der sparsamen Einstiegs-CPUs ist Intel mit seinen Atom-Prozessoren gegenüber AMD seit 2011 ins Hintertreffen geraten. Am 1. Mai 2012 hat Intel sogar die Einstellung des Atom D2700, dem Desktop-Flaggschiff, bekannt gegeben.

 

Die Probleme bei den Atoms hängen wiederum mit Intels großer, technischer Schwachstelle zusammen: Den integrierten Grafikeinheiten. Diese sind den Grafikeinheiten von AMD trotz deutlicher Verbesserungen nach wie vor klar unterlegen. Und das werden sie wohl auch auf absehbare Zeit bleiben.

 

Und nicht nur das:

Bei der Wiedergabe von Videos haben die Intel-Grafikeinheiten bis 2011 noch den so genannten 24p-Bug gehabt. Das ist ein Fehler, bei dem es rund alle 42 Sekunden zu einem kleinen Ruckeln bei der Video-Wiedergabe kommt.

Resümee:

Intel dominiert den weltweiten Prozessoren-Markt, ist heute schon in manchen Marktsegmenten de-facto ein Monopolist. Eine Übernahme des Monopols durch den Staat wäre die einzige Möglichkeit, um Missbrauch des Monopolisten zu verhindern. Ein solches halte ich in diesem Fall aber weder für wünschenswert noch für durchführbar – alleine schon deshalb, da Intel ein US-amerikanisches Unternehmen ist.

 

Der Mikroprozessoren-Markt ist aber einfach zu wichtig, als dass einem ein Monopol egal sein kann! Daher braucht Intel unbedingt starke Mitbewerber in allen Marktsegmenten. Nur dann gibt es kontinuierliche Produktinnovationen oder auch nur Fehlerkorrekturen. Vor allem aber gibt es nur dann auch attraktive Preise für die Kunden.

 

Als Kunde kann man dazu seinen Beitrag leisten, indem man in denjenigen Marktsegmenten, in denen es bessere oder zumindest gleichwertige Angebote von Mitbewerbern gibt, sich für diese entscheidet.
Momentan ist der einzig ernsthafte Intel-Konkurrent AMD.
Und gerade AMDs C- und E-Serie APUs in der Einsteigerklasse (für Netbooks, kleine Notebooks und Energiespar-Stand-PCs) sind eine klare Kaufempfehlung.
Auch in der Mittelklasse ist AMD mit der A-Serie für manche Kunden die bessere Wahl.
In der Oberklasse dagegen kommt man an Intels Core i5 und i7 CPUs der Ivy-Bridge und Sandy-Bridge-E Baureihen nicht vorbei.

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21. April 2012 6 21 /04 /April /2012 18:15

Eine gute Nachricht gleich zu Beginn:

AMD hat in der 2. Aprilwoche 2012 die Preise für seine Radeon HD-7000 Grafikkarten gesenkt. Damit ist ein idealer Zeitpunkt gekommen, die Anschaffung der neuen Karten-Generation ins Auge zu fassen.

 

Meine persönlichen Favoriten sind ganz klar die übertakteten Versionen der AMD Radeon HD-7770. Diese liefern in Summe dieselbe Leistung wie eine Radeon HD-6850 – bei Spielen sind sie tendenziell eine Spur langsamer, bei GPGPU-Anwendungen eine Spur schneller als die 6850er HD.

Die übertakteten 7770er sind optimal für Mainstream-Spieler und eignen sich auch gut für Video-Bearbeitung, sowie Rendering und eben GPGPU-Anwendungen.

Die neuesten Spiele kann man natürlich nicht in maximaler Auflösung bei höchster Detailstufe spielen – doch in meinen Augen genügen bei 22 Zoll Computer-Bildschirmen Auflösungen von 720p in höchster bzw. von 900p in zweithöchster Detailstufe vollauf!

Und bei Spielen ab 2 Jahren Alter kann man fast alle Einstellungen auf Maximum setzen.

 

Für Anwender in der unteren Mittelklasse plädiere ich für AMDs Radeon HD-7750 in der passiv-gekühlten Variante.

Diese liefert im Vergleich zu allen ihren größeren Brüdern eine bescheidene Rechenleistung, sie verbraucht aber auch deutlich weniger Strom. Und sie ist den in den Prozessor integrierten Grafik-Chips punkto Rechenleistung deutlich überlegen.

Die 7750er ist ideal für bescheidene Spieler, ist mit Abstrichen auch schon für Video-Bearbeitung geeignet, sowie für Power-HTPCs und für Allround-Mittelklasse-PCs.

 

Für Vollwert-Spieler und andere Power-User empfehle ich bei moderaterem Leistungsbedarf die AMD Radeon HD-7850, bei hohem Leistungsbedarf die Radeon HD-7870.

Diese bringen dieselbe Leistung, wie die Vorgängermodelle 1 Leistungsklasse höher, jedoch bei erheblich reduziertem Energieverbrauch.

Die 7850er liegt mit 130 Watt maximaler Leistungsaufnahme gerade noch im akzeptablen Bereich während die 7870er mit 175 Watt schon im – aus ökologischer Sicht – grenzwertigen Bereich liegt.

 

Alle Radeons der HD-7000er-Serie haben den Vorgängern einige top-moderne Technik-Features wie Direct-X 11.1, HDMI 1.4 3-GHz oder die VCE (Video Codec Engine) voraus.

 

Die ganz klar schnellste Spiele-Grafikkarte am Markt ist momentan die Nvidia GTX 680, gefolgt von der AMD Radeon HD-7970. Nach erscheinen der Dual-GPU Versionen kann man davon ausgehen, dass die schnellste Karte die GTX 690 vor der Radeon HD-7990 sein wird.

Die Nvidia GTX 680 und GTX 690 sowie die gesamte AMD Radeon HD-79xx Modelle liefern derart viel Leistung, welche wirklich weit über den Alltagsbedarf hinausgeht. Vor allem aber verbrauchen sie wirklich unglaublich, ja aus nachhaltiger Sicht unvertretbar viel Strom – sie spielen alle schon in der 200-Watt-Liga.

Von diesen Modellen rate ich daher dringend ab.

 

2 wichtige Tipps noch:

  1. Wer vor hat sich einen neuen Computer für regelmäßiges Spielen oder Videobearbeitung anzuschaffen, sollte vielleicht noch ein paar Wochen warten und die Testberichte von AMDs kommenden Mittelklasse APUs, Code-Name: „Trinity“ studieren.
    Die integrierten Grafikeinheiten der Trinity-APUs lassen sich per AMDs CrossfireX-Technologie mit den Radeon HD-7000 Karten (und nur mit diesen, die HD-6000 Serie ist dazu voraussichtlich inkompatibel) zu leistungsfähigen Gespannen koppeln. Selbst eine HD-7750 kann in Kombination mit einer Trinity-Grafikeinheit schon für ordentlich Tempo sorgen.
  2. Wem maximale Leistung, größtmögliche Energie-Effizienz oder Kombinierbarkeit mit Prozessor-Grafikeinheiten nicht so wichtig sind, der kann in den nächsten 2-3 Monaten noch mit der auslaufenden Grafikkarten-Generation Geld sparen. Konkret sind das die Nvidia GTX 5X0 (570, 560, …) Serie bzw. die Radeon HD-6xx0 (6970, 6850, 6670, …) Familie von AMD.
    Eine Radeon HD-6850 kann man durchaus um 25,- € billiger als eine übertaktete HD-7770 finden. Dem stehen aber eben ein höherer Energieverbrauch und eine geringere Zahl moderner Darstellungs-Funktionen der 6850er gegenüber.

Spannend wird noch das Erscheinen der Nvidia GTX 660 und GTX 670. Wenn man die Leistungsfähigkeit der GTX 680 auf die kleineren Brüder hoch- beziehungsweise herunterrechnet, dann werden diese von der Rechenleistung her – zumindest bei Spielen – gegenüber den AMD Radeon HD 77xx und 78xx knapp die Nase vorne haben.

Punkto GPGPU-Anwendungen und vor allem punkto Energieverbrauch dürfte das Pendel knapp zu Gunsten der AMD Karten ausschlagen.

 

Das alles ist aber noch Zukunftsmusik.

Die Gegenwart gehört ganz klar den Radeon HD-Modellen 7750, 7770, 7850 und 7870!

 

Marktübersicht übertaktete AMD Radeon HD-7770:

Bezeichnung Karte:

Chiptakt:

Speichertakt:

Preis in Euro:

 

PowerColor Radeon HD 7770 PCS+, 1GB

1150 MHz

1250 MHz

ab 142,90

Sapphire Radeon HD 7770 OC, 1GB

1150 MHz

1250 MHz

ab 125,-

Sapphire Vapor-X Radeon HD 7770 OC, 1GB

1150 MHz

1250 MHz

ab 142,90

XFX Radeon HD 7770 1095M DF, 1GB

1095 MHz

1245 MHz

ab 142,90

XFX Radeon HD 7770 1120M DF, 1GB

1120 MHz

1300 MHz

ab 147,90

Gigabyte Radeon HD 7770 OC, 1GB

1100 MHz

1125 MHz

ab 122,90

 

Marktübersicht passiv gekühlte AMD Radeon HD-7750:

Bezeichnung Karte:

Chiptakt:

Speichertakt:

Preis in Euro:

 

Sapphire Ultimate Radeon HD 7750, 1GB

800 MHz

1125 MHz

ab 109,72

PowerColor Radeon HD 7750 Go! Green, 1GB

800 MHz

1125 MHz

ab 117,90

 

Daten der Marktübersicht entnommen dem Österreich-Preisvergleich von geizhals.at, Stand: 21.04.2012.

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22. Februar 2012 3 22 /02 /Februar /2012 23:46

Im Jänner 2011 hat AMD die Mittelklasse-Modelle seiner neu konstruierten Radeon HD 7000-Serie vorgestellt.

Gegenüber den Vorgängern der 6000er-Serie wird die aktuelle Grafikkarten-Generation nicht nur in 28nm statt 40nm Bauweise gefertigt, auch die Chip-Architektur ist grundlegend neu.

Dementsprechend hoch waren die Erwartungen, dass die Radeon HD 7000 Karten einen großen Leistungsgewinn bringen würden.

 

Inzwischen hat schon so ziemlich die gesamte Fachpresse die 7750 und 7770 HD Radeons getestet und kommt zu einem einhelligen Urteil:

Die neuen AMD-Mittelklasse-Karten liefern etwas mehr Leistung bei deutlich verbesserter Effizienz.

Und: Fast alle interpretieren das insofern als unerfreulich, da sich Spieler ihrer Meinung nach deutlich höhere Leistungszugewinne erwartet hätten.

 

Nun, das mag durchaus sein. Viele Hardcore-Spieler möchten einfach so viel Leistung als möglich in ihren Rechnern verbauen. Egal, wie viele Strom diese Teile brauchen, ja teilweise sogar egal, ob sie diese Leistung auch wirklich brauchen.

 

AMD geht bei beiden Mittelklasse 7000er Radeon den Weg der Effizienzsteigerung, wenn auch mit jeweils unterschiedlicher Taktik:

  • Bei der Radeon HD 7750 hat sich AMD für das ökonomische Minimum-Prinzip entschieden - bei gleicher Leistung den Energieverbrauch im Vergleich zu den Vorgänger-Modellen zu reduzieren
  • Bei der Radeon HD 7770 ist AMD den Weg das Maximum-Prinzips gegangen - bei gleichem Energieverbrauch ein Maximum an Leistung herausholen

Die Radeon HD 7750 liefert bei Spielen eine minimal langsamere, vor allem bei GPGPU-Anwendungen eine minimal schnellere Performance als die Radeon HD 6770 ab. Im Durchschnitt aller Anwendungen sind beide praktisch gleich schnell.

Der direkten Vorgängerin HD 6750 ist sie bei allen Anwendungen deutlich überlegen.

Einen entscheidenden Unterschied gibt es aber: Die maximale Leistungsaufnahme der 7750er beträgt 61 Watt - gegenüber 86 Watt der 6750er und sogar 108 Watt der 6770er.

Das ist eine um rund 53,5 % (!) bessere Pro-Watt-Leistung.

 

Die Radeon HD 7770 wiederum hat mit 108 Watt denselben maximalen Stromverbrauch wie ihre direkte Vorgängerin HD 6770. Leistungsmäßig liegt Sie jedoch zwischen den höher angesiedelten Modellen Radeon HD 6790 und HD 6850 – bei Spielen näher an der 6790er, bei GPGPU-Anwendungen näher an der 6850er.

Bei gleichem Stromverbrauch hat die HD 7770 also die Leistungsfähigkeit einer um 1 ½ Modelle höher angesiedelten Grafikkarte der Vorgänger-Generation. Man könnte sagen, sie entspricht einer fiktiven Radeon HD 6830 mit Stromsparmodus.

 

Ich habe zum Leistungsbedarf  bei Grafikkarten sowieso eine ganz eindeutige Position:

Grafikkarten ab 150 Watt Stromverbrauch sind punkto Ressourceneffizienz grenzwertig, ab 200 Watt für die meisten Anwendungen nicht mehr vertretbar.

Bei Auflösungen bis 1600 x 900 Pixel ist AMDs Radeon HD 7770 wirklich eine ausgezeichnete Wahl, die richtige starke Grafikleistung bietet. Auf 22 Zoll Computer-Bildschirmen braucht man schlichtweg nicht mehr.

AMD geht für mich mit seiner Effizienz-Strategie den völlig richtigen, aus ökologischer Sicht sogar den einzig möglichen Weg. Öko-geil eben.

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20. Februar 2012 1 20 /02 /Februar /2012 17:41

In „AMD am Sand“ habe ich eine kritische Analyse des Status Quo von AMD Anfang 2012 gemacht. Heute möchte ich aufzeigen, wie AMD aus dem Schlamassel wieder herauskommen kann. Konkret konzentriere ich mich dabei auf die Prozessor-Sparte von AMD, bei den Grafik-Chips sind sie ohnehin recht gut unterwegs.

 

Bei den Einsteiger-APUs der C- und E-Serie ist AMD auf Schiene. Zwar ist die Einführung der 2. Generation im 28nm-Prozess im Frühjahr 2012 auf Grund technischer Probleme abgesagt worden. Die aktuelle Produktgeneration ist aber nach wie vor mit den Atom-Prozessoren von Intel voll konkurrenzfähig und verkauft sich gut.

 

Auch die Mittelklasse-APUs der A-Serie haben nicht nur überwiegend positive Kritiken der Fachpresse erhalten, sondern finden auch bei den Käufern großen Zuspruch. Angesichts der Fertigungsprobleme von AMD schon zu viel Zuspruch.

 

Selbst die FX-Prozessoren sind bei den AMD-Fans gut angekommen. Die Verkaufszahlen stimmen. Leistungsmäßig jedoch schneiden sie äußerst durchwachsen ab.

Ihre Architektur ist komplett neu und schon voll auf das wahrscheinlich im Herbst 2012 erscheinende Windows 8 ausgelegt. Das nächste Windows wird jedoch erst 2013 eine nennenswerte Verbreitung haben.

Bis da hin gilt es noch 1 Jahr zu überbrücken.

 

Und diese Überbrückung kann AMD mit 2 Produkten schaffen:

1.      Einer weiteren Ausbaustufe der Llano APUs

2.      Der Einführung von Phenom III Prozessoren, auf Llano-Basis

 

Bei der Leistung unter Windows 7 schlagen sich die A-Serie APUs und die alten Phenom II Prozessoren nach wie vor sehr respektabel. Was liegt also näher, als diese Architektur als entscheidende Brückentechnologie 2012 weiter zu forcieren?

Die Llano sind ja vereinfacht gesagt von 45nm auf 32nm verkleinerte Phenom II Prozessoren, die statt eines L3-Cache eine integrierte Grafikeinheit haben.

 

Bei den Llanos gibt es Probleme in der Fertigung. Dadurch ist deren Ausbeute bescheiden und AMD hat es bisher nicht geschafft, diese entscheidend zu verbessern.

Der Hauptgrund dafür soll darin liegen, dass es Probleme gibt, die Grafik-Einheit in den Prozessor einzubinden (http://ht4u.net/news/24272_bereite_amds_llano-gpu_probleme_bei_der_fertigung/).

 

Doch eine leichte Taktsteigerung samt Einführung eines Turbo-Modus in die Llano Modelle der 100-Watt-Klasse, wie dem A8-3870K und dem A6-3670 muss möglich sein.

Als neues Topmodell sollte AMD einen A8-3950K mit zumindest 3,1, besser 3,2 GHz Grundtakt und einem 300 MHz höheren Turbo-Modus (also 3,4 bis 3,5 GHz) einführen.

Ein solcher Prozessor wäre schon fast auf dem Niveau der schnellsten 4-Kern Phenom II CPUs, die 2011 ausgelaufen sind. Eine leistungsstarke Grafikeinheit hätten sie auch noch.

 

Und besonders für Spieler braucht AMD unbedingt einen Phenom III.

Der Phenom III wäre im Prinzip ein Llano, wobei statt der integrierten Grafikeinheit eine 8-MB großen L3-Cache in den Prozessor integriert ist.

Bis Ende 2011 haben zahlreiche Vergleichstests gezeigt, dass die schnellsten Spiele- Prozessoren von AMD die Phenom II mit 4-Prozessor-Kernen sind.

Der schnellste 4-Kerner, der Phenom II X4 980, schlägt dabei meistens sowohl den FX-8150 mit 8-Kernen als auch den Phenom II X6 1100 mit 6-Kernen.

 

Der Phenom II X4 980 hat eben 4 Prozessor-Kerne und eine Taktfrequenz von 3,7 GHz.

Ein Phenom III X4 1000 mit 4 Kernen und einer Taktfrequenz von 4,0 GHz, eventuell auch ein Phenom III X4 975 mit 3,6 GHz wären die perfekte Ergänzung der AMD Produktpalette.

Ein Phenom III X4 würde sich bei so ziemlich allen Spielen zum gegenwärtig schnellsten AMD-Prozessor krönen und auch mit den Intel CPUs noch gut mithalten können.

 

Bei Multi-Threading Anwendungen, wie z.B. Datenkomprimierung oder Video-Bearbeitung sind die FX-Prozessoren ohnehin stark unterwegs.

 

Ich fürchte allerdings, dass AMD die Idee eines Phenom III nicht aufgreifen wird. Hier sind schon alle Weichen Richtung weiterer FX-Modelle gestellt.

Für eine 3. Ausbaustufe des Llano habe ich aber noch Hoffnung. Ein solcher wäre ganz wichtig, damit AMD gut über das Jahr 2012 kommt.

 

AMD braucht jedenfalls dringendst Verkaufserfolge.

Schließlich möchte ich auch weiterhin Computer mit Prozessoren der sympathischen Kalifornier einsetzen.

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16. Februar 2012 4 16 /02 /Februar /2012 23:50

AMD ist seit 1 1/2 Jahrzehnten die Nr. 2 am weltweiten PC-Prozessormarkt. AMD zeichnet sich durch Produkte mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Trotz weit geringerer Bekanntheit als der übermächtige Marktführer Intel haben sich die Kalifornier eine treue Fangemeinde erarbeitet.

 

Auch ich zähle zu den AMD Fans, meine letzten 2 PCs sind mit einem entsprechenden Prozessor ausgestattet. Umso mehr bedauere ich die Entwicklung der letzten Jahre, wo AMD erheblich ins Hintertreffen geraten ist:

Seit 2006 hat Intel mit der Vorstellung der Core 2 Duo Prozessoren wieder die Leistungsführerschaft übernommen und diese immer weiter ausgebaut.

AMD hat punkto Rechenleistung einen immer größeren Rückstand auf Intel aufgerissen und hat nur mehr über das gute Preis-Leistungsverhältnis seine Marktanteile halbwegs halten können

 

Den Handlungsbedarf hat man bei AMD erkannt und arbeitet schon seit 2006 an Alternativ-Konzepten. Damals hat man den Grafikkarten-Hersteller ATI übernommen und das Ziel verkündet, CPU (Hauptprozessor) und GPU (Grafikprozessor) in einen Chip zu packen.

 

Bis diese Fusions-Chips, von AMD als APUs (Acellerated Processing Units) allerdings marktreif waren, hat es über 4 Jahre gedauert.

Anfang 2011 war es dann soweit: Die ersten Fusion-APUs im Einsteiger-Segment sind in den Markt eingeführt worden – und das sehr erfolgreich. Bei den APUs der Mittel- und Oberklasse dagegen hat es zahlreiche Verzögerungen und Probleme gegeben:

 

Die lange angekündigten und verzögerten A-Serie Mittelklasse APUs werden leistungsmäßig den Erwartungen gerecht. Durch Fertigungsprobleme mit dem neuen 32-nm Prozess hat AMD hier aber die Marktnachfrage nicht ausreichend bedienen können und hat somit einfach zu holende Marktanteile verschenkt.

 

Noch wesentlich schlimmer ist die Lage bei den mit Bulldozer-Kernen ausgestatteten FX-Prozessoren der Oberklasse:

Probleme beim 32-nm Fertigungs-Prozess sind gemeinsam mit Design-Schwierigkeiten die Hauptgründe für die ewig lange Verzögerung bei deren Markt-Einführung.

Während es aber den gespannten Kunden noch zumutbar gewesen wäre, so lange zu warten, wenn die FX-CPUs leistungsmäßig neue Maßstäbe gesetzt hätten, so haben diese in zahlreichen Disziplinen nur bescheidene Benchmarks erreicht. Manchmal haben die Bulldozer sogar schlechter abgeschnitten als ihre eigenen Vorgänger vom Typ Phenom II.

 

Viele User, die sich in der Herbst-Winter-Saison 2011/2012 einen neuen Computer anschaffen wollen, lässt AMD damit ratlos zurück:

Sollen Sie mit dem Kauf ihres PCs noch zuwarten?

Sollen Sie einen zwar deutlich leistungsstärkeren aber auch deutlich teureren Intel Prozessor kaufen?

 

AMD hat nicht nur Handlungsdruck, sondern Handlungszwang. Nach dieser harten Kritik präsentiere ich bei meinem nächsten Blog-Eintrag konkrete Wege, wie AMD aus dem Schlamassel wieder herauskommen kann.

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