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25. Juni 2012 1 25 /06 /Juni /2012 18:30

Entgegen vorher gehender Äußerungen vom Grünen Budgetsprecher Werner Kogler werden ESM und Fiskalpakt nun wohl noch vor dem Parlamentskehraus am 4. oder 6. Juli 2012 von SPÖ, ÖVP und Grünen durchgepeitscht werden.

 

Bislang hat es keinen Aufschrei des Volkes dagegen und für echte Bürger-Selbstbestimmung gegeben. Offensichtlich ist den Menschen nicht bewusst, welche massiven und allumfassenden Auswirkungen ein Inkrafttreten von ESM und Fiskalpakt haben wird.

Und selbst zahlreiche politischen Gruppierungen und sogar manche Experten können oder wollen sich derer Konsequenzen nicht voll bewusst werden.

Potentiell höchste gefährliche Auswirkungen auf jeden Einzelnen

Gerade für die bisher noch nicht aktiven Menschen möchte ich daher die wahrscheinliche Zukunft nach Inkrafttreten von ESM und Fiskalpakt skizzieren:

 

Der ESM darf ja jederzeit Geld von den teilnehmenden Ländern fordern, welche dieser Forderung binnen weniger Wochen nachkommen müssen.

Wenn Österreich – wie jedes andere Euro-Land, das noch nicht Bankrott ist – wieder 20 Milliarden Euro an den ESM zu überweisen hat:

Wie kann dann Österreich noch den Ausbau erneuerbarer Energien, Investitionen in Forschung & Bildung, selbst Arbeitslosenunterstützung oder Pensionen zahlen?

Die möglichen, finanziellen Verpflichtungen wären dabei theoretisch unbegrenzt.

Die Konsequenz, wie es erst diese Woche die Wirtschaftsforscherin Eva Pichler auf den Punkt gebracht hat, wäre der Staatsbankrott, der absolute finanzielle GAU.

Was kommt nach dem finanziellen GAU?

Und was kommt dann?

Kommt dann eine neuer Nationalsozialismus, Stalinismus oder ein anderes, totalitäres System?

Kommt dann eine Anarchie mit Banden- und Clan-Wesen a la Somalia?

Kommen wir dann vielleicht doch noch verhältnismäßig glimpflich davon, mit lokalen Konflikten, wie wir das beispielsweise schon in den Vorstädten von Paris oder London gesehen haben?

 

Ich spreche aus meiner persönlichen Sicht:

Ich bin jetzt 34 Jahre alt, habe also noch die Hälfte meines natürlichen Lebens vor mir. Und natürlich habe ich noch große Pläne: Private, wirtschaftliche, gesellschaftliche.

Ich möchte mich bei voller Gesundheit an der Natur erfreuen. Möchte meine laufenden Ausbildungen abschließen und damit beruflich etwas aufbauen. Möchte ein positives soziales Umfeld haben und möchte, dass es den mir nahe stehenden Menschen gut geht. Möchte die Möglichkeit haben, eine Familie zu gründen und, wenn ich Kinder haben sollte, dass diese eine Zukunft auf einem intakten Planeten haben.

 

Durch die Folgen der immer undemokratischeren und menschenfeindlichen Politik heutzutage, ganz besonders durch ESM und Fiskalpakt, sehe ich das alles für mich wie für alle Menschen gefährdet!

Notwendige, politische Konsequenzen

Die Verhinderung von ESM und Fiskalpakt ist daher die Pflicht jedes Bürgers, der eine menschengerechte Zukunft möchte.

In dieser Hinsicht gibt es zumindest einmal quer durch das politische Spektrum geäußerte Kritik an ESM oder Fiskalpakt:

Von links (z.B. Solidar-Werkstatt, KPÖ, KPÖ-Steiermark, Teile der SPÖ, …) über wirtschaftliberal (Ex-LIF-Chef Werner Becher, Uni-Professorin Eva Pichler) weltanschaulich breit (Piraten, CPÖ, NFÖ, EU-Austrittspartei, Österreich NEU, …) bis hin zu rechts (FPÖ, BZÖ, SOS-Heimat, …) und noch zahlreiche mehr.

 

Hoffentlich kommt es hier zu einer möglichst breiten Kooperation aller demokratisch-kritischen Kräfte.

Ganz entscheidend ist auch, dass wir endlich verbindliche, direkte Demokratie in Österreich bekommen – und zwar mit erreichbaren Hürden.

 

Darum werde ich – egal wie die Parlaments-Abstimmung über ESM und Fiskalpakt ausgeht – umso hartnäckiger dafür kämpfen, dass sich in unserem Land und in unserer Welt etwas zum Besseren ändert.

 

Zuvor werde ich jedoch meinen Unmut noch bei der Protestkundgebung des „Personenkomitees für eine Volksabstimmung zum Fiskalpakt“ am 28.06.2012 um 18.00h in Wien beim Christian-Broda-Platz (Mariahilferstraße) konstruktiv Kund tun.

 

Mit herzlichen, demokratischen Grüßen,

Ulrich Lintl


Dies ist ein Leserbrief über die Auswirkungen, die Gefahren, die jedem Einzelnen drohen, wenn ESM und Fiskalpakt in Kraft treten. Diese massiven Auswirkungen sind den meisten Menschen noch nicht bewusst.

Eine Lang-Version des Leserbriefes gibt es unter:

http://www.lintl-net.at/Politik/ESM-Fiskalpakt-jeder-spueren-LANG.pdf

Mein Brief soll meine Mitbürger dazu ermutigen, z.B. möglichst zahlreich Leserbriefe an alle Medien des Landes zu schicken, um Bewusstsein in der Bevölkerung über ESM und Fiskalpakt zu schaffen.

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15. Juni 2012 5 15 /06 /Juni /2012 23:15

Am 14. Juni sind die Ergebnisse zur Wahl für den Motor des Jahres (International Engine of the Year Awards 2012) bekannt gegeben worden. Großer Sieger dabei ist der 1.0 Eco-Boost von Ford.

 

Der kleine, aber innovative 1-Liter Motor mit 3 Zylindern und Turbo-Aufladung hat sowohl die Gesamtwertung als bester Motor 2012 gewonnen, als auch die Kategorie-Wertung als bester Motor mit weniger als 1-Liter Hubraum.

 

Nach dem Gesamtsieg von Fiats 0.9-Liter Twin-Air 2011 ist das bereits der 2. Sieg eines kleinhubigen Turbo-Benzin-Motors mit weniger als 4 Zylindern. Und sowohl Ford als auch Fiat sind in meinen Augen eine sehr gute Wahl.

 

Besonders der 1.0-Liter Ford Turbo-Motor ist ein ausgezeichnetes Triebwerk, das bei gleicher Leistung höheren Durchzug mit geringerem Spritverbrauch und niedrigerem Schadstoff-Ausstoß kombiniert. Diesen Motor habe ich ja bereits in 2 Blog-Einträgen gelobt.

 

Generell ist bei der 2012er Motoren-Wahl aufgefallen, dass rund 3/4 aller nominierten Motoren solche mit Aufladung sind, also mit Turbo oder Kompressor.

Dieser Trend ist sehr positiv, sind Turbos doch wesentlich effizienter und bieten mehr Kraft als gleich starke Saug-Motoren.

Ist zu hoffen, dass auch die Langzeit-Haltbarkeit bei diesen Triebwerken passt.

 

Und: „Turboisierung“ alleine ist zu wenig. Für eine nachhaltige Zukunft benötigen Autos nicht nur effiziente Verbrennungs-Motoren, sondern zusätzlich auch Elektro-Motoren, die mit ressourcenschonenden und effektiven Energie-Speichern, besonders Schwungrad-Speichern, arbeiten.

Doch dazu in einem meiner nächsten Einträge mehr.

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14. Juni 2012 4 14 /06 /Juni /2012 01:50

Intel ist schon seit gut 3 Jahrzehnten der führende Prozessor-Hersteller für Mikro-Computer und darüber hinaus auch bereits jahrelang der größte Halbleiter-Hersteller der Welt.

 

Seit Intel mit der Einführung der Core 2 Prozessoren 2006 wieder die Leistungskrone von AMD zurück erobert hat, geht es bis heute kontinuierlich bergauf.

Positives

Die 2011 eingeführte Sandy-Bridge Prozessorfamilie war ein absoluter Meilenstein:

Sehr leistungsfähige CPU-Einheit, hohe Energieeffizienz, erstmals brauchbare interne Grafikeinheit und natürlich auch die bahnbrechende Quick-Sync Hardware-Video-Encodierung, die die Videobearbeitung massiv beschleunigt hat.

 

2012 hat Intel mit der Ivy-Bridge Prozessorfamilie eine sehr gelungene Evolutionsstufe gebracht: Die Rechenleistung aller Teil-Einheiten ist gegenüber der Sandy-Bridge leicht gesteigert, die Energieeffizienz deutlich verbessert worden.

 

Weiters hat Intel im Mai 2012 auch noch verkündet, bis Ende 2013 nur mehr Tantal aus konfliktfrei geförderten Erzen in seinen Prozessoren verwenden zu wollen. Rohstoffe für Halbleiter-Produkte werden oft unter sehr problematischen ökologischen und sozialen Bedingungen gewonnen.
Darüber hinaus wollen die Amerikaner bis 2020 die Energieeffizienz für Notebooks und Rechenzentren um den Faktor 25 gegenüber 2010 steigern.

Negatives

Doch Intel hat auch eine andere Seite: Diejenige des Marktführers im Sinne eines Marktbeherrschers. Und diese Stellung nutzt Intel auch aus, wenn sich dazu Gelegenheit bietet.

 

Die Mainstream-Prozessoren der Sandy- und Ivy-Bridge Baureihe kosten deutlich mehr als diejenigen des Mitbewerbers AMD. Der Preisaufschlag bleibt hier jedoch noch im Rahmen und ist angesichts der Mehrleistung auch argumentierbar.

In der Prozessor-Oberklasse, wo Intel mit den Sandy-Bridge-E Sechskern-Prozessoren de-facto ein Monopolist ist, werden dagegen unverschämt hohe Preise verlangt.

 

Im Segment der sparsamen Einstiegs-CPUs ist Intel mit seinen Atom-Prozessoren gegenüber AMD seit 2011 ins Hintertreffen geraten. Am 1. Mai 2012 hat Intel sogar die Einstellung des Atom D2700, dem Desktop-Flaggschiff, bekannt gegeben.

 

Die Probleme bei den Atoms hängen wiederum mit Intels großer, technischer Schwachstelle zusammen: Den integrierten Grafikeinheiten. Diese sind den Grafikeinheiten von AMD trotz deutlicher Verbesserungen nach wie vor klar unterlegen. Und das werden sie wohl auch auf absehbare Zeit bleiben.

 

Und nicht nur das:

Bei der Wiedergabe von Videos haben die Intel-Grafikeinheiten bis 2011 noch den so genannten 24p-Bug gehabt. Das ist ein Fehler, bei dem es rund alle 42 Sekunden zu einem kleinen Ruckeln bei der Video-Wiedergabe kommt.

Resümee:

Intel dominiert den weltweiten Prozessoren-Markt, ist heute schon in manchen Marktsegmenten de-facto ein Monopolist. Eine Übernahme des Monopols durch den Staat wäre die einzige Möglichkeit, um Missbrauch des Monopolisten zu verhindern. Ein solches halte ich in diesem Fall aber weder für wünschenswert noch für durchführbar – alleine schon deshalb, da Intel ein US-amerikanisches Unternehmen ist.

 

Der Mikroprozessoren-Markt ist aber einfach zu wichtig, als dass einem ein Monopol egal sein kann! Daher braucht Intel unbedingt starke Mitbewerber in allen Marktsegmenten. Nur dann gibt es kontinuierliche Produktinnovationen oder auch nur Fehlerkorrekturen. Vor allem aber gibt es nur dann auch attraktive Preise für die Kunden.

 

Als Kunde kann man dazu seinen Beitrag leisten, indem man in denjenigen Marktsegmenten, in denen es bessere oder zumindest gleichwertige Angebote von Mitbewerbern gibt, sich für diese entscheidet.
Momentan ist der einzig ernsthafte Intel-Konkurrent AMD.
Und gerade AMDs C- und E-Serie APUs in der Einsteigerklasse (für Netbooks, kleine Notebooks und Energiespar-Stand-PCs) sind eine klare Kaufempfehlung.
Auch in der Mittelklasse ist AMD mit der A-Serie für manche Kunden die bessere Wahl.
In der Oberklasse dagegen kommt man an Intels Core i5 und i7 CPUs der Ivy-Bridge und Sandy-Bridge-E Baureihen nicht vorbei.

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4. Juni 2012 1 04 /06 /Juni /2012 23:10

In meinem letzten Blog-Eintrag zum Thema Skispringen habe ich harte Kritik am Vergabemodus von Weltcup-Sprungbewerben durch die FIS geübt. Kritik ganz besonders daran, dass Deutschland aber auch Norwegen, in der kommenden Saison 2012/2013 deutlich zu viele Weltcup-Bewerbe ausrichten. Im Gegensatz dazu gibt es in vielen anderen Nationen gar keine Weltcup-Skispringen.

 

Weiters habe ich angekündigt, mein persönliches Konzept zu präsentieren, wie man es besser macht.

Und: Hier ist es.

Grundsätzliches zum neuen Vergabe-Modus

Grundsätzlich sollten auch die „großen“ Skisprung-Nationen (Deutschland, Österreich, Norwegen, Finnland) maximal 4 Saison-Springen ausrichten.

 

Für die „mittelgroßen“ Verbände (Japan, Polen, Tschechien, Slowenien, Schweiz, Russland) sollte sich wenig ändern. Sie würden meist jede Saison 2-3 Weltcup-Springen ausrichten. Russland würde im Gegensatz zum Status Quo allerdings bei der Bewerbs-Vergabe berücksichtigt werden.

 

Die „kleineren“ Nationen sollten zukünftig ebenfalls regelmäßig in den Weltcup-Kalender eingearbeitet werden, und zwar in einem Rotations-Vergabeverfahren jeweils alle 2-3 Jahre.

 

Wenn in einem Land ein Großereignis (olympische Spiele, nordische Ski-WM) stattfindet, dann sollte das auch bei der Vergabe von Weltcup-Springen berücksichtigt werden.

Modus für die „großen“ Skisprung-Nationen

Auch unter Berücksichtigung, dass Deutschland der größte Markt ist: 7 Springen pro Saison in Deutschland sind 2-3 zu viel. 4 fixe Saison-Bewerbe sind auch genug.

Ergänzend dazu kann man ja noch jede 2. oder jede 3. Saison 1 weiteren Bewerb ausrichten. Natürlich unter der Bedingung, dass es dort dann keine nordischen Weltmeisterschaften oder olympischen Spiele gibt.

 

Der Vergabe-Modus für Österreich, Norwegen und Finnland sollte so aussehen, dass 2 Springen in jeder Saison garantiert sind. Darüber hinaus würde es in 3 von 4 Saisonen noch 2 weitere Weltcup-Springen geben - sofern kein Großereignis dort stattfindet.

Modus für die „mittelgroßen“ Verbände

Japan und Polen zähle ich zu den mittelgroßen Verbänden, allerdings mit Tendenz zu den großen.

Die jeweils 2 Bewerbe in Polen und Japan sind nicht nur Pflichttermine sondern sollten zumindest jede 3. Saison noch durch 1-2 weitere Bewerbe ergänzt werden – wenn in diesen Jahren dort kein nordisches Großereignis stattfindet.

 

In den weiteren Ländern mit arrivierten, mittelgroßen Verbänden, also Schweiz, Slowenien und Tschechien, gehen 2 fixe Bewerbe pro Saison in Ordnung – nicht weniger, aber auch nicht mehr.

 

Durch die Größe des Landes sollte auch Russland jedes Jahr 2 Bewerbe bekommen.

 

Italien ist für mich ein Grenzfall zwischen einem kleinen und einem mittelgroßen Verband. Ein sinnvoller Weg wäre hier wohl, dass Italien in 2 von 3 Jahren jeweils 2 Weltcup-Bewerbe ausrichtet.

Modus für die „kleinen“ Nationen

In Ländern wie Frankreich, Schweden, Südkorea, den USA, Kanada, der Türkei, Kasachstan oder China gibt es Weltcup-taugliche, teils sogar hoch moderne Schanzen. Allerdings ist auf diesen allesamt schon lange nicht mehr oder noch nie im Herren-Weltcup gesprungen worden.

 

Für alle diese Länder gehört ein Rotationsprinzip her: Jedes Land bekommt jedes 3. Jahr 2 Springen.

Da gibt es dann jedes 3. Jahr eine andere Schwerpunkt-Tournee:

  •  Ein Jahr eine Nordamerika-Tournee mit Springen in den USA und Kanada
  •  Ein Jahr eine Ostasien-Tournee mit Springen in Japan, Südkorea und evtl. China
  • Ein Jahr eine Zentralasien-Tournee mit Springen in Kasachstan und der Türkei
  • Ein Jahr ein Schwerpunkt in Südeuropa (mit Italien & Frankreich) oder Nordeuropa (mit Schweden)

Das hätte neben einer sehr viel gerechteren Vergabe an die einzelnen Nationen noch einen weiteren, positiven Effekt:

 

Im bisherigen Weltcup-Modus gibt es fast immer nur 2 Springen außerhalb Europas, nämlich die beiden Springen in Sapporo, Japan.

Dadurch, dass es nur 2 Springen sind, so taktieren Jahr für Jahr manche Athleten und lassen diese Bewerbe aus.

Wenn es aber jedes Jahr 6 Bewerbe außerhalb Europas gäbe, dann müsste jeder Springer, der den Gesamtweltcup ernst nimmt, auch dort antreten.

Fazit über den neuen Vergabemodus

Ich bin sicher nicht naiv und weiß, dass es keine „g’mahte Wiesn“ ist, einfach in alle die genannten Länder hinzugehen und dort sofort hochwertige Weltcup-Skispringen auszutragen. Doch wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

 

Fest steht für mich jedenfalls, dass sich bei der Vergabe der Weltcup-Bewerbe, primär der Herren, etwas tun muss. Dass wenige Länder jedes Jahr eine hohe Anzahl von Springen ausrichten während andere Nationen komplett durch die Finger schauen ist schlicht inakzeptabel.

Weiters ist es besonders gegenüber den Japanern unfair, dass diese fast die ganze Saison in Übersee springen, während die Europäer maximal 1 Mal im Jahr nach Japan fahren.

 

Optimistisch stimmt mich hier, dass ein absoluter Spitzenathlet, nämlich Thomas Morgenstern, sich schon im letzten Winter positiv dazu geäußert hat, die Weltcup-Bewerbe breiter zu vergeben, auch an Veranstalter außerhalb Europas.

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4. Juni 2012 1 04 /06 /Juni /2012 01:00

Was mit der Vorstellung des vorläufigen Weltcup-Kalenders Mitte April schon zu befürchten war ist nun Realität geworden:

Im Weltcup-Winter 2012/2013 gibt es Deutschland- und Norwegen-Festspiele - bei den Austragungsorten wohl gemerkt.

http://www.fis-ski.com/data/document/jp-wc_calendar-12-13_men-ladies1.pdf

 

Sowohl in Deutschland als auch in Norwegen finden im kommenden Herren-Skisprung-Weltcup sage und schreibe je 7 Bewerbe statt. Finnland liegt mit 5 Springen ebenfalls weit vorne in der Rangliste der Ausrichter.

Österreich, als ebenfalls große und in den letzten Jahren mit Abstand erfolgreichste Skisprung-Nation, wird dagegen nur mit mageren 2 Bewerben abgespeist.

 

Damit man mich gleich richtig versteht:

Ich bin Österreicher und kann grundsätzlich gut damit leben, wenn rund alle 4 Jahre in meinem Heimatland nur 2 Weltcup-Springen ausgerichtet werden, was aktuell der Fall ist.

Wo es mir aber wirklich die Haare aufstellt ist, wenn manche Länder 5-7 Saison-Bewerbe zugeteilt bekommen – in anderen Nationen dagegen entweder nur ganz sporadisch oder sogar nie Skispringen stattfinden.

 

In Ländern wie Frankreich, Schweden, Südkorea oder den USA hat es schon seit 10 Jahren oder mehr keine Weltcup-Bewerbe gegeben. In Kanada sind seit den olympischen Spielen 2010 auch keine weiteren Weltcup-Springen geplant.

Selbst in Italien wird nicht jede Saison gesprungen.

 

Von den neuen Standorten in der Skisprung-Welt noch gar nicht zu sprechen:

So gibt es neben Russland auch in der Türkei, Kasachstan und China Weltcup-taugliche, teils sogar hoch moderne Schanzen.

Selbst Bulgarien oder Estland könnten einmal Weltcup-Springen ausrichten.

 

Alle diese Länder, wo schon sehr lange nicht mehr beziehungsweise noch gar nie gesprungen worden ist, verdienen es sich grundsätzlich, dass der Skisprung-Weltcup auf bei ihnen Station macht. Das muss ja nicht jedes aber zumindest jedes 2. bis jedes 3. Jahr der Fall sein.

 

Es ist wirklich aller höchste Zeit, dass die FIS hier umdenkt! Und das wird sie sicher nicht, wenn alle nur ruhig da sitzen und sagen, dass das schon alles so passt. Dafür müssen sich natürlich die Verbände, die wenige oder keine Springen erhalten haben lautstark auf die Füße stellen!

 

Eine Neuerung im Austragungsmodus sehe ich allerdings sehr positiv:

Die Einführung von Mixed-Team-Springen, mit jeweils 2 Damen und 2 Herren.

Und als Generalprobe für die olympischen Spiele 2014 ist ja auch Russland in den Kalender „hinein gerutscht“.

 

Die aktuelle Architektur der Weltcup-Austragung ist für mich allerdings eine Ruine, die komplett abgerissen und von Grund auf neu konstruiert werden muss.

Die Notwendigkeit für eine komplette Neukonstruktion bezieht sich dabei nicht nur auf die Länder-Vergabe von Sprung-Bewerben sondern auch auf die Gestaltung von Disziplinen-Wertungen und von Weltcup-Teilbewerben.

Und da ich kritisch und konstruktiv bin, so werde ich in Kürze ein konkretes Konzept präsentieren, wie für mich der Weltcup gestaltet gehört.

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2. Mai 2012 3 02 /05 /Mai /2012 23:30

Über den EU-Fiskalpakt und den ESM wird in den Massenmedien wenig und wenn, dann fast nur positiv berichtet. Diese seien großartige Werke, die den Euro und Europa – was ja von diesen ständig mit der EU gleich gesetzt wird – retten. Und überhaupt: Nur mit diesen könnten wir eine positive Zukunft erreichen.

Was steckt aber wirklich hinter diesen 2 Maßnahmen, was schweigen die Massenmedien größtenteils tot?

 

Der Fiskalpakt beinhaltet zuerst einmal 2 Haupt-Inhalte:

  1. Die strukturelle Neuverschuldung (= Konjunktur-unabhängige Verschuldung) eines Staates pro Jahr soll auf 0,5 % des BIP (Brutto-Inland-Produktes) begrenzt werden
  2. Der Gesamt-Schuldenstand soll maximal 60 % des BIP betragen

Über diese Inhalte kann man jederzeit reden. Wenn sie richtig gemacht würden, so würde ich sie durchaus positiv sehen. Die entscheidende Frage dabei ist, welchen Bevölkerungsgruppen mit dem Fiskalpakt Geld weggenommen wird und welche mehr Geld bekommen.

So wie Regierungen und EU den Fiskalpakt planen, wird dem Großteil der Bevölkerung durch drastische Kürzung von Sozialleistungen massiv Geld weggenommen, Finanzwirtschaft und Superreiche würden dagegen in großem Umfang profitieren.

 

Denn der Hauptgrund, warum die Regierungen der EU-Staaten gemeinsam mit der EU-Kommission dieses Unwerk um jeden Preis durchpeitschen wollen, liegt klar auf der Hand:

Um Geldmittel für den ESM zu erhalten.

 

Der ESM („Europäischer Stabilitäts-Mechanismus“) wird zwar meist als „Hilfsmaßnahme“ für in Not geratene Euro-Staaten, primär in Südeuropa, vorgeschoben. In Wahrheit dient er aber dazu, die Spekulations-Verluste von Finanzkonzernen mit dem Geld von uns Steuerzahlern in praktisch beliebiger Höhe abzugelten.

Eine toll aufbereitete und gut verständliche Erklärung, was der ESM ist und wie er funktioniert findet man in diesem 3:51 Minuten dauernden Video:

http://www.youtube.com/watch?v=d6JKlbbvcu0

 

Weitaus schwerer als die bereits massiven wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen von Fiskalpakt und ESM wiegen jedoch die demokratischen beziehungsweise anti-demokratischen Auswirkungen dieser beiden Machwerke:

  • Der Fiskalpakt beinhaltet ein „Mitspracherecht“ der EU-Kommission bei der Budget-Erstellung der Mitgliedsländer. Die EU-Kommission wäre damit de-facto eine Zentralregierung, die über den einzelnen Staaten steht, welche zu Bundesländern degradiert würden.
  •  Würden sich EU-Organe und Mitgliedsländer an die Stabilitäts-Kriterien des Maastricht-Vertrages von 1992 halten und nicht bescheissen (wie z.B. Griechenland, um in den Euro aufgenommen zu werden), dann würde es überhaupt keine „Schulden-Krise“ geben.
  • Gemeinsam mit dem ESM, bei dem von Brüssel binnen weniger Wochen von jedem Staat Milliarden von Euro angefordert werden können und die Staaten keine andere Wahl hätten, als diesen Zahlungen auch nachzukommen, wäre die Budgethoheit der Staaten gekappt.
    Und was kann ein Staat ohne Geld bzw. ohne finanzielle Planungssicherheit machen?
    Das wäre die faktische Entmachtung der nationalen Parlamente durch einen europäischen Zentralstaat.

Das alles wird – in Österreich, wie in fast allen EU-Mitgliedsstaaten – OHNE Volksabstimmung einfach von den Regierungen und Parlamenten über die Köpfe der Bürger hinweg beschlossen. Davon abgesehen, dass die Bürger in einer Demokratie bei einer so gewichtigen Frage wie der Souveränitätssabgabe an einen europäischen Zentralstaat zwingend das letzte Wort haben müssen, so sind sie auch die Haupt-Leidtragenden von Fiskalpakt und ESM!

 

Ich nehme in meinem Blog nur selten zu politischen Themen Stellung. Und wenn, dann ist es für mich unbedingt notwendig, zu Kritikpunkten auch Lösungsmöglichkeiten anzubieten. Bei den teuflischen Zwillingen Fiskalpakt und ESM ist das schwierig, aber es gibt sie:

  1. Wir müssen wachsam sein, dürfen nicht alle Meldungen der Massenmedien einfach unkritisch glauben, sondern diese kritisch hinterfragen.
  2. Wir müssen endlich aufhören, den etablierten Parteien zu vertrauen und vor allem diese zu wählen. Es gibt zahlreiche kritisch-konstruktive Gruppierungen, die eine positive Politik machen. Diese sind natürlich noch klein, aber nur mit ihnen kann sich etwas zum Besseren verändern.
  3. Ob Leserbriefe an Medien oder auch an verantwortliche Politiker etwas bringen weiß ich nicht. Sie sind aber auf jeden Fall einen Versuch wert. Vor allem die Massenmedien müssen irgendwann auf öffentlichen Druck reagieren. Und wenn die einmal reagiert haben, dann kommen die etablierten Politiker auch nicht mehr aus.

Ein ganz konkreter Punkt zum Abschluss:

Am 11. Mai 2011 von 18.00-20.30 Uhr findet am Christian-Broda-Platz beim Westbahnhof in Wien eine Protestkundgebung für eine Volksabstimmung zum Fiskalpakt statt. Diese wird vom gleichnamigen, überparteilichen Personenkomitee veranstaltet. Diesem Komitee gehöre auch ich an.

http://www.werkstatt.or.at/index.php?option=com_content&task=view&id=629&Itemid=1

Ich hoffe, dass möglichst viele verantwortungsvolle Bürger zu dieser kommen und ein Zeichen gegen die Macht der Finanzkonzerne und für menschengerechte Demokratie setzen!

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21. April 2012 6 21 /04 /April /2012 18:15

Eine gute Nachricht gleich zu Beginn:

AMD hat in der 2. Aprilwoche 2012 die Preise für seine Radeon HD-7000 Grafikkarten gesenkt. Damit ist ein idealer Zeitpunkt gekommen, die Anschaffung der neuen Karten-Generation ins Auge zu fassen.

 

Meine persönlichen Favoriten sind ganz klar die übertakteten Versionen der AMD Radeon HD-7770. Diese liefern in Summe dieselbe Leistung wie eine Radeon HD-6850 – bei Spielen sind sie tendenziell eine Spur langsamer, bei GPGPU-Anwendungen eine Spur schneller als die 6850er HD.

Die übertakteten 7770er sind optimal für Mainstream-Spieler und eignen sich auch gut für Video-Bearbeitung, sowie Rendering und eben GPGPU-Anwendungen.

Die neuesten Spiele kann man natürlich nicht in maximaler Auflösung bei höchster Detailstufe spielen – doch in meinen Augen genügen bei 22 Zoll Computer-Bildschirmen Auflösungen von 720p in höchster bzw. von 900p in zweithöchster Detailstufe vollauf!

Und bei Spielen ab 2 Jahren Alter kann man fast alle Einstellungen auf Maximum setzen.

 

Für Anwender in der unteren Mittelklasse plädiere ich für AMDs Radeon HD-7750 in der passiv-gekühlten Variante.

Diese liefert im Vergleich zu allen ihren größeren Brüdern eine bescheidene Rechenleistung, sie verbraucht aber auch deutlich weniger Strom. Und sie ist den in den Prozessor integrierten Grafik-Chips punkto Rechenleistung deutlich überlegen.

Die 7750er ist ideal für bescheidene Spieler, ist mit Abstrichen auch schon für Video-Bearbeitung geeignet, sowie für Power-HTPCs und für Allround-Mittelklasse-PCs.

 

Für Vollwert-Spieler und andere Power-User empfehle ich bei moderaterem Leistungsbedarf die AMD Radeon HD-7850, bei hohem Leistungsbedarf die Radeon HD-7870.

Diese bringen dieselbe Leistung, wie die Vorgängermodelle 1 Leistungsklasse höher, jedoch bei erheblich reduziertem Energieverbrauch.

Die 7850er liegt mit 130 Watt maximaler Leistungsaufnahme gerade noch im akzeptablen Bereich während die 7870er mit 175 Watt schon im – aus ökologischer Sicht – grenzwertigen Bereich liegt.

 

Alle Radeons der HD-7000er-Serie haben den Vorgängern einige top-moderne Technik-Features wie Direct-X 11.1, HDMI 1.4 3-GHz oder die VCE (Video Codec Engine) voraus.

 

Die ganz klar schnellste Spiele-Grafikkarte am Markt ist momentan die Nvidia GTX 680, gefolgt von der AMD Radeon HD-7970. Nach erscheinen der Dual-GPU Versionen kann man davon ausgehen, dass die schnellste Karte die GTX 690 vor der Radeon HD-7990 sein wird.

Die Nvidia GTX 680 und GTX 690 sowie die gesamte AMD Radeon HD-79xx Modelle liefern derart viel Leistung, welche wirklich weit über den Alltagsbedarf hinausgeht. Vor allem aber verbrauchen sie wirklich unglaublich, ja aus nachhaltiger Sicht unvertretbar viel Strom – sie spielen alle schon in der 200-Watt-Liga.

Von diesen Modellen rate ich daher dringend ab.

 

2 wichtige Tipps noch:

  1. Wer vor hat sich einen neuen Computer für regelmäßiges Spielen oder Videobearbeitung anzuschaffen, sollte vielleicht noch ein paar Wochen warten und die Testberichte von AMDs kommenden Mittelklasse APUs, Code-Name: „Trinity“ studieren.
    Die integrierten Grafikeinheiten der Trinity-APUs lassen sich per AMDs CrossfireX-Technologie mit den Radeon HD-7000 Karten (und nur mit diesen, die HD-6000 Serie ist dazu voraussichtlich inkompatibel) zu leistungsfähigen Gespannen koppeln. Selbst eine HD-7750 kann in Kombination mit einer Trinity-Grafikeinheit schon für ordentlich Tempo sorgen.
  2. Wem maximale Leistung, größtmögliche Energie-Effizienz oder Kombinierbarkeit mit Prozessor-Grafikeinheiten nicht so wichtig sind, der kann in den nächsten 2-3 Monaten noch mit der auslaufenden Grafikkarten-Generation Geld sparen. Konkret sind das die Nvidia GTX 5X0 (570, 560, …) Serie bzw. die Radeon HD-6xx0 (6970, 6850, 6670, …) Familie von AMD.
    Eine Radeon HD-6850 kann man durchaus um 25,- € billiger als eine übertaktete HD-7770 finden. Dem stehen aber eben ein höherer Energieverbrauch und eine geringere Zahl moderner Darstellungs-Funktionen der 6850er gegenüber.

Spannend wird noch das Erscheinen der Nvidia GTX 660 und GTX 670. Wenn man die Leistungsfähigkeit der GTX 680 auf die kleineren Brüder hoch- beziehungsweise herunterrechnet, dann werden diese von der Rechenleistung her – zumindest bei Spielen – gegenüber den AMD Radeon HD 77xx und 78xx knapp die Nase vorne haben.

Punkto GPGPU-Anwendungen und vor allem punkto Energieverbrauch dürfte das Pendel knapp zu Gunsten der AMD Karten ausschlagen.

 

Das alles ist aber noch Zukunftsmusik.

Die Gegenwart gehört ganz klar den Radeon HD-Modellen 7750, 7770, 7850 und 7870!

 

Marktübersicht übertaktete AMD Radeon HD-7770:

Bezeichnung Karte:

Chiptakt:

Speichertakt:

Preis in Euro:

 

PowerColor Radeon HD 7770 PCS+, 1GB

1150 MHz

1250 MHz

ab 142,90

Sapphire Radeon HD 7770 OC, 1GB

1150 MHz

1250 MHz

ab 125,-

Sapphire Vapor-X Radeon HD 7770 OC, 1GB

1150 MHz

1250 MHz

ab 142,90

XFX Radeon HD 7770 1095M DF, 1GB

1095 MHz

1245 MHz

ab 142,90

XFX Radeon HD 7770 1120M DF, 1GB

1120 MHz

1300 MHz

ab 147,90

Gigabyte Radeon HD 7770 OC, 1GB

1100 MHz

1125 MHz

ab 122,90

 

Marktübersicht passiv gekühlte AMD Radeon HD-7750:

Bezeichnung Karte:

Chiptakt:

Speichertakt:

Preis in Euro:

 

Sapphire Ultimate Radeon HD 7750, 1GB

800 MHz

1125 MHz

ab 109,72

PowerColor Radeon HD 7750 Go! Green, 1GB

800 MHz

1125 MHz

ab 117,90

 

Daten der Marktübersicht entnommen dem Österreich-Preisvergleich von geizhals.at, Stand: 21.04.2012.

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13. April 2012 5 13 /04 /April /2012 00:30

Lieber Herr Thompson,

 

ich bin ein absoluter Internet-Mensch, lebe das Netz der Netze richtig gehend. Pro Tag surfe ich 3-6 Stunden.

Und für das Auffinden der Inhalte braucht man natürlich Suchmaschinen. Gerade bei uns in Europa heißt "Suchmaschinen" aber fast immer "Suchmaschine", nämlich Google.

 

Selbst Ihnen als Yahoo-Chef sage ich offen, dass ich Google mag und sie für die momentan beste Suchmaschine halte. Marktanteile von 90 % und mehr, wie sie Google in Europa hat, finde ich allerdings höchst bedenklich.

Die Suche im Internet ist einfach zu wichtig, um sie einem De-facto-Monopolisten zu überlassen.

 

Und die einzige echte Alternative zu Google in meinem Heimatland Österreich ist für mich aktuell Yahoo.

Nur diese 2 Suchmaschinen sind Vollsortimenter und bieten alle wichtigen Funktionen, die fortgeschrittene Anwender von einer Suchmaschine erwarten:

Websuche, Nachrichtensuche, Bildersuche, Videosuche, Suche nach deutschen Webseiten, Suche nach Webseiten aus Österreich und mehr.

 

Yahoo macht dabei schon heute keinen schlechten Job. Einen besonders guten allerdings auch nicht.

Die Basis, die Yahoo als Suchmaschine speziell in Österreich hat, ist wirklich gut. Was Yahoo daraus macht jedoch leider ziemlich armselig.

Was ich damit meine werde ich an Hand mehrerer Beispiele erläutern:

  1. Yahoo hat eine eigene Version seiner Suchmaschine für Österreich. Doch diese ist so gut „versteckt“, dass kaum ein Anwender sie findet – und damit natürlich auch nicht nutzt.
    Ruft man www.yahoo.at auf, dann kommt man auf die Login-Seite von persönlichen Yahoo-Benutzerkonten. Oben drüber gibt es ein recht kleines Logo „Yahoo! Österreich“, wenn man auf dieses klickt, dann kommt man zur Suchmaschine.
    Die direkte URL der Suchmaschine ist at.search.yahoo.com.
    Wie kann ein Suchmaschinen-Anbieter den Anwendern so große Hindernisse in den Weg legen?
    Wenn man die Österreich-Suche von Google verwenden möchte, dann gibt man einfach www.google.at ein.
  2. Direkt in Zusammenhang mit Punkt 1:
    Die Yahoo-Österreich-Suche erreicht auch deshalb kaum ein Benutzer, weil diese nicht über die Browser-Suche, z.B. in Firefox, zu erreichen ist.
    In der deutschsprachigen Version von Firefox funktioniert die Suche mit Yahoo über Yahoo-Deutschland (de.search.yahoo.com).
    Sucht man im FF-Browser mit Google, dann kommt man direkt zur Österreich-Suche von Google. Ich nehme an, dass dort Suchanfragen per IP-Kennung automatisch umgeleitet wird.
  3. In Zusammenhang mit den Punkten 1 und 2:
    Ich habe einen Online-Shop und betreibe darüber hinaus auch noch mehrere kommerzielle und nicht-kommerzielle Online-Auftritte.
    Ich kenne Yahoo Search-Marketing und nutze es auch. Jedoch erreicht man über diese Schiene nur eine winzige Anzahl von Menschen.
    Denn: Abgesehen davon, dass Yahoo in Österreich einen Marktanteil von vielleicht 1 % hat, so laufen – wie beschrieben – die meisten Yahoo-Suchanfragen eben nicht über Yahoo-Österreich sondern über Yahoo-Deutschland.
    Und wie soll man hier ein geographisches Targeting machen, wenn man den Großteil der Zielgruppe nicht erreicht – obwohl es technisch ja sehr einfach möglich wäre?
  4. Über Österreich-spezifische Kritikpunkte hinaus, gibt es natürlich auch generelle Schwächen.
    Darunter fällt die nur eingeschränkt vorhandene Filtermöglichkeit nach Zeit.
    Bei Google kann man die Suche auf die letzten 24 Stunden, die letzte Woche, das letzte Monat das letzte Jahr und darüber hinaus sogar noch auf einen benutzerdefinierten Zeitraum einschränken. Bei Yahoo ist eine Einschränkung auf das letzte Jahr und benutzerdefiniert dagegen nicht möglich.
  5. Darüber hinaus gibt es noch weiteren, wenn auch weniger kritischen Verbesserungsbedarf:
    -) Mit der Indizierung von bestimmten Webseiten hat der Microsoft Crawler massive Probleme. Das fällt auf Bing ebenso negativ zurück wie auf Yahoo. Wiederum schafft es Google bei den meisten dieser Webseiten, sie sauber zu indizieren.
    -) Die Verwendung von Booleschen Operatoren bei komplexen Suchen klappt bei Yahoo auch nicht optimal.
    -) Auch die Suche nach bestimmten URLs oder das Durchsuchen von Webseiten liefert im Vergleich zu Google oft schlechtere oder keine Ergebnisse.

Ein Google-Marktanteil von knapp unter 100 % im österreichischen Suchmaschinen-Markt lässt bei mir alle Alarmglocken läuten. Eine solche Dominanz schreit geradezu danach, seine marktbeherrschende Stellung irgendwann einmal auszunutzen.

 

Sowohl als Anwender als auch als Werber wünsche ich mir zukünftig 1 oder besser 2-3 ernsthafte Alternativen zum übermächtigen Giganten Google. Von einer Marktsituation wie in den USA, wo Google „nur“ 66 % Marktanteil hat, können wir in Europa nur träumen.

 

Yahoo ist, wie schon erwähnt, von der Funktionalität her der einzig echte Mitbewerber für Google. Und: Yahoo ist mir einfach sympathisch.

Bei aller hier angeführten Kritik, so gibt es auch abseits der Suche ganz konkrete, neue Punkte, die Yahoo in den letzten Jahren gut gemacht hat:

Spontan fallen mir Yahoo Answers, der Währungsrechner oder der Wetterdienst ein.

 

Ich wünsche mir sehr, dass Yahoo die Trendwende schafft und seine Marktanteile ausbaut.

Das würde die Anwender, die Werber und natürlich auch das Unternehmens selbst sehr glücklich machen.

 

Sehen Sie meinen Brief als Gratis-Consulting von einem Anwender an Sie.

Über die hier erwähnten Inhalte hinaus habe ich etliche konkrete Ideen, wie Sie mit innovativen Ideen bei den Anwendern wieder Begeisterung wecken können.

Wenn Sie wollen würde ich Ihnen gerne nähere Informationen dazu geben.

 

Viel Erfolg und beste Grüße,

Ulrich Lintl

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6. April 2012 5 06 /04 /April /2012 23:00

Eigentlich ist es ja ein alter Hut:

Autonamen mit sehr schrägen und oft unangenehmen Bedeutungen in bestimmten Sprachen.

Schon vor gut 10 Jahren habe ich einmal auf VOX, damals noch bei Auto-Motor-Sport-TV, einen Beitrag zu diesem Thema gesehen.

 

Seitdem ist aber viel Zeit vergangen. Und außerdem war die dortige Auflistung bei Weitem nicht vollständig.

Daher möchte ich diese in meinem Blog-Beitrag erweitern.

  • Mitsubishi Pajero:
    pajero = Wichser (in Spanisch)
  • Mitsubishi T-Box:
    Mitsubi-Shit-Box = Scheisse-Box (in Englisch)
  • Lada Nova & Chevrolet Nova:
    no va = funktioniert nicht (in Spanisch)
  • Fiat Uno:
    uuno = Trottel (in Finnisch)
  • Fiat Regatta:
    reagatta = streitsüchtige Frau (in Schwedisch)
  • Toyota MR2:
    MR Deux (sprich: Em-Er-Dö) --> merde = Scheisse (in Französisch)
  • Audi E-Tron:
    etron = Kothaufen (in Französisch)
  • Audi TT Coupe:
    tete coupé = abgetrennter Kopf (in Französisch)
  • Ford Pinto:
    pinto = Feigling oder kurzer Penis (in Portugiesisch)
  • Ford Kuga:
    kuga = Pest (in Serbo-Kroatisch & Slowenisch)
  • Buick Lacrosse:
    lacrosse = sich selbst befriedigen (in Französisch)
  • Chrysler PT Cruiser:
    pity cruiser = Jammer-Kreuzer (in Englisch – noch dazu der Unternehmenssprache von Chrysler)
  • VW Vento:
    vento = Furz (in Italienisch)
  • Mazda Laputa:
    la puta = die Hure (in Spanisch)

Weitere schräge Namen gibt es auch bei einigen nicht in Serie gegangen Studien (z.B. Citroen Matisse --> französisch für „Bastard“) oder von Namen, die auf Grund erkannter Negativ-Bedeutungen noch geändert worden sind (z.B. der Rolls Royce Silver Mist).

 

In jedem Fall haben sich die angeführten Namen in den betreffenden Ländern nicht gerade fördernd auf die Verkaufszahlen dieser Autos ausgewirkt. Dafür haben sie aber hohen Unterhaltungswert.

 

Wer noch weitere Namen kennen sollte ist herzlich eingeladen, diese als Kommentar zu posten.

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4. April 2012 3 04 /04 /April /2012 06:00

In „Ford auf Fiats Spuren?“ habe ich die Möglichkeit ins Spiel gebracht und befürwortet, dass Ford ebenso wie Fiat einen 2-Zylinder Turbo-Benzinmotor einführt.

Es deutet einiges darauf hin, dass Ford das nicht tut und stattdessen einen weiteren 3-Zylinder Benziner bringt.

 

Dass im Rahmen seines normalen Mid-Life-Facelifts im Herbst 2012 auch der Fiesta die 3-Zylinder Turbo-Benziner spendiert bekommt ist praktisch schon sicher.

auto.de hat Hinweise auf ein weiteres Aggregat dieser Motoren-Familie mit 80-PS entdeckt.

 

Eine Saugmotor-Variante des 1.0 Eco-Boost Triebwerks schätze ich auf 60-PS ein.

Die bisher schwächste Turbo-Variante verfügt über 100 Pferde.

Dazwischen gibt es eine Lücke, in die eine 80-PS Variante des 1.0 Eco-Boost Motors perfekt hinein passen würde.

Und: Wenn Ford so vorgeht, dann würde sich der Hersteller die Entwicklung einer neuen Motorenfamilie mit 2-Zylindern und damit erhebliche Kosten sparen.

Das alles klingt stimmig und macht Sinn.

 

Ein Turbo-Triebwerk mit ungefähr 80-PS würde, wie die anderen Triebwerke der 3-Zylinder-Turbo-Familie auch, verbesserte Fahrleistungen bei verringertem Spritkonsum bieten.

 

1 Nachteil hätte diese Vorgangsweise aber:

Ein 1.0 l 3-Zylinder Saug-Motor mit 60-PS wäre einem 0.8 l 2-Zylinder 70-PS Turbo-Motor bei niedrigstenfalls gleich großem Spritverbrauch punkto Leistungsentfaltung deutlich unterlegen.

Andererseits spielt für die Kunden im absoluten Einsteiger-Segment Leistung eine völlig untergeordnete Rolle.

 

Ford könnte daher mit einer 60-PS Saug- und einer 80-PS-Turbo-Variante seines 3-Zylinders die Kunden, die Umwelt und sich selbst sehr glücklich machen.

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