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10. November 2012 6 10 /11 /November /2012 16:45

Obama gegen Romney – das ist keine Wahl gewesen sondern pure Show. Und die großen Sieger der Präsidentenwahlen in den USA sind schon lange vor dem Wahltag fest gestanden: Goldman Sachs und die Hochfinanz.

Romney und Obama - Die zweiköpfige Goldman-Sachs Schlange

 

 

Graphisch kann man das nicht besser ausdrücken, als es Ben Garrison mit seiner Karikatur gemacht hat.


Die so genannten „Third Party Candidates“, die Kandidaten, die weder Republikaner oder Demokraten sind, bleiben in der Berichterstattung der Massenmedien weitgehend außen vor.

Dabei sind gerade diese es, die wesentliche Inhalte in den Wahlkampf einbringen und vor allem eine Politik im Sinne der Menschen machen.

Insgesamt haben sich laut Wikipedia 417 Personen um die Kandidatur bei den Präsidentenwahlen bemüht, die meisten von ihnen vergeblich.

Folgende 5 Präsidentschaftskandidaten haben die Kandidatur in mehreren Bundesstaaten geschafft:

  • Gary Johnson – Libertarian Party (Libertäre)
  • Jill Stein – Green Party (US-Grüne)
  • Virgil Good – Constitution Party
  • Rocky Anderson – Justice Party
  • Roseanne Barr (die ziemlich bekannte Schauspielerin) – Peace and Freedom Party

Sie haben Bürgerrechte eingefordert, die von allen republikanischen wie demokratischen Präsidenten der letzten 30 Jahre mit Füßen getreten worden sind.

Sie haben die aggressive US-Außenpolitik kritisiert, z.B. die Unterstützung der Jihadisten in Syrien.

Und sie haben noch zahlreiche weitere Punkte, wie das Eintreten für erneuerbare Energien oder ein faires Wahlrecht eingebracht.

 

Auch gehört erwähnt, dass es selbst innerhalb von Republikanern und Demokraten fähige Leute gibt, die es nicht zur Kandidatur geschafft haben, z.B. ein Ron Paul oder ein Dennis Kucinich.

 

Was in den USA – ebenso wie in Österreich und anderen Ländern – dringendst geändert gehört ist das Wahlrecht.

Nicht nur, dass es dort ein völlig antiquiertes, auf das 18. Jahrhundert zurück gehendes Mehrheitswahlrecht gibt, so kann man über Hintertüren fast unbegrenzt viel Geld für den Wahlkampf ausgeben. Das begünstigt die Establishment-Kandidaten der 2 großen Parteien massiv und drängt alle anderen Kandidaten schon von vorn herein an den Rand.

 

In jeder Krise steckt aber auch eine Chance.

Und durch die Folgen der Wirtschaftskrise kann ein Umbruch entstehen, wo entweder das Wahlrecht geändert wird oder kritische Kandidaten – zumindest in den Volksvertretungen – auch im bestehenden Wahlrecht viel öfter gewählt werden.

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31. Oktober 2012 3 31 /10 /Oktober /2012 21:45

Update 23.09.2014:

Diese Kaufberatung ist in der Zwischenzeit schon veraltet – ganz normal in der schnellebigen IT-Welt. Ich verfasse jedoch regelmäßig neue Versionen, die aktuellste CPU-Kaufberatung gilt für den Herbst 2014.

 

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Die CPU, der Hauptprozessor, ist das Herz des Computers. Egal ob Stand-PC, Notebook, Netbook oder Tablet: Sie alle benötigen einen.

Die CPU ist natürlich nur 1 Komponente. Für einen ganzen PC sind zahlreiche weitere Komponenten nötig, auf die ich hier nicht eingehen kann.

Seit rund 15 Jahren wird der Markt für PC-Prozessoren von 2 Herstellern dominiert: Dem „Goliath“ Intel und dem „David“ AMD.

 

Die wichtigsten Eckpunkte zu beiden Herstellern:

  •  Seit Einführung der Core 2 Duo Baureihe 2006 liegt Intel von der reinen Prozessor-Leistung (pro Kern) klar voran.
  • Intel CPUs sind wesentlich energieeffizienter als diejenigen vom AMD.
  • Dafür bieten AMD-Prozessoren ein besseres Preis-Leistungsverhältnis
  • AMD verbaut oft  CPUs mit mehr Kernen.
  • Weiters werden seit ca. 2010 auch GPUs, die Grafikprozessoren, direkt in die Hauptprozessoren integriert. Und bei den GPUs liegt AMD klar vor Intel.
  • Intel bietet allerdings mit „Quick-Sync“ einen extrem schnellen Hardware-Algorithmus zur Video-Bearbeitung. Quick-Sync ist in den Ivy-Bridge CPUs nochmals deutlich verbessert worden.

AMD nennt die Kombination aus CPU und GPU in 1 Prozessor übrigens APU (Accellerated Processing Unit).

 

Nachdem die Software-Entwickler nach und nach ihre Programme immer weiter für CPUs mit mehreren Kernen optimieren, so wird seit Kurzem auch die GPU für die Verrichtung allgemeiner Rechenaufgaben genutzt.

 

Nun zum wahrscheinlich spannendsten Teil meines Blog-Eintrags, zum Kauf welcher Produkte für welchen Anwendungszweck ich rate:

Einsteiger

HTPC

Ein Home-Theatre-PC dient als Multimedia-Zentrale im Haus. Er fungiert als Stereo-Anlage, Video-Rekorder, DVD-/Blue-Ray-Player und noch mehr.

--> AMD E-350 oder E-450, bereits inkl. Mainboard 95-125,- €

 

PC als bessere Schreibmaschine:

Für Benutzer, die primär nur einfache Anwendungen, wie Office-Anwendungen (Word, Excel, …), E-Mails und Internet nutzen, genügt eine CPU der Sub-Mittelklasse mit integrierter Grafikeinheit.

--> AMD A4-3400, ab gut 46,- €

 

Ein bisschen mehr als Office-Anwendungen:

Wer darüber hinaus noch regelmäßig seine Fotos bearbeiten, ressourcenschonende Spiele spielen und gelegentlich kleine Videos bearbeiten möchte:

--> AMD A6-5400K, ab ca. 65, €

 

Gelegenheits-Videobearbeitung und sonst überall ein bisschen mehr:

Wer generell etwas „mehr Dampf“ möchte und regelmäßig Videos mittlerer Auslösung bearbeitet:

--> Intel Core i3 3225, ab ca. 120,- €

Mittelklasse

Moderate Gelegenheits-Spieler

Wer regelmäßig ältere Spiele (2 Jahre oder älter) oder neuere Spiele bei geringen Details / Auflösungen spielen möchte:

--> AMD A8 oder A10 APU, 90-115,- €

 

Anspruchsvollere Gelegenheits-Spieler

Wer regelmäßig neuere Spiele auch mit mittleren Details / Auflösungen spielen möchte

--> Intel Core i3 3220, ca. 110,- € + diskrete Grafikkarte der mittleren Mittelklasse (siehe Hintergrund-Infos Grafikkarten Markt & Kaufberatung Grafikkarten)

 

Bescheidenere Intensiv-Spieler:

Wer den PC hauptsächlich für Spiele nutzt, entsprechend gute Leistung möchte, aber nicht auf absolute Höchstleistungen (bei Auflösungen und Details) Wert legt:

--> Intel Core i5 3470, ca. 175,- € + diskrete Grafikkarte der oberen Mittelklasse

 

Anspruchsvolle Intensiv-Spieler:

Wer auch moderne Spiele in hohen Auflösungen mit hohen Details spielen möchte:

--> Intel Core i5 3570, ca. 190,- € + diskrete Grafikkarte der gehobenen Klasse

 

Regelmäßige-Video-Bearbeitung

Wer regelmäßig aber nicht hauptsächlich Videos mit großen Datenmengen und hohen Auflösungen bearbeitet:

--> Intel Core i5 3570K, ca. 205,- € (+ optional diskrete Grafikkarte)

 

Produktiv-Allrounder

Diese Gruppe ist schwierig zu definieren. Neben Office-Anwendungen liegt der Fokus hier vor allem auf Simulationen, wissenschaftlichen Berechnungen, Datenkompression oder Verschlüsselung, wie sie v.a. im universitären Bereich gefragt sind. Auch Spiele und Video-Bearbeitung wären von der Rechenleistung her schon gut möglich. Entscheidend ist hier ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bei vernünftiger Energie-Effizienz.

--> AMD FX-6300, ca. 130,- €

Oberklasse & Profi-Segment

Profi-Video-Bearbeitung

Wer intensiv Videos mit großen Datenmengen und hohen Auflösungen bearbeitet und das vielleicht hauptberuflich:

--> Intel Core i7 3770K, ca. 305,- € (+ optional diskrete Grafikkarte)


Rendering oder Simulationen im High-End-Bereich

Simulationen oder Rendering-Anwendungen gehören zu den rechenintensivsten überhaupt. Hier ist wirklich die maximale Rechenleistung gefragt. Diese bietet momentan nur Intel.

--> Intel Core i7 3930K, ca. 530,- € plus Grafikkarte der gehobenen oder Ober-Klasse

 

Rendering oder Simulationen im Mid-End-Bereich

Wenn bei Simulationen oder Rendering-Anwendungen hohe, aber nicht absolut höchste Leistung gefragt ist bzw. man sich diese nicht leisten kann, dann ist ein AMD 8-Kerner eine passende Wahl mit starkem Preis-Leistungs-Verhältnis aber hohem Energie-Verbrauch.

--> AMD FX-8350, ca. 190,- € plus Grafikkarte der gehobenen Klasse

Fazit:

  • In den unteren Leistungsklassen ist eher AMD zu empfehlen, in den höheren eher Intel. Gerade im mittleren Segment ist die Wahl aber sehr stark auch eine Frage des persönlichen Geschmacks.
  • Bei meinen Kaufempfehlungen handelt es sich durch die Bank um aktuelle Prozessoren.
  • Die Intel Ivy-Bridge Prozessoren sind äußerst energieeffizient
  • Bei AMD empfehle ich primär die APUs (mit integrierter Grafik-Einheit.
    AMDs aktuelle CPUs (ohne Grafik) halte ich bis auf wenige Ausnahmen für nicht empfehlenswert.

Alle angeführten Daten gelten für den österreichischen Markt, Stand 31.10.2012.

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27. Oktober 2012 6 27 /10 /Oktober /2012 21:00

1 Jahr nach Vorstellung der Bulldozer-CPUs und 1 ¼ Jahre nach Rory Reads Amtsantritt als AMD-Chef gehört einmal eine umfassende Manöver-Kritik über AMDs Status Quo gemacht.

 

Die Bilanz fällt aus meiner Sicht durchwachsen aus, es gibt aber auch Gründe zur Hoffnung.

Server

AMD hat zuletzt hohe Verluste zu verzeichnen gehabt. Hauptgrund dafür war ein massiver Geschäftseinbruch im Server-Markt. Und der hängt wohl wesentlich damit zusammen, dass seit Erscheinen von Intels neuen Xeon-Server-Prozessoren auf Sandy-Bridge Basis AMD nicht mehr konkurrenzfähig ist – AMDs Bulldozer-Opterons haben seitdem in fast jeder Disziplin das Nachsehen.

 

Noch im November 2012 plant AMD allerdings die Einführung der nächsten Opteron Generation mit Piledriver-Kernen. 2013 sollen Energiespar-Server mit hauseigenen Kabini- und evtl. auch mit ARM-Prozessoren folgen. Eingesetzt werden diese dann auch in den – nach der Übernahme im Sommer 2012 – hauseigenen Sea-Micro-Servern.

Damit besteht zumindest die Chance auf eine Markt-Konsolidierung.

Desktop

Ähnlich sieht die Situation auch im Desktop-Segment der gehobenen Endanwendern aus: AMDs Bulldozer-basierte FX-CPUs sind gegen Intels Core i5 und i7 CPUs nur selten konkurrenzfähig.

AMD hat durch eine sehr aggressive Preisgestaltung – erfolgreich – Schadensbegrenzung betrieben. Doch nur durch eine höhere technische Konkurrenzfähigkeit kann AMD wieder auf die Erfolgsspur kommen.

Die gerade eben, Ende Oktober 2012, eingeführten FX-CPUs mit Piledriver-Prozessor-Kernen sind mit Sicherheit ein Schritt nach vorne. AMD hat hier gutes „Hardware-Bugfixing“ betrieben – die Bulldozer-Schwächen sind aber grundsätzlich immer noch vorhanden.

 

In anderen Marktsegmenten sieht es für die Texaner dann wesentlich besser auch:

  •  In der Endanwender-Mittelklasse tritt AMD 2012 sowohl im Desktop- als auch im Mobil-Bereich mit A-Serie APUs der Llano und Trinity-Serien an. Eine APU beinhaltet sowohl einen Hauptprozessor (CPU) als auch einen Grafikprozessor (GPU) auf 1 Chip.
    Je nach Anwendungszweck ist dabei Intel oder AMD im Vorteil: Intel hat die höhere CPU-Leistung, AMD die höhere GPU-Leistung.
    Im Durchschnitt aller Anwendung ist AMD gegenüber Intels Core i3 CPUs der Sandy- und Ivy-Bridge-Serien auf Augenhöhe.
  • Und im Einsteiger-Segment, bei Netbooks, Subnotebooks und spartanischen Desktop-Systemen, dominiert AMD mit den Ontario (C-Serie) und Zacate (E-Serie) APUs den Markt und hat Intels Atom-Prozessoren weitgehend verdrängt.
    2013 folgt dann mit Kabini die 2. Generation der E-Serie APUs, von der ein 25-prozentiger Performance-Schub zu erwarten ist. Trotz eines ähnlichen Leistungssprungs bei Intels neuer Atom-Generation wird sich am Kräfteverhältnis im Einsteiger-Segment 2013 wohl wenig ändern.

Auch wenn die Verkaufrückgänge im Desktop-Bereich teilweise auf den stagnierenden PC-Markt zurückzuführen sind, so hat AMD hier allerdings einen schweren Fehler gemacht:

 

Die Nicht-Einführung eines Phenom III Prozessors auf Llano Basis.

 

Gerade bei Spielen haben die Bulldozer-FX-Prozessoren gegenüber ihren Vorgängern ziemlich enttäuscht. Bis zum Erscheinen des FX-8350 war der „Phenom II X4 980BE“ bei der Mehrzahl an Titeln AMDs schnellste Spiele-CPU.

 

Ein „Phenom III X4 1000“ mit 4 Stars/K10.6 Kernen, 8 MB Level-3-Cache und 4 GHz Takt-Frequenz wäre AMDs mit Abstand schnellste Spiele-CPU gewesen – und hätte mit Sicherheit viele Spieler auch 2012 zum Kauf einer AMD CPU bewogen.

AMD hätte auf diese Art sowohl etwas für den Umsatz als auch fürs Image tun können.

Grafikkarten

Bei den Grafikkarten hat AMD sehr viel richtig gemacht.

Der technische Fortschritt der HD 7000 Baureihe ist nur zu einem kleinen Teil in höhere Rechenleistung geflossen, der überwiegende Teil in höhere Energieeffizienz. Gut so!

AMD optimiert seine 7000er Grafikkarten – im Gegensatz zu Nvidia – nicht voll auf Spiele, sondern auf Allround-Eigenschaften.

Die Bildqualität ist praktisch gleich gut wie beim Haupt-Mitbewerber, das Preis-Leistungsverhältnis deutlich besser.

Einzig die Leistung-pro-Watt ist ein Schwachpunkt der AMD-Karten, ganz besonders bei den im Sommer nachgeschobenen OC-Varianten.

Personalfluktuation

Diese war seit Rory Reads Amtsantritt wirklich extrem hoch: Praktisch das gesamte Management ist ausgetauscht worden.

Trotzdem namhafte Leute geholt worden sind, sehe ich das doch negativ. Neben den Abgängen von wirklich zentralen Entwicklern mitsamt ihrer Unternehmenserfahrung sticht dabei  der Abschied von Finanzchef und Interims-CEO Thomas Seifert negativ hervor.

Ausblick

Das schwache Jahr 2012 hängt wie ein Damokles-Schwert über AMDs Zukunft. Durch die fehlenden Erlöse von gestern fehlen heute Investitionen für morgen.

Technisch hat AMD 2013 aber mehrere äußerst viel versprechende Entwicklungen in petto:

Die hoch moderne 2. Generation der E-Serie APUs (Codename: Kabini), die wahrscheinlich evolutionär überarbeiteten Radeon HD-8000 Grafikkarten und die 3. Generationen von A-Serie APUs und von FX-Serie CPUs mit stark verbesserten Steamroller-Kernen.

 

Steamroller ist gleichzeitig der 1. Schritt für HSA (Heterogeneous System Architecture), die Voll-Integration von CPU und GPU – auch verschiedener Hersteller – in eine Gesamt-Recheneinheit. Und die besonderen Fähigkeiten dieser Prozessoren sollen von zukünftiger Software nochmals wesentlich besser unterstützt werden.

 

Schlusssatz:

AMD hat Zukunftspotential. Die größte Frage für mich ist eher die, ob es eigenständig überleben kann oder übernommen wird.

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14. Oktober 2012 7 14 /10 /Oktober /2012 20:20

Ergänzend zu meiner konkreten Kaufberatung liefere ich, wie versprochen, Hintergrundinfos zum Grafikkartenmarkt im Herbst 2012.

AMD und Nvidia

Am Grafikkarten-Massenmarkt gibt es ja seit nun rund 10 Jahren nur mehr 2 Anbieter, die eine Rolle spielen:  Nvidia und AMD (bis 2006 ATI).

Ich kann auch gleich vorweg nehmen, dass beide Anbieter hochwertige Produkte anbieten und man beim Kauf eine gute Karte bekommt.

 

Im Laufe des Jahres 2012 haben beide Hersteller ihre neuen Grafikchips im 28nm Verfahren vorgestellt, welche weniger Strom verbrauchen als ihre Vorgänger im 40nm Verfahren.

Auch über den moderneren Fertigungs-Prozess hinaus haben sowohl AMD als auch Nvidia ihre aktuellen Grafikchips deutlich mehr auf Energie-Effizienz getrimmt – was ich sehr erfreulich finde!

 

Weiters setzen beide Hersteller nun auch Hardware-Video-Enkoder ein, welche die Video-Bearbeitung deutlich beschleunigen können. Bei AMD wird das als VCE bezeichnet, bei Nvidia als NVEnc

 

Abgesehen von der unterschiedlichen Leistungsfähigkeit von Grafikkarten unterschiedlicher Klassen so gibt es aber dennoch einige, wichtige Unterschiede zwischen AMD und Nvidia:

  • Nvidia optimiert seine Karten eher für Spieler
  • AMD optimiert seine Karten eher für Allrounder
  • AMD bietet das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Nvidia baut die energieeffizienteren Grafikkarten

Chips von AMD & Nvidia, Karten von Dritt-Herstellern

Neulinge werden wahrscheinlich noch nicht wissen, dass AMD und Nvidia die Chips für Grafikkarten herstellen, die meisten Grafikkarten aber von Dritt-Herstellern stammen.

Diese variieren die Referenz-Designs der Chip-Hersteller und bauen sehr vielfältige Varianten von ein und derselben Grund-Grafikkarte.

 

Die häufigsten Änderungen erfolgen bei einer Erhöhung der Taktfrequenz von Grafik-Chip und Speicher, bei der Verwendung anderer (leistungsfähigerer oder leiserer) Lüfterräder oder auch beim Einsatz von passiven (statt aktiven) Kühlungen.

 

Im engen Zusammenhang mit den Kühlsystem steht auch das Lautstärke-Niveau von Grafikkarten. Da es einfach zu viele Dritt-Hersteller und Lüfter-Systeme gibt, so gehe ich darauf in meiner Abhandlung nicht ein. Es gibt hier aber sehr große Unterschiede und jeder, der eine leise Grafikkarte möchte, sollte sich damit intensiv beschäftigen.

 

Dritthersteller, die sowohl AMD als auch Nvidia Chips verarbeiten sind z.B. Asus, Club 3D, Gigabyte oder MSI. Hersteller, die nur Chips von 1 Anbieter verbauen, gibt es noch wesentlich mehr.

Welche Aufgaben für welche Leistungsklasse?

Das ist vor allem bei Spielen wesentlich, hier daher eine kurze Übersicht:

  • 1280p bei mittleren, 1600p bei niedrigen Details & Effekten --> Sub-Mittelklasse oder interne Grafikeinheiten (mind. 4-Kern APU von AMD der A8 oder A10 Serie)
  • 1280p bei hohen, 1600p bei mittleren Details & Effekten --> Untere Mittelklasse
  • 1600p bei mittleren bis hohen, 1920p bei niedrigen Details & Effekten --> Mittlere Mittelklasse
  • 1600p bei hohen, 1920p bei mittleren Details & Effekten --> Obere Mittelklasse
  • 1920p bei mittleren bis hohen, 2500p bei niedrigen Details & Effekten --> Gehobene Klasse

1600p heißt eine Bildschirm-Auflösung im 1600er Pixel-Bereich, z.B. 1680x1050 Pixel.

Einsteiger-Grafikkarten verschwinden langsam

Ein allgemeiner Markt-Trend ist das langsame Auslaufen von Einsteiger-Grafikkarten.

Für die AMD Radeon HD 6450 und die Nvidia GT 430 gibt es keine Nachfolger-Chips – allerdings hat Nvidia alten Chips als Radeon GT 610, 620 und 630 ein neues Etikett aufgeklebt.

 

Diese sind bei Neuanschaffungen auch gar nicht mehr notwendig. Denn die in Prozessoren von Intel und AMD integrierten Grafikeinheiten verfügen schon jetzt über eine vergleichbare oder sogar höhere Rechenleistung als diese Einsteiger-Produkte.

Ich schätze daher, dass Einsteiger-Karten in den nächsten 2 Jahren vom Markt weitgehend verschwinden werden.

Ausblick 2013

Anfang 2013 plant AMD bereits den Start der Radeon HD 8000er Serie.

Nvidia wird etwas später seine GT/GTX 700er Serie vorstellen.

Beide Hersteller werden ihre Chips wieder in 28nm Bauweise fertigen, auch bei der Chip-Architektur ist ein evolutionäres Vorgehen zu erwarten.

Wir dürfen gespannt sein auf die nächste Runde im engen Langzeit-Duell der Grafikkarten-Hersteller.

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14. Oktober 2012 7 14 /10 /Oktober /2012 17:30

Update 07.11.2014:
Diese Kaufberatung ist nach über 2 Jahren natürlich schon stark veraltet. Es gibt aber eine neue im Oktober 2014, wo ich aktuelle Grafikkarten empfehle.

 

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Vor rund ½ Jahr habe ich in meinem Blog eine recht umfangreiche Grafikkarten-Kaufberatung verfasst.

Da der IT-Markt allgemein schnelllebig ist und in den letzten Monaten wirklich sehr viele Karten der aktuellen Generation auf den Markt gekommen sind, ist es jetzt höchste Zeit für eine Fortsetzung.

 

Zusätzlich zur Kaufberatung bringe ich gleich auch noch einen weiteren Blog-Eintrag mit interessanten Hintergrund-Infos zum aktuellen Grafikkarten-Markt.

 

Alle hier enthaltenen Daten beziehen sich auf den österreichischen Markt mit Stand 14.10.2012.

Doch jetzt zur konkreten, in Kategorien gegliederten Kaufberatung:

Sub-Mittelklasse

1) AMD Radeon HD 6670

2) Nvidia GT 640

 

Die unterste Kategorie, ab der die Anschaffung einer separaten Grafikkarte für mich Sinn macht, ist aktuell die „Sub-Mittelklasse“ – wie ich sie bezeichne.

Trotzdem die GT 640 bereits 28-nm Chips verwendet und damit energiesparender als die HD 6670 ist, so empfehle ich auf Grund des deutlich niedrigeren Preises (60,- € versus 80,- €) die AMD Karte.

Untere Mittelklasse

1) AMD Radeon HD 7750

2) Nvidia GTX 650

 

Leistungsmäßig herrscht sowohl bei Spielen als auch bei GPGPU-Anwendungen praktisch Gleichstand.

AMDs 7750er ist allerdings 15,- bis 20,- € günstiger als Nvidias 650er.

Bzw. bekommt man um dasselbe Geld wie eine aktiv gekühlte GTX 650 auch schon eine passiv (ohne Lüfter) gekühlte HD 7750.

Mittlere Mittelklasse

1) Nvidia GTX 650 TI

2) AMD Radeon HD 7770

 

Bei Spielen liegt die GTX 650 TI eindeutig vor, bei GPGPU Anwendungen im Durchschnitt knapp hinter der HD 7770. In der Gesamtleistung hat die 650 TI daher die Nase vorne.

Die Nvidia Karte benötigt dabei auch noch eindeutig weniger Strom als ihr AMD Pendant.

Einziger Haken: Die 650 TI kostet um rund 30,- € mehr.

Wer auf Leistung und/oder Energie-Effizienz setzt, der greift also zur Nvidia.

Wer weniger Geld ausgeben möchte, der greift zur AMD.

Obere Mittelklasse

1) AMD Radeon HD 7850

2) Nvidia GTX 660

 

 

Die schnellere Karte in dieser Kategorie stammt – wie so oft – wieder von Nvidia.

Punkto Gesamtleistung ist die GTX 660 rund 10% schneller als die Radeon HD 7850, bei Spielen sogar noch etwas mehr.

Dafür kostet sie aber auch 40-55,- € bzw. 25-30% mehr.

Die 7850er hat ein weit besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als ihre direkte Nvidia-Konkurrentin, ja sie kostet nur 15-20,- € mehr als die 1 Klasse darunter angesiedelte Nvidia GTX 650 TI.

Gehobene Klasse

1) Nvidia GTX 660 TI

2) AMD Radeon HD 7870

3) Nvidia GTX 670

4) AMD Radeon HD 7950

 

 

Weil es hier 4 verschiedene Karten zu bewerten gilt, beschreibe ich Leistung, Preis und Allrounder-Qualitäten separat.

 

Leistung:

Die leistungsfähigste Karte ist die Nvidia GTX 670, gefolgt von der AMD Radeon HD 7950. Außerdem ist die Nvidia Karte noch energieeffizienter als die AMD.

Leistungsmäßig recht knapp hinter der 7950er liegt die Nvidia GTX 660 TI. Das klare, aber nichts desto trotz immer noch potente Schlusslicht ist die AMD Radeon 7870.

 

Preis:

Hier ist die Reihenfolge genau umgekehrt zur Leistung.

AMDs Radeon HD 7870 kostet mit Abstand am wenigsten, gefolgt von Nvidias GTX 660 TI und der Radeon HD 7950. Die mit Abstand teuerste Karte ist die GTX 670.

 

Effizienz und Allrounder-Qualitäten:

Den besten Kompromiss aus Leistung, Preis und Energieeffizienz schafft die GTX 660 TI. Sie ist fast genau so schnell viel wie eine Radeon HD 7950, kostet etwas weniger und verbraucht dabei weniger Strom.

 

Für die Radeon HD 7950 sehe ich keine klare Stärke, sie wird zwischen den anderen 3 Karten etwas „aufgerieben“.

Oberklasse

Der Vollständigkeit möchte ich auch noch erwähnen, dass es in der Oberklasse von Nvidia die GTX 680 & 690 und von AMD die Radeon HD 7970 gibt.

Alle Karten haben eine sehr hohe Rechenleistung, sie kosten jedoch eine ordentliche Stange Geld und sie haben (trotz in der aktuellen Generation verbesserten Effizienz) einen horrend hohen Stromverbrauch.

 

Daher gibt es in dieser Kategorie von mir nicht nur keine Bewertung sondern die Empfehlung, sich keine solche Karte anzuschaffen.

Spielen in 1600er-Auflösungen ist mit Grafikkarten in Kategorien darunter voll möglich, spielen in 1900er-Auflösungen mit geringen Abstrichen ebenso, spielen in 2500er Auflösungen halte ich für unnötig.

 

Und Profis, die eine High-End-Grafikkarte z.B. für Video-Bearbeitung, Rendering oder Simulationen wirklich benötigen, finden ein Angebot an entsprechenden Profi-Grafikkarten, wie AMDs Fire-Pro und Nvidias Quadro-Serie, vor.

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28. September 2012 5 28 /09 /September /2012 00:00

Am 28. September 1987 ist die 1. Folge von „Star Trek – The next generation“ (TNG), im deutschsprachigen Raum „Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert“ genannt, zum 1. Mal in den USA auf Sendung gegangen. Rund 21 Jahre nach dem ursprünglichen Raumschiff Enterprise haben deren Nachfolger das Kommando im Star-Trek-Universum übernommen.
Und dieses Ereignis ist jetzt bereits fast unglaubliche 25 Jahre her.
 

Ich muss gestehen, dass ich ein Science-Fiction Fan bin. Besonders das Star-Trek Universum finde ich sehr spannend. Die ersten Folgen vom neuen Raumschiff Enterprise habe ich ungefähr 1990 im Sommerurlaub bei meiner Tante gesehen. Damals haben meine Eltern noch kein Satelliten-Fernsehen gehabt. Richtig losgegangen ist es mit der Serie für mich dann 1994.

 

Die „Next Generation“ ist für mich die beste aller Star-Trek Serien. Und sie war es auch, die das popkulturelle Phänomen „Star-Trek“ in den 1990er Jahren zum Höhepunkt des Erfolges geführt und ihm den Weg ins 21. Jahrhundert geebnet hat.

 

Auf der faszinierenden Bühne des Weltraums zeigt Star-Trek Charaktere, die spannende Abenteuer mit einer Prise Humor erleben und dabei für Frieden und Fortschritt eintreten.

Die Next Generation steht darüber hinaus aber auch für hohen Anspruch:

Den Anspruch, dass gesellschaftliche, wissenschaftliche und politische Fragen immer nach besten Kräften unter höchsten moralischen Überlegungen behandelt werden.

 

Ganz besonders Captain Picard steht für diesen Weg. Ein Schulkollege hat mir in den 1990er Jahren gesagt, dass Picard für ihn wie eine moralische Autorität ist.

Neben dem Captain sticht Data aus dem Ensemble heraus. Der Androide, der gerne menschlich sein möchte, ist großer Sympathieträger und genialer Wunderwuzzi.

Auch Commander Riker hat mit seiner recht lockeren Art viele gute Momente.

Mit Deanna Troi, Dr. Crusher, Geordi LaForge und Worf ergibt das ein tolles Schauspieler-Ensemble.

 

Ein weiterer Erfolgsbaustein ist der große Pool an gut ausgearbeiteten, wiederkehrenden Nebencharakteren. Und diese sind nicht nur von guten sondern oft auch von bekannten Schauspielern verkörpert worden. Ein Filmstar wie Whoopi Goldberg stellt sich sicher nicht jeder Serie für eine Nebenrolle zur Verfügung.

 

Ein sehr hohes Niveau bei Masken, Spezial-Effekten und Drehbüchern vervollständigt das Erfolgs-Grundrezept.

 

Man muss aber auch dazu sagen, dass sich die Serie erst entwickeln hat müssen:

Die 1. Staffel hat in fast allen Bereichen nur ein mäßiges Niveau erreicht. Die Serie war zu sehr ein „Aufguss“ der alten Serie und hat zu wenig eigenen Charakter gehabt.

Mit der 2. Staffel hat sich das schon verbessert und ab der 3. Staffel ist die neue Enterprise zu Hochform aufgelaufen.

 

Die Beliebtheit von TNG im Fernsehen hat Star Trek in den 1990er Jahren auf den Höhepunkt des Erfolgs geführt: Neben der TV-Fortsetzung mit gleich 2 weiteren Serien („Deep Space Nine“ und „Voyager“) ist die neue Enterprise von 1994 bis 2002 auch auf der Kinoleinwand weiter geflogen.

 

In den 2000er Jahren war es dann aber mit den großen Erfolgen sowohl von der „Next Generation“ als auch von Star-Trek an sich vorbei.
Der 2009er Star-Trek Film mit neuem Kirk und neuem Spock hat allerdings wieder viele Menschen angesprochen. Er spielt in einem komplett eigenen Universum und zusätzlich noch rund 100 Jahre vor der Next Generation.

 

10 Jahre nach dem letzten Ausflug des neuen Raumschiffs Enterprise und 13 bzw. 11 Jahre nach dem Ende von „Deep Space Nine“ bzw. „Voyager“ wäre es aus meiner Sicht wieder höchste Zeit, dass die Abenteuer dieser Zeitlinie im Fernsehen ihre Fortsetzung finden.

 

Um die Star-Trek Idee nicht zu „verheizen“ schwebt mir hier allerdings keine neue Serie, sondern 2-teilige, jeweils 90-minütige Fernseh-Specials vor, die alljährlich ausgestrahlt werden.

Dabei können dann alt bekannte Charaktere sowohl von TNG, DS9 und VOY mitspielen, natürlich aber auch neue Figuren.

Als Titel dafür wäre „Star Trek – 25th Century“ perfekt.

 

So sehr ich Star-Trek mag, es mich unterhält und zum Nachdenken anregt, so muss ich eine Sache aber auch ganz deutlich hervorheben:

Star-Trek und Science-Fiction allgemein ist nicht die Realität, es ist eine Scheinwelt.

Und niemand soll sich durch die Flucht in eine Scheinwelt der Realität entziehen.

 

Wir leben in turbulenten Zeiten, wo viele Gefahren drohen: Finanzkrise, Umweltprobleme, immer stärkere anti-demokratische Tendenzen.

Und wenn es jemals eine positive Zukunft, ähnlich wie jene auf dem neuen Raumschiff Enterprise geben soll, dann müssen wir uns alle privat aber auch politisch-gesellschaftlich engagieren.

In diesem Sinne: „Energie“ – für die nächsten 25 Jahre.

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26. September 2012 3 26 /09 /September /2012 15:30

Schwungrad-Systeme gibt es schon lange. Eingesetzt werden sie zum Beispiel als Energiespeicher in Achterbahnen.

 

Schwungräder speichern Energie - in Autos konkret Bremsenergie - nicht elektrisch sondern mechanisch. Eine rotierende Scheibe speichert dabei die Bremskraft. Die gespeicherte kinetische Energie kann später wieder mittels eines Generators in elektrische Energie umgewandelt werden und das Auto über einen Elektro-Motor antreiben.

 

In Automobilen sind diese bis vor kurzem aber noch nicht eingesetzt worden.

Für die Formel-1 Saison 2009 hat das Williams-Team ein Energie-Rückgewinnungssystem auf Schwungrad-Basis entwickelt. Zum Einsatz in den hauseigenen Formel-Rennwagen ist es jedoch nicht gekommen.

 

Porsche hat dann 2010 das Schwungrad-System von Williams in den 997 GT3 R Hybrid eingebaut. Dieser hat beim 24-Stunden Rennen 2010 am Nürburgring sein viel versprechendes Debüt gegeben: Das Fahrzeug ist in Führung gelegen, jedoch mit technischem Defekt ausgefallen.

2011 hat dann nicht nur die Geschwindigkeit sondern auch die Standfestigkeit gepasst und der 997 GT3 R hat das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring gewonnen.

 

Kein Wunder, denn das Schwungradsystem steigert die Effizienz:
Bremsenergie wird nicht in Abwärme verbraten (im wahrsten Sinne des Wortes) sondern zwischengespeichert und dann als Zusatzschub wieder eingesetzt.

Im Rennsport ganz wichtig: Im Gegensatz zu Strom-Akkus sind Schwungräder exzellent geeignet, sehr hohe Momentanleistungen aufzunehmen.

Die elektrischen Zusatzmotoren des Schwungrad-Hybrid-Systems leisten insgesamt 163-PS. Dadurch war es dem Porsche möglich, das Rennen mit weniger Tankstopps zu bestreiten – und so die Konkurrenz zu besiegen.

 

Porsche ist auch nicht mehr der einzige Hersteller, der diesen Vorteil erkannt hat:

Audi hat 2012 mit dem R18 e-tron quattro beim prestigeträchtigen 24-Stunden-Rennen in Le Mans einen Doppelsieg gefeiert. Das ist der bisher größte sportliche Erfolg eines Schwungrad-Autos überhaupt.

 

In der Massen-Fertigung dagegen tut sich noch sehr wenig:

Volvo ist bisher der einzige Hersteller, der ein Schwungrad-Hybrid-System in der Serie einsetzen möchte. Volvo verspricht sich mit diesem System eine 20-prozentige Treibstoff-Ersparnis bei 80-prozentiger Leistungs-Steigerung.

Seit 2011 hat man von Volvos „Flywheel-KERS“ aber leider nichts mehr gehört.

 

Neben der besseren Effizienz und der gleichzeitig erheblich gesteigerten Gesamtleistung bieten Schwungrad-Hybrid-Systeme noch einen weiteren, großen Vorteil:

Man muss bei Akkus keinen Kompromiss zwischen Leistungsdichte und schneller Ladedauer mehr eingehen sondern kann sie voll auf Leistungsdichte hin optimieren. So spart man beträchtliche Ressourcen bei den Akkus und kann sie kleiner dimensionieren.

 

Hoffentlich gibt Volvo also bei der Umsetzung in die Serie ordentlich Gas. Und hoffentlich setzen möglichst viele weitere Auto-Hersteller auf Schwungrad-Hybrid Systeme!

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14. September 2012 5 14 /09 /September /2012 00:30

Neue und kleine politische Parteien haben eine wichtige Funktion in der Demokratie:

Sie bringen Anliegen in den politischen Prozess ein, die den Bürgern am Herzen liegen, welche die etablierten Parlamentsparteien aber unter den Tisch fallen lassen.

Doch bei Wahlen haben sie es extrem schwer, ganz besonders in Österreich.

Seit 1950 hat es nur 1 einzige neue Gruppierung geschafft, in den Nationalrat einzuziehen, die vorher noch nicht in diesem vertreten war: Die Grünen anno 1986.

Der Einzug in die Landtage ist fast ebenso schwierig.

 

Hauptverantwortlich dafür ist die fehlende Information in der Bevölkerung:

a)      Dass es sehr viele politische Parteien gibt, die nicht im Parlament oder den Landtagen vertreten sind

b)      Welche Inhalte diese Gruppen vertreten

 

Auf Grund der Rahmenbedingungen ist das auch kaum verwunderlich.

Schon seitens der Wahlbehörde sind die Informationen darüber, welche Listen sich überhaupt um eine Kandidatur bemühen, unzulänglich.

Und wenn neue und kleine Listen eine Kandidatur doch geschafft haben sollten, dann kommen sie in der medialen Berichterstattung kaum vor.

 

Auch ich gehöre einer sehr jungen und natürlich noch voll im Aufbau befindlichen politischen Gruppierung an, der Partei Österreich NEU (Öneu). Mit Sicherheit haben die wenigsten Menschen schon jemals von dieser gehört.

 

Gemeinsam mit der CPÖ, der EU-Austrittspartei, der KPÖ, der Männerpartei und dem NFÖ hat sich Öneu nun zur „Interessensgemeinschaft für ein faires Wahlrecht in Österreich“ zusammengeschlossen.

 

Konkrete Forderungen für ein faires Wahlrecht sind unter anderem:

  • Die Abschaffung von Hürden beim Sammeln von Unterstützungserklärungen
  • Streichung von künstlichen Mindesthürden für den Einzug in Volksvertretungen
  • Ausgewogene, mediale Berichterstattung über alle Gruppen, die sich um eine Kandidatur bei Wahlen bemühen
  • Maßnahmen gegen Wahlbetrug
  • Strengere Sanktionen für straffällig gewordene Mandatsträger

Alle genauen Informationen über die IG sind unter http://www.faireswahlrecht.at zu finden.

 

Die Gründung der Interessensgemeinschaft faires Wahlrecht ist ein wichtiger Schritt für die Demokratie in Österreich. Nur neue, redliche Gruppierungen von der Basis können Politik für die Menschen machen und durch echten Wettbewerb den demokratischen Prozess neu beleben. Angesicht der hohen Verdrossenheit gegenüber den Altparteien ist das auch höchst notwendig.

 

Öneu, die IG faires Wahlrecht und auch ich persönlich werden uns jedenfalls sehr hartnäckig dafür einsetzen, dass es in Österreich zukünftig ein Wahlrecht gibt, das allen politischen Gruppen, die bei Wahlen kandidieren möchten, faire Chancen bietet.

Weitere politische Parteien und Initiativen sind zur Erreichung dieses Zieles herzlich willkommen.

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6. September 2012 4 06 /09 /September /2012 22:30

Als Gegenmaßnahme zum zwangsverordneten Glühbirnen-Verbot der EU habe ich am 01.09.2012 unter http://www.pro-gluehbirne.at eine Initiative zur Wieder-Legalisierung der Glühbirne gestartet.

 

Konkret werden darin verlangt:

  • Die Wieder-Legalisierung der Glühbirne
  • Die Weiter-Legalisierung der Halogen-Glühlampe
  • Das Verbot der quecksilberhältigen Kompakt-Leuchtstofflampe (schönfärberisch „Energiesparlampe“ genannt) und darüber hinaus ein generelles Quecksilberverbot binnen 5 Jahren

Gewollt polarisierend ist, dass die Petition die Umsetzung durch die Republik Österreich unabhängig von EU- und WTO-Auflagen verlangt.

Im Interesse der Gesundheit und des Wohlbefindens der österreichischen Bevölkerung ist diese Vorgangsweise aber alternativlos.

Und ich empfehle den Mitstreitern in allen EU-Ländern denselben Ansatz.

 

Glühbirne und Halogen-Glühlampe sind bewährte und gesunde Leuchtmittel. Mit fadenscheinigen Argumenten sind sie illegalisiert worden. EU-Verantwortliche und hinter diesen agierende Lobby-Gruppen wollen scheinbar haben, dass wir uns quecksilberhältige Leuchtmittel in die Wohnungen holen.

LED haben zwar Stärken, aber es gibt noch etliche offene Fragen und Risken bei diesen, die bisher kaum abgeklärt worden sind.

 

Es gibt in der Bevölkerung eine breite Bewegung, die das genau so sieht. Vertreter völlig unterschiedlicher Organisationen beziehungsweise völlig unterschiedlicher weltanschaulicher Richtungen haben die Petition bereits unterzeichnet.

Eine klare und vor allem gemeinsame Unterstützung für die wichtige Sache!

 

Im Interesse der Gesundheit und im Interesse der Selbstbestimmung lade ich alle verantwortungsbewussten Bürger ein, ebenfalls mit der Unterzeichnung der Petition ein Zeichen zu setzen.

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15. August 2012 3 15 /08 /August /2012 10:00

feuer-dunkel-dem Seit 1988 wird in der Schweiz die Aktion "Feuer in den Alpen" veranstaltet. Bei dieser geht es darum, vor der Zerstörung des Ökosystems Alpenraum zu warnen. Und es soll natürlich ein Zeichen gesetzt werden, wie wichtig die Erhaltung des natürlichen und kulturellen Erbes des Alpenraumes ist.

Nach 2011 haben Aktivisten der "Plattform Direkte Demokratie" (DEM) 2012 zum 2. Mal auch in Wien ein Feuer im Rahmen dieser Aktion entzündet.

 

Nach unserer Überzeugung wird es eine positive Entwicklung für den Alpenraum und den Rest der Welt nur dann geben, wenn die Bürger selbst ihre Zukunft mitgestalten. Verbindliche, direkte Demokratie ist das Mittel zur Erreichung dieses Zieles.


Als Inititiator der DEM, als Gründunsmitglied der Partei Österreich NEU und als Bürger, dem Nachhaltigkeit ein absolutes Herzensanliegen ist, habe ich mit großer Freude bei dieser Aktion mitgemacht.

 

 

Update 11.08.2014:

Auch 2013 und 2014 hat die DEM in Wien ein "Feuer in den Alpen" gemacht. Infos zum aktullen Feuer in diesem Blog-Eintrag.

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  • Ulrich Lintl, Jahrgang 1978, kritisch-konstruktiver Zeitgenosse, sehr an Nachhaltigkeit, Politik, Natur und Internet interessiert. Auch an Sport, Kabarett und gutem Essen. Ausserdem liegt mit regionale Kultur und Mundarten am Herzen.

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